Erstellt von Brotrob  |  Antworten: 25  |  Aufrufe: 8083
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  1. #1
    Brotrob

    Avatar von Brotrob
    Guten Abend zusammen,

    dies ist mein erster Eintrag in Eurem Forum und ich hoffe, bei Euch gut geholfen zu werden.

    Nach 2 jähriger Pause werde ich mich mal wieder meinem Hobby, 1/72 Drahtverhauen aus dem 1. Weltkrieg widmen . Bisher verspannte ich diese Teile mit dünner Angelsehne , doch mittlerweile habe ich viele Bauberichte gesehen, in denen diese ungeliebte Arbeit professioneller gelöst wurde .
    Ich kenne grundsätzlich nur zwei Varianten, zu verspannen : An den Streben knoten oder kleben, oder die Tragflächen durchbohren ( geht aber nur in gewissem Abstand zur Strebe und sieht deshalb nicht so gut aus.)

    Deshalb nun hier meine drei Fragen:

    1: Was benutzt Ihr zum Verspannen ( Nylon, Angelsehne, Draht) , in welcher
    Dicke und um Gottes Willen woher bekommt ihr diese Werkstoffe ???

    2: Wo bekommt man dunne Bohrer ( Durchmesser um 0,2mm) zum
    Durchbohren der Tragflächen ( Uhrmacher ???)

    2: Was ist Eure bevorzugte Methode zum Verspannen in 1/72 ?


    Vielen Dank im Vorraus,

    Brotrob

  2. Schau dir mal die beiden Links an:
    diesen Bestseller und die Flugzeug-Kategorie

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  3. #2
    Wolfgang Henrich

    Avatar von Wolfgang Henrich
    ich benutze dafür sogenanntes unsichtbares Nähgarn.
    Das gibt es in jeder Haushaltswarenabteilung.
    Die bei mir verwendete Methode ist die des Flügeldurchbohrens. Wenn man dabei nahe genug an die Strebe geht ist das auch optisch einwandfrei. Bei dieser Methode wird auch nur der untere Flügel durchbohrt. Oben wird nur eine winzigie Sacklochbohrung angebracht und der Faden eingeklebt.

    Passende Bohrer gibt es immer wieder auf Ebay unter der Rubrik Modellbau
    z.B. http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?...746275552&rd=1

  4. #3
    Pingel


    Dito - unsichtbares Nähgar hat den Vorteil, daß man es durch Erhitzen (Kippe oder erhitzter Schraubenzieher darunter halten - nicht berühren!) noch Nachspannen kann, sogar nach Jahren noch.
    Dünne Bohrer gibt es auch bei Rai-Ro, im Versand (Webseite) oder auf Modellbauausstellungen - sogar 0,15mm; die sieht man kaum

    Mein größtes Problem ist immer das Spanndiagramm: wo kommen welche Drähte hin?!

  5. #4
    Brotrob

    Avatar von Brotrob
    Das klappt ja ganz hervorragend !

    Elrayox und Pingel,vielen Dank für für die super Tipps ! Da frag ich gleich mal weiter :

    1.
    Braucht man speziellen Kleber für dieses unsichtbare Nähgarn wegen Auflösegefahr, oder tut es mein "Henkel" Pattex- Blizgel ?

    2.
    Ich fürchte für die Gotha von Roden werde ich diesen Stahldraht brauchen zum Verspannen, da er hier wohl auch tragende Aufgaben übernehmen muss.
    Hat jemand damit schoneinmal gearbeitet ? Wo bekommt man ihn her ?

    Beste Grüße,

    Brotrob

  6. #5
    Wolfgang Henrich

    Avatar von Wolfgang Henrich
    wenn Du gerade erst wieder anfängst, würde ich nicht unbedingt die Gotha nehmen, sondern erstmal vielleicht mit ein zwei kleineren mich wieder an die Materie herantasten.
    Stahldraht wird wohl eher nicht nötig sein, denn auch das unsichtbare Nähgarn ist sehr belastbar.
    Zum verkleben nehme ich dünnflüssigen Cyanacrylat-Kleber wie z.B. den von Greven oder Schwanheimer.

    Befestigung Oberflügel
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  7. #6
    Wolfgang Henrich

    Avatar von Wolfgang Henrich
    anschließend wird der Oberflügel aufgeklebt und die Fäden durch den unteren Flügel gezogen
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  8. #7
    Wolfgang Henrich

    Avatar von Wolfgang Henrich
    und hier nach dem durchziehen der Fäden
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  9. #8
    Wolfgang Henrich

    Avatar von Wolfgang Henrich
    zum Schluss werden die Fäden mit einem Tropfen Sekundenkleber fixiert. Anschließend die Klebestelle mit einem Tropfen Farbe retouchieren. Optiml wäre, wenn über der Klebestelle ein Decal liegen würde.
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  10. Hallo

    Schau dir doch mal die Luftfahrt-Kategorie an

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  11. #9
    flogger

    Avatar von flogger
    Hallo,

    ich bevorzuge auch das durchbohren der Tragflächen. Nur benutzte ich gern elastisch Materialien zum Verspannen z.B."Beilauffaden" aus dem Nähbedarf.
    Das ist eigentlich ein ganz dünner Gummifaden den man auch noch etwas aufspalten kann. Oder ich ziehe mir dünne Fäden aus speziellen Gußästen die einen hohen Weichmacheranteil haben.

    http://www.flugzeugforum.de/forum/sh...ad.php?t=13639

  12. #10
    Silko


    Hallo,

    ich melde mich jetzt auch mal zu Wort. Bin auch neu hier. Zwar lese ich schon eine ganze Weile im Forum, aber man brauicht erst mal ein bißchen Zeit, um alles zu erkunden.

    Bei der Verspannung (bei mir ist es die Gotha G.II von Roden) stellt sich mir die Frage der Reihenfolge der einzelnen Arbeitsschritte. Bin zwar noch nicht bei der Verspannung und spiele das alles erst mal im Kopf durch, aber das soll ja bekanntlich zu empfehlen sein.

    Wenn die Verspannung erst mal angebracht ist, sieht es ja mit der Bemalung der Flügel schlecht aus. Gehe ich recht in der Annahme, dass die "Innen"-Seiten der Flügel vor dem Anbringen der Verspannung fertig gemalt sein müssen und die "Außen"-Seiten danach fertiggestellt werde?

    In welchem Abstand zu den Streben sollte man bohren, dass es im Nachhinein echt wirkt?

    Wie sieht es aus mit der Kleberfixierung in den Bohrungen. Muß da noch Trocknung mal nachgeschliffen werden? Das dürfte wegen der erhabenen Streben-Verankerungs-Details an den "Außen"-Seiten schwierig sein.

    Wie spannt man den Garn bereits zum Zeitpunkt des Fixierens an den unteren Flügeln? Gewichte oder so was?

    Vielen Dank erst mal...
    Silko

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