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Alt 17.04.03, 11:47   #1
Lothringer
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Zivilverwalter für Irak nach dem Krieg benannt

US-Verteidigungsminister Rumsfeld hat einen Mann als Leiter der Zivilverwaltung eines Nachkriegs-Irak benannt, der eng mit der Likud-freundlichen Lobby der Drückeberger-Falken im Umfeld der Bush Regierung verbunden ist. Unterstaatssekretär Feith, im Pentagon für politische Fragen zuständig, nannte vor dem außenpolitischen Senatsausschuß am 11. Februar Gen. a.D. Garner als designierten Chef des neuen Büros für Wiederaufbau und humanitäre Hilfe. Das Amt soll drei große Operationen im Nachkriegs-Irak leiten: Humanitäre Hilfe, Wiederaufbau und Aufbau der Zivilverwaltung. Garner werde dafür zuständig sein, "die Arbeit der drei wesentlichen Operationen zu integrieren und sicherzustellen, daß das Amt in die Region verlegt werden kann, wenn es nötig ist, und sich reibungslos (beim Zentralkommando) einzuklinken", das die Kriegführung leitet, so Feith. Offenbar soll Garner in seiner Besatzerfunktion so etwas ähnliches wie die Entnazifizierung im besetzten Deutschland durchführen und das irakische Militär und die Istitutionen des Landes von Saddam-Unterstützern säubern.

Aufgrund seines Hintergrunds ist Garners Wahl für eine solche Aufgabe jedoch äußerst fragwürdig: Im Oktober 2000 unterzeichnete er als einer von 26 Stabsoffizieren einen Brief des Jüdischen Instituts für Fragen der Nationalen Sicherheit (JINSA), das seit den 70er Jahren Jabotinsky-Anhängern dazu dient, Militär und Geheimdienste der USA zu unterwandern. JINSA-Personal war wiederholt in Spionageaktivitäten gegen die USA verwickelt; so z.B. der langjährige JINSA-Mitarbeiter Bryen, dem ebenso wie dem führenden Kriegstreiber Perle vorgeworfen wurde, in den 70er Jahren Geheimmaterial an Israel weitergegeben zu haben.

Die von Garner mitunterzeichnete Erklärung rühmt die "bemerkenswerte Zurückhaltung" der israelischen Streitkräfte "angesichts der tödlichen Gewalt, die von der Führung der Palästinenserbehörde orchestriert wird, die vorsätzlich Zivilisten und Jugendliche an die Front schickt." Laut dieser Erklärung reisten die 26 Offiziere im Laufe der Jahre mit Unterstützung von JINSA nach Israel. Sie sagen, sie seien zurückgekommen "in dem unerschütterlichen Glauben, daß die Sicherheit des Staates Israel große Bedeutung für die US-Politik im Nahen Osten und östlichen Mittelmeer hat... Ein starkes Israel ist ein Aktivposten, auf den sich Amerikas Militärstrategen und Politiker verlassen können... Israels militärische Innovationen bei der Panzerwaffe, den Kapazitäten zur Raketenabwehr, der Mobilisierung der Reserven, beim Einsatz der Luftwaffe und der Frühwarnung - die es alle mit Amerika teilt - , sind erstaunlich. Aber was die amerikanisch-israelische Sicherheitsbeziehung zu einer von gegenseitigem Nutzen macht, ist die Kombination von militärischen Kapazitäten und gemeinsamen politischen Werten: Freiheit, Demokratie, persönliche Freiheit und Rechtsstaatlichkeit." Diese Erklärung ist vom 12. Oktober des Jahres 2000; kurz zuvor hatte Israels jetziger Premier Scharon mit dem berüchtigten Marsch auf den Tempelberg (Al Haram Al Scharif) in Jerusalem die Gewalttätigkeiten ausgelöst, die JINSA jetzt den Palästinensern in die Schuhe schieben will.

Garner gehört denselben Kreisen an wie die anderen führenden Kriegstreiber im Umfeld von JINSA, des American Enterprise Institute und des Center for Security Policy, in denen auch Perle, Ledeen und die Mitglieder der Regierung Bush Wolfowitz und Feith verkehren. Garner schied 1997 aus der Armee als Assistent des stellv. Generalstabschefs aus. Von 1994-96 war er Chef des Kommandos für Luft- und Raumabwehr; 1991 war er führend an der Operation Provide Comfort im Nordirak beteiligt, und, so die israelische Zeitung Ha'aretz, Kommandeur der amerikanischen Patriot-Batterien in Israel. Nach seinem Abschied aus der Armee wurde Garner Chef der kalifornischen Firma SY Technologies, die im Regierungsauftrag an der Raketenabwehr arbeitet.

Quelle: Bueso.de/EIR, Ha'aretz, JINSA, American Enterprise Institute.

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Alt 10.05.03, 12:20   #2
Lothringer
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USA erklären sich zur Besatzungsmacht im Irak.

Erstmals haben sich die Vereinigten Staaten als Besatzungsmacht im Irak bezeichnet und die damit verbundenen völkerrechtlichen Verpflichtungen übernommen. Die Vereinten Nationen sollen die USA und Großbritannien zunächst für ein Jahr zur Verwaltung des Irak ermächtigen.

Quelle: SuT
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Alt 12.06.03, 15:46   #3
Jan
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Der nun andere Krieg im Irak

Gut zwei Monate nach dem Fall von Baghdad flammen die Kämpfe im Irak wieder auf.
Am Donnerstag (12.6.) wurde ein weiterer Apache Hubschrauber abgeschossen, die Besatzung konnte unverletzt geborgen werden.
Seit Wochen greifen Getreue der Baath-Partei und versprengte Saddam-Kämpfer US-Soldaten an. Indem sie Anschläge auf Elektrizitätswerke, Hochspannungsleitungen und Relaisstationen ausüben, heizen sie den Unmut beim Volk an, das weiter auf eine intakte Infrastruktur wartet.

In letzter Zeit werden die Angriffe raffinierter. Den Widerständlern gelingt es immer öfter, amerikanische Konvois in Hinterhalte zu locken. Statt gelegentlichen Schießereien hier und dort werden amerikanische Einrichtungen jetzt mit Streufeuer unter Beschuss genommen und mit Raketenwerfern angegriffen, mit Landminen versuchen Iraker amerikanische Transporte hochgehen zu lassen. Nach Einschätzung der "Washington Post" hat eine neue Phase der Besatzung begonnen, von amerikanischer Seite eingeleitet durch die Operation "Schlag gegen die Halbinsel" am Tigris.



http://www.spiegel.de/politik/auslan...252604,00.html
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Alt 12.06.03, 16:01   #4
Flugi
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Genau, wie ich es erwartet habe!
Auch Afgahnistan ist noch lange nicht da, wo es die USA und UN gerne hätten.
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Im OKB ist alles ok.
Flugi

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Alt 12.06.03, 16:06   #5
Hog
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Da stimme ich dir zu, Flugi - nur hätte ich in Afghanistan mit soetwas früher und heftiger gerechnet als im Irak.
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Gruß
Stefan
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Alt 12.06.03, 16:39   #6
mcnoch
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Nachkriegs-Operationen im Irak mit Verlusten

Heute scheint ernstlich kein guter Tag für das US Militär zu sein. Der Widerstand in einigen Teilen des Iraks ist deutlich besser organisiert als noch vor ein paar Wochen. Ein Apache-Hubschrauber wurde abgeschossen, beide Crew-Mitglieder von eigenen Truppen gerettet. Eine F-16 ist, aus noch unbekannten Gründen, abgestürzt während sie an einer CAS-Mission teilnahm, der Pilot konnte sich mittels Schleudersitz retten.
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Alt 12.06.03, 19:15   #7
HenningOL
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Ich habe irgendwo gelesen das Saddam am 27.07 erst richtig losschlagen will - um zu sehen ob die Amis nicht doch eher abziehen und um die Stimmung in der Bevölkerung für ihn zu bessern (Nach dem Motto "Unter Saddam war nicht alles schlecht").

Der 27.07 ist Saddams Tag der Machtergreifung - und mein Geburtstag
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Alt 12.06.03, 23:01   #8
Spike3835
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Das Datum wurde benfalls im Spiegel genannt. Laut Geheimdienstberichten beginnt da eine "Irak-Antifada". Weiß jemand etwas über die bisherigen Verluste der USA? Vor zwie Wochen sollen angeblich neun Soldaten in fünf Tagen getötet worden sein.
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Alt 13.06.03, 07:54   #9
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Klar

Mittwoch 11. Juni 2003, 16:10 Uhr
183 US-Soldaten seit Kriegsbeginn in Irak getötet

(AFP) Seit Beginn des Militäreinsatzes in Irak sind nach offiziellen Angaben aus Washington bislang insgesamt 183 US-Soldaten getötet worden. Wie ein Sprecher des Verteidigungsministeriums am Mittwoch mitteilte, wurden 127 davon durch feindliche Angriffe getötet. Die übrigen 56 Soldaten seien bei versehentlichem Beschuss aus den eigenen Reihen oder durch andere Unfälle ums Leben gekommen. Allein seit dem 1. Mai, also nach Ende der Haupt-Kampfhandlungen, wurden den Angaben zufolge 45 Soldaten getötet, 13 davon durch feindliche Angriffe.


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Wobei man sagen muß das die Amis sehr langsam sind beim zählen - es kann schon mal zwei Wochen dauern bis ein Toter in die Statistiken kommt.
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Alt 13.06.03, 07:57   #10
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Freitag 13. Juni 2003, 03:30 Uhr
Schöne neue Welt in Irak

Washington (AFP)

Geplünderte Geschäfte und Regierungsgebäude, fehlende Strom-, Wasser- und Treibstoffversorgung, Anschläge auf US-Soldaten und die vergebliche Suche nach den Massenvernichtungswaffen: All dies kommt in den offiziellen Fernsehspots der USA über die Lage in Irak nicht vor. Zu sehen sind dagegen in den im Auftrag des Außenministeriums in Washington produzierten Kurzfilmen vor allem begeisterte Menschenmengen, die die Entmachtung von Saddam Hussein feiern und den US-Truppen für ihre "Befreiung" danken, sowie Nahrungs- und Medikamentenlieferungen, die die Hafenstadt Umm Kasr erreichen.

Die meisten der insgesamt acht zwei- bis dreiminütigen Videos wurden Ende Mai produziert. Sie sind sowohl für Privatnutzer im Internet als auch für die Weitergabe an TV-Sender bestimmt. Die Filme sind professionell aufbereitet und von Bild- und Tonqualität für die Ausstrahlung im Fernsehen geeignet. Seit Ende vergangener Woche hat das State Department die Filme unter einer einzigen Adresse im Internet kompiliert (http://www.state.gov/r/pa/obs/20766.htm).

Einer der Filme ist dem Sturz der Saddam-Hussein-Statue in Bagdad am 9. April gewidmet. "Erleichterung und Freude wurden in der ganzen Stadt zum Ausdruck gebracht", fasst der Kommentator die Ereignisse zusammen. Gezeigt werden dazu Iraker, die den USA und Präsident George W. Bush für den Sturz des Machthabers danken. Fünf Filme spielen in der Hafenstadt Umm Kasr, die am 25. März von den amerikanischen und britischen Truppen eingenommen worden war. Bilder von Frachtkränen werden darin mit einem lyrischen Kommentar unterlegt: Diese Maschinen streckten sich himmelwärts "als ob sie nach einem Traum griffen - und nun, mit der Befreiung Iraks, ist der Traum der Wirklichkeit einen Schritt näher gekommen", sagt eine weibliche Stimme.

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Ist doch mal ne Idee für die Regierung - Filme über die "Blühenden Landschaften" im Osten drehen
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Geändert von Eidner (29.10.05 um 12:30 Uhr)
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