Ein recht "Quaxiger" Flugtag in Lüneburg.

Claus Cordes, Lübecker Pilot, der unter anderem für eine große Airline fliegt, hatte zur Freude der kleinen und großen Besucher den Flugplatz-Clown am Himmel gemimt. Als er mit seiner Focke- Wulf Stieglitz aus dem Jahr 1936 wieder auf dem Boden aufsetzen wollte, passierte es, Cordes: "Eine Windböe muss meine Maschine erfasst haben, die dann noch über einen Maulwurfhügel stolperte. Eine Fahrwerkstrebe ist eingeknickt, das bremst. Danach hat sich die Maschine überschlagen." Der Pilot kam ohne Schaden davon, "ich war angeschnallt". Doch eine Träne floss, weil die Reparatur wohl ein Jahr dauern wird. Die Zuschauer konnten das Geschehen nur aus der Ferne verfolgen, denn der Flieger war neben der Landebahn hin zum Bundeswehrgelände ins Stolpern gekommen.
Ist ein zweiter Unfall beim Flugtag nur durch Glück verhindert worden? Diesen Verdacht haben LZ-Leser. Der Luftsportverein sieht das anders. Bei der Schau sollen unter anderem drei Doppeldecker als Formation aufgestiegen sein. Eine dieser Maschinen hatte offenbar Probleme. Augenzeugin Sonja Haase schildert es so: "Kurz nach dem Start blubberte und spuckte der Motor von diesem blauen Doppeldecker laut. Dann fiel der Motor aus. Die Maschine kippte über den linken Flügel in Richtung Zuschauermenge. Ganz knapp schaffte es der Pilot, die Maschine abzufangen und sicher zu landen. Es hätte viel passieren können, weil der Flieger direkt auf die Menge zuschoss. Besucher flüchteten auch in den Hangar." Auch ein anderer Gast des Flugtages sagt, der Doppeldecker sei in geringer Höhe über die Besucher hinweg geflogen.
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