Erstellt von Husar  |  Antworten: 10  |  Aufrufe: 4454
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  1. #1
    Husar

    Avatar von Husar
    Ägypten bestellte damals für den sich abzeichnenden Konflikt mit dem neuen Staat Israel u. a. Jagdflugzeuge in Italien. Die Order belief sich auf Macchi 202/205 und Fiat G-55 Maschinen.
    Da Italien nicht die gewünschte Anzahl der Fiat Maschinen liefern konnte wurden 62 Macchi "Veltros". in Auftrag gegeben. 21 Maschinen waren aus neuer Produktion, der Rest wurde aus übriggebliebenen MC 202- Rümpfen der Kriegszeit aufgerüstet.
    Nachdem 42 Flugzeuge ausgeliefert waren, verübte ein Haganah-Commando der Israelis am 18. September 1948 einen Sabotageakt gegen die Macchi Flugzeugwerke in Mailand. Dadurch kam die Produktion zum Stillstand und die Auslieferung an Ägypten wurde eingestellt. Nach den Reparaturen wurden dann die restlichen 20 Veltros fertiggestellt und von der italienischen Luftwaffe selbst übernommen. Als Ausbildungsmaschinen flogen diese bis in die frühen 60iger Jahre.
    Die ägyptischen Veltros waren ganz in Grün gehalten, waren in zahlreiche Luftkämpfe mit der IDF verwickelt und verloren dabei etwa 15 Maschinen. Interessant wäre es zu erfahren, ob eine in einem äqypitschen Museum überlebt hat.

  2. Schau dir mal die beiden Links an:
    diesen Bestseller und die Flugzeug-Kategorie

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  3. #2
    Ritter

    Avatar von Ritter
    Mann, die Ägypter müssen echt tolle Piloten gewesen sein;)
    In so tollen Jägern so katastrophale Ergebnisse
    Die Macchis und Fiats gefallen mir, die haben einfach italienisches Design...
    Was ist eigentlich eine G.59?
    Das war so ein Nachkriegsprodukt von Fiat und eine davon wurde zu einer G.55 zurückgebaut
    Ist laut http://www.axisaircraft.com die einzige bekannte erhaltene G.55. Allerdings soll es noch eine weitere Maschine in Restauration geben.
    Worin liegt der Unterschied?

  4. #3
    Veith

    Avatar von Veith
    Israel soll im Krieg von 1948 Messerschmidts aus der Tschechoslowakei bekommen haben!?

    In Fingelsteins "Holocaust Industrie" heißt es wörtlich:
    "Ohne einen geheimen Waffendeal mit der Tschechoslowakei hätte Israel wahrscheinlich nicht überlebt."

    Kann da jemand verifizieren? :?!

  5. #4
    Flugi

    Avatar von Flugi
    Tschechien hat doch nach Kriegsende eine Bf 109 Variante als Avia S-199 weiter gebaut. Davon sind Maschinen nach Israel gekommen.

  6. #5
    Veith

    Avatar von Veith
    Also keine Beutemaschinen ... das hatte mich verwirrt.

    Interessant / kourios ist dieser Deal im Hinblick auf die weitere Entwicklung schon. Anderseits, Geschäft ist Geschäft.

  7. #6
    Flugi

    Avatar von Flugi
    Nee, keine Beutemaschinen. Die AVIA-Werke hatten schon im Krieg die Produktion der Bf 109 laufen. Was lag näher, als die Produktion danach weiter zu führen. Allerdings hatte die S-199 ein anderes Triebwerk, Jumo glaube ich. Gibt es genug Unterlagen darüber, müsste alles erst zusammen suchen.

  8. #7
    MrHankey

    Avatar von MrHankey
    Hey Veith,

    nur so nebenbei, es wird MesserschmitT geschrieben... :p ;)

    Vielleicht auch noch interessant: http://www.multimania.com/willowood/home.html

    Die hier find ich super http://www.multimania.com/willowood/Images/if01.jpg

  9. #8
    Veith

    Avatar von Veith
    Danke,

    mir ging's "nur" um die Beziehung CSR-Israel 1948

  10. Hallo

    Schau dir doch mal die Luftfahrt-Kategorie an

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  11. #9
    Ritter

    Avatar von Ritter
    Die Avia S-199 war nicht ganz eine 109
    Die Tschechen haben die 109, die während des Krieges teilweise in Brünn (glaub ich) produziert wurde, weitergebaut wie übrigens auch die Me 262. Da allerdings keine DB 605 mehr zur Verfügung standen, so wurde nach einigen "echten" G-14 (S-99) der Jumo 211 Motor der Ju-88 eingebaut.
    Diese Maschine war extrem untermotorisiert und bei den tschechischen Piloten sehr unbeliebt. Sie nannten sie "Meczek" (Maulesel). Die S-199 war beim Start noch unberechenbarer als die 109, und ihr fehlten alle positiven Eigenschaften der 109, vor allem die Steigleistung. Die Bewaffnung war ein anderes Problem. Da der Jumo keine Motorkanone zuließ, waren nur zwei MG131 fest eingebaut. Um diese dürftige bewaffnung aufzupolieren wurden zwei MG151 in Gondeln unter die Flügel gehängt, die die Flugleistung nochmal herabsetzten.
    Die Israelis nahmen die Wirklich nur, weil sie keine anderen Jäger bekamen. Bei den an Israel gelieferten Maschinen war die Instrumentierung übrigens englisch und die Instrumente in Fuß und Meile.
    Die Piloten nannten die Dinger offiziell "Messerschmitt" oder "109", inoffiziell kursierte "Adolf's Revenge";)
    Aber die waren damit ja doch ganz erfolgreich, mindestens ein dutzend Abschüsse gehen auf das konto der Avias.
    Kommt halt immer drauf an, wer drin sitzt in der Dingern...

  12. #10
    Rasmussen


    Bei den S-99 handelte es sich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit um Bf 109G-10 (nicht G-14) aus der WNF-Fertigung in Tishnov, zumindest hatte die allererste S-99 eine G-10 - Werknummer --- W.Nr. 613 156. Der DB 605D wurde nicht mehr eingebaut, weil kurz nach dem Krieg die Zuckerfabrik, in der alle "eingesammelten" DB 605 inklusive dort lagernder Munition, Sprengstoff, Waffen etc. in die Luft flogen ---- ob Unglück oder Sabotage, keiner weiß nichts genaues.

    Im übrigen wurden die israelischen Piloten in der CSR ausgebildet, im sogenannten DI - Kurs ("Duverne Israel"). Gekauft wurden 25 Maschinen, geliefert nur 24, da eine durch einen Bruch verlorenging. Für die Tschechen war es ein gutes Geschäft, da sie die Maschinen für gutes Geld los wurden. (Wenn ich mich recht entsinne, sollen sie teurer als eine P-51 gewesen sein, die von den Amerikanern nach dem Krieg ja auch verhökert wurden.)

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Macchi 202/205 Jagdflugzeuge in der ägyptischen Luftwaffe 1948

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