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Weltraum-Schrott und sein Wiedereintritt

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  1. #1
    mcnoch

    Avatar von mcnoch
    In den von der NASA herausgegebenen Publikation "The Orbital Debris Quarterly News" wurden jetzt mal wieder Zahlen genannt. Nach Stand vom 29. Dezember 2004 befanden sich 9.233 Objekte unter Beobachtung des USSTRATCOM Space Surveillance Network. Dabei handelt es sich um 2.927 Objekte, die mit Nutzlasten in Verbindung stehen und 6.306 Objekte, die mit Raketenstufen in Verbindung stehen oder echte Schrottteile sind.

    Für einen weitergehenden Artikel mit Erklärungen und Beispielen:
    http://www.space.com/businesstechnol...is_050202.html

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    Schau dir mal die beiden Links an:
    diesen Ratgeber und die Flugzeug-Kategorie

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  3. #2
    Lothringer

    Raketen-Explosionen im Weltraum, die den Orbit mit Weltraumschrott verschmutzen, sollen verboten werden. Mit gesetzlichen Regelungen und neuer Raketentechnik wollen die Raumfahrtnationen künftig Weltraumschrott vermeiden, sagte Tagungsleiter Heiner Klinkrad am Mittwoch zum Abschluss der internationalen Konferenz über Weltraumschrott im Europäischen Raumfahrtkontrollzentrum (ESOC) in Darmstadt. Weltraumschrott, der nach Schätzungen mehr als 100.000 Teile umfasst, gefährdet Raketen und Satelliten.

    Nach Klinkrads Worten kommt es jährlich im Schnitt zu vier Selbstentzündungen von Treibstoff in Raketenstufen. "Dies kann man durch Ausbrennen der Triebwerke einfach verhindern", erläuterte Klinkrad. Techniker arbeiteten außerdem an der Entwicklung von Seilen, mit denen Raketenstufen abgebremst und der Erde angenähert werden könnten. Ziel sei, dass dieser Schrott spätesten nach 25 Jahren in der Atmosphäre verglühe.

    Ab auf die Friedhofsbahn

    Klare Regeln seien auch für ausgediente Satelliten in der geostationären Umlaufbahn in 36.000 Kilometern Höhe nötig. "Bislang wird nur ein Drittel von ihnen fachgerecht auf die so genannte Friedhofsbahn angehoben", kritisierte Klinkrad. Der Rest verbleibe auf oder in der Nähe der begehrten Umlaufbahn und gefährde andere Satelliten. Denkbar sei, sie mit einem Netz einzufangen und zu entsorgen. "Das ist allerdings eine Kostenfrage."

    Die Internationale Standardisierungsorganisation (ISO) arbeite an Normen für die Entsorgung von Satelliten und Raketenstufen, sagte Klinkrad. Zur besseren Beobachtung des Weltraumschrotts sollte Europa ein eigenes Überwachungssystem mit Radar und Teleskopen aufbauen, forderten die Experten in Darmstadt. "Wir können uns nicht nur auf die Informationen der Amerikaner verlassen", sagte Klinkrad. Derzeit werden die Bahnen von etwa 9.000 Schrottstücken ständig verfolgt, die mit Geschwindigkeiten von mehr als 30.000 Kilometern pro Stunde die Erde umkreisen.

    ISS muss immer wieder mal ausweichen

    Bei einem Zusammenprall können diese Schrottteile Raketen oder Satelliten zerstören. Die Internationale Raumstation muss nach Auskunft von Sergey Kulik von der russischen Raumfahrtagentur jedes Jahr mindestens ein Ausweichmanöver fliegen. Raketenschrott gefährdet nach Kuliks Worten auch die Bevölkerung. Bei großen Flugobjekten verglühten nur etwa 60 bis 90 Prozent des Materials in der Atmosphäre, der Rest falle zur Erde. Dies sei zuletzt beim gezielten Absturz der Raumstation Mir demonstriert worden. "Wir brauchen deshalb genaue Programme für solche Szenarien", sagte Kulik. "Das Risiko ist zwar gering, aber wir dürfen es trotzdem nicht unterschätzen."

    Quelle: http://derstandard.at/?url=/?id=2022176

  4. #3
    bregenzer

    Avatar von bregenzer
    kaum zu glauben, dass es im all so "eng" wird...
    wie kann das sein? fliegen die alle in selben umlaufbahnen?
    wenn man bedenkt wie groß die erdoberfläche ist, müsste sich das doch verteilen :?!

  5. #4
    Hunter75

    Avatar von Hunter75
    Zitat Zitat von bregenzer
    kaum zu glauben, dass es im all so "eng" wird...
    wie kann das sein? fliegen die alle in selben umlaufbahnen?
    wenn man bedenkt wie groß die erdoberfläche ist, müsste sich das doch verteilen :?!
    Verteilt sich ja auch.Nur kannst du dir vorstellen,wieviel Aufprallenergie ein solches schrottteil bei 8km/s besitzt?
    Glaube ein kleiner Farbsplitter von 1mm² größe hat mal die äußere Scheibe eines Shuttles zerstört.
    Da geht so ein "seelenloser Bolzen" glatt durchs ganze Shuttle.

  6. #5
    Gargelblaster

    Avatar von Gargelblaster
    schu dir mal diese Bilder an
    http://images.google.de/images?q=spa...G=Bilder-Suche

    speziell dieses ist ausdruckstark
    http://www.orbitaldebris.jsc.nasa.go...ves/GEO256.jpg

    wird zum Glück vom NORAD überwacht und veröffentlicht

  7. #6
    bregenzer

    Avatar von bregenzer
    oha! na dann! hier sieht man erst wieviel müll wir da eigentlich schon raufgeschossen haben...

    was ich aber noch nicht verstehe:
    wenn das kleine splitterchen, welches das shuttle getroffen hat, um so vieles schneller ist, wieso ist es dann nicht in einer höheren umlaufbahn?

    oder "stürzt" es sozusagen gerade ab?

  8. #7
    pok

    Avatar von pok
    Du hast recht, die Geschwindigkeit in einer (stabilen) Umlaufbahn ist konstant. Wenn aber der Vektor nicht parallel sondern im Extremfall um 180 Grad gedreht ist, so stossen die beiden Koerper (Shuttle und Farbsplitter) mit einer Geschwindigkeit von 2xBahngeschwindigkeit zusammen.

  9. #8
    bregenzer

    Avatar von bregenzer
    Zitat Zitat von pok
    Du hast recht, die Geschwindigkeit in einer (stabilen) Umlaufbahn ist konstant. Wenn aber der Vektor nicht parallel sondern im Extremfall um 180 Grad gedreht ist, so stossen die beiden Koerper (Shuttle und Farbsplitter) mit einer Geschwindigkeit von 2xBahngeschwindigkeit zusammen.
    Ach so! Gute Erklärung, danke, an das dachte ich gar nicht.

  10. Hallo

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  11. #9
    Kaktus1984


    Habs zwar oft gesagt und noch öfters gehört, aber mir nie wirklich gedanken drüber gemacht.
    Wenn Raketenstufen, Treibstofftanks ect abgesprengt werden. werden die wirklich richtig gesprengt? Wenn ja, womit wird gesprengt? Was wird abgesprengt? (irgentwelche verbindungen oder so)
    und wieso kann man nicht einfach die stufe irgentwie ausklinken und abstoßen?

  12. #10
    STOP

    Avatar von STOP
    moinmoin

    Zum Absprengen reicht eine Kleinstmenge an Sprengstoff die sich zB in einem Bolzen befindet. Ist der Weg trennen sich die Teile fast von selbst.

    Für Klammern oder andere lösbare Verbindungen braucht du eine Mechanik die sowohl Gewicht als auch ein Risiko bedeutet.

    Alles klar ?


    Ps: Die Idee von Prof. Dr. Karl Klammer mit dem Reisverschlusssystem wurde verworfen weil sich keiner gefunden hat der das System im Fluge betätigen wollte :D

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