Erstellt von Ronny  |  Antworten: 30  |  Aufrufe: 4302
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  1. #1
    Ronny


    Na gut, dann möchte ich mal was zu dem 1/72-er Revell Bausatz sagen.
    Vorneweg, ich habe mich während der Diskussion hinsichtlich der Vorzüge und Schwächen des Revell gegen den Hasegawa Bausatz bewußt enthalten.
    Alles was ich in Bezug auf diese Bausätze sage, entspricht allein meinen Vorstellungen von einem Modell, das ist keine Nietenzählerei (wie von vielen dann immer behauptet), sondern MEIN Anspruch an unser Hobby!

    Meiner Meinung nach ist der Hasegawa BS bis heute unerreicht, jedoch bestehen die Vorzüge des Revell BS in seinem Preis bei gleichzeitiger "guter" Wiedergabe des Originals. Seine Schwächen jedoch bestehen vor allem in fehlenden Gravuren (auch beim Hase BS fehlen einige!), der zu schlanken und geraden Nasenkontur, dem fehlenden Sensor vor der Cockpithaube und der Cockpithaube selbst. Diese ist nicht nur relativ dick, die erste Strebe sitzt auch zu weit (1mm) vorn, sodass die Windschutzscheibe als solche zu klein gerät. Jedoch muss Revell das irgendwie gemerkt haben, bei ihrer TF-104 G stimmt das Teil wesentlich besser!

  2. Schau dir mal die beiden Links an:
    diesen Bestseller und die Flugzeug-Kategorie

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  3. #2
    Ronny


    Die kleineren Probleme gehen beim Zusammenbau schon beim Cockpit los. Die gesamte Wanne habe ich mit 0,75 mm Evergreen Streifen um dieses Mass tiefer "gelegt" damit auch der später einzusetzende Sitz die richtige Höhe hat. Gleichzeitig habe ich die Instrumententafelabdeckung deutlich schwächer geschliffen, sodass nunmehr auch die Instrumententafel darunter passt. Auf der linken Seite fehlt der "Throttle-Quadrant" (auch dieser ist bei Revells TF dabei!), kein Problem, ein gevierteltes Stück Rundplastikstab ist schnell entsprechend geschnitten. Mit einer Rasierklingensäge wird dahinein noch eine Führung für den Schubhebel ansich geschnitten und ein ebensolcher aus rundem Plastik angebracht. Noch zu ergänzen wären auch die Seitenvekleidungen auf der linken und rechten Seite. Auch das ist in wenigen Minuten getan, vorausgesetzt Euch liegn entsprechende Zeichnungen vor (sehr gut geeignet "ZLINEK")
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  4. #3
    Ronny


    Die rechte Seite:
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  5. #4
    Ronny


    Also, sämtliche Bilder wurden mit einem Scanner erstellt, erwartet daher kein grosse Qualität und leider auch kein Bild von der Insrumententafel-mein Scanner will einfach nicht nach vorn in das Cockpit sehen.
    Alle weiteren Detaillierungen im Cockpitbereich habe ich mir für später aufgehoben, da bei der geplanten Beplankung mit Bare-Metal-Foil das Risiko einer Zerstörung zu gross war. Also, beide vorderen Rumpfhälften zusammengefügt und festgestellt: irgendetwas vor dem Cockpit fehlt. Na klar, der Sensor. Manche BS Hersteller haben diesen aber an die Cockpithaube angegossen. Nicht so Revell, die haben ihn schlicht weggelassen (bei ihrer TF ist er vorhanden!). Aus allen meinen Bildern geht hervor, dass bis auf Vorserienmaschinen und der kanadischen CF-104 alle Versionen einen solchen "Buckel" besassen! Also auch selbermachen. Ist aber auch keine Schwierigkeit. An der entspr, Stelle vor dem Cockpit wird ein kleines Loch gebohrt und dahinein ein wird ein Stück Rundplastik geklebt, welches nach dem Trocknen mit Skalpell und Schleifpapier nach Vorbildfotos angeformt wird. Einen schönen "flüssigen" Übergang habe ich erreicht, indem ich Mr. Surfacer 1000 habe um die Klebestelle laufen lassen und den überschüssigen Spachtel mit einem in Gunze-Thinner getränkten Ohrenstäbchen (Verzeihung: Q-Tipp) abgetragen habe solange der Spachtel noch nicht trocken war. Das funktioniert gut, dass Plastil wird nicht angegriffen., vermutlich weil das Zeug relativ schnell verdunstet.
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  6. #5
    Ronny


    Und jetzt macht sich jemand hinter mir bemerkbar und verpflichtet mich zum Familien-Kaffeetrinken.

    Wird fortgesetzt (der Baubericht!)

  7. #6
    AM72


    Klasse Ronny - das wird mir alles noch helfen.

  8. #7
    Peter

    Avatar von Peter
    Das sieht nach sehr guter Arbeit aus

  9. #8
    Ronny


    Vielen Dank erstmal Euch beiden, aber ich bezweifle, dass ich das Modell (aus den an anderer Stelle genannten Gründen) in nächster Zeit hier zum rollout bekomme.
    Im übrigen Peter, ich denke wir sind uns während der Thüringer Modellbautage in Erfurt begegnet. ich war derjenige welcher sich am FF-Stand nach einem möglichen Alphajet F-40 Heft erkundigt hat.


    Aber nun weiter im Text.
    Wohingegen ich beim Revell Starfighter keine Abstriche machen kann, ist die Passgenauigkeit beim Bugfahrwerksschacht. Allerdings hat sich herausgestellt, dass die Gravuren (speziell vor dem Fahrwerksschacht) sehr undeutlich und "weich" ausgefallen sind. Während des Nachgravierens habe ich mich an verschiedenen Masstabszeichnungen orientiert. Dabei fiel auf, dass hinter dem Bugfahrwerk mehrere, am Original symetrisch vorhandene, Öfnungen nicht berücksichtigt wurden. Im folgenden Bild sind diese bereits eingearbeitet (mit Hilfe der Verlinden Schablone), jedoch noch nicht vom Schleifstaub befreit. Anmerk.: Dem Hasegawa Starfighter fehlen sie ebenso! Für diesen jedoch sind sie als Ätzteil auf dem Eduardbogen vorhanden. Allerdings wollte ich sie diesem Bogen nicht entnehmen, da noch einige Hasegawa 104 darauf warten gebaut zu werden.

  10. Hallo

    Schau dir doch mal die Luftfahrt-Kategorie an

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  11. #9
    Ronny


    Die vordere Rumpfunterseite:
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  12. #10
    Ronny


    Und diese Dinger waren nun das erste wirkliche Problem. Es sind keine richtigen "Umriss-" Gravuren ansich, sondern eher Öfnungen (ich glaube der Fachmann spricht von vents), die sich in ihrer Feinheit so nicht darstellen liessen (bin für jeden Hinweis wenn doch dankbar!). Also musste hier improvisiert werden. Nachdem der Rumpf mit Folie beklebt war, bin ich mit einem hölzernen Zahnstocher sämtliche Gravurlinien nachgefahren und habe diese im Anschluss wie gehabt mit dunkler Farbbrühe bearbeitet (trotz meiner Bedenken, dass die Farbe "perlt", hat das richtig gut funktioniert. Die Farbe verteilt sich aufgrund des sehr glatten Metalls sehr gut!). Dem eigentlichen Problem, der zumindest optischen Tiefe eben dieser "vents", bin ich mit Tamyia Smoke begegnet. Dies wird mit einem feinen Pinsel aufgebracht und gelangt aufgrund der begrenzenden Gravurlinien nicht über den entsprechenden Umriss hinaus. Ich habe es vorhin mehrmals probiert, aber durch den Scanner kommt der Effekt leider nicht so raus. Ich werde morgen mal nach einer anderen Möglichkeit suchen, das Ganze bildlich darzustellen.

    PS: Wenn Ihr euch nun fragt, wieso das Modell hier noch unbeplankt ist, in dem anderen Thread aber schon mit Abziehbildern versehen war, nun ja, Serienbau. Die metallenen und die hierzusehende, noch ungetarnte F-104, entstehen nebeneinander.

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F-104 1/72 MINIbericht

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