Erstellt von AM72  |  Antworten: 452  |  Aufrufe: 104798
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  1. #1
    AM72


    So Leute - ich habe mir mal gedacht ich mache nun endlich mal das was ich schon lange vor hatte :
    Einen Baubericht für die Einsteiger und "Anfänger" unter uns.
    Hier seht man sehr viel Profi-Modelle und Profi-Bauberichte von sehr hohem Niveau. Das finde ich toll und viele andere auch - und das soll auch so bleiben.
    Aber so mancher von uns wird davon eher abgeschreckt ,kann vieles einfach nicht nachvollziehen( nicht weil er etwa dumm ist) oder versucht gleich wie ein Profi zu bauen was dann meistens in die Hose geht und für Frustration sorgt.
    Also hier mal ganz einfach ein Modell aus dem Kasten. Meine Wahl ist dabei die EF-111 von Italeri - Hier Vorgestellt
    Warum ?
    - es ist ein interessantes Vorbild
    - der Bausatz ist fast überall erhältlich
    - er ist nicht zu einfach aber auch nicht zu komplex
    - der Bausatz ist relativ preiswert

    So Leute - und so soll es dann mal losgehen - ich freue mich auf Feedback, Kritik und Anregungen - vor allem von denen für die der Baubericht hier gedacht ist ( es sollte sich keiner schämen - auch ich kann das Modell nicht aus dem Handgelenk bauen! )

    Ach so - W I C H T I G ! - Alles was Meinungen zum Thema -aber nicht zum Bau selbst betrifft bitte HIERHER

  2. Schau dir mal die beiden Links an:
    diesen Bestseller und die Flugzeug-Kategorie

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  3. #2
    AM72


    Mensch Arne, dafür machen´se Dich bestimmt zum FF-"Held der (Jugend-)Arbeit"!!!
    Danke Markus - ich wäre schon zufrieden wenn es einen "Anfänger" animiert weiter zu machen, seine Arbeit trotz allem zu zeigen und mit dem Ergebniss auch mal auf Ausstellung zu gehen.

    Ich beginne meine Modelle immer nach dem Motto "von Innen nach Aussen" - will heisen Cockpit und andere Teile wie Fahrwerksschächte oder Triebwerkstteile im Rumpfinneren werden montiert und Lackiert.
    Beginnen tue ich dabei Immer mit dem Cockpit.
    Das Cockpit dieses Bausatzes ist recht einfach aufgebaut - ein Bodenteil mit Rückwand und Seitenpaneelen, das Instrumentenbrett sowie die 2 einteiligen Schleudersitze.
    Die Grundbemalung erfolgt in Hellgrau - kann man mit Airbrush aber auch mit dem Pinsel machen. sehr gut und problemlos lassen sich die ModelMaster-Farben pinseln .
    Die Schleudersitze sind mit Gurten an den Lehnen versehen - die kann man nun entfernen (abschaben, abschleifen) und durch Klebebandeigenbau oder Ätzteile ersetzen - ich aber lass das mal so wie es ist. Die Sitze werden zunächst mit einem etwas leicht dunkleren Grauton lackiert (damit sie später etwas vom Cockpit abheben), dann werden die Sitzflächen in einem weiteren anderen Grauton (ich habe RLM 02 genommen :D ) und die Kopflehnen rot lackiert. Die Gurte erhalten mit feinem Pinsel einen weiteren , anderen Grauton .
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  4. #3
    AM72


    Seitenpanele und die erhabenen Strukturen des Cockpits habe ich mit einem dunkleren Grauton abgesetzt - das gibt mehr "Räumlichkeit".
    Was nun aber mit den Instrumenten ?
    Vom Bausatz her gibt es lediglich ein schlechtes Decal für das vordere Instrumentenbrett.
    Man kann sich nun Ätzteile oder das Verlinden-Cockpitset beschaffen - aber : Ätzteile weis ich gar nicht von wem - ah doch - von Eduard - na lassen wir das mal- und das Verlindencockpitset passt schlecht in den Italeri-Kit.
    Und ausserdem haben wir kein Geld und helfen uns viel einfacher - wir wühlen einfach in unserer "Krabbelkiste" ( Merke : wirf niemals unbenötigte Decals weg !) und suchen uns mal alle möglichen und unmöglichen Decalreste zusammen die irgendwas mit einem Cockpit zu tun haben. Na und nun schneiden wir uns im trockenen Zustand mit scharfen Skalpell alle möglichen Decalteile in allen möglichen Grössen und Formaten zusammen - wir werden Puzzeln !
    Und so kann dann das Ganze nach der Puzellei aussehen ( die Steuerknüppel erst nach den Decals montieren ) - macht doch auch schon was her !
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  5. #4
    AM72


    das Innere der vorderen Rumpfhälften wird nun auch vorbereitet - wir müssen oder wollen folgendes machen :

    - die sichtbaren Innenseiten im Cockpitbereich in dem selben Grauton lackieren wie das Cockpit selbst

    - mit einer ebensolchen "Decalpuzzelei" wie im Cockpit gestalten wir nun auch mit den Resten unserer Puzzelorgie diese Seitenwände

    - Der Bugfahrwerksschacht wird ordentlich gerade eingeklebt - was problemlos geht

    - im Radarkonus wird Ballast untergebracht - sollte man sich bei allen Modellen mit Bugfahrwerk zur Pflicht machen

    Die ersteren Punkte müssen ja nun nicht weiter erklärt werden ...
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  6. #5
    AM72


    ... zum Ballast aber mein Tip : ein paar passende Schrauben und Wachs von einer Kerze darübergeträufelt reicht und kostet nix und hat man immer da - keine Angst wenn beim "wachsen" mal was danebengeht - flüssiges Kerzenwachst tut dem Plaste gar nix und kann mühelos mit dem Fingernagel Restlos entfernt werden.
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  7. #6
    Mystic

    Avatar von Mystic
    Wie bemalst du die Gurte? Ich benutz dazu immer Zahnstocher.

  8. #7
    AM72


    Die Gurte der Schleudersitze zählen in ihrer Machart zu den "Erhabenen Details" - sprich sie sind höher als die angrenzenede Modelloberfläche.
    Um solche Detaills zu bemalen verwende ich - ja nach dem wie fein die Detaills sind - 2 Methoden .
    - Trockenmalen
    Dabei wird ein feiner mis mittlerer Pinsel leicht mit Farbe benetzt und dann zunächst an einem Blatt Papier oder Stoff abgestriffen bist fast keine Farbe mehr dran ist.Dann "bürstet" man einfach über die Detaills drüber - dabei bleiben die restlichen, trockenen Farbpartikel an den erhöhten Flächen und Kanten hängen

    - Bemalen mit feinen oder mitleren Pinsel - so habe ich das hier an den Gurten gemacht
    Beim Bemalen feinerer Detaills sollte man vor allem auf die Farbkonsistens achten. Die Farbe sollte dünner sein als. zb. wie sie aus den Revell- oder Humbrol-Döschen kommt. Hier muss also ein wenig verdünner zugesetzt werden. Aber nicht zuviel - die Farbe soll nicht "Fliessfähig" werden - sie soll also da bleiben wo sie aufgetragen wird und nicht weiter verlaufen. Die KLonsisitens entspricht dabei der wie sie bei den Model-Master farben aus den kleinen Gläschen kommt. das Glas durchschütteln, Deckel abdrehen und mit einem mittelfeinen Pinsel die Farbe gleich vom Deckelinneren aufnehmen
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  9. #8
    AM72


    Nun werden vorsichtig und mit Feingefühl mit dem Pinsel ( nur der Pinselspitze !) die erhabenen Gurtstrukturen bemalt.
    Gibt der Pinsel keine Farbe mehr ab wird erneut Farbe aufgenommen - der Vorteil des Farbaufnehmen vom Deckelinneren besteht darin das im Gegensatz zum "Eintunken" im Glas nicht zuviel Farbe aufgenom en wird.

    Die Bemalung der Gurte habe ich natürlich gemacht als die Sitze noch nicht eingebaut waren. Aber selbst im eingebauten Zustand - wie hier zu sehen - würde man das noch ganz gut hinbekommen.
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  10. Hallo

    Schau dir doch mal die Luftfahrt-Kategorie an

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  11. #9
    AM72


    Nachdem nun Cockpit und Rumpfbughälften vorbereitet wurden geht es an das Einkleben des Cockpits.
    Wichtig ist hierbei die richtige Lage des Cockpits festzustellen und dabei festzulegen welche Flächen am an den Rumpfbughälften und dem Cockpit mit Klebstoff versehen werden.

    Zunächst erfolgt ein sogenanntes "trockenes Anpassen" - das bedeutet man setzt das Cockpitteil in die Rumpfhälfte an der richtigen Position ein und setzt nun beide Rumpfhälften aneinander um festzustellen ob es dabei zu Passproblemen kommt - das Ganze ohne Klebstoff.

    Tip von mir : ich montiere alle Innereien wie Cockpit oder Bugfahrwerksschächte immer in ein und die selbe Rumpfhälfte ( ich nehme immer die Rechte - warum ? - weis ich auch nicht...)
    So hat man den besseren Überblick wo eventuelle störende Unpässlichkeiten auftreten.

    Auf folgenen Bildern beschreibe ich die richtige Lage und position des Cockpits unserer EF-111 sowie die Stellen die mit Klebstoff bestrichen werden.

    In diesem Fall gibt es kaum Fragen und Probleme . ein steg an beiden Rumpfbughälften legt fest worauf der Boden des Cockpits aufsitzt. Die Horizontale Lage wird durch die Rückwand des Cockpits und der Cockpitrückwand der Rumpfbughälften vorgegeben.
    Damit stehen auch recht schnell die Klebeflächen fest :
    - Cockpitseite im unteren Bereich
    - Cockpitrückwand von hinten (am Cockpit) oder Cockpitrückwand vorne (an Rumpfhälfte)
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  12. #10
    AM72


    Wird das Cockpit in dieser Lage montiert werden die beiden Rumpfbughälften problemlos aneinder passen.

    Bei dem Einkleben auch die ganze Geschichte mal von hinten ansehen - so kann man gut erkennen ob das Cockpit mittig im Rumpf liegt.
    Dabei muss der Rand der Cockpitrückwand der Rumpfhälfte etwa mittig auf der Nut in der eigentlichen Cockpitrückwand liegen.
    Nicht daurch beirren lassen das beide nicht paralell miteinander verlaufen !
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