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Eurofighter Technik Daten News

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  1. #5291
    MiGCap

    Avatar von MiGCap
    Zitat Zitat von Onkel-TOM Beitrag anzeigen
    Nein gibt es nicht..wo HEA eingerüstet ist und der Helm des Piloten daran angepasst ist kann bei Bedarf damit geflogen werden.
    HEA:
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  2. Anzeige
    Schau dir mal die beiden Links an:
    diesen Ratgeber und die Flugzeug-Kategorie

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  3. #5292
    Scorpion

    Avatar von Scorpion
    Zum besseren Verständnis der Nomenklatur des Eurofighter Programms.

    Tranche:
    Hierbei handelt es sich um ein Baulos, welches eine Festbestllung einerbdefinierten Anzahl von Luftfahrzeugen und Triebwerken, für definierte Kunden handelt die vertraglich betrachtet über einen definierten Zeitraum produziert und ausgeliefert werden. Der Fähigkeits- bzw. Funktionalitätsumfang der gelieferten Luftfahrzeugkonfigurationen wurde ursprünglich im Rahmen des Hauptentwicklungsvertrages (Main Development Contract - MDC) vertraglich festgelegt und ist in der sogenannten Weapon System Performance Specification festgehalten. Im Rahmen der Tranchen wurden gewisse Entwicklungstätigkeiten beauftragt um Obsoleszenzen zu beseitigen, Provisionen für künftiges Wachstum zu schaffen und Detailverbesserungen einzuführen die man im Rahmen der laufenden Produktion und des laufenden Flugbetriebs identifiziert hat. Daher auch die technisch unterschiedlich Bauzustände, die manches mal mit "Fähigkeitstandards" verwechselt werden. Natürlich bedingen gewisse Fähigkeiten Hardwarevoraussetzungen, die im Rahmen der Tranchen mit berücksichtigt wurden.
    Die Tranchen sind Ergänzungsverträge zum Rahmenproduktionsvertrag von 1998.
    Daher nicht wundern wenn man mal Supplement 2 (T1), Supplement 3 (T2), bzw. Supplement 4 (T3A) hört/liest.

    Batches:
    Dies sind Unterbaulose im Rahmen der Tranchen um verschiedene Bauzustände besser handhaben zu können. Praktisch wurde aber nur die T1 tatsächlich in die Batches 1 & 2 aufgeteilt. Die PMAFT-Zelle TR001, die IPAs 1-5 und alle Serienmaschinen (SPA -Series Production Aircraft) der Blöcke 1, 1B und 1C wurden im Rahmen Batch 1 gefertigt. Die Blöcke 2, 2B, 5 und 5A wurden im Rahmen Batch 2 gefertigt. Aufgrund der geplanten, stufenweisen Heranführung der T1 Lfz an den geplanten FOC-Standard machte die Unterteilung in Batches noch sinn. Bei den Tranchen 2 & 3A gibt es sowas nicht, daher hat man sich hier auf jeweils ein Batch beschränkt (Batch 3 = Tranche 2 & Batch 4 = Tranche 3A).

    Block:
    Die Blöcke bilden standardisierte Bauzustände, wobei die Lfz eines Blocks zum Auslieferungszeitpunkt eine identische Konfiguration aufweisen.
    T1 = Blöcke 1, 1B, 1C, 2, 2B, 5 und 5A.
    T2 = Blöcke 8, 8A, 8B, 9, 10, 11, 15
    T3A = Blöcke 20 & 25

    SRP:
    Die sogenannten Service Release Packages ergeben sich aus dem Service Release Proposal der Industrie und der Service Release Recommendation der Luftwaffen. Grob gesagt umfasst ein SRP einen definierten Fähigkeits- bzw. Funktionalitätsumfang, sowie Freigaben, bzw. Restriktionen.

    PSC:
    Die Production System Configuration gibt die freigegebenen Kombinationen von Hardware und Software Partnummern an. Dies umfasst ggf. auch Alternativen. Nur die elektronischen Komponenten von AVS, FCS, UCS, Triebwerk und Waffenstationen sowie Bk gehören zum PSC. Alle übrigen Änderungen an mechanischen Bauteilen von O-Ringen und Bolzen, über Klappen etc. werden über Modifikationen, kurz MODs Konfigurationsgesteuert. Wobei dies auch auf die Einführung neuer PSCs zutrifft.

    PSP:
    Die Production Software Packages stellen die Gesamtheit aller Software Partnummern für AVS, FCS und UCS dar und werden entsprechend als APSP, FPSP und UPSP bezeichnet.

    Ein Beispiel:
    Block 1 Lfz wurden in der Konfuguration PSC 1.1.2 ausgeliefert, wiesen den SRP1 Fähigkeitsstandard (Entry Into Service - EIS) und das PSP1 Softwarepaket auf.

    Bei Block 2 war es dann PSC 2.0.1, SRP2, PSP2 (allerdings noch FPSP1).

    Früher entsprach die erste PSC-Nummer immer auch der PSP-Nummer. SRPs wurden fortlaufend vergeben, hier kam die Trennung schon mit Block 2B wo trotz PSC2/PSP2 vom SRP3.X die Rede war, primär geschuldet der Einführung der FPSP2 FCS Software.

    Block 5 war dann PSP3/PSC3/SRP4.X.

    Für die T2 Lfz spricht man dann von SRP5.X obwohl es immer noch PSC3/PSP3 ist. Natürlich mit entsprechenden Iterationen z.B. PSC 3.62 als Block Startzustand, während Block 5 zu jener Zeit PSC 3.16 entsprachen. Dies ist primär der verschiedenen elektronischen Hardware geschuldet. Die PSCs dazwischen (vor 3.6) sind für T1-Aufwuchs reserviert.

    Seit P1EA hat man die Bezeichnungslogik geändert. Die SRP und PSC-Startnummern sind nun identisch und basieren auf den PXE-Nummer.
    D.h. P1Ea = SRP10/PSC10, während PSP nun fortlaufend ist (PSP4)
    P1Eb = SRP12/PSC12
    P2Ea = SRP20/PSC20/PSP5
    usw. usf.

    Sollte für das grobe Verständnis hoffentlich ausreichen.

  4. #5293
    Onkel Uwe


    ---

  5. #5294
    Scorpion

    Avatar von Scorpion
    Zitat Zitat von Onkel Uwe Beitrag anzeigen
    @Scorpion: Was ist dann ein Block 8B Flieger mit PSC 3.73.4 welcher mit TA FL 0481 auf PSC 12.12 hochgerüstet wird? Ein T3A Flieger mit der TA FL0482 ist dann auch PSC 12.12, soll da der normale Mensch noch durchblicken? Für die Praxis: Die Truppe geht mit T2 Fliegern los und hat 3 PSC´s dabei? Na dann Prost!
    Die rethorische Frage kannst Du Dir eigentlich selbst beantworten, denn die Antwort kennst Du.

    Für die Allgemeinheit, bei Hochrüstungen bestehender Lfz ändern sich entsprechend PSC/PSP/SRP konsequenter Weise.

    Es gibt praktisch für jeden Block einen Basis PSC, durch die Nachrüstung entsprechender Hardware- und Software Partnummern werden Lfz entsprechend auf einen neueren PSC Stand hochgerüstet. Das PSP ergibt sich auf Basis obiger Beschreibung von selbst. Das SRP ebenso, wobei hier an sich auch mehr reingehören kann als das was den PSC/PSP ausmacht.

  6. #5295
    Onkel Uwe


    ---

  7. #5296
    arneh


    Zitat Zitat von Scorpion Beitrag anzeigen
    Es gibt praktisch für jeden Block einen Basis PSC, durch die Nachrüstung entsprechender Hardware- und Software Partnummern werden Lfz entsprechend auf einen neueren PSC Stand hochgerüstet. Das PSP ergibt sich auf Basis obiger Beschreibung von selbst. Das SRP ebenso, wobei hier an sich auch mehr reingehören kann als das was den PSC/PSP ausmacht.
    Vielen Dank für diese Heldenhafte Doktorarbeit!
    Wobei ich mich da frage, was in diesem komplexen Konstrukt das führende Objekt ist, anhand dem funktionsfähige, in dieser Konstellation getestete und damit zulässige Kombinationen aus der Hardware und den verschiedenen Releases der jeweiligen Software Komponenten und ihrer Service Release Packages ist? Das ist doch ein irrsinniger Test- und Dokumentationsaufwand. Die Frage von Uwe war rhetorisch hat aber durchaus ihre Berechtigung, wenn man überlegt, was das für die mögliche Kombinatorik an Hardware und Software bedeutet.
    Ich bin im IT Bereich unterwegs und habe beruflich mit eben ähnlichen Fragestellungen (allerdings gottseidank keine Hardware Abhängigkeit) ein bisschen zu tun. Aber die Komplexität hinter dem, was Du hier so detailliert beschrieben hast nötigt mir allertiefsten Respekt ab. Gleichzeitig wundert mich da nicht mehr, dass das so lange dauert und so teuer wird.
    Warum macht man das eigentlich so atomistisch? In unserem Umfeld gehen wir mittlerweile eher in Richtung fest definierter Releases, die zahlreiche Einzelentwicklungen enthalten aber als gemeinsames Package getestet und übergeben werden. Genau weil das atomistische in Betrieb setzen zu viele zu testende Konstellationen ergibt - und/oder es eben öfters kracht.

  8. #5297
    issi24


    Als "ahnungsloser" Mitleser hätte ich eine Frage:

    Auf der Wikipedia Seite zum Eurofighter ist ein Cockpitfoto abgebildet. Hierbei fällt mir auf das der Innenraum doch sehr abgenutz ausschaut. (Sitz fleckig, bei div. Schaltern ist die eigentliche Farbe abgeblättert bzw. abgerubbelt, das Display ist verschmiert)

    Wird hier bei Inspektionen o.Ä. vom Bodenpersonal keinen Wert auf ein sauberer Flieger im Innenraum gelegt oder ist es prinzipiell egal, hauptsache der Flieger funktioniert?

    Ist evtl. eine blöde Frage würde mich aber interessieren.

  9. Hallo

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  10. #5298
    Scorpion

    Avatar von Scorpion
    Zitat Zitat von arneh Beitrag anzeigen
    Vielen Dank für diese Heldenhafte Doktorarbeit!
    Wobei ich mich da frage, was in diesem komplexen Konstrukt das führende Objekt ist, anhand dem funktionsfähige, in dieser Konstellation getestete und damit zulässige Kombinationen aus der Hardware und den verschiedenen Releases der jeweiligen Software Komponenten und ihrer Service Release Packages ist? Das ist doch ein irrsinniger Test- und Dokumentationsaufwand. Die Frage von Uwe war rhetorisch hat aber durchaus ihre Berechtigung, wenn man überlegt, was das für die mögliche Kombinatorik an Hardware und Software bedeutet.
    Ich bin im IT Bereich unterwegs und habe beruflich mit eben ähnlichen Fragestellungen (allerdings gottseidank keine Hardware Abhängigkeit) ein bisschen zu tun. Aber die Komplexität hinter dem, was Du hier so detailliert beschrieben hast nötigt mir allertiefsten Respekt ab. Gleichzeitig wundert mich da nicht mehr, dass das so lange dauert und so teuer wird.
    Warum macht man das eigentlich so atomistisch? In unserem Umfeld gehen wir mittlerweile eher in Richtung fest definierter Releases, die zahlreiche Einzelentwicklungen enthalten aber als gemeinsames Package getestet und übergeben werden. Genau weil das atomistische in Betrieb setzen zu viele zu testende Konstellationen ergibt - und/oder es eben öfters kracht.
    Deine Frage lässt sich diesbezüglich mit PSC beantworten. Wie ich oben bereits erwähnte definiert der PSC welche Hardware Partnummern mit welchen Software Partnummern im Gesamtsystem qualifiziert und freigegeben sind. Der PSC ist diesbezüglich also die primär relevante Kenngröße, wenn es um die Elektronik des Lfz geht umd wird diesbezüglich auch primär verwendet. Im Industrie- und Luftwaffen Sprachgebrauch kommt SRP etwas seltener vor, da SRPs generischer gehalten sind.

  11. #5299
    Onkel Uwe


    ---

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