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Sammelthread : Private Weltraum-Projekte

Diskutiere Sammelthread : Private Weltraum-Projekte im Forum Raumfahrt auf Flugzeugforum.de


  1. #1
    ramier

    Avatar von ramier
    Virgin Galactic: Weltraumtourismus soll 2008 beginnen

    Der Virgin-Gründer Richard Branson startet zusammen mit dem "SpaceShipOne" - Konstrukteur Burt Rutan eine private Raumfahrtgesellschaft. Das Unternehmen soll Virgin Galactic heißen und über eine Flotte von fünf Raumschiffen verfügen. Dabei soll es sich um Raumschiffe des Typs "SpaceShipTwo" handeln, teilte Branson am Mittwoch in den USA mit. Jeder Raumgleiter soll sechs oder sieben Passagiere befördern können. Rutan hatte im Oktober mit der "SpaceShipOne" den mit zehn Millionen Dollar dotierten X-Prize für den ersten wiederholbaren privat finanzierten Weltraumflug gewonnen.

    Die ersten privaten Raumflüge von Virgin Galactic sollen bereits 2008 starten und voraussichtlich 200.000 Dollar pro Person kosten. Dafür bekommen die Passagiere der wenige Minuten Schwerelosigkeit an der Grenze zum Weltraum geboten.

    Weitere Informationen zum Thema:

    * spiegel.de: Der Kampf um die Weltraumbummler
    * baz.ch: Weltraumtourist startet private Raumfahrtgesellschaft
    * AFP: Milliardär Branson startet private Raumfahrtgesellschaft
    * www.virgingalactic.com

    Quelle : http://www.airliners.de/news/news.php?articleid=5788

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    Schau dir mal die beiden Links an:
    diesen Ratgeber und die Flugzeug-Kategorie

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  3. #2
    mcnoch

    Avatar von mcnoch
    Es ist soweit, die Privatindustrie beginnt nun das Thema Weltraumtourismus ernsthaft anzugehen. Noch sind es zwar meist Idealisten und Fantasten, aber die Erfahrung zeigt, dass in deren Schatten (damit man sie nicht sieht, falls es ein Fehlschlag wird) steht schon das Kapital bereit, um in diesen neuen Sektor vorzustoßen.

    Erster Schritt der Realisierung wird der Bau eiens Weltraumbahnhofs in New mexico durch Richard Branson sein. 225 Millionen US$ will er sich diesen ab 2007 erfolgenden nächsten Schritt kosten lassen. Weitere - so hofft man - werden seinem Beispiel folgen. Der große Boom wird aber so schnell nicht kommen, fehlen doch noch die technischen Mittel für den Weltraumtourismus. Ab 2008/09 sollen dann von dort die ersten Flüge für zahlende Privatpersonen starten, die sich nicht ihre Plätze über die chronisch klamme russische Weltraumagentur erkaufen, sondern sich direkt einen Platz näher an der Sonne sichern. Angeblich sollen sich 38 000 Interessenten gefunden haben. Selbst wenn es nur ein Bruchteil wäre, wäre es schon ein hinreichend reizvoller Markt, um weitere Hunderte von Millionen in diesen Sektor zu investiern, sei es für die Träger- udn Transportsysteme oder eben auch um die Logistik. So ist u.a. auch ein Hotel geplant, dessen Kapazitäten aber nicht auf die echten Weltraumflieger beschränkt sein wird, sondern eine Art Ferienlandschaft mit Weltraumanschluß sein wird, denn viele können sich die gut 200 000 US$ für einen Kurztrip dann doch nicht leisten, wohl aber ein paar Tage Urlaub ganz dicht dran. Weiteres hierzu wird man aber wohl erst nächsten Monat bei einer Präsentation in London erfahren.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,390196,00.html

  4. #3
    mcnoch

    Avatar von mcnoch
    Hier ein Artikel zum Thema, der sich mit den eher weltlichen Aspekten des neuen Raumbahnhofs befasst. Neben all den romantischen Idealen ist es eben doch auch ein kanll hartes Geschäft, mit all seinen politischen Implikationen.

    http://www.space.com/news/060102_nm_spaceport.html

  5. #4
    swissdakota

    Avatar von swissdakota
    Na endlich ein Ziel, das noch fehlt in mancher Flugstatistik ;)

    Ausserdem weiss man jetzt, weshalb man sich wieder ein Sparschwein zutun sollte... Allerdings ist für diesen Flug wohl eine Batterie-Haltung der Sparschweine notwendig; ob dies nicht gegen die Vorschriften verstösst...
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken

  6. #5
    mcnoch

    Avatar von mcnoch
    Morgen - so die hochfliegenden Träume - will die Privatwirtschaft nun endgültig das Weltall erobern. Bislang nur zahlender (Wissenschafts)Gast auf den Missionen ins All, soll morgen nun der erste Start einer rein privatwirtschaftlich finanzierten Rakete erfolgen. Frachten gibt es für die Falcon Rakete genug. Sämtliche Steine, die man den Entwicklern inden Weg gelegt hatte, haben diese erfolgreich beseitigt und dürfen nun den Raketenstartplatz des US Militärs auf den Marschall-Inseln nutzen.

    Die erheblich günstigeren Startkosten sind nicht unumstritten. Die Befürworter sehen hier den Startschuß zur wirklich kommerziellen Nutzung des Weltalls durch preiswerte Startsysteme, die Kritiker sagen, dass es zu Schieflagen bei den staatlichen Weltraum-Agenturen kommen wird, die über kommerziell erfolgreiche Systeme auch ein Teil der Kosten für nicht kommerzielle Projekte erwirtschaften. Zudem könnte die Entstehung einer echten privatwirtschaft auf diesem Sektor zu einem Abzug von Spezialisten von den staatlichen Agenturen kommen bzw. zu einer Lohnkosten-Explosion, wenn die z.B. NASA nun mit privaten Firmen um Spitzenkräfte kämpfen muss.

    Dies ist meiner Meinung alles richtig, aber es wird nicht alles sofort geschehen und wäre ohnehin nicht zu verhindern gewesen. Die staatlichen Weltraumagenturen werden sich dann wieder mehr auf die experimentellen Missionen spezialisieren und kommen so auch wieder etwas weg von jenen Qualitäts- bzw- Zuverlässigkeitsstandards, die sie aufgrund der internen Denk- und Handlungsweise ohnehin nicht erreichen können.

    Hier noch ein Artikel hierzu
    http://www.spiegel.de/wissenschaft/w...399785,00.html

  7. #6
    mcnoch

    Avatar von mcnoch
    Das Unternehmen SpaceX hat nach schon gestern Abend aufgetretenen Treibwerksproblemen den für heute 18 Uhr geplanten Start abgesagt und um mehrere Wochen verschoben. Nun will man es Mitte bis Ende nächsten Monats wagen.

  8. #7
    Airtoair

    Avatar von Airtoair
    In der aktuellen Ausgabe der "FliegerRevue" (Ausg. 02/06) gibt's übrigens einen interessanten, ausführlichen Artikel über das "Falcon"-Raketenprogramm von SpaceX, inkl. den geplanten Weiterentwicklungen.

  9. #8
    mcnoch

    Avatar von mcnoch
    Der Startversuch der Falcon 1 endete in einem Feuerball. Das Consortium SpaceX erlitt hierdurch einen Rückschlag und das Pentagon verlor seinen Satelliten FalconSat 2, der erforschen sollte, wie Plasma die weltraumgestützte Kommunikation beeinträchtigt. Geldgeber und chef der SpaceX ist der Gründer von PayPal, Elon Musk.

    Dieses Jahr sollen aber noch drei weitere Starts unternommen werden.

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/w...407975,00.html

  10. Hallo

    Schau dir doch mal die Luftfahrt-Kategorie an

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  11. #9
    mcnoch

    Avatar von mcnoch
    Schon vier Minuten vor dem Start begann Treibstoff auszutreten, dieser entzündete sihc beim Start und besiegelte das Schicksal der Falcon 1.

    http://www.space.com/missionlaunches...nss_falc1.html

  12. #10
    mcnoch

    Avatar von mcnoch
    Die Ermittlungen zum Fehlstart der Falcon 1 am 24. März sind nun offiziell abgeschlossen. Die Vermutungen, dass ein menschlicher Fehler für das Unglück verantwortlich sein könnte, wurde widerlegt und eine korrodierte Aluminium-Verschraubung in der Befestigung einer Treibstoffleitung als Ursache gefunden. Durch diesen Fehler konnte Kerosin unkontrolliert austreten. Die Korrosion war nicht äußerlich erkennbar. Bei der NASA kennt man dieses Problem. Aluminium ist sehr leicht und damit ein bevorzugtes Material, aber in Verbindung mit anderen Metallen kommt es oft zu Korrosionseffekten, die man so nicht vermutet hat. Die NASA hat daher schon vor einiger Zeit eine Vorschrift erlassen, Aluminiumteile besonders oft auszutauschen, wenn sie eine Mission verzögert.

    Der Hauptsponsor des SpaceX-Kollaboration, die die Falcon 1 startet, ist eine Unterbehörde des Verteidigungsministeriums, die U.S. Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA). [Zu ihren vielen geistigen Kindern gehört unter anderem der Vorläufer des Internets, das DARPAnet.] Diese Behörde ist auch für die Überwachung der Unglücksuntersuchung und die Stratgenehmigungen zuständig. Diese Komission zeigte sich nun mit den Ergebnissen und darauf resultierenden Umbaumassnahmen befriedigt und erteilte die Genemhmigung für einen zweiten Startversuch im November, wieder vom Kwajalein Atoll im Pazifik. Die Kosten für das Unglück und die Untersuchung trägt das SpaceX-Konsortium.

    http://www.spacedaily.com/reports/DA...tempt_999.html
    http://www.space.com/missionlaunches...n1_update.html (mit mehr technischen Details zum Unglück)

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