Erstellt von Friedarrr  |  Antworten: 15  |  Aufrufe: 2409
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  1. #1
    Friedarrr

    Avatar von Friedarrr
    Auf Fotos von Me 262 und He162 sieht man immer wieder das sie im unlackierten Zustand verspachtelte Blechtöße und Nietreihen aufweisen.
    Nun stellt sich für mich die Frage, ob das auch bei anderen Baumustern (z.B. Ar234, Do353, vielleicht sogar Bf109, Fw190 und Ju88) auch der Fall war?
    Kann es vielleicht sein, daß erst ab einem bestimmten Zeitpunkt/Baumuster verspachtelt wurde?

    Vielleicht ist auch die in den Bücher beschriebene Aussage "Verspachtelt" falsch und es handelt sich nur um eine Korrusionsschutzfarbe (die sogar wieder weg geschliffen/poliert wurde, um nur die Kontaktstellen zu schützen?)?
    Denn ich hab auch Aufnahmen von z.B. Me 262 gesehen, bei denen nur Baugruppen (Umbau) unlackiert waren. Diese Baugruppen waren aber nicht verspachtelt!?

    Da die Alliierten viele naturmetallenen Maschinen hatten wurden deren Maschinen wohl nicht verspachtelt, sonst würde man die Reste doch sehen!
    Wer weiß genaueres darüber?
    Von nachhinein verspachtelten und polierten Maschinen (zur geschw. Steigerung) weiß ich, und ist auch hier nicht die Rede!

  2. Schau dir mal die beiden Links an:
    diesen Bestseller und die Flugzeug-Kategorie

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  3. #2
    BOBO

    Avatar von BOBO
    Schau mal hier, glatt wie ein Babypopo, gespachtelt und vorlackert, frisch aus der Überholung in Jüterbog, 12./JG300, schwarze 8! Jetzt kann das Pferd grün gestrichen werden!
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken

  4. #3
    AM72


    Kann man auf dem Foto nicht erkennen.
    Habe aber in einem Buch die Auswertung von in Rechlin vorgestellten Flugzeugen - Deutsche und Alliierte - da kommen die Deutschen in Punkto Verarbeitung ganz schlecht weg - sollte man nicht meinen ...

  5. #4
    Friedarrr

    Avatar von Friedarrr
    Arne,
    die schlechte Verarbeitung von Deutschen LFZ, ab einem gewisssen Zeitpunkt ist nur natürlich bzw. logisch!
    Die mangelen Facharbeiter wurde durch angelernte Frauen, Zwangsarbeiter und KZ Häftlinge ersetzt!
    Zudem war durch die begrenzte Erwartung der Einsatzdauer eine gewissenhaftere Verarbeitung (Korrosionsschutz...) nicht unbedingt von Nöten (mangelne Rohstoffe mal außer acht)!
    Kann mich da an die Reklamation der Schweizer erinnern, die für eine Gegenleistung(Nachtjäger...) Bf109er (Version weiß ich nicht mehr) bekommen hatten.
    Nach nur wenigen Flugstunden versagten das ein oder Andere an den Maschinen und die Eidgenossen dachten sie wurden Geprellt und haben Ausschuß LFZ bekommen.
    Auch wenn man sich die 262 von Herrn Muthke im Deutschen Museum anschaut, bekommt man nicht nur als Fachmann einen leichten Schauer über den Rücken!
    Aber ausschlaggebend finde ich die Konstruktion, Einfachheit, Zweckmäßigkeit..., glaube nicht das so ein Sammelsurium von nicht gelernten Arbeitern je eine Alliierte Maschine bauen, geschweige denn in die Luft gebracht hätte!!


    Bobo,
    ich kann zwar erkennen das der Anstrich schön glänzt (Regen), aber das die Blechstöße verschliffen sind kann ich nicht gut erkennen!
    Ich meinte auch mit dem Verspachteln und Verschleifen die Prozedur vor dem eigentlichen Farbauftrag!
    Ich hab eben viele Bilder gesehen die LFZ (262, 162) zeigen, die in "Naturmetall" sind und diese Spuren aufweisen.
    Dennoch kann man auch bei diesen Maschinen nach dem Lackieren die Blechstöße erkennen! Deshalb komme ich zu der These, daß es sich nicht wie in den Büchern beschrieben, um Verspachteln handelt, sondern um eine Farbe die als Korrosionsschutz (Kontaktkorrusion) dient. Ähnlich dem heutigen LFZ-Bau.

    Jetzt stellt sich für mich aber noch eine Frage, weshalb wurde die Maschine "Vorlackiert" ?

  6. #5
    AM72


    @Friedarr :

    Sowohl in Grossbritannien, der Sowjetunion als auch in den US wurden die Flugzeuge vornehmlich von angelernten ungelernten Frauen zusammengebaut.
    Das Personalproblem hatten sie Alle - wie hies es dennoch zur Jak-3 : " von aussen aerodynamisch sauber und Glatt - von innen die Verarbeitungsqualität eines Dorfschmiedes ";)

    Dazu mal noch die Aussage eines Bekannten aus Dessau. Dessen Grossvater arbeitete während des WKII in den Junkers-Werken. Als er und einige Kollegen erstmals ein Wrack einer abgeschossenen B-17 sahen meinten sie das Deutschland den Krieg unbedingt gewinnen müsste - bei solch schlechter US-amerikanischer Fertigungsqualität.
    Es wird also auch genug Subjektives in solchen Aussagen und Berichten sein. Eine B-17 sollte eben nur 3-5 mal nach Deutschland fliegen - das war's , mehr sollte sie gar nicht mitmachen, dann hatte sie sich schon gelohnt Wozu dann eine hohe Fertigungsqualität ?

    Ich denke die Deutschen Flugzeuge waren auch nicht schlechter als ihre allieierten Kollegen - aber man grübelte eben warum ein dt. Flugzeug aussen nicht so glatt wie eine hölzerne Mosquito war ... - ob das sinnvoll war sei dahin gestellt.

    Meiner Meinung nach machten Deutschen Piloten eben so manches um ihre Buden 10-20 km/h schneller zu machen - also wurde eben verspachtelt und mit Bohnerwachs aufpoliert.
    Deshalb darf man eben eine Me-109 auch hochglänzend darstellen.

  7. #6
    Friedarrr

    Avatar von Friedarrr
    <Sowohl in Grossbritannien, der Sowjetunion als auch in den US wurden die Flugzeuge vornehmlich von angelernten ungelernten Frauen zusammengebaut.>

    Bei der Sowjetunion stimm ich dir noch gerade zu, aber bei USA und GB bestimmt nicht "vornehmlich"!


    <Meiner Meinung nach machten Deutschen Piloten eben so manches um ihre Buden 10-20 km/h schneller zu machen - also wurde eben verspachtelt und mit Bohnerwachs aufpoliert.
    Deshalb darf man eben eine Me-109 auch hochglänzend darstellen.>

    Ja, Not macht erfinderisch!
    Aber meine Frage bezog sich doch auf die in Fertigung befindlichen Maschinen!

  8. #7
    AM72


    Bei der Sowjetunion stimm ich dir noch gerade zu, aber bei USA und GB bestimmt nicht "vornehmlich"!

    Ich denke doch. Sieht man so manche Filme über diese Zeit ( gut - keine besonders gute Quelle - aber es ist nicht immer alles aus der Luft gegriffen) oder Fotos oder man liest im Groehler ( Geschichte des Luftkrieg - rot angehaucht, ging ja nicht anders - aber ein gutes Standardwerk da er da alles auf Zahlen und Statistiken aufbaut) dann herrschte überall fast dasselbe Bild.

    Im übrigen liegt es gar nicht so sehr am Arbeiter sondern vielmehr am Konstrukteur ein produkt eben so zu entwickeln das auch die Herstellung nicht so aufwendig ist.

  9. #8
    DM2DPM

    Avatar von DM2DPM
    Ich habe mir die deutschen Flugzeuge in München,Dresden und Prag angesehen,da waren keine Stöße verschliffen oder verspachtelt,selbst die Senknieten waren einzeln zu fühlen.
    Auch im Museum Amsterdam-Shippol,sind die dort ausgestellten Flugzeuge.ME 109 und JU 88,sowie FW190 nicht verspachtelt.
    Was soll das auch bei einer """Lebenszeit"" von ca 4 Std,noch solche kosmetischen Operationen durchzuführen.
    PS: wer die JU 88 Serie sucht,sollte mal in Amsterdam nachsehen,
    dier haben dort so manches aus den Isslmeer gefischt.
    DM2DPM

  10. Hallo

    Schau dir doch mal die Luftfahrt-Kategorie an

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  11. #9
    Friedarrr

    Avatar von Friedarrr
    Arne,
    da will ich jetzt so garnicht wiedersprechen, aber Zwangsaebeiter und vorallem KZ-Häftlinge haben zumi. bei US und GB keine Nieten gedöppert!
    Und das diese Gruppe von Arbeitern keinerlei wert auf gute Arbeit legt, solange keine Mündung auf sie gerichtet war, ist doch klar.

    < Im übrigen liegt es gar nicht so sehr am Arbeiter sondern vielmehr am Konstrukteur ein produkt eben so zu entwickeln das auch die Herstellung nicht so aufwendig ist.>

    Da geb ich dir auch recht, aber die Qualität liegt schon am Areiter, dessen Motivation, Geschick, Werkzeug, Umgebung und Ausbildung.


    DM2DPM,
    ja bei diesen Maschinen(Ju88, Bf109, Fw190) hab ich auch noch keine Produktionsbilder gesehen wo dies gemacht wurde.
    Bei Me262 und er Volksheinkel aber schon! Zumindest waren die Blechstoße und Nietreihen farblich behandelt!
    Das ist ja auch meine Frage, was ist an diesen Blechstößen/Nietreihen zu sehn??
    Bei Museumsmaschinen ist dennoch immer vorsicht geboten, den auch deren Restaurteure sind nicht immer original getreu!

  12. #10
    Husar

    Avatar von Husar
    Laut Aussage meines Vaters (FF beim SG 4) waren die Anstriche der gegen Kriegsende gelieferten FW 190 rauh wie Sandpapier. Die Warte mußten erst einmal den Anstrich glätten, die Blechstöße wurden verspachtelt und dann mit Bohnerwachs nachbehandelt.
    Zur Qualität von deutschen Flugzeugen: Ich besitze Fotos von der Bauaufsicht des Fw Werkes in Kassel: Unter dem Mutterkompass liegen mehrere Hanvoll Metallspäne in der Größe von Bandnudeln. Wie sowas durch die Lw-Annahme kommen konnte, mir (k)ein Rätsel. Die Schweizer hatten Bf 109G-6 bekommen, die Beschwerde macht auf den ersten Blick Sinn!
    Allerdings hatten die Flugzeuge damals eine sehr kurze Lebenserwartung, lt. Aussage meines Vaters hatte der 801 Motor eine Lebensdauer von 30 bis 50 Betriebsstunden, dann war er Schrottreif!!!
    Maschinen wie OLtn. Dortemanns 190D-9 (JG 26) welche er im September 1944 zugewiesen bekam und bei Kriegsende eigenhändisch in die Luft sprengte, waren die Ausnahme!!!

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Verspachtelte Blechstöße!

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