Erstellt von EDGE-Henning  |  Antworten: 22  |  Aufrufe: 21274
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  1. #1
    EDGE-Henning


    WDR, Freitag, 27.08., 23:00 - 23:45 Uhr

    Protokoll einer Katastrophe - Der Todesflug IL 62

    Am 14. August 1972 startet in Berlin-Schönefeld eine Iljuschin 62 der Interflug zu ihrem Reiseziel Burgas an der bulgarischen Schwarzmeerküste. An Bord vor allem Urlauber, darunter zahlreiche Familien mit Kindern. Bereits kurz nach dem Start stellt die Besatzung Probleme mit dem Stabilisator fest und entschließt sich zur Umkehr. Kein besonderer Grund zur Unruhe auf dem Flughafen Berlin-Schönefeld. Routinemäßig wird die Feuerwehr benachrichtigt. Ein Alarm erfolgt nicht. Währenddessen wird die Lage an Bord der IL 62 immer verzweifelter. Beim Landeanflug versagt plötzlich die Höhensteuerung. Als sich die Maschine über Königs-Wusterhausen bereits im Landeanflug befindet, bricht das Heck ab. Aufgrund des hohen Tempos löst sich auch das Rumpfvorderteil. Die einzelnen Teile schlagen nacheinander auf einem Feldstück auf. Keiner der 148 Insassen und der acht Besatzungsmitglieder überlebt das Unglück. Mehrere Untersuchungskommissionen der DDR-Regierung und der Staatssicherheit, an der auch die Iljuschin-Werke in der Sowjetunion sowie die Technische Hochschule Dresden beteiligt waren, versuchen in den folgenden Jahren die Ursache der Katastrophe zu finden. Nach mehreren Simulationen kommen sie zu dem Ergebnis, dass ein Brand im Heck für das Unglück verantwortlich war. An den anderen Maschinen dieses Typs werden technische Veränderungen vorgenommen. Doch die Öffentlichkeit wird nur spärlich informiert.

    Der Film rekonstruiert das Unglück aus verschiedenen Perspektiven. Angehörige kommen ebenso zu Wort wie Angestellte des Flughafens Schönefeld, die für die Flugsicherung zuständig waren. Mitarbeiter der Rettungsmannschaften geben ihre Eindrücke wieder. Darüber hinaus gehen die Autoren Titus Richter und Jens Stubenrauch noch einmal der Unglücksursache nach. Sie lassen Mitglieder der Untersuchungskommission zu Wort kommen und begutachten nicht zuletzt die geheimen Dokumente, die heute in der Gauck-Behörde liegen.

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  3. #2
    EDGE-Henning


    Offiziell:
    Funkenflug, dadurch Brand im Heck, welcher unbemerkt blieb. Ausfall des Seitenruders infolge des Heckbrandes. Duch Ausbreitung des Feuers (Enteisungflüsigkeit im Heckabteil) wurde das Heck abgetrennt, durch die beschädigte Struktur löste sich wohl auch das Cockpit. Die Maschine hatte kurz vorm Aufprall einen totalen Steuerungsverlust.

    Es kursiert eine weitere Variante, die aber nicht verifiziert ist, aber schon Damals ins Auge gefasst wurde (Man überlege, es war 1972...).

  4. #3
    Leiste


    stimmt , eine der Varianten war wohl , das Sie in die Eigene abgelassende Spritwolke geflogen ist !
    Nach dem Absturz wurden etliche leute wegen Leichenflederei eingebuchtet
    fanden sich dann plötzlich in der UHA Königs Wusterhausen wieder ( Mein Vater hat damals dort gearbeitet )

  5. #4
    Glideslope

    Avatar von Glideslope
    Ich fand den Bericht recht informativ und anschaulich gestaltet. Alle befragten Personen waren unmittelbar am Geschehen beteiligt.
    Ein bitterer Nachgeschmack blieb: Die Arroganz der sowjetischen Führung, eigene Fehler zuzugeben aber klammheimlich die Vorschläge der DDR-Untersuchungskommision bei der Fertigung der Il-62 übernehmen.
    Außerdem zeigte sich ein tiefbetroffener DDR-Verkehrsminister an der Absturzstelle, der dann nach Ablehnung der Untersuchungsergebnisse der DDR-Kommission durch die Sowjets vorschlug, "die Sache auf sich beruhen zu lassen".

    Zitat Zitat von Henning Tikwe
    Offiziell:
    Duch Ausbreitung des Feuers (Enteisungflüsigkeit im Heckabteil) wurde das Heck abgetrennt, durch die beschädigte Struktur löste sich wohl auch das Cockpit.
    Ich denke mal, dass der Rumpf nach dem Abtrennen des Hecks immensen Belastungen ausgesetzt war, wobei die am weitesten vom neuen Schwerpunkt entfernte Struktur die höchsten Beanspruchungen zu tragen hatte.
    Es kursiert eine weitere Variante, die aber nicht verifiziert ist, aber schon Damals ins Auge gefasst wurde (Man überlege, es war 1972...).
    Meinst du die Theorie mit der durchflogenen Spritwolke?

    Das Schweigen der DDR-Führung zum Unglück erwies sich als Bärendienst. Denn so konnten auch die absurdesten Ideen zum Unglückshergang in Umlauf kommen - grade die Angehörigen der Opfer klammerten sich an Theorien über den Unglücksverlauf (was natürlich verständlich ist).

  6. #5
    EDGE-Henning


    Zitat Zitat von Leiste
    stimmt , eine der Varianten war wohl , das Sie in die Eigene abgelassende Spritwolke geflogen ist !
    Nach dem Absturz wurden etliche leute wegen Leichenflederei eingebuchtet
    fanden sich dann plötzlich in der UHA Königs Wusterhausen wieder ( Mein Vater hat damals dort gearbeitet )
    Diese Variante ist die am wenigsten wahr. Es gibt noch eine andere.

  7. #6
    Soaring1972

    Avatar von Soaring1972
    Also mit der Spritwolke ist denke ich völlig daneben. Dazu hat doch auch der einen aus der Untersuchungskommission erzählt man habe an den Triebwerken keine Feuerspuren entdeckt die darauf hindeuteten.

    Es ist immer schlimm wenn Nationalstolz die wahren Ursachen vertuscht.

    Aber auch bei den Amerikanern gab es viele Unfälle, die vertuscht wurden. Da gab es doch auch einen Bericht mit aufgehenden Frachttüren und deren Bolzen etc. Das hatte der Hersteller Boeing doch auch vertuscht.
    Auch was mit Kabelbrand bei MD war doch auch schon jahrelang bekannt. Erst als die Swiss abstürzte wurden die Kabelbäume geändert.

    Wer weiß denn darüber noch die genauen Tatsachen?

  8. #7
    Flugi

    Avatar von Flugi
    Zitat Zitat von Leiste
    stimmt , eine der Varianten war wohl , das Sie in die Eigene abgelassende Spritwolke geflogen ist !
    Nach dem Absturz wurden etliche leute wegen Leichenflederei eingebuchtet
    fanden sich dann plötzlich in der UHA Königs Wusterhausen wieder ( Mein Vater hat damals dort gearbeitet )
    Ja, das stimmt leider.
    Als ich 1974 zur IF kam, hatte ich bedingt durch diverse Lehrgänge die Möglichkeit, mehr über die Vorgänge nach dem Absturz zu erfahren.
    Die Kripo hatte allein wegen Leichenflederei über ein Jahr Ermittlungsarbeit zu leisten, damit die Angehörigen die Wertsachen ihrer verunglückten Verwandten zurückbekamen. In dem Bericht, der schon einmal ausgestrahlt wurde, kam das nicht zur Sprache.
    Eine Ursache war, das alle Rettungskräfte über eine Stunde benötigten, um auf den völlig, von Kastastrophentouristen überfüllten Landstraßen, zum Absturzort zugelangen.
    Das entschuldigt natürlich nicht, die Handlungsweisen der besagten Personen. Da gehört schon sehr viel Kaltblütigkeit dazu.

  9. #8
    EDGE-Henning


    Bilder vom Absturzort:
    http://netsh3.apollon.net-build.de/D...ll/unfall.html
    Man sieht, das dort niemand lebend herauskommen konnte.

  10. Hallo

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  11. #9
    EDGE-Henning


    Mir wurde von Ex-IF Mitarbeitern eine weitere anzunehmende Theorie mitgeteilt. Wobei die beteiligten Personen aber selber von einer Theorie bzw. Gerücht sprechen, da es dazu keine (-bekannten) Beweise gibt. Ich möchte mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, deshalb verwiess ich auf 1972..., da ich Dachte, es könnte noch jemand diese Theorie unter uns Kennen.

  12. #10
    AE

    Avatar von AE
    Kann man für 1972 noch einen Tip bekommen?
    18.6.1972; Uk; HS Trident; British Airways; 118 Opfer; Herzinfakt des Piloten
    ist der einzige mir bekannte 1972 Absturz mit "Besonderheit"

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Der Todesflug IL 62 DM-SEA

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