Erstellt von Jan  |  Antworten: 6  |  Aufrufe: 1625
  1. #1
    Jan

    Avatar von Jan
    Wir alle kennen die Ergenisse der Arbeiten der Spritzautomaten - die Modellrohlinge.

    Aber wie sieht ein solcher Automat genau aus?
    Wie sehen die Formen aus?
    Kann man sowas irgendwo ansehen, wird in Deutschland noch hergstellt? (Abgespritzt meine ich)

    Hat einer Bilder, Zeichnungen usw?

  2. Schau dir mal die beiden Links an:
    diesen Bestseller und die Flugzeug-Kategorie

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  3. #2

    oder ich :D
    Hab schließlich mein halbes Leben in so einer Firma verbracht...naja war nur ein halbes Jahr :D

    Ich kenn aber nur die großen Dinger mit 3-4 Tonnen Preßkraft, so groß wie ein Wohnhaus für Stoßfänger....

    guck mal unter www.krauss-maffei.de , da gibts Bilder von den Maschinen

    Die ganze Gegend hier ist übrigens die heimliche Hochburg der Plastikindustrie in Deutschland....

  4. #3

    Hier mal ein paar mittlere in Frankreich von Dynamit Nobel France S.A.S

    http://www.krauss-maffei.de/pictures/ks/ks1-2.jpg

    Und hier noch die Produktionshalle der Dynamit Nobel France SAS in "smartville" (Hambach/Lothringen). Hier wird u.a. die farbige, austauschbare Außenverkleidung aus Kunststoff für den smart, das „Customized Bodypanel System" (CBS), produziert. Die CBS-Teile werden in vormontiertem Zustand sequenzgenau angeliefert, die Taktzeit beträgt 1,7 Minuten.
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken

  5. #4

    Na so ein Ding sieht genauso aus, nur halt kleiner. An einer Ecke hängt die eine Hälfte der Form, am Hydraulikzylinder die andere und dann gehts halt auf-und-zu-und-auf-und-zu....je nach Firma steht dann entweder ein Schlauch mit Sack daneben und das K-Granulat wird per Hand eingefüllt oder per Staubsauger angesaugt, oder es gibt lange Versorgungsleitungen von einem Silo zur Maschine.
    Je nach Automatisierungsgrad gibts dann auch Roboterarme die die Spritzlinge rausheben, auf ein Band legen und direkt Richtung Verpackung schicken, oder das Zeug wird durch den Ausdrücker in der Form rausgedrückt und fällt nach unten oder in den Arm eines Arbeiters....

    So ein Teil hat dann vielleicht 300 - 800 kg Schließkraft, ist so lang wie ein Auto, nur halb so breit.

  6. #5
    flogger

    Avatar von flogger
    Ja alles schön erklärt, aber die Schließkräfte sind schon ein bischen größer. Eine normale Maschine mit 320x320 mm Aufspannplatte hat eine Schließkraft von ca.500-750 kN- das sind 50-75 t. Eine Spritzmaschine für Stoßfänger haben Schließeinheiten mit mehreren einhundert tonnen Schließkraft. Du musst dir vorstellen, dass die Spritzeinheiten (da wo der Kunststoff geschmolzen und ins Werkzeug eingespritzt wird) einen Druck von normal 1000 bar erzeugen ! Das Ganze rechnet man dann mit der proizierten Fläche vom Spritzling und kommt zur Schließkraft. Ist schließkraft zu gering, öffnet sich das Werkzeug und es kommt zu Überspritzung (Jak-28 von Firefox).

    Ich verdiene meinen Brötchen mit dem Konstruieren von Spritzgußwerkzeugen.

    Krauss-Maffei; Battenfeld; Arburg; Engel (Östereich);
    Husky (Maschinen mit 9.000-40.000kN Schließkraft);
    Mannesmann DEMAG usw.
    Ich kenne hier in Südthüringen mindestens 20 Firmen die Werkzeuge bauen und/oder Teile spritzen.

  7. Hallo

    Schau dir doch mal die Luftfahrt-Kategorie an

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  8. #6
    Peter

    Avatar von Peter
    Läuft das eigentlich immer noch so wie früher?

    Ich habe mal vor ca. 20 Jahren in so einem Betrieb gearbeitet, die haben alle Arten von Schraubverschlüssen aus K-Stoff hergestellt.
    Oben Zufuhr von farbigem Granulat, dann in die Formen, kurz duch (Wasser/Oel?) gekühlt und außgestoßen, was mich schon damals fasziniert hat war die doch recht hohe Geschwindigkeit.

  9. #7
    flogger

    Avatar von flogger
    genau so geht das heute auch noch.
    nur das die k-teile immer heftiger werden (autoindustrie).

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