Erstellt von fightingfalcon  |  Antworten: 53  |  Aufrufe: 10524
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  1. #1
    fightingfalcon

    Avatar von fightingfalcon
    Hallo

    Bereits an anderer Stelle wurde hitzig über das Thema Betonung von Gravuren an Flugzeugmodellen diskutiert.

    Wie sollen Gravuren farblich hervorgehoben werden, oder vielleicht gar nicht?

    Die Meinungen gehen dabei stark auseinander. Ist dafür die absolute Vorbildtreue maßgeblich, oder eher das subjektive Erscheinungsbild der Modells?

    Meine Meinung darüber habe ich bereits kundgetan. Kurz zusammengefaßt: Die Präferenz bei meinen eigenen Modellen liegt in dem allgemeinen optischen Eindruck, was mir wichtiger ist, als die absolute Vorbildtreue. Das Auge isst mit, heißt es landläufig. So verhält es sich auch bei meinen Modellen. Die Modelle wirken einfach plastischer und somit für das Auge und Hirn interessanter, wenn die Gravuren einen Hauch prägnanter wirken, wie VIELLEICHT beim Original.

    Aber auch beim Original sehen die Blechstöße oftmals sehr dunkel und schwarz aus. Dabei spielt das Alter des Oberflächenanstriches und die allgemeine Beschaffenheit der Zelle eine erhebliche Rolle. Bei alten Anstrichen wirken die Blechstöße wesentlich dunkeler, als bei Factory Fresh.

    Wie so oft im Leben ist vieles eine Geschmacksfrage. Tipp aus der Praxis: Bei dunkelen Grundfarben ruhig die Gravuren richtig einschwärzen. Bei hellen Grundfarben besser etwas mit weiß oder hellgrau abtönen.


    So, nun diskutiert mal schön!


    Viele Grüße
    Christian

  2. Schau dir mal die beiden Links an:
    diesen Bestseller und die Flugzeug-Kategorie

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  3. #2
    Erdferkel

    Avatar von Erdferkel
    Also ich bin erst vor kurzem dazu bergegangen Gravuren zu färben. Dabei benutze ich bisher immer Blaugrau. Dadurch werden die nicht zu dunkel aber sie werdween etwas betont. Mir gefällt es, dann nun kann man endlich die mehr oder minder feinen Details sehen und die Oberfläche wirkt etwas realistischer, vorallem wenn man deutsche Phantoms baut. Alles in allem bin ich der Meinung das das Modell dadurch etwas "realer" wirkt. Natürlich kann man das auch übertreiben, und dann sieht das Modell aus als hätte jemand Kohle in die Stösse gepresst. Aber wie schon gesagt, alles ist geschmacksache und es gibt kein Handbuch dieser Welt das beschreibt wie Blechstösse auszusehen haben. Wer natürlich nen Airliner schwarze Stösse verpasst, muss sich fragen ob das so das richtige ist. Bei Frachtmaschinen geht das ja, aber der normale Passagierjet hat sowas nicht in gröseren Mengen.

    Dazu hätte ich dann auch sofort eine Frage andich Fightingfalcon:

    Wie hast du hier die Träger und den STörpod eingefärbt? Preshading oder hast du nach dem Farbauftrag gealtert?

    http://81.89.228.213/forum/showpost....4&postcount=94

  4. #3
    logo

    Avatar von logo
    hallo fightingfalcon,
    also gravuren sollten immer hervorgehoben (farblich) werden,gerade weil die modellhersteller sich in den letzten jahren viel mühe geben diese einzugravieren.viele modellbauer machen sich die mühe die blechstöße selbst nach zu gravieren.wie du schon beschrieben hast gewinnt ein modell an originalität wenn die gravuren farblich hervorgehoben werden.persönlich habe ich mit den verschiedensten farbnounancen experimentiert und das ergebnis war immer ein positives erlebnis,wie alles im plastikmodellbau.
    aber vorsicht;
    es gibt originale bei denen die blechstöße nur schwer zu erkennen sind.wie du schon beschrieben hast sind bei factory fresh,overpaintet und nicht zu vergessen "die bunten mühlen",die gravuren (blechstöße) schwer zu erkennen.insofern gibt es muster,die nur schwer erkennlich (im original) blechstöße erkennen lassen.siehe f 104 hasegawa meines erachtens 1/48 als übertrieben gelten.
    also alles im allen ist meinerseits das beste immer noch das original was ich versuche nachzubauen. but nothing is perfect!!!

    gruß logo

  5. #4
    Friedarrr

    Avatar von Friedarrr
    Also ich denke man sollte generell erst einmal "Blechstöße" und die Spalten der Klappen und Deckel voneinander unterscheiden!
    Letzter sollte man betonen/unterlegen, da man sie auch bei allen (so hab ichs zumindest momentan im Kopf / ist auch schlüssig da bei beweglichen Teilen immer ein Spalt...) original Maschinen erkennen kann.


    Bei den "Blechstößen" also den Fügestellen an Spanten/Stringer/Rippen und Holmen die durch die Differenzialbauart unumgänglich sind, sollte man wiederum unterscheiden, ob diese verspachtelt wurden, oder durch gündliche Lackierung (Filler,Primer, Sealer...) nicht zu sehen sind. Dies ist zumindest bei den mir bekannten Airlinern so.
    Meist sind die "Blechstöße" moderner Flugzeuge mit "Sealer" abgedichtet!
    Dieser Sealer wird beim Lackieren überlackiert, da er aber elastisch ist kann es vorkommen das gerade an den Blechstößen die Farbe abblättert und so der (meist) dunkle Sealer sichtbar wird. Oder beim Wechsel eines Beplankungsblech (z.B. Fuelpanel) wird der dunkle Sealer nicht wieder überlackiert. So werden die Blechstoße sehr wohl sichtbar, auch bei den Airlinern!

    Das deutsche WWII Flieger verspachtelt wurden halte ich eher für die Ausnahme, zumindest waren bei den meisten Maschinen nur wenige "Blechstöße" verspachtelt. Das es verspachtelte Maschinen gab, steht aber außer Zweifel!

    Ich hab in den letzten Tagen viele Bilder angesehen und habe festgestellt das nur sehr wenig Bilder in dieser Sache aussage kräftig sind, denn viele sind in schlechter Qualität, oder es sind Bilder von Museumsmaschinen.
    Aber letzt endlich bin ich wieder auf die Tatsache gestoßen das es Maschinen gab, bei denen man die Blechstöße sehr wohl sieht (z.B. LW-im Focus 4 Seite 14 oben die Ju 87) und bei anderen wiederum kaum oder nicht!

    Ich für mich werde weiterhin die Blechstöße unterlegen, aber sehr vorsichtig und dezent, die Klappen und Deckel aber etwas kräftiger!

  6. #5
    Friedarrr

    Avatar von Friedarrr
    Was ich noch schreiben wollte, die Qualität der Verarbeitung lies gerade gegen Ende des Krieges sehr nach.

    Ich glaube es war die Maschine von Herrn Muthke im Deutschen Museum, die mir damals einen kalten Schauer über den Rücken laufen lies.
    Vor der IHK/LBA würde man mit solch einer Nietleistung heute nicht bestehen!
    Aber man muß die Leistung der Arbeiter und Zwangsarbeiter dennoch repektieren....!

  7. #6
    Jan

    Avatar von Jan
    Ich denke, hier muss man sehr differenziert vorgehen.
    Faktoren sind:
    -Epoche des LFZ
    -Wartungszustand
    -allgemeine Konstruktion
    -Unterschied zwischen Nieten- und Stoßdarstellung.
    -Maßstab
    Ich bin kein Freund vom farblichen Betonen der Gravuren an sich, zumal in 1/72.
    Man muss sich aber immer an den Originalen orientieren und hier nach Bildern vorgehen.
    - wie ist der Wartungszustand
    - Verhältnis Wartung/Flug Stunden
    - Unterschall- Überschallflugzeug usw.
    Ein ÜberschallLFS wird keine Stöße- Spalten mehr aufweisen, insofern muss hier auch nix Schwarzgemalt werden.
    Flugzeuge der NVA waren in sehr gutem Wartungszustand! Hier also völlig falsch!

    Etwas anderes ins das farbige Betonen, Absetzen, Preshading usw. von Paneelen, wenn man Bilder sorgfältig studiert, sieht man sehrwohl farbliche Unterschiede zwischen Paneelende und - mitte.

    Weiter kann man Wartungsluken und Klappen mit Abrieb und Schmutz versehen, Auspuffahnen und Rußspuren von Triebwerken und Umkehrschub (Tornado!) darstellen.
    Teilweise sieht man bei LFZ die Nietenköpfe durch die nicht mehr "neue" Farbe durchscheinen, das kann man auch darstellen, aber Löcher bohren ist eigentlich falsch, die Nieten sind ja flächenbündig!

    Anbei ein paar Fotos, eine Klappe an einem abgebeizten Flugzeug im Museum. Man sieht, KEIN Spalt, wohl aber glatte Nieten

  8. #7
    Jan

    Avatar von Jan
    weiter eine nicht ganz neue MiG-25 im aktiven Dienst (ja, mein Copyright).
    Deutlich erkennt man die Farbveränderungen, Schmutz, Nietenveränderungen, aber keine Paneellinien!

  9. #8
    Friedarrr

    Avatar von Friedarrr
    Aus der Entfernung erkennt man aber noch viel mehr nicht, was man aber in 1:72 dennoch darstellt!!!

  10. Hallo

    Schau dir doch mal die Luftfahrt-Kategorie an

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  11. #9
    Jan

    Avatar von Jan
    ein Bild von Max, eine An-30 in gutem, aktuellen Zustand. Ein Urteil kann sich jeder selbst bilden.

    Also, letztlich muss jeder selbst wissen, was er wie betont. Mir gefallen Modelle, bei denen die Ausbleichung und Verschmutzung realitätsnah und nachvollziehbar abgebildet ist, keine glänzende Speckschwarte, aber auch keine Rußschleuder mit Finelinerbemalung .

    Aber das ist nur meine persönliche Meinung. :engel:

  12. #10
    Jan

    Avatar von Jan
    Zitat Zitat von Friedarrr
    Aus der Entfernung erkennt man aber noch viel mehr nicht, was man aber in 1:72 dennoch darstellt!!!
    deshalb bin ich auf 48 geschwenkt. Es ist (für mich) irgendwie besser darstellbar.

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Wie Gravuren einfärben?

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