Erstellt von Friedarrr  |  Antworten: 42  |  Aufrufe: 4236
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  1. #1
    Friedarrr

    Avatar von Friedarrr
    Vor kurzem sind hier die Meinungen über das Betonen von Blechstößen an Modellen weit auseinander gegangen. Ein Patentrezept hat sich so nicht ergeben und so ist es wie schon vorher, reine Geschmacksache wie ein jeder seine Blechstöße darstellt. Nun sind mir aber noch viele weiter „Unsitten“, oder andere Auslegungen die nicht nach meinem/jedermanns Geschmack sind, untergekommen.
    Deshalb möchte ich ein paar Sachen die an Modellen oft zu beobachten sind, man deren Richtigkeit aber so manches Mal anzweifeln kann, hier in Frage stellen.
    Ich möchte einfach mal die Meinungen von erfahrenen wie auch nicht so erfahrenen Modellbauern sammeln, um vielleicht ein Resümee für meine folgenden Modelle zu ziehen.
    Die folgenden Beobachtungen sind natürlich nur meine und können bzw. sollten von jedermann ergänzt werden.

    Anfangen möchte ich mit der übertriebenen Darstellung der Ausbeulung bei abgeflachten Reifen. Bei vielen Bauberichten wird sogar extra darauf verwiesen!
    Meine Beobachtungen sind aber grundlegend anders, die Reifen sind zwar abzuflachen, aber eine Ausbeulung (bei vorgeschriebenen Reifendruck) ist im Originalen nicht festzustellen!
    Ausbeulungen stellen sich erst ein, wenn der Reifendruck weit unter dem Vorgeschriebenen Limit liegt, oder wenn die Mühle eh auf der Felge steht!
    Zugegeben, meine Beobachtungen beziehen sich Vorwiegend auf „moderne“ Kampfflugzeuge und Airliner, aber auch bei WWII Fliegern hab ich in etwa dasselbe beobachtet!


    Natürlich denken sich jetzt viele, was will er? Seine Modelle baut man eh nach Fotos und anderen Unterlagen, aber dennoch ist es oft so, dass die Fotos nicht alle Zweifel beseitigen!
    Gerade „Standartteil“ sind oft nicht zu erkennen. Und wenn man, wie nur Menschlich, von einem auf das andern Muster schließt, so ergeben sich eben Fehler…..!


    Der Reifen auf dem angehängten Bild ist eigentlich noch voll im Limit. Aber da ich im Moment nicht an deutlicher Bilder komme, hoffe ich es macht deutlich was ich meine!
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  2. Schau dir mal die beiden Links an:
    diesen Bestseller und die Flugzeug-Kategorie

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  3. #2
    Friedarrr

    Avatar von Friedarrr
    Hier sieht man einen Reifen einer F-15, sie steht auf ihrem eigenem Fahrwerk, also der Reifen ist belasten. Sieht man hier Ausbeulungen?
    Ich meine nicht!
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  4. #3
    christoph2

    Avatar von christoph2
    Hallo Friedarr,

    Ich stimme Dir voll und ganz zu, die Reifen werden in der Regel viel zu platt dargestellt. Ob das eine Unsitte ist weiß ich nicht, bezeichnen wir es frei nach Loriot mal als eine "liebenswerte Eigenschaft".

    Ich mache da für mich in der Regel einen Kompromiss. Oft sind die Reifen in einem Bausatz grottenschlecht (z.B. die Reifen der 48er Tamiya Corsair), im schlechtesten Fall sind sie auch noch zweigeteilt und beim Verschleifen der Klebenaht verliert man jegliche Oberflächendetails. Die Resinreifen, z.B von True Details, sind ohne Zweifel oftmals wahre Plattfüße, aber eben sehr schön detaillierte Plattfüße. Das gibt für mich den Ausschlag, dann sehe ich über den Wulst hinweg (man kann ihn ja auch behutsam etwas herunterschleifen).

    Ist der Reifen aus dem Bausatz ok, dann schleife ihn leicht auf der Unterseite etwas an, das reicht vollkommen aus.

  5. #4
    109

    Avatar von 109
    hi,

    das mit den reifen stimmt. Als WWII-Luftwaffe-Bastler möchte ich meinen Ansatz zu Thema Alterungen hier anführen.

    Mein Tipp: analysiere Vorbild-Bilder genau. Sehe Dir genau an, wo und in welcher Ausprägung Abgasspuren zu finden sind, wo finden sich Farbabriebe am häufigesten? Wo betraten Personal ein Flugzeug? Wo wurde das Vorbild geflogen? Im Sommer auf einer staubigen Graspiste? dann kannst du das Modell leicht staubig machen (z.B. Tamiya buff). Im Herbst auf häufig nassen und matschigen Rollbahnen? dann kannst Du Trittspuren und Spritzer anbringen. Dies kannst du beliebig erweitern, das ist längst nicht alles.
    Versuche aus allen Informationen einen Lebenslauf der Maschine zu erstellen, z.B. Auslieferung, Stammzeichen übermalt, dann neue taktische Kennung, Flugbetrieb, Maschine wurde abgegeben, erneute neue taktische kennung, maschne erhliet Ersatzteile, neue Abdeckungbleche von einer anderen Maschine etc. pp. Bedenke auch, dass eine Maschine mehrere Überlappungen von einzelnen Ereignissen und Generationen von Alterungen aufweißt. Z. B. Abgasspuren, bereits nach dem ersten Einfliegen wießen die Maschinen solche auf, auch sind dann schon die ersten Farbabriebe an der Flächenwurzel zu beobachten (s. bekannte Bilder der Regensburger G-2s!). Aber der Farbanstrich war noch unverändert. Starke Abgassupren und Ölfahnen wurden regelmäßig abgewischt, bei einer oberflächlichen Reinigung bleiben Schmutzreste in Rillen und Vertiefungen zurück, hier ist also ein dunkler wash angebracht (Umbra+ matt schwarz+ Terpentinbalsam), insbesondere an der Motorverkleidung and entlang der Rumpfseiten. Wohl weniger an der Flügelspitze! Bringe also eine erste Generation auf. Wenn die Verschlüsse geöffnet wurden, waren Kratzer im Lack unausweichlich, bringe diese an, danach eine 2. Generation Alterung. So entsteht ein Modell mit Lebenslauf. wenn Du Bilder genau betrachtest, kannst Du soagr die ölig-schmutzigen Fingerabdrücke der Mechaniker an den verschlüssen erkennen!
    Diese Vorgehensweise hat nichts mit den üblichen Modellbautechniken zu tun, kein pree-shading usw. Versuche einfach, die nat. Prozesse zu replizieren. Verschachtele einzelne Alterungen, auf einen gealterten Rumpf einen Fleck frischer Farbe da, wo die alte Kennung überlackiert wurde.

    Gruß,

    109er.

  6. #5
    AM72


    Friedarr - mit den Reifen hast Du nach meiner Meinung ganz einfach recht : Richtig beschrieben und richtig dargelegt

    Alterung : am besten das jeweilige Original anschauen ( wenn möglich) - und daran orientieren.
    Blechstösse betonen :
    - je nach Lackierung - bei Metallbuden zb. empfinde ich zusätlich betonte Blechstösse als sinnlos - und falsch.
    - bei grauen Buden eben mit entsprechenden abgedunkelten Grauton arbeiten
    - bei Tarnungen die jeweiligen Farben abdunkeln - sehr gut ist Preshading
    - niemals Schwarz ( ausser vielleich ganz bei ganz dunkelgrau)

    das ist meine Meinung.

  7. #6
    Wild Weasel78

    Avatar von Wild Weasel78
    Hallo !!
    Tja die guten Reifen da habt ihr alle Recht entweder null Profil ,zweiteilig und Profil nach Schleifen weg oder viel zu Platt !! Ich flache sie nur etwas ab das reicht vollkommen !! Beim Altern scheiden sich die Geister manche hauen die Gravuren nur so mit Schwarzer Farbe voll zb bei Naturmetal das sieht überhaupt nicht Realistisch aus . Die Einsatzmaschinen waren schon Schmutzig zb in Korea aber sie wurden trozdem immer noch geputzt soger die Schmauchspuren vom MG Feuer wurden entfernt so gut es ging . Ich halte mich so gut es geht nach Vorbildfotos um eine möglichst Realistische Alterung zu erzeugen ich halte nichts von Einfach dick reinlaufen lassen und fertig !! Ein gutes Washing und Auf und Abtönen der Grundfarbe sowie Metalkratzer usw aufbringen da ereicht man viel mehr mit alls mit anderen Metohden . Aber in erster Linie soll das Modell ja dem Erbauer gefallen . So das ist meine Meinung dazu !!Viel Spaß noch !! MFG Michael :D

  8. #7
    Starfighter

    Avatar von Starfighter
    bei der alterung von modellen scheiden sich die geister wohl genau so wie bei der verwendung von satzzeichen in postings. ich sehe nicht, was an betonten gravuren bei naturmetallfinishes unrealistisch sein soll - auchhier kommt es wieder auf was "wie" an. ich mag keine zu dunklen blechstösse, genau so wenig mag ich aber zu wenig betonte gravuren. im allgemeinen halte ich es da wie arne. ich denke eine abgedunkelte grundfarbe ist die beste betonung von blechstössen.

  9. #8
    Friedarrr

    Avatar von Friedarrr
    @109,
    so eine Auswertung von Fotos ist natürlich sehr wichtig, aber gerade im Bereich des WWII läßt sich das nicht immer in deinem Maß durchführen!!
    Ich weiß davon ein Lied zu singen!
    Deshalb auch mein Beitrag, denn oftmals muß man halt von der, auf eine andere Maschine schliesen, und so schleichen sich "Gewohnheiten" ein, die einfach ein falsches Ergebnis liefern.


    Anbei noch ein Foto eines HFW-Reifens einer B 25! Weil ich gerade die aktuelle Modell Fan gelesen habe ;)
    Auch keine Ausbeulung!!!
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken

  10. Hallo

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  11. #9
    AM72


    Eine ganz grosse Unsitte im Modellbau :

    Gravurenbetonung als Alterung zu bezeichnen bzw. diese beiden Geschichten miteinander zu vermischen.

    Gravurenbtonung hat nix mit Alterung zu tun !
    Schmieren die den Dreck gezielt in die Blechfugen ???

    Leute - mein Apell an Euch :

    Das sind zwei Paar Schuhe !

    ;)

  12. #10
    Wild Weasel78

    Avatar von Wild Weasel78
    Zitat Zitat von Starfighter
    bei der alterung von modellen scheiden sich die geister wohl genau so wie bei der verwendung von satzzeichen in postings. ich sehe nicht, was an betonten gravuren bei naturmetallfinishes unrealistisch sein soll - auchhier kommt es wieder auf was "wie" an. ich mag keine zu dunklen blechstösse, genau so wenig mag ich aber zu wenig betonte gravuren. im allgemeinen halte ich es da wie arne. ich denke eine abgedunkelte grundfarbe ist die beste betonung von blechstössen.

    Nun ja das meint ich auch, nicht zuviel aber auch nicht zu wenig !! Und gewust wie zb Abtöne der Grundfarbe !! Ach nochwas Satzzeichen sind was für Weicheier Muste entschuldigen aber die Vergesse ich schon mal gerne :D MFG Michael ;)

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