Erstellt von Strike  |  Antworten: 49  |  Aufrufe: 4902
Seite 1 von 5 12345 LetzteLetzte
  1. #1
    Strike


    Heute entführe ich euch einmal an die Grenze zwischen Thüringen und Bayern, in ein Örtchen namens Mödlareuth.
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken

  2. Schau dir mal die beiden Links an:
    diesen Bestseller und die Flugzeug-Kategorie

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. #2
    Strike


    Schon vor 1933 wurde die Grenze zwischen Thüringen und Bayern festgelegt - In Mödlareuth fürth diese Grenze genau durch den Bach der mitten durch das Dorf plätschert.
    Es kam wie's die Geschichte schrieb, und Deutschland wurde nach dem 2. Weltkrieg geteilt. Es ergab sich da nur ein Problem: Die Herren in London übernahmen die besagte Grenze, und somit war Mödlareuth zur Hälfte im amerikanischen und zur Häflte im sowjetischen Sektor. (Ich hoffe man kann den Bach auf dem Bild erkennen).
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken

  4. #3
    Strike


    Am Anfang gab es keine Probleme, die Bewohner des Ortes konnten sich ohne Probleme gegenseitig besuchen.
    Bis eines Tages die Führung der DDR erkannte das ihre Einwohnerzahl doch ein wenig sehr schrumpfte - und so musste der sog. Antifaschistische Schutzwall her.
    Für Mödlareuth bedeutete dies: Das Dorf war von nun an für mehrere Jahrzente geteilt, es wurden zunächst eine Bretterwans, dann ein Metallzaun und Wachtürme aus Holz errichtet.
    Diese Anlagen wurden mir der Zeit immer weiter ausgebaut....
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken

  5. #4
    Strike


    Bis es (für die damalige Zeit) richtige High-Tech Anlagen zur Abgrenzung der Bürger gab:
    Es wurde alle 800 bis 1000 Meter ein Wachturm errichtet (die Ausführung auf dem Bild ist um 3 "Ringe" höher gewesen)....
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken

  6. #5
    Strike


    ... es wurden Drahtzäune mit Kontaktdrähten, Splitterminen von Typ SP 70, Tretminen und andere solcher Dinge installiert.
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken

  7. #6
    Strike


    Das schlimmste für die Bürger aber waren der Holzzaun, und vor allem seine Nachfolgerin, die 3 Meter hohe Betonmauer, durch die sie sich nicht sehen konnten. Diese Mauer wurde nur einmal in 30 Jahren kurzzeitig geöffnet, als Reperaturen am bach vorgenommen werden mussten.
    Doch auch dann war den Ostbürgern jeglicher Kontakt strengstens verboten: Kein Winken, zurufen o.Ä.
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken

  8. #7
    Strike


    Berühmt geworden ist diese kleine Verbindungstür, durch die die Grenzsoldaten auf die Fläche zwischen Mauer (westlicher Seite) und tatsächlicher Grenze gelangten, um dort zu patroullieren. Viele "Mauertouristen" zeigten sich überrascht das die DDR-Soldaten mit entsichterten Kalashnikovs nicht einmal 3 Meter von ihnen weg herumliefen.
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken

  9. #8
    Strike


    Im Museum ist die 500 Meter breite Grenzzone ein wenig zusammengeschoben worden, damals durfte man diese Zone nicht ohne besondere Genehmigung betreten. Anwohner die so eingestuft worden das sie dem SED-Staat gefährlich werden konnten, wurden zwangs-umgesiedelt.
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken

  10. Hallo

    Schau dir doch mal die Luftfahrt-Kategorie an

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  11. #9
    Strike


    Ein Beispiel:
    Zwei Brüder wurden durch den Mauerbau getrennt. Ihre Häuser waren ungefähr 80 meter luftlinie voneinander entfernt, wollte jedoch der eine den anderen Besuchen musste er (mit Sondergenehmigung natürlich) über 4 Stunden Fahrt hinter sich bringen um an den nächsten Grenzübergang zu kommen
    (Der Grenzübergang war nicht Berlin, ein vergleichbares Schild war aber am betreffenden Übergang aufgestellt)
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken

  12. #10
    Strike


    Direkt in Mödlareuth gab es nur einen einzigen Fluchtversuch eines Bewohners aus dem Nachbardorf, er fuhr mit seinem Lieferwagen so nach wie möglich an die Mauer herna und bestieg sie dann vom Autodach aus mit einer Leiter. Er konnte den Grenztruppen entkommen.
    Wegen diesem einen geglückten Fluchtversuch wurde ein zweiter Zaun mit Splitterminen angelegt. Diese Minen waren zu haufen am Zaun installiert, und spuckten bei Auslösung ca. 80 Metallsplitter, getrieben von 110 g TNT, in die Richtung ihres Auslösers. Sie wurden 1983 aus Kostengründen wieder entfernt.
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken

Seite 1 von 5 12345 LetzteLetzte

Grenzlandmuseum Mödlareuth

Ähnliche Themen

  1. Mi-8 in Modlareuth
    Von Christian K im Forum Hubschrauberforum
    Antworten: 14
    Letzter Beitrag: 26.08.10, 17:13

Besucher kamen mit folgenden Begriffen auf die Seite

Sie betrachten gerade Grenzlandmuseum Mödlareuth