Erstellt von Grimmi  |  Antworten: 11  |  Aufrufe: 2049
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  1. #1
    Grimmi

    Avatar von Grimmi
    Heutzutage werden ja schon ein guter Teil der F-18-Flugstunden bei Übungen im Ausland 'ausgelagert', zukünftig wird das wohl auch bei grösseren Truppenübungen der Fall sein.

    Quelle: Swiss TXT

    Armeechef will Grossmanöver im Ausland
    Die Schweizer Armee will ab 2008
    Manöver im Ausland mit 7000 bis
    10'000 Soldaten durchführen.

    Nach Angaben der "NZZ am Sonntag" lässt
    der Chef der Armee, Korpskommandant
    Christophe Keckeis, zurzeit abklären,
    in welchen Staaten die Schweiz künftig
    Volltruppenübungen durchführen kann.
    Noch sei aber weder Ort noch Umfang
    geklärt, sagte ein Armeesprecher gegen-
    über der Zeitung. Dafür sei ein politi-
    scher Grundsatzentscheid notwendig.

    Die Armee kann sich nach eigenen Anga-
    ben auf Schweizer Waffenplätzen wegen
    gesetzlichen Einschränkungen nicht mehr
    korrekt auf ihre Einsätze vorbereiten.

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  3. #2
    Otti


    Finde dies gut, denn so können sehr viele und wichtige Erfahrungen gemacht werden, welche in der Schweiz nicht trainierbar sind, da sonst die Zivilbevölkerung gestört/eingeschränkt wird und dies würde nur zu weiteren Protesten führen

  4. #3
    Cougar

    Avatar von Cougar
    Aber auch hier stellte sich vor allem finanzielle und politische Fragen?

    Wie viel kostet es, eine Panzerbrigade ins Ausland zu verschieben?

    Wenn schon kein Geld mehr für's Militär vorhanden ist, dann möchte ich das vorhandene Geld möglichst sinnvoll einsetzen.

  5. #4
    Otti


    @Cougar
    Politisch gesehen, denke ich ist es keine all zu grosse Frage, solang es bei den Trainingseinsätzen bleibt.

    Also für Auslandtraining mit der F/A-18 hat es auch Geld und dann müsste man dies nach meiner Meinung auch streichen, wenn aus diesem Grund die anderen Trainingseinsätze nicht erlaubt wären! Würde es jedoch Schade finden, wenn solche Auslandtrainings nicht stattfinden könnten.

  6. #5
    Otti


    Habe hier noch einen etwas auführlicheren Text zu diesem Thema au NZZ am Sonntag bzw. NZZ-Online:

    "Die Schweiz wird für die Armee zu klein

    Grosse Truppenübungen im Ausland sind für die Armee ein Novum. Bisher beschränkten sich die Einsätze auf Stabsübungen und einzelne WK.

    Korpskommandant Christophe Keckeis mutet der Schweiz einen Paradigmenwechsel zu, wenn er erwägt, ganze Brigaden von 7000 bis 10 000 Mann im Ausland aufmarschieren zu lassen. Bisher musste die Schweizer Armee jeden Schritt, den sie über die Grenze machte, hart erkämpfen. Entsprechend hitzig dürften die politischen Diskussionen ausfallen, die der forsche Chef der Armee XXI auslöst, wenn er sich auf die Suche nach Partnerstaaten für solche Grossübungen macht.

    Aus militärischer Sicht sind diese Pläne nachvollziehbar. In der Schweiz können Armee und Luftwaffe «aus Rücksicht auf die Bevölkerung und die Umwelt nur marginal trainieren», wie das VBS kürzlich in einem Communiqué bedauerte. Das war in den siebziger und achtziger Jahren noch völlig anders. So verwandelten im November 1989 24 000 Wehrmänner des Feldarmeekorps 4 mit 5500 Motor- und 550 gepanzerten Fahrzeugen die Ostschweiz in einen virtuellen Kriegsschauplatz. Im Rahmen des Manövers «Dreizack 89» zeigte die Schweizer Armee eindrücklich, zu welchen Grossaufmärschen sie in den Zeiten des Kalten Krieges fähig war.

    Doch in jenen nebligen Novembertagen zeichnete sich ab, dass die Zeit der riesigen Korpsmanöver zu Ende ging. Während die Armee noch fleissig den bösen Feind bekämpfte, fiel in Berlin die Mauer und wurde das endgültige Ende des Kalten Krieges eingeleitet. Drei Tage nach dem Ende von «Dreizack» befürworteten über 35 Prozent der Stimmenden die Armeeabschaffungsinitiative. Angesichts der veränderten Bedrohungslage ordnete der damalige EMD-Chef Kaspar Villiger an, vorderhand keine weiteren Grossmanöver mehr durchzuführen.

    In den folgenden Jahren setzt die Armee zusehends auf internationale Kooperation. Bundesrat Adolf Ogi, der 1995 ins Verteidigungsministerium wechselte, war ein eifriger Fürsprecher dieses Prinzips. Die Ausbildungseinsätze, nicht zu verwechseln mit den Friedensmissionen, blieben von der Truppenstärke her jedoch eng begrenzt. Die Luftwaffe trainiert regelmässig über der Nordsee, über Frankreich und vor Sardinien. So absolvieren zurzeit fünf F/A-18-Kampfjets über Norwegen Nachtflugtrainings.

    Im von Ogi durchaus erwünschten Scheinwerferlicht fanden Mitte der neunziger Jahre einige spektakuläre grenzüberschreitende Übungen statt. Im Frühling 1996 testeten Vertreter von Generalstab, Heer und Gruppe Rüstung sowie 300 Rekruten auf dem Truppenübungsplatz Allentsteig in Österreich den Einsatz des Panzerjägers Piranha. Gleich zwei Premieren gab es im Mai 1999. Erstmals absolvierte eine Kompanie Schweizer Panzersoldaten ihren WK nicht in der Heimat, sondern im südschwedischen Revingehed. Im Gegenzug benutzen schwedische Militärs seit 1995 regelmässig die Panzersimulatoren auf dem Waffenplatz Thun.

    Im Rahmen der Übung «Rheintal 99» nahmen 500 Offiziere, Unteroffiziere und Soldaten an einer gemeinsamen Übung mit Österreich teil. Sie bildeten eine gemeinsame Übungsleitung sowie einen binationalen Ad-hoc-Brigadestab. Ziel war es, das gegenseitige Verständnis für friedensfördernde Operationen zu stärken. Für mehr Aufsehen sorgte im Frühjahr 2000 die Übung einer 120 Mann starken französischen Panzerkompanie im Glarnerland. Die Aktion für eine unabhängige und neutrale Schweiz (Auns) sowie SVP-Politiker warfen dem Bundesrat vor, so «am Volk vorbei den Anschluss an die Nato vorzubereiten».

    Die meisten der genannten Trainings fanden im Rahmen des Nato- Programms «Partnerschaft für den Frieden» statt. Eine klare rechtliche Grundlage für die Ausbildungszusammenarbeit besteht erst seit Juni 2001, als das Volk neben bewaffneten Friedensmissionen dem Bundesrat auch die Kompetenz einräumte, Verträge über die Ausbildungszusammenarbeit abzuschliessen. Unter Bundesrat Samuel Schmid, der die VBS-Leitung im Januar 2001 von Ogi übernahm, fand allerdings kein spektakulärer Austausch von WK-Soldaten mehr statt. Zum einen misst Schmid Auslandeinsätzen generell weniger Gewicht zu, zum anderen erschwerten die Vorbereitungen auf die Armee XXI solche Übungen."

  7. #6
    Grimmi

    Avatar von Grimmi
    Politisch gesehen sollten diese Auslandeinsätze möglich sein.

    Wegen Kosten. Wenn man die Lärmbelastung mitverrechnet, die den Schweizer Bürgern 'entgeht' ist selbst der Transport und Einsatz einer Panzerbrigade wohl nicht massiv teurer als in der CH. Panzer können per Zug transportiert werden und da kommt es nicht so draufan, ob noch ein paar hundert Kilometer dazukommen oder wegfallen ;)

    Wie auch immer - es ist noch ein paar Jahre bis dahin und lassen wir uns überraschen ...

    Obwohl ich Auslandeinsätze befürworte, ist es zwischendurch schon krass, dass beispielsweise nur noch die Hälfte der Einsatzbereiten Hornets in der CH sind

  8. #7
    Cougar

    Avatar von Cougar
    Das ihr mich richtig versteht: Ich habe nicht's gegen Auslandeinsätze!! Ich sehe auch die Notwendigkeit solcher ein.

    Aber wie ich die AUNS und die SVP kenne, wird dies noch zu Reden geben.

    Und was ich mit den Finanzen meinte: Zur Armee XXI hat das Volk ja gesagt. Dies mit einem jährlichen Budget von ca 4 - 4,3 Mia. Fr. Solange das Parlament nicht diesen Volksentscheid vollständig akzeptiert, muss geschaut werden, wo gespart werden kann. Ich möchte keine Beschaffungen von Transport- oder Kampfflugzeugen riskieren.

  9. #8
    Kampfhamster


    Und nicht nur die Luftwaffe geht ins Ausland. An einem Rapport wurde uns erklärt, dass die Artillerie ab 2008 vor hat im Ausland zu üben.

    Mit NATO hat das gar nichts zu tun.

    Wird aber sicher ein Riesenmedienspektakel und viele Diskussionen geben.

  10. Hallo

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  11. #9
    wenkman

    Avatar von wenkman
    Interessant, dass Ihr Euch auch damit beschäftigt. Hier in Deutschland haben wir schon lange Übungen "ausgelagert".

    Die Vorteile wurden schon genannt. Nachteile sehe ich je nachdem, was die Luftwaffe bringen soll. Dient sie (was ich bei Euch unterstelle) hauptsächlich der Landesverteidigung, dann muss logischerweise auch (noch) viel im Land selbst geübt werden. Wenn hingegen der Schwerpunkt wie bei uns (mittlerweile) in internationalen Auslandseinsätzen liegt, dann kann man darauf schonmal verzichten ...

  12. #10
    syn

    Avatar von syn
    @wenkman Genau das zweiterwähnte beabsichtigt die Armee (u.a. Keckeis) vermehrt durchzuführen, wie dies im Kosovo der Fall war. Auch meiner Ansicht nach sollte man eine Armee für solche konstruktiven Einsätze vermehrt einsetzten - das bringt heutzutage mehr, wie z.B der Unterhalt von ein paar Geschützen in unseren "Berghöhlen".

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Schweizer Armee soll inskünftig im Ausland trainieren

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