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Bundeswehr soll lediglich 40 Airbus A400M erhalten

Diskutiere Bundeswehr soll lediglich 40 Airbus A400M erhalten im Forum News aus der Luftfahrt auf Flugzeugforum.de


  1. #1
    Warbird

    Avatar von Warbird
    BERLIN - Die Bundeswehr muss auf Druck der Politik mit nur 40 Maschinen des dringend benötigten neuen Militärtransporters Airbus A400M auskommen. Eigentlich sollte die Luftwaffe 53 Flugzeuge erhalten. Nach dem Willen der Regierungsfraktionen soll Deutschland 13 Maschinen an andere Länder weiterverkaufen, um Geld zu sparen. Ursprünglich hatte Deutschland 60 Maschinen bestellt, seinen Auftrag aber bereits verringert.

    An diesem Mittwoch soll der Haushaltsausschuss des Bundestags grünes Licht für das A400M-Paket geben, wie FDP-Fraktionsvize Jürgen Koppelin am Dienstag ankündigte. Der CDU-Haushaltsexperte Klaus-Peter Willsch sagte der Nachrichtenagentur dpa, der Schritt sei vor dem Hintergrund der Bundeswehrreform angemessen: "Eine kleinere Armee braucht auch weniger Gerät."

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  3. #2
    cargo

    Avatar von cargo
    Wer soll die denn abnehmen und zu welchen Preis?

  4. #3
    manpower

    Avatar von manpower
    Werden ggf. auf Halde geparkt und dann verramscht. Immerhin geht es ja vorallem um die Reduzierung der Betriebskosten.

  5. #4
    Schorsch

    Avatar von Schorsch
    Ich glaube die gehen besser weg als Eurofighter.
    Speziell weil man auch mit 4 A400M schon besser dran ist als mit 0.
    40 Flieger ist noch immer noch besser als keiner oder ne Antonov Dingbumms in 2024.

  6. #5
    Oliver1977


    Das Problem mit der Politik ist, die planen max. für 4 Jahre...
    Mit so kurzfristigem Denken würde jedes mittelständige Unternehmen pleite gehen.
    Erinnert alles an die Manager verschiedener Banken und Warenhausketten...
    Aber hier sich aufregen lohnt eh nicht, wir leben in einer Demokratie und das ist nun mal der Preis hierfür.

  7. #6
    Fighter117

    Avatar von Fighter117
    Ich denke mit dieser Entscheidung werden sich vor allem die Frachtfirmen mit IL-76 freuen. Den ohne die wird die Bw auch in Zukunft nicht in der Lage sein große Kontingente zu verlegen oder zu versorgen. Ganz ohne Salis gehts eh nicht. Weder mit 53 oder mit 40 Maschinen. Die An-124 braucht man so oder so für schweres Gerät.

    Damit wird es höchstwahrscheinlich nur noch ein LTG in Wunstorf geben. Ich hoffe nur, das die A400M einen dauerhaft wesentlich höheren Klarstand haben wird, als die Transall.

    Ich verstehe aber die Argumentation nicht ganz. "Die Truppe wird kleiner" Ja schon. Aber sie soll prozentual mehr Kampftruppen besitzen, flexibler werden und mehr auf Auslandseinsätze ausgerichtet werden. Irgendwie passt das nicht ganz.

  8. #7
    ESSENER


    Hallo zusammen,

    da stimme ich Fighter117 zu und kann die Entscheidung absolut nicht nachvollziehen. Von 60 auf 53 ist noch gerade vertretbar wenn man die Reduzierung der Bundeswehr zu Grunde legt. Aber der aktuelle Schnitt auf 40 Maschinen geht deutlich übers Ziel hinaus und ausschließlich vor dem Hintergrund Kosten zu sparen.

    Im heutigen Szenario würde das "meiner Meinung" nach bedeuten, dass 10-14 Maschinen für die laufenden Einsätze (6-8 für ISAF, 4-6 für UNIFIL, KFOR, ATLANTA, Air Policing Baltikum etc.) benötigt werden, eine Maschine bei der WTD in Manching verbleibt und 15%-20% in der Wartung, Inspektion oder Leistungssteigerung (Upgrades, z.B. Tiefflugunterstützung, sollen ja von EADS nachgeliefert werden). Also stünden für den Grundbetrieb und die Ausbildung maximal 15-20 Maschinen zu Verfügung!
    Damit müssen dann fliegende Besatzungen ausgebildet oder im Training gehalten werden, die Unterstützung für den Sprungdienst sicher gestellt werden, es stehen auch mal Truppenverlegungen bei Übungen an, es müssen ab und an dringende Ersatzteile und/oder Munition zu Einheiten oder in den Einsatz transportiert werden außerdem will man auch mit A400-Tankern üben oder Kampfflugzeuge zu Übungen oder in ein Einsatzgebiet überführen. Alles mit 15-20 Maschinen?
    Fast nicht mehr tragbar und außerdem ist überhaupt keine Reserve da wenn es mal Ernst wird. Wozu die schnellen NATO- und EU-Truppen wenn die überhaupt nicht ins Krisengebiet gebracht werden können.

    1. Erste Konsequenz wird sein, dass es bei einem LTG bleibt und Hohn und Penzing (Lechfeld) sich keine weiteren Hoffnungen machen können.
    2. In der Ukraine und in Russland knallen die Sektkorken, da wir weiterhin stark auf ihre Kapazitäten angewiesen sind.
    3. Kostentechnisch wird das auch nicht den vollständig erhofften Nutzen bringen, da Deutschland die 13 Maschinen höchstwahrscheinlich zu geringeren Stückpreisen los wird als gekauft. Außerdem wird der Export-Kredit später oder überhaupt nicht zurückgezahlt (wird ja auch erst ab der 2xx. Maschine fällig, oder?). Die Vertragspartner (Spanien, Frankreich, GB, etc.) werden jedenfalls Ansprüche anmelden als erstes die Kredit-Rückzahlung zu erhalten!
    4. Es gibt noch so viele Gründe weshalb wir 53 Maschinen benötigen aber es ist mal wieder alles auf die Kosten reduziert, dabei ist Transportraum, welcher weltweit einsetzbar ist, nicht nur für Kampftruppen oder militärische Einsätze wichtig sondern auch für andere öffentliche Bedarfsträger wie z.B. das THW bei Erdbeben oder die Bundespolizei wenn es mal wieder darum geht eine Geiselbefreiung zu versuchen. Anscheinend haben unsere Politiker (besonders von der Partei die mit F beginnt) aber nur die Kosten im Blick. Die lassen lieber einen Ukrainer oder Russen in ein Kriesengebiet fliegen, das ist vor allem billiger und im Unglücksfall kann man es Abschreiben und muss keine Trauergottesdienste feiern. Finde das unverantwortlich und außerdem macht sich Deutschland damit erpressbar!

    Gruß aus ESSEN

  9. #8
    Retro


    Ehrlich gesagt verstehe ich nicht wirklich warum hier alle auf der Politik rumhacken. Die Politik hat vor Jahren einen Festpreis für die Lieferung einer festen Anzahl A400M abgeschlossen. Das war ja wohl eine weitsichtige Entscheidung.

    Wie Ihr sicher auch Alle wisst, war es der Hersteller EADS der sich an diesen Vertrag plötzlich nicht mehr gebunden fühlte. EADS wollte die Kostensteigerungen lieber dem Steuerzahler aufbürden, statt den eigenen Aktionären. Da die Staatskassen leer sind muss nun leider über die Reduzierung der Stückzahlen versucht werden das Programm zu retten.

    Das ganze A400M Programm ist eben so ein bisschen wie die Berliner S-Bahn 2011, weniger Leistung für mehr Geld.

    Viele Grüße!

  10. Hallo

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  11. #9
    Fighter117

    Avatar von Fighter117
    Zitat Zitat von Retro Beitrag anzeigen
    Ehrlich gesagt verstehe ich nicht wirklich warum hier alle auf der Politik rumhacken. Die Politik hat vor Jahren einen Festpreis für die Lieferung einer festen Anzahl A400M abgeschlossen. Das war ja wohl eine weitsichtige Entscheidung.

    Wie Ihr sicher auch Alle wisst, war es der Hersteller EADS der sich an diesen Vertrag plötzlich nicht mehr gebunden fühlte. EADS wollte die Kostensteigerungen lieber dem Steuerzahler aufbürden, statt den eigenen Aktionären. Da die Staatskassen leer sind muss nun leider über die Reduzierung der Stückzahlen versucht werden das Programm zu retten.

    Das ganze A400M Programm ist eben so ein bisschen wie die Berliner S-Bahn 2011, weniger Leistung für mehr Geld.

    Viele Grüße!
    Also so weit ich weiß, tragen die bereits gestrichenen 7 Maschinen der Preissteigerungen Rechnung. Abgesehen vom Exportkredit, aber der geht erstmal zu Lasten der KfW. Das heist, die weiteren 13 Maschinen dienen einzig des Sparzwanges und nicht dem Ausgleich der Mehrkosten.

    @ESSENER - Die allein von der Bw geforderten atomatischen Tiefflugautomatik wurde ganz gestrichen.

    Was macht man eigentlich wenn sich wirklich kein Käufer findet? HWT und den Rest verschrotten? Das wären ja englische Verhältnisse.

  12. #10
    ESSENER


    Hallo Retro,

    die aktuelle Entscheidung hat damit überhaupt nichts zu tun. Man will nun bei EADS 53 Maschinen kaufen und 13 Maschinen weiter verkaufen um Geld zu sparen. Das führt zwangsweise zu Fähigkeitseinbußen bei der Luftwaffe aber ist doch keine Strafe für den Hersteller der verspätet und zu teuer liefert. 7 Maschinen hat Deutschland EADS als Kompromiss für die Kostenexplosion erlassen und zudem einen Kredit über ca. 500 Millionen gewährt, der erst zurückgezahlt werden muss wenn mehr als 2xx Maschinen an weitere Kunden verkauft wurden (vielleicht NIE).

    Wir müssen uns doch klar sein, dass so ambitionierte Entwicklungen gar nicht zum Festpreis zu liefern sind. Bin jetzt nicht der Fürsprecher von EADS, aber wir denken mal an die A380 oder das Debakel bei den US-Herstellern (F35 oder 787) um einige Beispiele zu nennen. Viele Infrastrukturprojekte (Flughäfen, Brücken, etc.) oder das deutsche Mautsystem ist auch unter solchen Prämissen gebaut worden und zuerst gescheitert. Dann wird teuer nachverhandelt und alle Beteiligten lassen Federn um das Projekt zu retten. Eine Patentlösung hab ich nicht, aber vielleicht sind viele einzelne kleinere Schritte und die Einbeziehung/Kontrolle der Betreiber ein Weg in die richtige Richtung. Die Mehrkosten fallen jedenfalls nicht aus heiterem Himmel wenn man auf andere Projekte der Größenordnung und Komplexität schaut.

    An dieser Stelle hat die Politik also überhaupt nichts erreicht und daher bin ich mehr als skeptisch bei dieser Entscheidung. Die Politiker haben doch den höheren Preis akzeptiert (7 Maschinen und Exportkredit) und jetzt nehmen sie eine Fähigkeitslücke, durch die Veräußerung von weiteren 13 Maschinen (die sicher nicht 1:1 zum gleichen Preis verkauft werden), in Kauf. Dümmer geht es nicht. Wir kaufen zu teureren Preisen und bekommen noch nicht einmal das was wir bestellt haben.

    Folgende Optionen gab es aber man hat die schlechteste gewählt:
    1. Kauf eines äquivalentem Flottenmix in den USA (z.B. aus C-130 J und C-17) und Kündigung des EADS-Vertrag
    a. Konsequenz: EADS würde in der europäischen Flugzeugindustrie Stellen streichen
    b. Kosten: Da es etablierte Maschinen sind, hätte man die im Griff gehabt
    2. Man akzeptiert die Mehrkosten und behält damit Entwicklungs- und Produktions-Know-How in Europa.

    Normalerweise müssen alle bei einem Kompromiss bluten, allerdings ist der alleinige Verlierer bei dieser Lösung die Luftwaffe.
    - Der Steuerzahler zahlt nicht mehr als ursprünglich veranschlagt (geplant für 60 und letztendlich bezahlt für 40 Maschinen).
    - EADS bekommt mehr pro Flugzeug als ursprünglich geplant
    - Die Luftwaffe erhält allerdings nur 40 anstatt 60 Flugzeuge.

    Selbst hätte ich EADS versucht mehr in die Pflicht zu nehmen, die Luftwaffe hätten 53 Maschinen gereicht und der Steuerzahler bzw. Umschichtungen im Verteidigungs-Budget hätte mehr Geld aufbringen müssen.

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