Erstellt von mcnoch  |  Antworten: 3  |  Aufrufe: 1836
  1. #1
    mcnoch

    Avatar von mcnoch
    Ich habe mir gerade die B-52 Doku auf N.24 angeguckt. Da war eine Szene, in der die 108 Bomben fast gleichzeitig ausgeklinkt wurden. Die Bomben sind im Pack gefallen und stießen dadurch noch dicht unter dem Flugzeug zusammen und flogen dann durcheinander. Auch wenn sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht scharf gewesen sein mochten, war dies doch sehr gefährlich. Wurde so etwas öfters gemacht, oder war es nur eine kleine Show für die Kameraleute?

  2. Schau dir mal die beiden Links an:
    diesen Bestseller und die Flugzeug-Kategorie

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  3. #2
    AE

    Avatar von AE
    Abwürfe erfolgten mwi in einer programmierten Abfolge um große Flächen zu treffen. Ein derart geballter Abwurf führt durch unterschiedliche Abdriften zu einer ausreichenden Streuung. Zusammenstöße in der Luft sind nicht so kritisch, es muß ein Zünder frontal getroffen werden, um überhaupt theoretisch zu einer ungewollten Explosion in der Luft zu führen; sehr unwahrscheinlich. Zeitverzögertes Schärfen der Waffen war auch nicht unüblich.

  4. #3
    Erdferkel

    Avatar von Erdferkel
    Problematisch ist sowas nur wenn a)der Kopf oder HEckzünder getroffen wird, oder b) wenn Bomben mit Radaranäherungszünder abgeworfen werden. Das hat im 1991er Golfkrieg einem Tornado ziemlich zugesetzt. Die erste Bombe fiehl, die zweite auch, und "sah" mit dem Radar die erste Bombe, dachte das der Boden in der Nähe ist und zündete. Hat den Tornado zum absturz gebracht.

  5. #4
    Father Christmas

    Avatar von Father Christmas
    Zu den Bomben:
    US-Mehrzweck Bomben sind mit Tritional befüllt. In dem Fall ist es eine 80/20 Mischung aus TNT und Aluminiumpulver (Das Mischungsverhältniss für Tritional kann bis zu 60/40 schwanken).
    Trinitrotoluol (TNT) an sich ist recht unempfindlich (nicht unempfindlich ! es hält etwas aus) gegen Schlag (bis 15J) und Reibung (bis >360N). Also werden die paar Zusammenstöße die Bomben nicht stören.

    Wenn nicht de Zünder getroffen werden sollte so eine Bombe nicht explodieren. Normalerweise werden die Zünder auf eine bestimmte Höhe eingestellt (abhängig von der geplanten Abwurfhöhe der Waffen) ab der sie sich selbst schärfen.
    Das ist dann natürlich problematisch wenn man Angriffe im Tiefflug durchführt.
    Im Falklandkrieg 1982 flogen die Argentinische JaBos sehr tief um britische Schiffe anzugreifen. So flogen aber halt ein wenig zu tief, sodass die Zünder beim Einschlag nicht scharf wären und die Waffe dementsprechend nicht detoniert wären. Und so sind sie halt gleich mit scharfen Zündern gestartet.
    Bei solchen Abwürfen ist immer dei Gefahr das die Detonation der Waffe bzw. eventuelle Sekundärexplosionen im Ziel das Flugzeug mit beeinträchtigen.
    Diese Sicherheitseinrichtungen haben auch Nachteile. Im gleichen Krieg flog eine Rotte Sea Harrier in 4.000m Höhe einen Angriff auf ein Bodenziel. Die Mk.84 trugen Zünder welche sich erst auf 2.000m scharf machten.
    Der Bombenangriff konnte aufgrund des schlechten Wetters über dem Ziel nicht durchgeführt werden, die Harrier kehrten um, fanden aber ein Gelegenheitsziel: ein argentinisches Schiff.
    Zum Glück für den Argentienier detonierten die Mk.84 nicht die das Schiff traf und der 30mm Beschuss mit den Bks der Flugzeuge forderte nur ein Leben, so überlebte die Besatzung in britischer Kriegsgefangenschaft.

    Zu dem Tornado:
    Gibt es da weitere Informationen zu ?
    Es muß ein Einsatz in sehr niedriger Höhe gewesen sein wenn der Zünder schon scharf war, aber eigetlich wirft man Bomben mit annäherungszünder nicht im Tiefflug ab (Gefährdung des eignen Flugzeuges bzw. nachfolgender Flugzeuge).

    fc

B-52 Bombenabwürfe

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