Erstellt von JensD  |  Antworten: 8  |  Aufrufe: 2497
  1. #1
    JensD


    Hallo,
    nach langem Suchen habe ich endlich ein Forum gefunden :-)

    Ich bin Schüler und interessiere mich sehr für den Flugfunk, ich bin auch schon Inhaber der Zulassung zur Teilnahme am Amateurfunkdienst (Klasse 3).

    Als ich letztes Wochenende auf der Terasse am Hamburger Flughafen war und den Lotsen etwas zugehört habe, fielen ziemlich viele Begriffe mit denen ich nichts anfangen kann (Line Up, Behind, etc.), desweiteren verstehe ich die Logik bzw. Reihenfolge der Frequenzen nicht. Wer übergibt welches Flugzeug wann in welcher Reihenfolge an welchen Lotsen auf welcher Frequenz? Das ist sicher bei jedem Flughafen unterschiedlich, aber gibt es ein System, welches ich als Schüler verstehen könnte? Ich weiß zwar wofür APP, TWR, etc. steht (siehe Frequenzen bei www.flugfunk.de) aber wo die Unterschiede liegen weiß ich auch nicht.
    Ich muss mich für diese vielen Fragen entschuldigen, nur suche ich schon sehr lange eine Antwort. Gibt es hier einen Verkehrs-, Hobbie- oder Berufspiloten?

    Ich würde mich sehr auf eine Antwort freuen,
    Jens

    PS. ich weiß, dass es verboten ist, den Flugfunk abzuhören, auf der Aussichtsterasse wird es aber denke ich nicht so schlimm sein, da man das Geschehen auf dem Flugfeld sowieso mitkriegt (wenn ich mich irre, möchte ich mich entschuldigen).

  2. Schau dir mal die beiden Links an:
    diesen Bestseller und die Flugzeug-Kategorie

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  3. #2
    Luca

    Avatar von Luca
    Original geschrieben von JensD
    Hallo,
    nach langem Suchen habe ich endlich ein Forum gefunden :-)
    ...

    PS. ich weiß, dass es verboten ist, den Flugfunk abzuhören, auf der Aussichtsterasse wird es aber denke ich nicht so schlimm sein, da man das Geschehen auf dem Flugfeld sowieso mitkriegt (wenn ich mich irre, möchte ich mich entschuldigen).
    Willkommen im FF,
    ich kann dir deine konkreten Fragen zwar nicht beantworten, ich weiß aber aus eigener Erfahrung, dass es sehr viele Internet-Seiten der Scanner-Fans gibt, die sich mit solchen Fragen und Antworten befassen.
    Während du hier auf Antworten von Experten wartest, könntest du ja auch nochmal entsprechend googlen.
    Solltest du keinen Erfolg haben, kannst du mir ja 'ne PN schicken.

    Was das Mithören von sogenannten BOS-Frequenzen angeht, ist die Rechtsprechung eindeutig: Sowas ist bei uns verboten - und wenn du es schon tust, rede nicht drüber.:p

    Luca

  4. #3
    wollcke


    Hi,

    ich hab vor nen Jahr meine Lizenz für den Deutschen-Flugfunk gemacht (Bin auch noch Schüler )
    Deshalb versuch ich mal dir ein wenig zu helfen.

    Also wenn du von A nach B fliegen möchtest kommst du durch verschiedene Lufträume. Davon sind einige kontrolliert und andere wieder nicht. Die jenigen die kontroliert sind, da fragst du dann bei der zuständigen Flugverkerhskontrollstelle an, ob du sie durch fliegen darfst.

    Beispiel: Über/Um Ramstein ist eine Kontrollzone (CTR). Die willst du durch fliegen. Dann fragst du beim Tower in Ramstein an, ob er dir die Freigabe für diese CTR gibt damit du sir durch fliegen darfst. Das ist der einfache Fall. Sowas kommt dann meistens als Sportflieger unter Sichtflugbedingungen vor.
    Dann gibt es noch den komplizierten Fall. Wenn die "Großen" sich zu Wort melden. Die alle unter IFR-Bedingungen fliegen. Die fliegen dann nur unter Anleitung von den zuständigen Losten. Sprich jede Flugbewegung ist kontroliert. Bei diesen Verfahren wird der Funkverkehr dann ausschließlich in englischer Sprache abgehandelt. (Das was du meintest)
    Dafür sind dann eine Elle von verschiedenen Kontrollstellen zuständig die alle samt verschiedene Aufgaben zu gewiesen (Approach=Anflugkontrolle; Ground=Rollkontrolle;usw) haben. Die haben dann alles bestimmte Sperchgruppen die für die jeweiligen Stellen sind. Das alles aufzuführen ist aber eine Menge, die hier niederzuschreiben ist mir ein bisschen zulang ist ;-). Wenn du willst dann guck ich mal in meinen Unterlagen nach dem alten Lerhmaterial. Da ist das alles aufgeführt.
    Müsstes dich dann via PN melden. Dann schick ich's dir.

    Hoffe ich konnte dir so ein wenig das Prinzip erklären...

    MfG Wollcke

  5. #4
    JensD


    Danke euch beiden für die Antworten, Ihr habt mir wirklich weitergeholfen.

    Werde mich damit in der nächsten Zeit auseinandersetzen :-)

    Jens

  6. #5
    SlowMover


    Hallo,

    also, mal ganz kurz, wie so ein Flug ablaufen kann (IFR).

    Beispiel:

    Als erstes hört man sich die ATIS an, dann ruft man bei "Clearance Delivery" rein, von denen bekommt man die Erlaubnis, die Triebwerke anzulassen und die entsprechenden Clearance, den Flugweg, den man fliegt. Gibt man vorher schon im Flugplan auf.

    Wenn angelassen ist, spricht man mit Ground, der schickt einen dann auf den Rollwegen in Richtung Runway. Dann wird man an Tower übergeben, fer einen nach dem Start dann an Departure übergibt. Dieser übergibt einen ab einer bestimmten Höhe dann an Radar. Von denen wird man dann (über mehrere Frequenzwechsel) irgendwann wieder an Appraoch übergeben. Der ist nur dafür da, die Flieger in eine Reihe zum Flughafen zu steuern. Zum Schluß (kurz vor der Landung) wird man wieder an den Tower übergeben, nach der Landung wieder an Ground.

    Man bekommt immer Anweisungen von den entsprechenden Lotsen, was man fliegen soll, da alle IFR Flieger von den Lotsen geleitet werden. Die sind dafür verantwortlich, daß es keine Zusammenstöße mit anderen Fliegern gibt, wenn man zB keine Sicht hat.

    Vielleicht konnte ich Dir ein wenig helfen!

    Sorry, bin ein bischen in Eile...

  7. #6
    Denti


    Dabei ist zu beachten dass es in Hamburg kein Clearance Delivery gibt, das macht dort Ground, dafür bekommt man die Pushback und Taxy-Clearance von Apron. Apron (Vorfeld) ist wiederum kein Dienst der Flugsicherung (in Deutschland DFS) sondern des Flughafenbetreibers.

    Als IFR-Pilot muss man genau eine Frequenz nachschauen, das ist die von Ground/Clearance Delivery, zu allen anderen wird man weitergeschickt unter Angabe der neuen Frequenz in MHz. Allerdings stimmen im 8,33kHz-Raster die "Channels" nicht exakt mit den realen Frequenzen überein.

    Denti

  8. #7
    JensD


    Danke SlowMover für die super Antwort und auch danke Dir, Denti.

    Verstehe ich es richtig, das in Hamburg also Ground den Piloten an die Towerfrequenz weitergibt und mehrere Towerfrequenzen nur dazu da sind, um einer Überlastung bei viel Betrieb vorzubeugen?

    Ich glaube, das war es erstmal - bin jetzt ein ganzes Stück schlauer und nochmal vielen Dank an alle.

  9. Hallo

    Schau dir doch mal die Luftfahrt-Kategorie an

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  10. #8
    Luca

    Avatar von Luca
    @ JensD

    Whoow, das seh ich ja jetzt erst - Bordesholm,
    da kann ich ja fast hingucken. Die Schläfrig-Holsteiner häufen sich. :p

    (Pardon , war total OT)

    Grüsse von

    Luca

  11. #9
    JensD


    @Luca:

    Rendsburg ist ja garnicht so weit weg

    PPPPPPSSSS. hast Du zufällig irgendwelche Anlaufstellen für eine BZF-Prüfung? Praxis muss man ja mit enem Fluglotsen oder einem Fluglehrer trainieren habe ich gehört, da es sonst fast ausgeschlossen sein soll...


    Gruß,
    Jens

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