Erstellt von Christoph  |  Antworten: 7  |  Aufrufe: 1588
  1. #1
    Christoph

    Avatar von Christoph
    Habe ich gerade in den Nachrichten gehört, alle Space Shuttles sollen aufgrund von Rohrleitungsschäden bis auf weiteres ausser Betrieb gestellt worden sein.

    Hat jemand einen Artikel?

    Edit:

    Hat der Wolf ja schon angeleiert...

  2. Schau dir mal die beiden Links an:
    diesen Bestseller und die Flugzeug-Kategorie

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  3. #2
    HenningOL

    Avatar von HenningOL
    Washington (dpa) - In der gesamten Raumfähren-Flotte der NASA sind Risse im Leitungssystem aufgetreten, was nun die Flugpläne der US- Raumfahrtbehörde gefährdet. Nachdem bereits an den Fähren Atlantis, Discovery und Columbia Risse gefunden worden waren, wurden sie nun auch in der Endeavour entdeckt, bestätigte die NASA am Donnerstag.

    Für diesen Freitag erwartete ein NASA-Sprecher eine erste Erklärung der Flugmanager über ihre Einschätzung der Lage. Mitte kommender Woche werde dann vermutlich eine Entscheidung über den weiteren Flugplan fallen. Als nächste Fähre sollte die Columbia Mitte Juli zu einer Wissenschaftsmission ins All fliegen.

    Ursprünglich sollte die Columbia, mit der auch Israels erster Astronaut ins All fliegen soll, am 19. Juli starten. Die 16-tägige wissenschaftliche Mission wurde Ende Juni dann zunächst für mehrere Wochen verschoben, um den Technikern Zeit zu geben, nach den mit bloßem Auge nicht erkennbaren Rissen zu suchen.

    Nach Angaben des NASA-Sprechers ist eine der Überlegungen, die Columbia-Mission vorerst zurückzustellen. Der Columbia-Flug geht nicht zur Internationalen Raumstation und ist damit für den weiteren Ausbau der ISS nicht entscheidend. Damit bliebe den Technikern mehr Zeit, den Start der Atlantis vorzubereiten, die Ende August als nächste Fähre zur ISS starten soll.

    Eine der entscheidenden Fragen für die NASA-Techniker ist, wie gefährlich die Risse sind. Nach Angaben der NASA traten die Risse nicht in Hochdruck-Leitungen auf. Damit bestehe keine Gefahr, dass flüssiger Wasserstoff oder flüssiger Sauerstoff entweichen könne, sagte ein Sprecher.


    ------

    Wenn ich mich nicht irre hätten die Shuttels auch langsam ausgemustert werden sollen - aber da für Raumfahrt kein Geld mehr da ist werden die USA in einem Jahrzehnt wohl mit herunter gelassenen Hosen da stehen und nicht mehr zu den Raumfahrtnationen gehören. Jedenfalls wenn sie so weiter machen...

    CU
    Henning

  4. #3
    HenningOL

    Avatar von HenningOL
    Washington (dpa) - Elf winzige Risse haben die gesamte Shuttle- Flotte der US-Raumfahrtbehörde NASA auf den Boden verbannt und verzögern den weiteren Ausbau der Internationalen Raumstation ISS. Einen Monat nach dem Fund des ersten Risses steht die NASA nun vor der schwierigen Aufgabe, die Gefahr durch die millimetergroßen Sprünge genau einzuschätzen und über eine möglicherweise riskante Reparatur zu entscheiden.

    Der nächste Start einer Raumfähre dürfte damit frühstens Ende September oder gar erst Mitte Oktober erfolgen. Shuttle-Manager Ron Dittemore zeigte sich über die Probleme besorgt. Ihm fehlten noch wichtige Erkenntnisse und solange er die nicht habe, wolle er die Fähren am Boden lassen, sagte Dittemore. In gewisser Weise beruhigt ihn allerdings, dass die Risse nicht neu sind. Vermutlich fliegen die Fähren damit schon seit langem, ohne dass es je zu Problemen kam.

    Die NASA-Techniker wollen deshalb in den kommenden Wochen prüfen, ob die Risse stabil sind oder größer werden. ANZEIGE

    Sollten die Sprünge im Metall sich nicht vergrößern, könnte die NASA einfach entscheiden, vorläufig nichts zu unternehmen und die Shuttles damit in zwei Monaten wieder fliegen zu lassen. Allerdings können die Techniker bisher auch nicht ausschließen, dass die Leitungen platzen und Metallfetzen dann in das Triebwerk geraten und damit eine Katastrophe auslösen.

    Die Risse wurden in einer Schutzschicht im Inneren der Leitungen gefunden, in denen flüssiger Wasserstoff zu den Triebwerken der Fähren fließt. Das Problem für die Techniker besteht darin, dass sie an die Leitungen nur schwer rankommen. Zudem besteht nach Angaben Dittemores die Gefahr, dass ein Kitten der Risse dazu führt, dass der Druck an anderen Stellen verstärkt wird und damit neue Probleme auftauchen.

    Für eine Raumfahrtbehörde, für die Sicherheit trotz massiver Sparmaßnahmen weiter an erster Stelle steht, ist es nach Ansicht von Beobachtern eher unwahrscheinlich, dass sie gar nichts unternimmt. Beim letzten vergleichbaren Fall, als 1999 bei der gesamten Flotte ein Problem innerhalb des elektrischen Leitungssystems auftauchte, hatte die NASA sich zum schnellen Handeln entschlossen. Die Leitungen wurden alle ausgetaucht, und die Shuttles blieben fünf Monate am Boden. Eine so lange Zwangspause würde allerdings den Ausbau der ISS dramatisch zurückwerfen und die Flugpläne bis weit ins kommende Jahr durcheinander bringen.

    Dittemore versprach, dass er die Öffentlichkeit über die Pläne auf dem Laufenden halten wolle. Zudem will die NASA mit den internationalen Partnern Gespräche über ihre Prioritäten führen. Für die Europäische Raumfahrtagentur ESA ist dies eine schwierige Entscheidung. Der Leiter der ESA-Vertretung in Washington, Ian Pryke, hält jede der nächsten Missionen für wichtig. An Bord der Columbia, die am 19. Juli ins All starten sollte, sind auch wissenschaftliche Versuchsanordnungen der Europäer. Anderseits sei die ESA natürlich stark am reibungslosen Ausbau der ISS interessiert, sagte Pryke.

    Die meisten Beobachter sind sich einig, dass die Interessen der ISS bei den Planspielen der NASA und ihrer Partner Vorrang haben. So dürfte die rein wissenschaftliche Mission der Columbia, mit der auch Israels erster Astronaut ins All fliegen soll, wohl hinten angestellt werden.

    Ende August sollte nach den bisherigen Plänen dann die Atlantis mit weiteren Teilen für die ISS ins All fliegen, und die Ablösung der ISS-Langzeitcrew war für Mitte Oktober geplant. Dass es mit der rechtzeitigen Ablösung noch klappt, daran glauben inzwischen nur noch wenige Experten. Auch die Langzeitbewohner der ISS, die ursprünglich viereinhalb Monate im All bleiben sollten, haben sich innerlich bereits auf einen längeren Aufenthalt eingestellt. Damit könnte die US-Astronautin Peggy Whitson den Langzeitrekord für Amerikaner brechen, den die vorhergehende Crew gerade erst mit 196 Tagen aufgestellt hatte.

    ---

    Interessiert das hier eigentlich jemanden oder soll ich da Zeug nicht mehr reinstellen?


  5. #4
    Wit

    Avatar von Wit
    Mensch natürlich!
    Sprecher der MPO "Zenit" in TV-RtR: "kann sein, daß die teueren amerikanischen Fähren den Platz für "Energija" und andere leistungsfehigere und gunstigere Proekte machen sollen. Die Zeit des Hurapatriatismus ist schon längst vorbei und wir sollen vernünftige und günstige Lösungen im internationalen Raumfahrt suchen und nich immer dem Befehl des stärkeren folgen!"


    was das uch heissen mag ;)

  6. #5
    Vitez


    Original geschrieben von Wit
    Mensch natürlich!
    Sprecher der MPO "Zenit" in TV-RtR: "kann sein, daß die teueren amerikanischen Fähren den Platz für "Energija" und andere leistungsfehigere und gunstigere Proekte machen sollen. Die Zeit des Hurapatriatismus ist schon längst vorbei und wir sollen vernünftige und günstige Lösungen im internationalen Raumfahrt suchen und nich immer dem Befehl des stärkeren folgen!"


    was das uch heissen mag ;)
    Werbung in eigener Sache ;)

  7. #6
    Wit

    Avatar von Wit
    @Vitesovi
    Ich glaub nicht, daß die Russen jezt den Buran raushollen und auf die Energija drauf schnallen :D, die haben viel zu viel Zeit damit verloren. Ich bin aber der Meinung, daß die Amis die Entwicklung der Shuttles irgendwie ohne richtige Konkurenz(Russen) vernachlässigt haben ;). Da wo jezt praktisch kein Wettlauf in der Rüstung ist, haben die Amis auch keine Interesse (sprich Geld) dafür. Und wie immer mit dem Motto "Wir zahlen und rumkomandieren" werden sie jezt auch weiter ihre eigene Interessen bei der ISS durch boxen.
    Apropo Shuttles, die Progress-Roboter sind viel günstiger und zuverlässiger.;)

  8. Hallo

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  9. #7
    HenningOL

    Avatar von HenningOL
    Die US-Raumfahrtbehörde NASA will die Defekte an ihrer Raumschiff-Flotte ab Anfang August reparieren lassen. Mehrere Reparaturmöglichkeiten für feine Risse an Treibstoffleitungen würden zunächst im Lauf der kommenden Woche geprüft, teilte ein NASA-Vertreter am Freitag mit. Bei einem Arbeitstreffen der sieben zuständigen Teams Ende Juli solle die endgültige Entscheidung über den Wartungsbeginn fallen. Die Ursachen für die Risse seien noch unklar. Allerdings seien bereits vorläufige Termine für die nächstmöglichen Starts der Space Shuttle festgelegt worden, sagte der NASA-Vertreter weiter. Demnach soll die Atlantis am 26. September, die Endeavour am 2. November abheben.

    NASA-Ingenieure hatten Anfang Juli feine Haarrisse an den Treibstoffleitungen der gesamten Shuttle-Flotte entdeckt. Die Schäden zeigten sich an Leitungen, die flüssigen Wasserstoff zum Haupttriebwerk leiten.

    ---

    Ich habe gehört das die Risse ausgeschliffen oder geschweist werden sollen - na schauen wir mal was kommt...

  10. #8
    Togge

    Avatar von Togge
    Ich habe gerade gestern in einem alten FLIGHT INTERNATIONAL Heft vom Dezember 1980 einen Artikel über den bevorstehenden ersten Shuttle Flug gelesen. Am Ende steht eine Liste der NASA vom Juni 1980 mit den damals geplanten Startterminen. Danach waren für die Jahre 1981 bis 1985 geplant:
    1981 3 Starts (2 gestartet)
    1982 3 Starts (3 gestartet)
    1983 9 Starts (4 gestartet)
    1984 17 Starts (5 gestartet)
    1985 25 Starts (9 gestartet)
    Bei den Planungen ging man damals davon aus, dass die Shuttle- Flotte ab 1985 bei 25 Starts pro Jahr wirtschaftlich betrieben werden könnte. Die Shuttles erwiesen sich jedoch schon bei den Startvorbereitungen als so unzuverlässig, dass die meisten Flüge schon vor dem Challenger-Unglück gestrichen werden mussten.
    Für die Zukunft sind wohl nur noch 4-5 Starts pro Jahr geplant, wobei damit zu rechnen ist , dass selbst diese nicht alle termingerecht erfolgen können.
    Wegen der Unzuverlässigkeit und der Pannen bei Bau des Startplatzes Vandenburg kündigte die USAF bereits vor dem Challenger-Unglück an, das Shuttle nicht weiter nutzen zu wollen.

Space Shuttles ausser Betrieb

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