Erstellt von Lothringer  |  Antworten: 19  |  Aufrufe: 3078
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  1. #1
    Lothringer

    Ein früherer deutscher Luftwaffenpilot ist am Montag in ein kleines englisches Dorf gereist, um sich für die irrtümliche Bombardierung der dortigen Kirche während des Zweiten Weltkriegs zu entschuldigen. Er sei am 1. Mai 1942 von britischen Kampffliegern beschossen worden, berichtete der mittlerweile 82-jährige Willie Schludecker aus Köln im BBC-Radio. Um das Gewicht seines beschädigten Flugzeugs zu verringern und zurückfliegen zu können, habe er seine Bomben über einer Bahnstrecke abwerfen wollen. Eine der Bomben fiel jedoch auf die Kirche St. Andrew in Bolam in der Region Sunderland und beschädigte das historische Bauwerk schwer, ohne dass Schludecker davon etwas bemerkte.

    Quelle: AFP

  2. Schau dir mal die beiden Links an:
    diesen Bestseller und die Flugzeug-Kategorie

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  3. #2
    Wolfgang Henrich

    Avatar von Wolfgang Henrich
    Wenn der sich schon für ein Versehen entschuldigt, dann müssten aber viele Leute hier rüber reisen und sich entschuldigen.....nicht nur für ein Versehen.

    Wenn es dem Seelenheil des Mannes geholfen hat, ist es ja okay. Allerdings löst dieses ewige entschuldigen und buckeln vor der Vergangenheit selbst beim ehemaligen Gegner und Sieger befremden und kopfschütteln aus.

  4. #3
    LFeldTom


    @Elrayox

    Sorry, seh ich anders.

    Es geht nicht um das Aufrechnen von Entschuldigungen. Wenn er für sich entschieden hat, daß das was geschehen ist nicht ok war und sich dafür entschuldigt finde ich das vorbildlich. Daran ändert auch nichts, wenn (viele) Andere aller beteiligten Seiten das anders halten.

    Ich empfinde das auch nicht auch nicht als Teil von ewigem entschuldigen und buckeln. Solche Gesten helfen vielmehr alte Vorurteile aufzubrechen.

    Gruß,
    Tom

  5. #4
    whoops


    Sehe ich ähnlich wie LFeldTom. Ich denke mal, das ist die ganz persönliche Geschichte dieses Piloten, und somit seine Entscheidung, und die hat nichts damit zu tun, was andere machen, auch nicht die ehemaligen Gegner.

    Ab gesehen davon, hat nicht der Sohn eines Dresden-Piloten das neue Kuppelkreuz gemacht? Also ich denke solche Geschichten gibt es auf beiden Seiten, und sie sind eher nützlich als daß man da jetzt anfangen müßte rumzunörgeln! Noch dazu mit einem "Du hast aber und ich hab viel weniger und dann hast Du aber wieder..." Bringt gar nix, erst recht nicht heutzutage!

    Whoops

  6. #5
    Shadow

    Avatar von Shadow
    Eine prima Aktion

    Es sind die vielen kleinen Schritte, die uns einander näher bringen. Es gibt auch viele Bomberpiloten der Allierten, die sich hier schon bei den Betroffenen entschuldigt haben.

    Es müßte hunderte, viele tausende solcher Menschen geben.

  7. #6
    AM72


    Zitat Zitat von LFeldTom
    @Elrayox

    Sorry, seh ich anders.

    Es geht nicht um das Aufrechnen von Entschuldigungen. Wenn er für sich entschieden hat, daß das was geschehen ist nicht ok war und sich dafür entschuldigt finde ich das vorbildlich. Daran ändert auch nichts, wenn (viele) Andere aller beteiligten Seiten das anders halten.

    Ich empfinde das auch nicht auch nicht als Teil von ewigem entschuldigen und buckeln. Solche Gesten helfen vielmehr alte Vorurteile aufzubrechen.

    Gruß,
    Tom
    Sind genau meine Gedanken

    Soetwas ist besser als den Dreck vor anderen Türen zu kehren !

  8. #7
    tomcatter

    Avatar von tomcatter
    ich hab mal eine Story im Fernsehen gesehen, von einem Bombenschützen der RAF, der inzwischen in den USA lebt, und dort seit vielen Jahren jedes Jahr am 13. Februar zur deutschen Botschaft reist und dort einen Kranz niederlegt.
    Einige Male war er sogar schon in Dresden selbst.

    Solche Gesten finde ich sehr gut, schade nur dass es nur sowenige Veteranen gibt die so etwas tun.

  9. #8
    Wolfgang Henrich

    Avatar von Wolfgang Henrich
    gut dass es kontorvers diskutiert wird. Vielleicht habe ich mich auch falsch ausgedrückt. Wie gesagt, wenn es dem inneren Frieden desjenigen dient, der sich entschuldigt ist das prima und in Ordnung. Was mich nur stört ist dass alles und jede Kleinigkeit die in diese Richtung geht und seitens eines Deutschen kommt so sehr aufgebauscht wird. Das hat dann immer den Nachgeschmack von "ihr seid immer noch die bösen, die Unmenschen" Wenn sich mal jemand von der anderen Seite entschuldigt, dann begleitet dies oft ein Tenor von "welche Güte, das dieser Mensch sich entschuldigt...haben wir das denn verdient"....wenn es überhaupt erwähnt wird.
    Es geht hierbei nicht um aufrechnen. Es geht einfach darum dass beide Seiten grausam waren und ungerechtfertigt gehandelt haben. Bombenkrieg ist grausam, aber einen Bombenkrieg gegen jemanden in massiver Form zu führen der schon verloren hat und wehrlos ist ist genauso ein Verbrechen, wie einen Krieg anzufangen.
    Es soll eben kein "explizites drauf Zeigen" geben wenn sich einer entschuldigt. Man sollte diese Leute das mit sich ausmachen lassen. Vielmehr ist es an der Zeit dass sich alle zu ihren Schulden bekennen.

  10. Hallo

    Schau dir doch mal die Luftfahrt-Kategorie an

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  11. #9
    LFeldTom


    @Elrayox

    Sei mir bitte nicht böse - aber meine Meinung geht da immer noch in eine andere Richtung.

    Es geht nicht allein um den Seelenfrieden eines einzelnen. Da steckt soviel mehr dahinter.

    Die Geschichte die whoops erwähnte mit der Spende des Sohnes eines englischen Bomberpiloten für den Wiederaufbau der Dresdner Kirche kam mir z.B. auch gleich in den Sinn. Für mich ist sowas ein Zeichen von Stärke und nicht von Schwäche.

    Wo ich mit Dir konform gehe - die Bombardierung von Städten ist alles andere als in Ordnung. Aber - ich stehe auf dem Standpunkt, daß man Entschuldigungen nicht einfordern kann - die müssen von selber kommen. Und ich bin absolut überzeugt, daß da auch noch nicht das letzte Wort gesprochen ist...

    Gruß,
    Tom

  12. #10
    Flugi

    Avatar von Flugi
    Was LFeldTom hier schreibt, sind genau meine Gedanken.

    Trotzdem noch zwei Zeilen dazu.
    Ich kann die alten Flieger auf beiden Seiten sehr gut verstehen. Vielleicht liegt es auch daran, das ich vom Alter her näher drann bin. Aber Menschen durchlaufen in ihrem langen Leben, wenn es ihnen vergönnt ist, immer einen Entwicklungsprozess. Das was in der Jugend noch Richtig und Bestimmend war, erscheint aus der Sicht der Jahre in einem ganz andern Bild und wenn man dann den Arsch hat einen Strich zu ziehen und über seinen Schatten springen kann, Hut ab! ;)

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Deutscher entschuldigt sich für Bombardierung englischer Kirche

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