Erstellt von Flightliner  |  Antworten: 68  |  Aufrufe: 23520
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  1. #1
    Flightliner

    Avatar von Flightliner
    Als Monogram 1985 seine F-101B "Voodoo" im in USA besonders beliebten Quarterinch-Scale auf den Markt brachte und schnell auch eine Recce-Version, die RF-101B folgen ließ, stand mein Entschluß fest, eine von mir besonders bevorzugte und bei der USAFE in großen Stückzahlen in den sechziger Jahren eingesetzte Recce-Modifizierung, die RF-101C zu bauen.
    In Frage kam nur ein Scratchbau mit dem Ziel , die besonders schlanke Aufklärernase authentisch herauszuarbeiten. Mehrfache Versuche brachten einfach nicht die erwarteten Resultate, so daß ich schließlich das Vorhaben zurückstellte. An einen Resin-Umbausatz wagte ich zu diesem Zeitpunkt nicht einmal zu denken, bis mir vergangenes Jahr das Conversion-Set von C&H Aero Miniatures in die Hände fiel. Jetzt sollte der Plan endlich verwirklicht werden.
    An diesem Umbau möchte ich Euch teilhaben lassen im Rahmen eines Online-Bauberichtes in der Hoffnung,damit das Interesse des einen oder anderen an diesem besonders schnittigen Jet zu wecken. Zum anderen möchte ich mein vielfach gegebenes Versprechen einlösen und an einem konkreten Modell die Naturmetalltechnik mit Alu-Folie im Detail zu erläutern.

  2. Schau dir mal die beiden Links an:
    diesen Bestseller und die Flugzeug-Kategorie

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  3. #2
    Flightliner

    Avatar von Flightliner
    Das Original

    Das nachfolgende Bild zeigt die RF-101C in den Farben der 17.TRS/ 66.TRW auf dem Flugplatz Ramstein während einer Reinigungsaktion, die wohl mehr für die Kamera inszeniert wurde.
    Dem Umbausatz von C & H liegen allerdings sehr fein gedruckte Decals für eine Maschine dieses Typs in den Farben der 18.TRS/ 66.TRW bei, als diese Einheit Anfang der sechziger Jahr in Phalsbourg, Frankreich stationiert war. Hauptmerkmal ist ein am Seitenleitwerk angebrachtes, sich nach vorne verjüngendes, in weiß eingefaßtes blaues Band mit vier Sternen in unterschiedlichen Größen.Eine Markierung, die m.E. das Naturmetallfinish dieser Zeit besonders gut zur Geltung kommen läßt.Ein Foto werde ich noch nachreichen, sobald ich auf das Finish im Rahmen meines Bauberichtes zu sprechen komme.
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  4. #3
    Flightliner

    Avatar von Flightliner
    Die Basisbausätze

    Auf das Monogram-Modell der zweisitzigen F-101B brauche ich hier sicherlich nicht mehr näher einzugehen, sieht man bei Modellbauausstellungen in letzter Zeit verstärkt diesen Vogel, nachdem Revell eine Neuauflage herausgebracht hat.Störend allerdings, wenn auch zur damaligen Zeit üblich, die erhaben wiedergegebenen Nieten und Blechstöße,die in mühseliger Schleifarbeit zu entfernen und wieder neu zu graviren sind.Doch davon aber später.

    Den Inhalt des C & H Conversion-Kits zeigt das nachfolgende Bild und hier ist positiv anzumerken, daß die Gravuren versenkt dargestellt sind und sich auf die Hauptblechstöße beschränken. Hier ist später viel Nachgravierarbeit zu leisten, die aber dank der Folie doch recht schnell vonstatten gehen.
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  5. #4
    Flightliner

    Avatar von Flightliner
    ..... und hier die Einzelteile des C&H Conversion-Sets :
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  6. #5
    Flightliner

    Avatar von Flightliner
    Der Bau bzw. Umbau im Detail


    Grundlage eines derartigen Vorhabens sind authentische Pläne, auf die man sich auch wirklich verlassen kann. Meinem Umbau habe ich eine in Koku-Fan, einem japanischen Monatmagazin erschienene Zeichnung des Grafikers Hashimoto im Maßstab 1:50 zugrunde gelegt.Jedes Grafik-Geschäft mit einem modernen Kopierer ist in der Lage davon eine Kopie im Maßstab 1:48 anzufertigen.
    Der Zusammenbau erfolgt bauanleitungsgemäß und zwar für beide Bausätze, wobei der erste größere Schritt die Kappung der F-101B-Nase nach Weisung in der Bauanleitung des Conversion-Sets erfolgt. Das nächste Bild zeigt zunächst den gekappten Rumpf der F-101B und die mit neuem Cockpit versehene Kunstharz-Nase :
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  7. #6
    Flightliner

    Avatar von Flightliner
    ...... und hier nochmals ein Bild der Resin-Nase nach der Vorbereitung für den Zusammenbau .....

    Bei diesem Bild ist gut zu erkennen, daß ich in den Kameraschächten Bohrungen für die Kameraimitationen angebracht habe, in die später eine Alu-Hülse eingelassen wird, die den Eindruck einer Kamera-Linse erweckt. Ein Segment, das viel Zeit und Geduld verlangt, will man später mit dem Resultat zufrieden sein.
    Die Kameraschächte werden später mit mattschwarz gebrusht und die Alu-Hülse freigekratzt,so daß man nur einen Alu-Ring als vermeintliches Ende des Objektivs erkennt. Das Kamerafenster wird aus mitgeliefertem Klarsichtmaterial zugeschnitten und in die Öffnung mit Sekundenkleber eingebracht.
    Um den Objektivcharakter noch realistischer zu gestalten kann man vor dem Verschließen des Kamera-Compartments die Alu-Hülse mit Sekundenkleber befüllen, aber Vorsicht, der Tropfen muß sitzen.
    Insgesamt 6 Kamera-Gehäuse sind so zu gestalten, und das ist echt nervig. Um den Aufwand in erträglichen Grenzen zu halten, habe ich nur 3 Gehäuse so behandelt und die auf der Unterseite der Nase angebrachten nur optisch imitiert, eine Freiheit, die ich mir einfach nehme.
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  8. #7
    Flightliner

    Avatar von Flightliner
    Nicht ganz unproblematisch ist eine weiterer Schritt im Zusammenhang mit dem Ausbau der Resinnase :der komplette Bugrad-Fahrwerkschacht einschließlich Klappen (die ja fest miteinander beim Monogram-Modell verbunden sind) müßen durch den Bugradschacht der Resinnase und die dort vorhandene Öffnung ist absolut zu klein.Die Anpassung der Öffnung erfordert Säge- und Schleifarbeit und hier eine Bitte, verwendet eine Atemmaske, wie sie im medizinischen Bereich Anwedung finden, denn der Staub soll angeblich krebserregend sein.

    Der nächste größere Step ist die Verbindung des verbliebenen Plastikrumpfteils mit der Resinnase.Klebstoff ist natürlich ein Cyanacrylat-Kleber, also ein handelsüblicher Sekundenkleber.Häufige Trockenklebversuche, also ohne Kleber, sollten vor endgültiger Verklebung zur genauen Anpassung erfolgen. Die Paßgenauigkeit der Resinnase läßt - wie sollte es auch anders sein - zu wünschen übrig. Nicht unerhebliche Schleif- und Spachtelarbeiten sind hier erforderlich um einen absolut nahtlosen Übergang zu erzielen.

  9. #8
    Flightliner

    Avatar von Flightliner
    Das folgende Bild zeigt den RF-101-Rumpf nach dem Zusammenkleben und Verschleifen und der Vergleich mit den Plänen zeigt, daß alle Maße im grünen Bereich liegen.Und ein weiteres zeigt dieses Bild: im Heckbereich ist ebenfalls ein Resinteil eingefügt, da sich dieser Bereich wesentlich in den Konturen von dem der F-101B unterscheidet.Auch hier wird bauanleitungsgemäß im Plastikbereich ausgesägt und im Austausch das Resinteil eingeklebt, das aus zwei Segmenten besteht. Schwierigkeiten gibt es hier kaum, einmal abgesehen von den bereits angesprochenen Paßungenauigkeiten. Spachtel und Schleifklotz regeln das allerdings.
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  10. Hallo

    Schau dir doch mal die Luftfahrt-Kategorie an

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  11. #9
    Flightliner

    Avatar von Flightliner
    ...... hier Detailaufnahmen des Heckbereichs von beiden Seiten, die die eingefügten Resinsegmente erkennen lassen :
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  12. #10
    Flightliner

    Avatar von Flightliner
    ...... und hier die linke Seite :
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