Erstellt von Cougar  |  Antworten: 7  |  Aufrufe: 1977
  1. #1
    Cougar

    Avatar von Cougar
    In der letzten Zeit wird in der Armeeführung häufig bemängelt, dass die Luftwaffe keinen Luftunterstützung für die Bodentruppen mehr geben kann. Seit der Ausmusterung des Hunter's fehlt so ein Kampfflugzeug. Sicher könnte die F/A-18 diese Aufgabe mühelos übernehmen, aber bei einem Bestand von nur 33 Stück, ist es nachvollziehbar, dass diese Flugzeuge nur für die Luftraumüberwachung eingesetzt werden.

    Deshalb mein Vorschlag:

    Baldige Beschaffung von 2 Staffeln eines kleinen und billigen Jagdbombers wie AMX oder Hawk 200. Mein Favorit: Hawk 200. Grund: Die Luftwaffe besitzt derzeit bereits 19 Hawk 60.

    Sehr wichtig: Diese 2 Staffeln sollen nicht den F-5E Tiger ersetzten sondern nachträglich den Hunter. Den Ersatz für den Tiger wird erst um 2010 zur Truppe stossen.

    Dazu noch eine andere Frage: Hat die Luftwaffe die Maverick, welche 1982 für den Hunter gekauft wurden, noch im Bestand. Oder sind sie verkauft oder verschrottet worden, nach dem Ausscheiden des Hunters?

  2. Schau dir mal die beiden Links an:
    diesen Bestseller und die Flugzeug-Kategorie

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  3. #2
    n/a

    Mein lieber Cougar

    Du behauptest also, die schweizer Luftwaffe verfüge über kein Kampfflugzeug. Falsch. Die schweizer Luftwaffe verfügt sehr wohl über Kampfflugzeuge - z.B. über 33 F/A-18 und rund 100 F-5, sowie 19 Hawk, welche auch zum Kampfeinsatz verwendet werden können - sie können Sidewinder Lenkwaffen zum Luftkampf mitführen.

    Was Du meinst, ist der Erdkampf, d.h. die Unterstützung der terrestrischen Armee durch Flugzeuge. Diese gibt es tatsächlich nicht. Der Hunter war für eine Unterstützung bis zu einer Tiefe von 30 km vor der Front vorgesehen. Mit den neuen, kampfwertgesteigerten M-109 können aber Artilleriegranaten bis zu 26 km weit geschossen werden. Was ist jetzt billiger - ein paar Erdkampfflugzeuge oder ein Haufen Artilleriegranaten.

    Im Übrigen wird auch über die Ausserdienststellung der Hawk diskutiert - um die gesamte Ausbildung in Kanada durchzuführen.

  4. #3
    Cougar

    Avatar von Cougar
    @ Airpic

    Aber das Problem, dass wir keinen Erdkämpfer mehr haben ist trotzdem nicht gelöst. Im übrigen die paar neusten Granaten kosten gemäss Rüstungsbudget auch 168 Mio. SFr.

    Sind es nur die Kosten, die dich gegen einen neuen Erdkämpfer stimmen?

  5. #4
    n/a

    Der Hunter war am Schluss als Erdkämpfer nur noch ein besserer Witz. Dies hat nichts zu tun, ob mir dieses Flugzeug gefällt oder nicht - aber von den Waffenlast war er unbrauchbar.

    Wenn die schweizer Luftwaffe einen neuen Erdkämpfer braucht, so müssten auch die entsprechenden Piloten ausgebildet werden und da sehe ich das nächste Problem. Zur Zeit werden nämlich nur noch 4 - 6 Jetpiloten pro Jahr geschult.

    Weiter müsste man sich die Frage stellen nach dem Einsatzspektrum eines neuen Erdkämpfers (Stichwort: Waffen; Eindringtiefe). Da kann ich mich nicht dazu äussern.

    Jetzt müsste man sich weiter überlegen, ob man nicht eine möglichst effiziente Armee braucht, oder eine wo jeder sein Spielzeug hat? Ich weiss, dass dies eine sehr provokante Aussage ist, aber die weltweite Erfahrung zeigt, dass in vielen Ländern die Waffensysteme nicht nach dem militärischen Nutzen gewählt werden. So wurde in den USA durch den Kongress mehr F-16 bestellt, als die Luftwaffe überhaupt wollte. Wieso? Weil sich die Kongressabgeordneten aus Texas für ihre Industrie (F-16 wird in Fort Worth hergestellt) stark gemacht haben. Also musste in den folgenden Jahren noch weitere F-16 bestellt werden, damit ein weiteres Geschwader umgerüstet werden konnte.

  6. #5
    Cougar

    Avatar von Cougar
    Warum schneide ich eigentlich das Thema Hunter-Nachfolger an?

    In der Beilage "Air-Power, Gegenwart und Zukunft" zur ASMZ vom März 2001, schreiben die beiden bekannten Autoren Prof. Albert Stahel und Rudolf Läubli, Brigadier z D, folgendes:

    Obertitel: Die Schweizer Luftwaffe im 21. Jahrhundert

    Luftangriff

    Wiederaufbau der Kernkompetenz Luftangriff (früher "Erdkampf" genannt). Der 1994 gefällte Verzichtseinscheid hatte fatale Auswirkungen. Das Know-how des Managements von Angriffen zu Gunsten der Erdtruppen ist heute verloren. Im modernen Krieg ist die Luftunterstützung aber unverzichtbar.

    Auch wenn die Ressourcen für einen massiven Ausbau deiser Kernkompetenz fehlen werden, ist eine gewisse - wenn auch limiterite - Wiederaufnahme der Sparte Luftangriff sehr zu empfehlen. Konsequenzen daraus sind:

    - Beschaffung zusätzlicher Kampfflugzeuge mit der Erstrolle "Luftangriff"
    - Wiederaufnahme in der Ausbildung in der Sparte "Luftangriff in Luftwaffe und Heer
    - Enge Zusammenarbeit mit ausländischen Luftangriffsverbänden

    Deshalb habe ich dieses Thema aufgegriffen. Es ist also kein "Spielzeugdenken" von mir.

  7. #6
    Hornet

    Avatar von Hornet
    Hier ein Text von Albert Stahel:

    Mit den zurzeit verfügbaren 33 F/A-18 sind weitere Probleme verknüpft, denn obwohl das A für Attack steht, ist bis heute die Beschaffung von Luft-Boden-Lenkwaffen nicht erfolgt. Gerade die letzten Luftkriege haben aber den Beweis erbracht, dass Kampfflugzeuge vor allem über die Einsatzrolle Luft-Boden verfügen und mit den entsprechenden Waffen ausgerüstet werden müssen. Selbst die russischen Luftstreitkräfte wollen ihre Abfangjäger MiG-29 zu Mehrzweckkampfflugzeugen und damit für die Gefechtsfeldunterstützung und Interdiktion einsetzen können. Reine Jäger gehören der Vergangenheit an. Die Gegenwart und Zukunft gehört dem Mehrzweckkampfflugzeug und der F/A-18 ist ein solches Flugzeug. Was die Bewaffnung betrifft, so hat sich Generalleutnant Jürgen Höche, Stv. Befehlshaber AIRCENT in Ramstein, in der Europäischen Sicherheit 2/2000 wie folgt geäussert: «Es ist also unbedingt notwendig, neben der von guten Sichten abhängigen Munition auch allwetterfähige Präzisionsbewaffnung insInventar zu nehmen. ... Dabei spielt auch die Fähigkeit eine Rolle, eine Waffe mit hoher Präzision über grössere Entfernungen ins Ziel zu bringen, ohne dass der Jagdbomber sich in die Reichweite der gegnerischen Luftabwehr begibt ...»

    Quelle: http://www.asmz.ch/hefte/2000/04/200004_03.html (guter Link über die Zukunft der Luftwaffe)

    Hier meine Meinung dazu: Die Schweizer Luftwaffe muss zwingend einen Erdkämpfer beschaffen! Ich hatte einmal einen Vorschlag, welcher sich leider erst 2010 realisieren lässt!
    Und zwar ging der so:

    Als Tigerersatz den Eurofighter kaufen. Diesen als Luftkämpfer einsetzen( sehr wendig---> für das gebaut), die F/A-18 Hornet zu Mehrzweckjägern ausrüsten, d.h. auch Bomben darnhängen. Also auch für den Erdkampf tauglich machen, aber die AMRAAMs trotzdem nicht wegmontieren. Damit würde die Luftwaffe dann genug Luftjäger haben und auch den Erdkampf wieder reichlich abgedeckt haben!

  8. Hallo

    Schau dir doch mal die Luftfahrt-Kategorie an

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  9. #7
    Cougar

    Avatar von Cougar
    @Hornet

    Aber wie willst du den Luftangriff in naher Zukunft wieder einführen?

  10. #8
    Hornet

    Avatar von Hornet
    Ich bin eigentlich gegen eine Bescahffung neuer Jets nur für den Luftangriff. Ich würde es bis dahin nur beim Luftkampf belassen!

Hunter Nachfolger

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