Erstellt von gofter  |  Antworten: 5  |  Aufrufe: 7560
  1. #1
    gofter


    Hallo,

    ich bin neu hier hier und habe dieses Forum hier zufällig gefunden. Ja, und jetzt habe ich auch gleich eine Frage an Euch alle:

    Ich bin wohl eher der Gelegenheitsmodellbauer (leider mehr aus Zeitgründen denn aus Gewohnheit ) und suche jetzt meine erste Airbrush-Pistole, mit der ich mein Hobby ein wenig professioneller gestalten kann.

    Nach langer Suche und dem Durchlesen vieler Beiträge über Airbrush-Pistolen (darunter auch sehr viele gute hier in diesem Forum!) fällt meine Wahl auf die Aztek AZ 4709 (mir gefällt die große Anzahl der mitgelieferten Düsen, die Reinigung scheint sehr einfach zu sein, das geringe Gewicht stört mich nicht und, ich muß es zugeben, der Holzkasten zur Aufbewahrung sieht echt edel aus!).

    So, aber bevor ich mir die Pistole jetzt hole, ist für mich noch sehr wichtig zu wissen, ob man mit dieser Pistole auch Autolack sprühen kann. Ich wollte evt. am Wagen meines Vaters ein paar Roststellen und Kratzer übersprühen, und habe diesbezüglich auch eine Zusage wegen Übernahme der anteiligen Kosten für die Pistole bekommen ;) .
    Mit anderen Worten: Die Pistole soll für den Modellbau benutzt werden und eben auch zum kleinstflächigen Lackieren eines Autos.

    Wäre die Pistole nun auch für das Sprühen von Autolack geeignet oder würdet Ihr da eher zu einer anderen raten? Oder liege ich da in meinem von Sachkenntnis noch recht ungetrübten Anfängerdasein völlig daneben, was die allgemeine Anwendbarkeit von Autolack in Airbrush-Pistolen betrifft?

    Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen und bedanke mich schonmal im voraus!

    Viele Grüße
    Gofter

  2. Schau dir mal die beiden Links an:
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  3. #2
    Viking

    Avatar von Viking
    Also eigentlich sollte das spritzen mit Autolack in einer Airbrush kein Problem sein.Wichtig ist dann nur,das du die Farbe ausreichend verdünnst,da Autolack einen sehr hohen Festkörpergehalt hat.Falls das Auto in 2-Schicht Metallic lackiert ist,solltest du den Klarlack nicht vergessen. Und was besonders wichtig ist,aber eigentlich eine Selbstverständlichkeit und was bei jeder Art von Pistolengebrauch die Regel sein sollte: Die anschliessende gründliche Reinigung! Denn falls du,wie ich ja annehme,2-Komponentenlack verarbeiten möchtest und dieser in der Pistole mangels gründlicher Reinigung aushärtet,kannste die Pistole mit Sicherheit wegschmeissen!

    Falls du sonst noch Fragen zur Verarbeitung hast-nur zu- ich bin nämlich Fahrzeuglackierer

  4. #3
    gofter


    Hallo Jürgen,

    vielen Dank für die Antwort, da habe ich ja den Richtigen gefragt!

    Ja, was die Lackierung des Autos anbetrifft: Es ist eine "normale" schwarze Lackierung, ohne Metallic-Effect. Das Problem ist, das ein paar Vandalen den Wagen meines Vaters zerkratzt haben (anscheinend mit Schlüsseln, die Kratzer sind teilweise nur an der Lackoberfläche, dann wieder so ca. einen halben Millimeter tief (man sieht die weiße Grundierung im Kratzer).
    Also mein "Plan" zur Beseitigung der Kratzer sieht so aus:
    1. Erstmal eine Grundreinigigung mit Siliconentferner
    2. Mit einem scharfen Gegenstand (Nagel) vorsichtig etwas Rost aus dem Kratzer kratzen ( ;) )
    3. Anschließend mit 600er oder noch feinerem Schleifpapier vorsichtig den Kratzer anschleifen
    4. Mit Füller (welche Marke ich da nehme, weiß ich leider noch nicht..) den Kratzer auffüllen
    5. Schleifen
    6. Ja, und dann mit der Airbrushpistole und kleinster Düse den Kratzer übersprühen
    7. Klarlack drauf (?)

    Ja, das wäre so der Ablauf, den ich mir vorgestellt habe, wäre das so in Ordnung? Oder ist das alles kompletter Blödsinn und am Ende sieht das aus wie irgendwas übelriechendes?

    Gruß
    Marc

    P.S.: Welchen Lack sollte ich nehmen (gibt es da spezielle Marken, die man empfehlen kann)? Ich habe ein Fläschen Reparaturlack, kann man den auch nehmen? Wie stark kann man Autolack eigentlich verdünnen? Und mit welcher Verdünnung? Leidet dann nicht auch die Deckkraft unter der Verdünnung (also verschiedene Farbnuancen)? Und was wäre die beste Viskosität ?
    Oje, Fragen über Fragen...

  5. #4
    Viking

    Avatar von Viking
    Wenn das Auto nur schwarz ist,dann würde ich die Kratzer mit schwarzer Farbe und Pinsel auffüllen ( je nach Tiefe der Kratzer muß du 2-3 Mal rüber bis diese aufgefüllt sind,es bildet sich dann eine leichte Wulst nach aussen) Die Farbe dafür wurde ich mir in einem Autolackierbetrieb holen,da bekommste auch den passenden Härter. Lackstifte sind für so etwas nicht zu empfehlen,da diese auf Grund des 1K Materials nicht so wiederstandfähig sind,wie 2K Lacke. Grundieren brauchst du nicht unbedingt,solange die Kratzer nicht bis zum Blech durch sind. Wenn du die Kratzer dann aufgefüllt hast,wird der gesammte Bereich mit 1500 Schleifpaper vorsichtig glattgeschliffen,so das die aufgefüllten Kratzer und der Lack des Fahrzeugs eine ebene Fläche bilden. Wenn man dieses dann mit Polierpaste und Poliermaschine wieder blank poliert,sollte von den Kratzern eigentlich nichts mehr zu sehen sein. Manche Kratzer,die nicht zu tief sind,kann man auch mit schleifen und polieren beseitigen. Ich weiß auch nicht,was für ein Fahrzeug dein Vater fährt,viele Autos sind mittlerweile mit Klarlack beschichtet,auch die Unilackfahrzeuge,um ein ausbleichen der Grundfarbe zu verhindern. Dann sollte das noch besser gehen mit dem ausschleifen und polieren,da die Gesammtschichtdicke des Lackaufbaus noch höher ist. Von dem Ausbessern mit Airbrush würde ich dir dann eher abraten,wenn z.B die komplette Seite verkratzt ist,da die Airbrush beim spritzen wie jede andere Pistole Farbnebel erzeugt und sich dieser nur schwer beseitigen lässt. Mann kann zwar den Übergang von Neulackierung zur Altlackierung polieren,aber meist ist das Ergebnis ohne die richtigen Hilfsmittel nicht so befriedigend. Bei kleinen Kratzer am Randbereich,z.B Kotflügelecke ist das dann nicht so ein Problem,als wenn mann in die Fläche "einlackiert".


    Du kannst es auch so machen,wie du beschrieben hast,ist absolut OK der von dir beschriebene Arbeitsablauf,nur würde ich das dann an einer Stelle testen,bevor du das Ganze Auto so bearbeitest,ob das Ergebnis für euch befriedigend ist. Ich kann dir nur den Lack empfehlen,den wir in unser Firma benutzen,dieser ist von der Marke "Standox" Gibt aber noch genug andere Lackhersteller,die auch professionelle Produkte für den Reparaturbereich anbieten,wie z.B ICI,Glasurit,Sikkens,Spieß-Hecker usw.. Wie gesagt,einmal in eine Lackiererei in eurer Nähe fahren und sich ein bisschen Farbe und Härter (evtl Verdünner,falls du doch brushen möchtest) mitgeben lassen. Vielleicht können die auch gleich beurteilen,ob sich ein Teil der Kratzer wie oben beschrieben nur durch schleifen und polieren beseitigen lässt. Und denk dran: Wenn du die Farbe mit Härter vermischt hast,musst du diese auch möglichst bald aufbrauchen,am nächsten Tag ist diese nämlich ausgehärtet. Also immer nur soviel anmischen,wie nötig. ;)

  6. #5
    gofter


    Hallo Jürgen,

    erstmal vielen Dank für Deine sehr hilfreiche und ausführliche Antwort, echt klasse!

    Also, mein Vater fährt einen Pontiac Firebird, Baujahr 1993, und der Lack ist uni-schwarz, also ohne Metallic-effect. Das schwarz glänzt leicht, aber ich vermute, ein "mattes" schwarz wird es bei Neuwagen wohl nicht geben, von daher gibt es da wohl nur einen Schwarzton, nachdem ich suchen muss (wobei ich gar nicht weiß, ob es überhaupt matten Autolack gibt).

    Was die Lage der Kratzer betrifft: Ein langer Kratzer quer über die Motorhaube, ein langer Kratzer über die ganze Seite von vorn bis hinten (Tankklappe inklusive) schön mittig, und der Heckspoiler hat auch eine schöne Schramme (der Wagen stand zwar in der Tiefgarage, aber die haben sich da anscheinend einschliessen lassen und haben dann fröhlich alle Wagen zerkratzt, hmm, wenn ich die Burschen mal auf frischer Tat erwischen würde... ), von daher ist Dein Tip mit dem Pinselauftrag und dem anschliessenden Abschleifen wohl die bessere Wahl als meine Idee mit dem Airbrush.

    Was die Wahl der Farben betrifft, habe ich von Standox mittlerweile auch schon viel gehört, scheint ja eine sehr gute Marke zu sein. Gibt es vielleicht noch eine spezielle Autopolitur, die Du eventuell empfehlen könntest und sollte man das polieren lieber mit der Maschine durchführen oder von Hand (obwohl, ich müsste dann wohl den ganzen Wagen polieren nach der Lackausbesserung, aber ist das Handpolieren vielleicht besser wegen der "Feinfühligkeit"?).

    Ich werde jedenfalls Deinen Hinweis mit dem Lackierbetrieb beherzigen und morgen erstmal zu einem hinfahren, ich habe gehört, dass die einen Farbton auch genauso mischen können wie den alten, so dass man keine Farbänderungen sieht, stimmt das wirklich? Wenn ja, wäre es ja klasse!

    Was den Klarlack anbelangt, vermute ich mal, das da was drauf ist (ich habe gelesen, das man an versteckter Stelle mit einem scharfen Messer an der Oberfläche schaben soll, wenn etwas weissliches abgeschabt wird, ist das dann die Klarlackschicht), sollte man dann nach dem Lackauftrag auch wieder die Stelle mit Klarlack versiegeln?

    So, nochmals vielen Dank für Deine Tipps, mal sehen was der morgige Tag an neuen Informationen mitsichbringt (irgendwie habe ich das Gefühl, das jede Antwort zwei neue Fragen mit sich bringt... ) !

    Viele Grüße
    Marc

  7. #6
    Viking

    Avatar von Viking
    Hallo Marc!

    Ob der Wagen mit Klarlack versiegelt ist,kannst du auch feststellen,wenn du an einer unauffälligen Stelle mit feinem Papier leicht drüber schleifst. Wenn das Papier weiss wird,dann ist Klarlack drauf,ansonsten ohne.

    Das der Wagen etwas matt ausschaut liegt daran,dass die amerikanischen Fahrzeuge mit Thermoplastischen Lacken lackiert werden,wegen der extremen Temperaturschwankungen in den Staaten. Dieser Lack ist eine Art 1K Lack,der sehr weich bleibt und somit die extremen Temperaturen,die dort auftreten können,problemlos mitmacht. Leider lässt sich dieser total beschissen schleifen,auf deutsch gesagt,aber das ist für dich unwichtig,du schleifst ja fein bzw nass,da ist das nicht so das Problem.

    Zum polieren gibt es eine spezielle Schleifpaste von der Firma 3M,mit dieser muß allerdings maschinell poliert werden,solltest du aber sowieso vorziehen,ansonsten (mit der Hand) polierst du dich tot.

    Andererseits,wenn der Wagen eh total vermattet ist,könntest du das dann evtl doch mit der Gun machen,da fällt das nämlich mit den Farbnebel nicht so auf,weil der ist ja auch matt. ;)

    Die Farbe schwarz mischen bzw nachstellen sollte überhaupt kein Problem sein,gibt es sogar meist als Fertigton,da die miessten Automobilhersteller als Unischarz den Farbton RAL 9005 Tiefschwarz benutzen. Ausnahmen bestätigen die Regel. Der Farbcode müsste vorne im Motorraum sitzen bei dem Auto,oder im Serviceheft stehen.

Autolack in AZ4709 möglich? Oder lieber andere Airbrush-Pistole?

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