Erstellt von Hog  |  Antworten: 32  |  Aufrufe: 3600
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  1. #1
    Hog

    Avatar von Hog
    Hi,


    was meint ihr, tritt nun die Phase des Krieges ein, vor der man sich bei den Allierten am meißten gefürchtet hat; nämlich dass Ansammlungen versprengter Taliban/Al Kaida-Kämpfer immer wieder "Zermürbungsangriffe" führen und sich dann unerkannt in vertrautes Gelände zurückziehen können?
    Meiner Meinung nach passiert das so langsam, siehe die neueste Entdeckung einiger hundert Kämpfer...
    Was haltet ihr davon? Ein Einzelfall oder soll das zum Ziel haben, die Truppen aus dem Land zu werfen und zu zermürben?
    Eigentlich wäre es ja von den "Gotteskriegern" (rein taktisch gesehn) am "geschicktesten" , sich zurückzuziehen und neu zu formieren bzw. abzusetzen, oder?

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  3. #2
    HenningOL

    Avatar von HenningOL
    Jepp - so wirds kommen.

    Frieden sehe ich da noch lange nicht.

    Der Jubel kam viel zu frueh. Die instalierte Regierung ist auch kein Abbild der wahren Machtverhaeltnisse - das Ganze wird wieder zerfallen.

    Gerde auf CNN-Breaking News:
    At least six U.S. troops were killed today when their helicopter was brought down by enemy fire today in eastern Afghanistan, Pentagon sources tell CNN. The circumstances of the attack were unknown, but it occurred in an area where U.S., Afghan and Allied forces are fighting "several hundred" al Qaeda and Taliban fighters.

    Die Russen haben es 10 Jahre ausgehalten - mal sehen wann die Amis gehen.

    CU
    Henning

  4. #3
    Hog

    Avatar von Hog
    ein Chinook wurde lt. Pentagon auch abgeschossen...

  5. #4
    Jan

    Avatar von Jan
    Original geschrieben von HenningOL


    Die Russen haben es 10 Jahre ausgehalten - mal sehen wann die Amis gehen.
    eher, aber sicher nicht bald.
    Das Ende wird aber sicher ähnlich werden.

  6. #5
    PeeD


    Naja damals haben Iran und besonders Pakistan (durch die Amerikaner) den Afgahnen geholfen, aber jetzt werden wohl nur sehr kleine anschläge gemacht werden wei niemand (ausser vieleicht paar reiche Saudis) der Taliban helfen

  7. #6
    HenningOL

    Avatar von HenningOL
    @PeeD

    Anschläge alla Taliban sind sehr kostengünstig - auch denke ich das es in Afghanistan viele Gruppen gibt die offizel auf Seiten der Regierung sind - aber eben nur offiziel, weil sie sich durch eine Schwächung der USA (und damit der Regierung) mehr Einfluss versprechen.

    Ein wichtiger Punkt ist auch das die Schmerzgrenze der USA niedriger liegt als der der Russen (schätze ich jedenfalls) - wenn der 100 Zinksarg in den USA ankommt wird die Frage nach dem Warum laut. (Bei uns ja schon nach 1-2 (nicht das ich das hoffen würde) - immerhin sollte es ja eine Friedenstruppe sein).

    CU
    Henning

  8. #7
    Alpha


    Wenn man sich mal den Verlauf und die Planung des Kosovo-Einsatzes anschaut merkt man schnell, dass solche Vorhaben lange dauern.

    Jetzt kann man nur hoffen, das man es schafft, möglichst schnell den Lebensstandart der Leute dort und damit auch deren Zukunftsaussichten zu verbessern. Sollte das klappen, dann würde der Konflikt (hoffentlich) wohl versiegen.

    Es darf halt nicht das Gefühl aufkommen, dass da fremde Besatzer im Land wären. Daher halte ich es auch für eine gute Idee, wenn die Führung dort unten möglichst bald nicht mehr von den USA geleistet würde.

    Aber sogar die Amis haben geschnallt, dass man im Endeffekt nur dann Erfolg hat, wenn man die soziale/wirtschaftliche Situation der Bevölkerung dort verbessert.

    Daher denke ich, dass man die jetztige Situation nicht mit dem Einmarsch der Russen vergleichen kann.

    Und ansonsten: ich drück die Daumen, dass die Sache ein Erfolg wird - von Unkenrufen vorab halte ich nicht viel.

  9. #8
    Ritter

    Avatar von Ritter
    Also ein Partisanenkrieg hoffe ich gibt das nicht:
    Anscheinend ist es doch eine Offensive der Allianz, der die Taliban (erfolgreicher als sonst, zugegeben) wiederstand leisten.
    Aber im Vergleich zu sonstigen Konflikten sind die US-Verluste noch gering. Es war doch abzusehen daß die Taliban irgendwann auch mal Glück haben und ein paar US-Soldaten erwischen.
    Anonsten ist das bestimmt wieder nur eine Frage der Zeit, bis übermächtiger US-Einsatz das entscheidet.
    Gegen einen erfolgreichen Partisanenkrieg sprechen für mich folgende Dinge:
    - Die Unterstützung der Bevölkerung dürfte gering sein für die Taliban. Und ohne diese Unterstützung kann eine Guerilla nicht operieren. Und selbst wenn die Bevölkerung moralisch auf der Seite der Taliban stünde, so haben die Leute in den Afghanischen Bergen anscheinend kaum genug zu Essen für sich selbst. Wie sollen die da noch Partisanen durchfüttern?
    - Jeder erfolgreiche Partisanenkrieg war deshalb erfolgreich, weil die Partisanen von einer Großmacht unterstützt wurden (Vietnam, Afghanistan, Jugoslavien im 2.Wk, China). Diese Großmacht lieferte in jedem Fall unbegrenzt Waffen, Ausbildung und teilweise auch Lebensmittel an die Partisanen. Das gibt es in Afghanistan heute nicht. Die Afghanen konnten den Russen auch nur so eine Niederlage beibringen, weil sie von den USA und Pakistan mit Waffen und Lebensmitteln beliefert und ausgebildet wurden und in Pakistan einen Rückzugsraum hatten, in den die Russen nicht folgen konnten.
    Selbst die FARC in Kolumbien folgt diesem Muster: Sie hat ihre Rückzugsräume in Venezuela.
    Die Taliban haben weder eine Großmacht, die sie unterstützt, noch ein richtiges "Sanctuary", wo sie sich nach einer Flucht neu formieren könnten. Der Iran ist zwar "Achse des Bösen", mag aber die Taliban auch nicht. Die islamischen ehemaligen Sovietrepubliken haben alle Interesse an einer Niederlage des Fundamentalismus, der immer auf sie überzuschwappen drohte. China richtet im Jahr mehrere huntert eigene Fundamentalisten hin. Pakistan hat Bush die Pistole an den Kopf gesetzt und Muscharraf tut das, was er tun muß.
    Keiner in der Umgebung, der für die Taliban was übrig hätte, außer vielleicht den paschtunischen Stämmen in der Northwestern Border Province von Pakistan. Aber die sind keine finanziell kräftige Großmacht.

    Das wird noch ein harter Kampf, bis die Taliban endgültig besiegt sind, aber ich glaube Chancen haben sie keine mehr, Afghanistan wieder an sich zu reißen.
    Die Gefahr geht eher von Warlords aus, die das Land wieder in ein Chaos stürzen könnten.
    Insofern sind die Taliban vielleicht noch nützlich. Solange man die noch bekämpfen kann, haben alle Fraktionen in Afghanistan noch einen gemeinsamen Feind.

  10. Hallo

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  11. #9
    Jan

    Avatar von Jan
    @ Ritter:
    ich glaube nicht, dass die Taliban das Poblem der Zukunft sind.
    Die Probleme werden im Zusammenleben der unterschiedlichen Völker und Bevölkerungsgruppen entstehen.
    Diese haben sich in der Nordallianz doch zusammengeschlossen, da sie einen Gegner hatten.
    Dieser Gegner ist nun entmachtet, aber die Macht muss neu verteilt werden.
    Sollte es nicht gelingen, alle Volksgruppen daran zu beteilen, werden innerafghanische Unruheherde entstehen, die ganz schnell in einen weiteren Bürgerkrieg münden könnten.
    Verhält sich die Friedenstruppe parteiisch, zieht sie sich den Ärger der gegnerischen Partei zu, egal, wer es dann auch sein wird.

    Verhält man sich unparteiisch, kann es sein, dass man sich den Ärger beider Parteien zuzieht.

    eine weitere, für mich schwer abschätzbare Frage ist, wieviel Unterstützung die Taliban truppen
    a- im eigenen Land
    b- im Ausland, woher auch immer
    hatten. Sie haben sich einige Zeit an der Macht gehalten und den Nordallianz Truppen vor dem 10.9.01 kein Geländegewinn überlassen.
    Fragt sich, wem sich die ehemaligen Unterstützer jetzt zuwenden.

  12. #10
    Ritter

    Avatar von Ritter
    Da stimme ich dir zu

    Die Probleme in Afghanistan kommen erst noch.
    Im Moment ist es zwar für die Soldaten im Einsatz gefährlich (ich drück unseren Soldaten da beide Daumen), aber politisch nicht.
    Die Politischen Spannungen kommen noch, nachdem der gemeinsame Gegner weg ist.
    Aber ich bin der Meinung, daß vielleicht ISAF schon parteiisch sein sollte. Nämlich auf der Seite der Afghanischen Regierung. Die ist vielleicht nicht die optimalste, aber es ist die erste richtige Regierung seit Nadjibullah weg ist. Aber ich hoffe auch, daß ISAF nicht gegen irgendwelche Warlords ins Feld ziehen muß.
    Aber wenn man die Wahl hat zwischen erneutem Chaos in Afghanistan und einem Risiko für ISAF, dann das Zweite.
    Wir haben gesehen, was passiert wenn man ein Land so im Stich läßt. Ich hoffe nur, daß die Amerikaner auch bei einem solchen Konflikt ISAF aus der Luft unterstützen. Wenn nicht, wirds hart, oder die Teilnahmestaaten müssen selber ensprechendes da hin verlegen.

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Afghanistan: tritt das Befürchtete ein?

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