Erstellt von Psycho  |  Antworten: 75  |  Aufrufe: 10391
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  1. #1
    Psycho

    Avatar von Psycho
    Laut IAR (International Airpower Review) hat das Deutsche Verteidigungsministerium bekanntgegeben, dass aufgrund Etatkuerzungen, anstatt der geplanten 75 Flugzeuge nur 55 zu erwerben.
    Die Tuerkei hat Tage zuvor eine Kuerzung von 26 auf 20 Transporter bekanntgegeben.

  2. Schau dir mal die beiden Links an:
    diesen Bestseller und die Flugzeug-Kategorie

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  3. #2
    René

    Avatar von René
    Die Bestellungen könnten noch weiter reduziert werden. Es gibt Überlegungen bei Bedarf auf die Kapazitäten deutscher Airlines zurückzugreifen, ähnlich wie es von den USA praktiziert wird. Damit ließe sich der Bedarf an einem neuen Transportflugzeug auf 40 Maschinen reduzieren. Für das A400M-Programm wird es langsam eng, nachdem auch die Italiener ausgestiegen sind.

  4. #3
    Ötzi

    Avatar von Ötzi
    Die Türkei hat die Bestellungszahl letzten Sommer auf vorerst 10 Maschinen herunterkorrigiert und wie gesagt ist Italien aus dem Projekt völlig ausgestiegen.

    Ich sage noch einmal, ich bin sehr zuversichtlich, was den Erfolg des EF2000, Tiger, NH-90 und A400M anbelangt.

    Grüsse

    Ötzi

  5. #4
    René

    Avatar von René
    Ich bin da weniger zuversichtlich, weil es sich bei der A400, aus meiner Sicht, um ein hauptsächlich politisch motiviertes Projekt handelt. Alternativen, auch preiswertere, sind genügen vorhanden.
    Auch die Chancen die A400 in weitere Länder verkaufen zu können, dürften, nach dem Ausstieg Italiens und den Reduzierungen der Türkei und Deutschlands, stark gesunken sein.

  6. #5
    UeDA


    Da hat Rene leider Recht! Durch die Reduzierung/Ausstieg düften die Entwicklungskosten höher werden, das Programm sich verzögern und dadurch für Exportkunden weniger interessant werden. Dabei ist das Programm selbst sehr zukunftsträchtig. Ich sehe durch diese ganzen Projekte zumindest langfristig wieder eine wettbewerbsfähige militärische Luftfahrtindustrie und entsprechende Projekte in Europa. Der Nachfolger von Rafale, Gripen und Typhoon dürfte einheitlich für ganz Europa werden, genauso wie ein Nachfolger von Tiger, NH-90 und A-400M. Nur irgendwo muß halt ein Anfang gemacht werden. Bei den Fightern war dies der Tornado, dann der Typhoon. Bei den Transportern und Helis ist dies der erste Schritt. Ich habe keine Lust langristig von den USA immer abhängig zu sein.

    Hier noch ein kleiner Zusatz in Richtung Typhoon:

    Eurofighter announces partnership agreements with Dutch companies.
    31st October 2001

    Author : Paul Owen

    Team Eurofighter, the international industrial partnership behind the four-nation Eurofighter Typhoon fighter aircraft project, has announced the launch of a programme of workshare agreements with Dutch industry. The business partnership scheme is part of planned industrial co-operation in support of a bid by the Eurofighter Typhoon consortium for the Royal Netherlands Air Force F-16 replacement contract.

    Under the latest series of agreements the major participants in the Dutch aerospace engine industry have signed or are active in establishing core participation in the Eurojet 200 engine development and production programme. Each Eurofighter Typhoon is fitted with two EJ 200 engines capable of delivering more than 40,000lbs thrust. The complete package of industrial agreements will provide a significant technology development for the Dutch partner companies and provide a platform for long term production business within the Eurofighter programme.

    In addition to direct engine development and production activity within the framework of the Eurofighter programme, Dutch industry will also be provided with an opportunity to expand their activities with the four Eurofighter partner companies. Planned industrial co-operation to Dutch industry is in the region of ?7 billion and will include engine and aerospace technology development and production across a range of civil and military programmes.

    An initial return on investment for Dutch industry of Euro 400 million will be divided between development of Eurofighter specific industrial activity and investment in broader defence and civil aerospace programmes that include Airbus commercial and other European military programmes and MAKO, the future military trainer aircraft. This investment will provide Dutch industry with a unique position as a lead industrial and technology partner in Europe's largest air transport and military aircraft programmes.

    The Team Eurofighter partnership represents the four national Eurofighter partners Alenia Aerospazio, BAE Systems, EADS-Deutschland, EADS-CASA and more than 400 European companies contributing to the Eurofighter programme. Initial Dutch representation in Eurofighter engine activity is planned to include Fokker Elmo B.V; Nedtech Engineering B.V.; NLR Phillips Enabling Technologies Group; Sulzer Eldim b.v.; Urenco; Senior Aerospace Bosman b.v.

    With a replacement time scale of the Dutch F-16 fighter fleet after 2010, Eurofighter will continue to work in support of the Dutch procurement decision through expanded industrial co-operation and partnership arrangements as part of a fair and open competition.

  7. #6
    Psycho

    Avatar von Psycho
    Da die Deutsche Beteiligung nun von 33% auf 25% gesunken ist betreffend A400M, stellt sich nun die Frage, wer die 8% auffangen soll...
    Wie Ueda schon erwaehnte: das Programm duerfte somit (und mit den anderen Stueckzahl-Reduzierungen in den anderen Laendern) gefaehrdet sein, aufgrund zu hoher Kosten.
    Vielleicht kommt ja nun doch noch die An-70 ins Spiel...

  8. #7
    René

    Avatar von René
    Vor allen Dingen könnten die neuen Entwicklungen Großbritannien bestärken sich doch lieber für neue C-130 und/oder C-17 zu entscheiden. Spätestens dann hätte sich die A400 erledigt. Eine Entscheidung Deutschlands für die AN-70 wäre von Anfang an die richtige Entscheidung gewesen, nicht zuletzt aus finanzieller Sicht.

  9. #8
    UeDA


    Dann hätten wir uns aber für eine Insellösung ohne große Zukunft entschieden. Hätte die EU gesagt, das die AN-70 für das neue Transportflugzeug Europas die Basis stellen sollte vielleicht, aber so hätten wir (mal wieder) einen Sonderweg beschritten, der uns langfristig, auch aus solchen Instutitionen wie das neue Lufttransportkommando, isoliert.
    So sehr ich die AN-70 mag, langfristig wäre es die falsche Entscheidung gewesen.

  10. Hallo

    Schau dir doch mal die Luftfahrt-Kategorie an

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  11. #9
    René

    Avatar von René
    Aus europäischer Sicht gesehen gebe ich Dir recht. Ich gehe jedoch davon aus, daß ein vereintes Europa auch auf lange Sicht nicht erfolgreich umzusetzen ist.

  12. #10
    UeDA


    Die Frage ist ja dabei, was man unter einem vereinten Europa versteht. In unserem jetzigen Integrationsgrad der EU ist eine Rückkehr zur völligen Selbstständigkeit fast unmöglich. Aber im Bereich der Sicherheitspolitik ist eine weitere Zusammenarbeit unumgägnlich, weil wir ansonsten den Anschluß an die USA endgültig verlieren. Nimm doch mal die Niederlande. Deren ganze Armee ist praktisch dem Deutsch-Niederländischen Korps unterstellt. Oder das Eurokorps. Das wird erst der Anfang sein. Das gemeinsame Lufttransportkommando ist ein weiterer Schritt. Ein gemeinsames strategisches Aufklärungskommando und ein Seetransportkommando wird angestrebt. Eine völlige Fusion (weder politisch noch militärisch) wird es vermutlich nie, aber eine völlige Trennung wird auch nicht mehr möglich sein. Daher ist dieser Aspekt von sehr großer Wichtigkeit für zukünftige Beschaffungsprojekte. Besonders Transport-, Logistik- und Führungssysteme wird dies betreffen.

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A400M in Schwierigkeiten ?

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