- 25.05.09 19:42 #371Array
Korea
Wie lässt sich eigentlich überprüfen, ob es wirklich eine Atombombe war, wenn der Test unterirdisch durchgeführt wurde und "nur" in in dieser doch geringen Grösse von 0.5 kt? Strahlenmessungen dürften auf Distanz wohl nicht machbar sein? Könnte Nordkorea nicht auch einfach zig Tonnen Sprengstoff in einen Berg packen und das Ganze knallen lassen?
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25.05.09 19:42Flugzeugforum.de
Korea
- 25.05.09 19:51 #372Array
Korea
Weil man normalerweise außer durch Erdbeben und eben Atombomben keine so starken seismischen Signale erzeugen kann. Deshalb waren A-Tests für die Geophysik sehr nützlich.
Aber wie das bei einer Mini-Nuke ausschaut - keine Ahnung. Aber wahrscheinlich kannst heimlich nicht so viel Sprengstoff irgendwo vergraben ohne dass das ein Satellit mitkriegt.
- 25.05.09 20:49 #373
Korea
Wenn man sicher sein will, muß man auf günstiges Wetter und den Fallout warten. Wenn man z.B. Cäsium oder Strontium in erhöhten Konzentrationen nachweisen kann, war es eine Atombombe.
Oder man nimmt Luftproben aus der Umgebung und sucht nach Krypton oder Xenon.
Wenn jedoch die Nordkoreaner ihre Testbombe sehr tief & gründlich vergraben haben, wird der Nachweis schwer oder vielleicht sogar unmöglich.
Grüße
hoover
- 25.05.09 21:04 #374
Korea
Irgendwo habe ich heute was von einem 10km tiefen Schacht gelesen oder gehört ? Klingt ein bisschen viel. Es sei denn die haben horizontal gemeint.
Aber es stimmt schon, keine Propagandabilder wie damals der ruachende Berg in Pakistan ?
Aber die Sache wird noch verzwickter wenn man mal in die Zukunft schaut. Welche Möglichkeiten hat NK mit seine Atombomben ?
Eigentlich meinen ja alle das NK bald zusammenbricht, dem wird wohl so nicht sein. Jetzt sind alle empört und fordern Maßnahmen. Welche Maßnahmen bleiben noch, ausser einer Ausweitung des Embargos und generelle Abschottung. Wenn das passiert und der Zusammenbruch bevorsteht, dann wird man sie wieder lockern oder was ich vermute China wird widerwillig einspringen. Ein Zusammenbruch von NK bedeutet Zusammenschluß / Wiedervereinigung, das bedeutet aber auch das die ROK-Armee in Besitz von Atomwaffen kommt und an der Grenze zu China steht, als treuer Verbündeter der USA. Da werden die Chinesischen Machthaber bestimmt bestimmt nicht so einfach mitspielen, also werden die das Regime am Leben halten und immer wieder und immer wieder. So wird der düprierte auch noch der Retter.
Scheißsituation für China. Zeigt aber mal wieder das Atomwaffen kaum als militärische Waffen taugen, aber vorzügliche Mittel der Politik sind.
Denn auf eine militärische Konfrontation mit Südkorea mit der Handvoll oder wie einige meine zwei Hände voll Atomwaffen würde ich es nicht angkommen lassen. Aufhalten lässt sich von dieser Anzahl eine moderne Armee wohl eher nicht. Allerdings ist die Situation für Südkorea auch blöd, selbst wenn die Atomwaffen zu groß für Raketen und Flugzeuge seinen mögen so kann man Sie zu Wasser transportieren und deponieren. In die großen Seehäfen mit einem Klein-U-Boot eindringen und detonieren lassen, selbst als Kamikazemission ein Desaster für Südkorea und für die Zeit nach dem Atomschlag.
- 25.05.09 21:34 #375Array
Korea
Zu einer Wiedervereinigung wird es in meinen Augen nicht kommen. NK ist dermaßen rückständig dass man gigantische Anstrengungen, vor allem finanziell, unternehmen müsste welche sich Südkorea alleine nie im Leben leisten wird können. Der Zusammenschluss von DDR und BRD ist hier kein vergleich.
- 25.05.09 21:55 #376
Korea
Rückständigkeit ist kein Argument. Und Südkorea wird nicht alleine sein. Im Gegensatz zur deutschen Wiedervereinigung die misstrauisch von allen Seiten beäugt wurde, werden in Asien die Dinge wahrscheinlich anders gesehen und die Nachbarn mithelfen, schon um stabilisierend zu wirken.
- 25.05.09 22:02 #377Array
- 25.05.09 23:59 #378
Korea
Bei einem unterirdischen Test sollten keine strahlenden Isotope emittiert werden, jedenfalls nicht im nennenswerten Maße. Ich denke aber, dass dem CIA recht gute Satelliten-Bilder zur Verfügung stehen, die sollten wissen, ob es 200 Laster voll mit TNT oder eine Bombe war. Es gibt eventuell auch seismische Charakteristika.
Kaum welche. Eine Miniaturisierung um sie als Waffe einzusetzen ist fast utopisch, und es fehlt an Plutonium für eine brauchbare Menge an Waffen (>20).
Eine Wiedervereinigung wird es auf absehbare Zeit nicht geben, es fehlt das Interesse Südkoreas (die "Wiedervereinigung" in Deutschland war ein Anschluss, da hat sich die BRD ganz feist die DDR im Ausverkauf in Moskau ersteigert, mit freundlicher Genehmigung der [da gerade zusammen geschusterten, neuen] DDR-Führung).
Zitat von Bleiente
Die DDR ist im Vergleich zu Nordkorea eine nette kleine Republik gewesen. Ich glaube die Lebensrealitäten sind inzwischen so weit weg, dass ein Zusammenschluss ein Desaster werden würde. Alle wissen das, auch die NK-Führung, sonst könnten sie nicht so ein Ramba-Zamba veranstalten (man bedenke [auch weil es sich nun zum 20. Mal jährt] wie die DDR-Führung durch ihre eigene Bevölkerung de-legitimiert wurde).
Fazit: Wer Nordkorea mit der DDR vergleicht, der macht Honecker, StaSi und Konsorten schlechter als sie es in der Tat waren (und die waren schon mies).
- 26.05.09 09:17 #379
Korea
Beim ersten Test im Oktober 2006 kam die offizielle Bestätigung seitens der USA erst, nachdem man Luftproben über dem Testgelände genommen und analysiert hatte.
Ob das auch bei diesem Test gelingt, wissen wir erst, wenn man es uns sagt.
Soweit ich weiß, kann man anhand seismischer Charakteristika nur natürliche und künstlich herbeigeführte Erschütterungen (*) unterscheiden, aber nicht chemische und nukleare Explosionen.
Grüße
hoover
- 26.05.09 10:35 #380Array
Korea
Künstliche seimische Signale sind z.B. Sprengungen, dazu zählen auch Atombomben.
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