Erstellt von Tiger-Fan  |  Antworten: 21  |  Aufrufe: 6610
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  1. #1
    Tiger-Fan

    Avatar von Tiger-Fan
    Am Sonntag, 28.11.2004 sendete RTL II eine Reportage über die Flutkatastrophe von Boscastle / England vom August 2004 . Dort war nach sintflutartigen Regenfällen ein kleiner Bach innerhalb von Minuten auf 6 Meter Höhe angestiegen und hat den gesamten Ort überflutet. Die Royal Air Force und die Royal Navy hatten in kürzester Zeit mit mehreren Hubschraubern (Sea-King mit Seilwindenausrüstung) hunderte von bewohnern von Häusern und Dächern gerettet.
    Zum Glück hat es keine Toten gegeben.Dank an die eingestzten Helfer .
    Nun meine Frage :
    Wären auch in Deutschland innerhalb kürzester Zeit genug Hubschrauber mit Seilwinden verfügbar ???
    Wo sind in Deutschland die ständig einsatzbereiten SAR-Staffeln stationiert ???
    Wer koordiniert diese Einsätze ???

  2. Schau dir mal die beiden Links an:
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  3. #2
    Hueypilot

    Avatar von Hueypilot
    Schau mal unter www.adac.de/luftrettung nach, dort sind schonmal die zivilen Rettungshelis des ADAC`s verzeichnet.... Daneben gibts ja noch BGS, Bw, DRF, IFA, Team/DRF und sonstige, wie z.B. der HDM. Grundsätzlich sieht die "Flächenabdeckung" durch einen Luftrettungsheli vor, dass er innerhalb einer halben Std jeden Ort in seinem Gebiet erreicht. Der SAR (Search and Rescue) Dienst ist gemäß ICAO in Deutschland 1959 mit der Aufstellung der ersten Luftrettungs- und Verbindungsstaffel in Fassberg errichtet worden und dient im Grunde nur der Hilfeleistung für alle in Not geratenen Luftfahrzeuge, zu deren Suche, Rettung der Besatzung etc.. Zusätzlich steht dieser militärische SAR- Dienst bei sonstigen Not- und Unglücksfällen zur Verfügung und im Rahmen der dringenden Nothilfe, wenn die Unterstützung der zivilen Rettungshelis nötig ist. SAR- Stützpunkte sind nur Helgoland (SAR 10), Hamburg (SAR 71), Laage (SAR 81), Warnemünde (SAR 21), Diepholz (SAR 31), Neustrelitz (SAR 93), Nörvenich (SAR 41), Erfurt (SAR 89), Holzdorf (SAR 87), Malmsheim (SAR 46), Ingolstadt (SAR 51), Ulm (SAR 75) und Landsberg (SAR 56). RCC (Rescue Coordination Centre) "Land" ist in Münster beheimatet, RCC "See" in Glücksburg.
    Eine Winde ist schnell zugerüstet und, soweit ich weiß, auf allen SAR- Stationen vorhanden. Beiden zivilen Helis weiß ich es nicht so genau, der ADAC hat aber welche, vornehmlich im Süden; wird aber, glaube ich in ganz Deutschland eingeführt....

    MfG,
    Björn

  4. #3
    troschi

    Avatar von troschi
    a) ja , jedes Mitgliedsland der ICAO ist verpflichtet einen SAR-Dienst zu stellen und aufrecht zu erhalten

    Die SAR-Hubschrauber haben immer eine Winde dabei
    Luftwaffe Bell UH-1D
    Marine Westland Seaking Mk. 41

    b)
    SAR-Kommandos der Marine:
    Helgoland
    Warnemünde

    SAR-Kommandos der Lufwaffe:
    Diepholz
    Nörvenich
    Malmsheim
    Manching
    Laage
    Erfurt
    Landsberg

    SAR-Hubschrauber an zivilen Rettungszentren:
    Hamburg
    Neustrelitz

    Die Reaktionszeiten der Maschinen sind tagsüber 15 Minuten uns nachts 30 Minuten
    Tagsüber ist man i.d.R. aber eher in der Luft
    An Rettungszentren von 07:00 - sunset
    ansonsten 24h einsatzbereit

    c)
    Koordinierungszentren
    RCC (RescueCoordinationCentre)
    der Luftwaffe in Münster
    und der Marine in Glücksburg

  5. #4
    troschi

    Avatar von troschi
    Zitat Zitat von Hueypilot
    Daneben gibts ja noch BGS,.....


    Seit wann betreibt der BGS zivile Rettungshubschrauber , mir ist höchstens das Bundesministerium des Innern im Rahmen des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe als RTH-Betreiber bekannt.

    Ber BGS hat aber auch die Möglichkeit mit EC-155 , SA 330J Puma und Bell 212, welche mit einer Winde ausgerüstet werden können, in das Geschehen einzugreifen.

    Die Standorte Christoph 12 Eutin und Christoph 34 Güstrow vom Katastrophenschutz fliegen ebenfalls mit Winde und Bell 212
    Die DRF stellt in Nürnberg eine Winde an einer BK-117
    Der ADAC betreibt BK-117en mit Winde in Murnau , München und Sande

    Die BGS Fliegerstaffel Süd aus Oberschleissheim stellt eine Maschine mit Winde (EC 155 oder SA 330J) als SAR-Mittel 2.-Grades dauerhaft der Bergwacht zur Verfügung


    Zitat Zitat von Hueypilot
    Beiden zivilen Helis weiß ich es nicht so genau, der ADAC hat aber welche, vornehmlich im Süden; wird aber, glaube ich in ganz Deutschland eingeführt....
    ich kann mir nicht vorstellen , das die ADAC-Luftrettung es anstrebt deutschlandweit alle Stationen mit einer Winde auszurüsten, alleine die ökonomischen Geschichtspunkte und die eingesetzten Maschinentypen sprechen dagegen, ebensowenig geben das die Anforderungsprofile der einzelnen Stationen her

  6. #5
    Tiger-Fan

    Avatar von Tiger-Fan
    Bei dem Fernsehbericht von Boscastle waren die Sea-King von der Royal Navy mit sehr modernen Windenanlagen ausgerüstet.
    Der Operator steuerte die Winde im Innern des Hubschraubers nach einem Bild von der Aussenkamera mit 2 Joysticks.
    Im Ausschnitt sah man das Operatorbild mit Höhenangaben,Querneigung des Hubschraubers , ausgefahrener Windenlänge.
    Die Anlage sah sehr professionell aus.
    Eine Einrüstung in deutsche Helikopter im Einsatzfall würde doch bedeuten,das nicht ständig mit diesem System gearbeitet wird. Sind hier die Ausbildungszeiten ausreichend ???
    Wie lange dauert eine solche Aufrüstung / Einrüstung der Winde ???

  7. #6
    troschi

    Avatar von troschi
    die Briten arbeiten teilweise mit fortschrittlicheren dualen Windensystemen , d.h. mit zwei Haken und zwei Seilen. Meines Wissens wird nirgendswo in Deutschland ein solches System eingesetzt , bleibt abzuwarten was die Einführung des NH90 mit sich bringt. Eine Einrüstung moderener Windenanlagen in derzeitge UH-1D und SeaKing erscheint mir weniger zweckmäßig.

    Der Einbau der Innenwinde in eine UH-1D ist m.E. etwa mit einer halben Stunde zu veranschlagen. SAR-Kommando-Maschinen sind aber permanent mit einer ausgerüstet.

    Der BGS hat bei seinen 212 inzwischen von der AEG-Innenwinde auf eine modernere Außenwinde umgestellt. Zumindest was die vier See-Maschinen anbetrifft.

  8. #7
    Thone

    Avatar von Thone
    Moin.

    Zwei Ergänzungen zu den vorangegangen Beiträgen:
    In Kiel steht immer eine SAR-Spare, die im Bedarfsfall auch eingesetzt werden kann, allerdings in der Regel nur innerhalb der Dienstzeit.
    Nach Dienst würde die Besatzung erst von zu Hause aus in den Stützpunkt fahren, dann dauert es aber natürlich sehr viel länger.
    Gedacht ist sie als schneller Ersatz, sollte eine der Maschinen der Aussenstellen plötzlich nicht mehr einsatzfähig sein.

    Zu den englischen Sea Kings:
    Der Windenoperator hat auch die Möglichkeit, den gesamten Hubschrauber über den "Joystick" zu steuern. Das gelingt, weil dieser Stick mit dem Autopiloten gekoppelt ist.


    Gruss,

    Thomas

  9. #8
    Hueypilot

    Avatar von Hueypilot
    Zitat Zitat von troschi
    Seit wann betreibt der BGS zivile Rettungshubschrauber , mir ist höchstens das Bundesministerium des Innern im Rahmen des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe als RTH-Betreiber bekannt.
    War von mir etwas ungenau ausgedrückt... hast natürlich recht.

    Zu dem Thema ADAC und Winde: Kann mir das, ehrlich gesagt, auch nicht vorstellen. Habe aber vor geraumer Zeit gelesen, dass sie versuchsweise verschiedene Stationen in ganz Deutschland damit ausgestattet haben... :?!
    Vielleicht findet sich ja hier im Forum einer, der da besser drüber bescheid weiß...

    MfG,
    Björn

  10. Hallo

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  11. #9
    Jetranger

    Avatar von Jetranger
    Hi,

    noch 'ne Ergänzung. Fast jedes Bundesland hat für seine Polizeihubschrauber zurüstbare Winden oder Long Line Möglichkeiten.

    Gruß

    Jetranger

  12. #10
    Rettungsflieger


    Zitat Zitat von troschi
    Der Einbau der Innenwinde in eine UH-1D ist m.E. etwa mit einer halben Stunde zu veranschlagen. SAR-Kommando-Maschinen sind aber permanent mit einer ausgerüstet.
    ...und die Rettungszentren Hamburg und Neustrelitz auch! :p

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