Erstellt von AirStation.de  |  Antworten: 8  |  Aufrufe: 1546

Thema: Flugbücher

  1. #1
    AirStation.de

    Avatar von AirStation.de
    Wie muss ich mir das mit den Flugbüchern eigentlich vorstellen? Was trägt man da ein und wann beginnt die Flugstunde? Der militärischen Bereich interessiert mich zwar mehr aber auch die Zivile Seite könnt ihr mich mal aufklären.

  2. Schau dir mal die beiden Links an:
    diesen Bestseller und die Flugzeug-Kategorie

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. #2
    wollcke


    Da trägst du die wichtigsten Daten des Fluges ein. Dazu gehören u.a.:

    - Datum, Startnummer, Registration, Type, ME o. SE

    - Start. u.- Landeort

    - Pilot in Command, ggf Begleiter und deren Tätigkeit (Examiner, FI, etc.)

    - "Total Flight Time", beginnend mit der Off-Block und abschließend mit der On-block Zeit -> Also die Zeit vom Anrollen bis zum erreichen der Parkposition

    - Die "Total Time Airborne" -> also die Zeit die man tatsächlig in der Luft war

    - Anzahl der Landungen -> vorallem bei Touch-and-Go's von Bedeutung

    - Flight Rules, ggf. Special Times, Zweck des Fluges sowie Bemerkungen oder Bestätigung (Prüfungsstempel, Landebestätigung, etc.)


    Das sind die Sachen die mir spontan einfallen. Hab mein Flugbuch leider grad nich zur Hand... Um Ergänzungen wird gebeten ;-)

    MfG Wollcke

  4. #3
    AirStation.de

    Avatar von AirStation.de
    Für Zivil denk ich mal. Sieht es militärisch etwas anders aus oder schreibt man da so was nicht so ausführlich?
    Also beginnt die Flugstunde mit dem Rollen oder doch schon beim ersten Check?

  5. #4
    Talon4Henk

    Avatar von Talon4Henk
    Militärisch wird das ganze von der Flugzeitenstatistik des Geschwaders geführt (wobei natürlich jeder sein eigenes Buch führen kann, für sich persöhnlich)
    Die militärische Stunde beginnt mit dem Lösen der Bremsen zum Start und endet mit dem Runterrollen von der Piste nach der Landung.
    Erst vor ca. 3 Jahren hat man angefangen auch Blockzeiten zu tracken, um die Nachteile gegenüber Zivilen zu verringern.

  6. #5
    SlowMover


    Zitat Zitat von Talon4Henk
    Die militärische Stunde beginnt mit dem Lösen der Bremsen zum Start und endet mit dem Runterrollen von der Piste nach der Landung.
    Erst vor ca. 3 Jahren hat man angefangen auch Blockzeiten zu tracken, um die Nachteile gegenüber Zivilen zu verringern.
    Hm, bei uns wird da gar nichts nach Blockzeit mitgeschrieben. Form V nicht, und sein "persönliches" Flugbuch wird ja vom Bund nicht berücksichtigt.
    Da gabs mal ne Prozentangabe, die man auf seine Flugzeiten (das ist, was beim Bund geschrieben wird, also ohne das Rollen am Boden zur oder von der Startbahn) anrechnen kann und die vom LBA abgesegnet ist. Damit man das dann mit den Blockzeiten der zivilen Vergleichen kann.
    Soweit ich weiß, schreibt nur die Flugebereitschaft Blockzeiten...

  7. #6
    AirStation.de

    Avatar von AirStation.de
    Dann gibt es also in dem Sinne gar kein Logbuch für Militärpiloten?!

  8. #7
    SlowMover


    Die Bundeswehr hat eine eigene "Abteilung" in jeder Staffel, die für die Statistik zuständig ist. Nur damit rechnet die Bundeswehr die Stunden. Das ist praktisch das Logbuch. Die meisten haben noch ein privates, hier meistens ein ganz normales IFR Flugbuch, we es die Airlinepiloten auch benutzen. Aberauch bei den Airlines werden die Stunden in einer Zentrale geloggt, das sie dort ja auch noch bezahlungswirksam sind. Zivil ist aber jeder Pilot verpflichtet ein aktuelles Logbuch mit sich zu führen.

  9. Hallo

    Schau dir doch mal die Luftfahrt-Kategorie an

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  10. #8
    AirStation.de

    Avatar von AirStation.de
    sehr aufschlussreich, THX für die Infos

  11. #9
    May


    JAR-FCL 2.080 Aufzeichnung von Flugzeiten

    (a) Piloten haben ein Flugbuch zu führen, in das Angaben zu allen Flügen einzutragen sind und das in Form und Inhalt den Anforderungen der zuständigen Stelle genügt.
    Angaben zu Flügen, die nach den Bestimmungen von JAR-OPS 3 durchgeführt werden, können auch in
    geeigneter rechnergestützter Form aufgezeichnet werden und sind vom Luftfahrtunternehmer aufzubewahren.
    In diesem Fall hat der Luftfahrtunternehmer die Aufzeichnungen über alle Flüge, die ein Pilot durchgeführt hat, einschließlich Unterschiedsschulungen und Vertrautmachen, auf Verlangen dem betreffenden Flugbesatzungsmitglied zur Verfügung zu stellen.
    (b) Folgende Angaben sind aufzuzeichnen:
    (1) Angaben zur Person
    Name und Anschrift des Inhabers

    (2) Für jeden Flug
    (i) Name des verantwortlichen Piloten
    (ii) Datum des Fluges (Tag, Monat, Jahr)
    (iii) Startflugplatz sowie Abflug- und Ankunftszeit
    (Zeiten als Blockzeiten in koordinierter
    Weltzeit (Universal Time Coordinated /UTC)
    (iv) Muster (Bauart, Modell und Baureihe)
    und Kennzeichen des Hubschraubers
    (v) einmotoriger oder mehrmotoriger
    Hubschrauber
    (vi) Gesamtdauer des Fluges
    (vii) Gesamtflugzeit

    (3) ...

    Gruß

Flugbücher

Besucher kamen mit folgenden Begriffen auf die Seite

Pilot in command

Sie betrachten gerade Flugbücher