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Thema: GPS

  1. #1
    Jan

    Avatar von Jan
    Jungs (die Mädels halten sich ja sehr zurück), schließt mal bitte Wissenslücken:
    - Stimmt es dass die Satelliten des GPS dem amerikanischen Militär unterstehen/gehören? Dieses hätte zur Folge, dass jedes GPS unterstütztes Fahr-/ Flugzeug vom Militär geortet und katalogisiert werden könnte.
    In einem Kriegsfalle könnten die Militärs also auch die Satellitennutzung einschränken/aufheben, alle zivilen und auch fremde militärische (?) Flugzeuge wären demnach fast blind?

    - Was ist der Unterschied zum NAVSTAR System?
    - Hat noch eine Nation ein eigenes System, ausser Russland, z.B. mit GLONASS ?

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  3. #2
    HenningOL

    Avatar von HenningOL
    Zum Gps kann ich soviel beitragen das es den USA gehört - wenn die also wollen geht nichts mehr. Seltsame Daten habe ich zur Zeit des Kosovos selbst mitbekommen...
    Was allerdings das angeht das sie jedes Fahrzeug das GPS nutz orten könne wäre mir das neu...

    CU
    Henning

    PS: Aus dieses Grund sind unsere "Freunde" auch garnicht froh darüber das Europa sein eigenes System ins All werfen will

  4. #3
    BadCompany

    Avatar von BadCompany
    Hmm,

    eigentlich funktioniert das GPS IMO so, dass der Nutzer eines solchen Navigationsgerätes Daten (von den Satelliten) empfängt, es werden aber keine Daten gesendet. Somit dürfte der Nutzer eigentlich nicht ortbar sein. Es stimmt, dass zur Zeit noch solche GPS-Systeme vom amerikanischen Militär abhängig sind, aber z.B. Europa arbeitet gegenwärtig am eigenen GPS-System Galileo.

  5. #4
    René

    Avatar von René
    GPS ist ein Satelliten-Navigationssystem welches vom us-amerikanischen Verteidigungsministerium betrieben wird. Die Hauptkontroll-Station befindet sich in Colorado Springs/USA.
    Die Satellitenflotte besteht aus 24 Satelliten. Sechs Umlaufbahnen in 20 000 km Höhe.
    Das russische GLONASS-System ist etwas ungenauer aufgrund der niedrigeren Zahl an Satelliten.
    Wer GPS verwendet ist von den Amerikaner abhängig. Eine Abschaltung ist jederzeit möglich. Außerdem kann die Genauigkeit für die private Nutzung heruntergefahren werden (wurde im Golfkrieg 1991 praktiziert). Vgl. Infosat 173.
    Ob damit eine Katalogisierung von Fahr-/Flugzeugen möglich ist, weiß ich nicht.

  6. #5
    Jan

    Avatar von Jan
    gut, schließen wir die Ortung vielleicht mal aus.
    wer weiss.
    Es wird ja auch immer behauptet, Handys, die "nur" auf Empfang sind, sind auch zu orten.
    Aber sonst passt es ja...
    GLONASS soll auf 15 m genau sein!?

  7. #6
    René

    Avatar von René
    Original geschrieben von Jan
    gut, schließen wir die Ortung vielleicht mal aus.
    wer weiss.
    Es wird ja auch immer behauptet, Handys, die "nur" auf Empfang sind, sind auch zu orten.
    Nun ja. Mit einem GPS-Receiver und einem passenden Handy sowie weiterem Equipment ist es kein Problem Fahrzeuge zu orten. Das sollte jeder Bastler hinkriegen.

  8. #7
    Reinhard

    NAVSTAR ist praktisch das Satellitensystem für GPS,die Bezeichnung wird heute kaum noch verwendet;ursprünglich sollten es 48 Satelliten werden,aber die erreichte Genauigkeit war besser als angenommen
    Die Ortung eines GPS-Empfängers ist praktisch nicht möglich,weil es ein rein passives Gerät ist(es empfängt nur),wenn nicht zusätzlich mit aktiven Geräten gekoppelt
    GPS sind eigentlich 2 unabhängige Systeme mit den gleichen Satelliten:
    ein ziviles,was jeder kaufen kann und was auch leicht zu entschlüsseln ist,damit könnte man die Geräte auch nachbauen;dieses System kann jederzeit durch die USA in der Genauigkeit verschlechtert werden und das wurde bisher auch schon mindestens einmal gemacht
    zusätzlich dazu gibt es das DGPS;das gleiche System wurde ergänzt durch genau vermessene Bodenstationen(z.B.in Nord-und Ostsee) um die Genauigkeit weiter zu erhöhen,aber das sind auch nur passive Geräte
    Das zweite ist das militärische System;das ist nur für autorisierte Nutzer,dazu reichen die handelsüblichen Empfänger nicht.Das System ist so sicher,daß im Ernstfall
    praktisch nur die USA darüber verfügen:1.braucht man einen Code,um die Geräte zu benutzen 2.nutzen einzelne Geräte keinem,der so was klaut oder erbeutet,um sowas nachzubauen
    oder längere Zeit selbst zu benutzen
    3.sind die Daten so tief codiert,man müßte 112 Jahre die Sendesignale aller Satelliten ununterbrochen empfangen,um das militärische System zu knacken

  9. #8
    Reinhard

    Und beim Handy ist es ganz anders:
    Ein GSM-Handy sendet regelmäßig,auch wenn man nicht telefoniert:Besonders beim Funkzellenwechsel(also besonders oft in sich bewegenden Fahrzeugen) und bei Veränderungen
    der Empfangsleistung(die Sendeleistung wird atomatisch im Handy und in der Basisstation so niedrig wie möglich gehalten).Und von außen kann man ein Handy jederzeit veranlassen,sich zu melden.
    Da ein Handy im Normalfall bei einer einzigen Basisstation
    eingebucht ist,kann man so schon jederzeit das Handy auf einige km um diese Station "orten".und mit etwas Aufwand kann mit mehreren Stationen ein Handy ganz genau geortet werden.
    Wenn eingebaut,ist so mit GPS und Handy ein geklautes Auto leicht aufzufinden.Und Systeme,die einen GPS-Empfänger orten können,brauchen unbedingt dazu ein mit dem GPS gekoppeltes Handy oder ein anderes Funksystem-z.B.über Satelliten.Und das gibt es auch für teure PKW und LKW.

  10. Hallo

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  11. #9
    Denti


    GPS wird in der Tat von den US-Militärs betrieben, da inzwischen aber die weltweite Luftfahrt (auch der US-Airlines) zum Teil auf GPS beruht ist die Verfügbarkeit der zivilen Seite, sowie die zur Verfügung gestellte Genauigkeit vertraglich festgehalten. Alles bisher allerdings inner-Amerikanisch, also zwischen DOT und Verteidigungsministerium.

    Eine Anpeilung der GPS-Empfänger dürfte sehr schwierig sein, da sie wie oben schon erwähnt reine Empfänger sind.

    Die DGPS-Korrekturstationen hingegen sind natürlich aktiv, da sie ja gerade dadurch arbeiten dass sie ein Korrektursignal aussenden das die Genauigkeit eines DGPS-Empfängers (der wieder passiv ist) in den cm-Bereich bringen können.

    Interessanterweise fliegt trotz der weiten und recht sicheren Verfügbarkeit von GPS noch heute ein grosser Prozentsatz an Airlinern ohne GPS und das nicht unbedingt ungenauer.

    Grüsse, Denti

  12. #10
    Jan

    Avatar von Jan
    Original geschrieben von Denti


    Interessanterweise fliegt trotz der weiten und recht sicheren Verfügbarkeit von GPS noch heute ein grosser Prozentsatz an Airlinern ohne GPS und das nicht unbedingt ungenauer.

    Grüsse, Denti
    ach, ich dachte sowas wäre Standard?

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