Erstellt von MikeBravo  |  Antworten: 31  |  Aufrufe: 3188
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  1. #1
    MikeBravo


    Hallo liebe Gemeinde,

    im Heft 07/2016 sieht am auf Seite 12/13 ein Bild der von Rick Volker geflogenen Bf 109 K4 zu sehen, die mit einer offenen Wartungsklappe, rechts neben der Lufthutze, fliegt. Das sollte zwar zu keinen gravierenden Auswirkungen während des Fluges führen.
    Ein klappern oder Vibrationen würde, glaube ich, von Piloten eh nicht wahrgenommen werden.

    Welcher Zugang liegt unter diesem Deckel? Einspeisung Preßluft für die Waffenanlage oder Zugang für die Brandschott-Filtereinheit?

    Hatte die K-4 nicht ein einziehbares Spornrad? Der Propellerspinner ist in den Farben schwarz-weiß gehalten. Ab wann sind die 109er Prop-Hauben mit der Spirale lackiert worden, ist das eigentlich von Geschwader zu Geschwader unterschiedlich gehandhabt worden?
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  2. #2
    Jumo 004


    Die Klappe wird sicherlich schon durch den Fahrtwind so kräftig angedrückt werden, dass sie im Flug nicht klappern kann. Tatsächlich hatte die Kurfürst ein einziehbares Spornrad. Die Spinner wurden nicht ab Werk, sondern meistens von den Warten mit den Spiralen versehen. Deshalb sahen sie auch alle etwas unterschiedlich aus. Der Hintergrund soll der sein, dass sich herumgesprochen hatte, dass die Bordschützen der Bomber die anfliegenden Maschinen angeblich nicht so genau anvisieren könnten, wenn sie auf eine, sich drehende, Spirale schauen. Teilweise hat man das Problem, wenn man mit dem Malen einer Spirale etwas "überfordert" war, aber auch mit einer weißen Fläche (1/4 bis 1/3) auf dem dunklen Spinner gelöst - oder auch ganz darauf verzichtet.

  3. #3
    MikeBravo


    Uuuups, da ist mir ein kleiner Fehler unterlaufen: Bei dieser Maschine handelt es sich NICHT um eine K-4, sondern um eine G-4!!

    Hatte dieses Baumuster kein einziehbares Spornrad? Falls doch, haben die Spezialisten bei Meier Motors beim Aufbau des Spornradkastens wohl einen gravierenden Fehler gemacht.....

  4. #4
    Jumo 004


    Zitat Zitat von MikeBravo Beitrag anzeigen
    Uuuups, da ist mir ein kleiner Fehler unterlaufen: Bei dieser Maschine handelt es sich NICHT um eine K-4, sondern um eine G-4!!

    Hatte dieses Baumuster kein einziehbares Spornrad? Falls doch, haben die Spezialisten bei Meier Motors beim Aufbau des Spornradkastens wohl einen gravierenden Fehler gemacht.....
    Zumindest ab der Bauserie F war das Spornrad einziehbar, wenn auch nicht komplett, so dass noch ca. 1/4 bis 1/3 des Rades zu sehen war. Bei der Kurfürst konnte es jedoch vollständig eingefahren werden. Diese Serie hatte auch noch kleine Klappen für das Hauptfahrwerk, die sich dann über die eingefahrenen Räder legten, so dass die Unterseite der Maschine relativ glatt war und wenig Luftwiderstand bot. Dem Grunde nach war die Kurfürst die perfekteste Bf 109, nur dass die verwendeten Materialien kriegsbedingt nicht sehr langlebig waren.

  5. #5
    78587?


    Zitat Zitat von MikeBravo Beitrag anzeigen
    Welcher Zugang liegt unter diesem Deckel? Einspeisung Preßluft für die Waffenanlage oder Zugang für die Brandschott-Filtereinheit?

    Die Form und Position dieses Zugangs-Deckels gibt es nur bei der "Friedrich", nachfolgende Baureihen haben dort kein "Loch" in der Seitenwand, gehört also gar nicht in eine "G-4".

    .

  6. #6
    lutz_manne


    Zitat Zitat von 78587? Beitrag anzeigen
    Die Form und Position dieses Zugangs-Deckels gibt es nur bei der "Friedrich", nachfolgende Baureihen haben dort kein "Loch" in der Seitenwand, gehört also gar nicht in eine "G-4".

    .
    Das ist die MeierMotorsche Tunig Version einer Käsemaukenbelüftung. Jedenfalls wenn man nicht sagen will, dass man nicht wusste das der Deckel dort nicht ins Blech geschnitten gehört. :-p

  7. #7
    Friedarrr

    Avatar von Friedarrr
    Zitat Zitat von Jumo 004 Beitrag anzeigen
    Die Klappe wird sicherlich schon durch den Fahrtwind so kräftig angedrückt werden, dass sie im Flug nicht klappern kann. Tatsächlich hatte die Kurfürst ein einziehbares Spornrad. Die Spinner wurden nicht ab Werk, sondern meistens von den Warten mit den Spiralen versehen. Deshalb sahen sie auch alle etwas unterschiedlich aus. Der Hintergrund soll der sein, dass sich herumgesprochen hatte, dass die Bordschützen der Bomber die anfliegenden Maschinen angeblich nicht so genau anvisieren könnten, wenn sie auf eine, sich drehende, Spirale schauen. Teilweise hat man das Problem, wenn man mit dem Malen einer Spirale etwas "überfordert" war, aber auch mit einer weißen Fläche (1/4 bis 1/3) auf dem dunklen Spinner gelöst - oder auch ganz darauf verzichtet.
    ...soll der sein....
    Ist aber falsch. Denn die Spirale hatten z.T. auch Nachtjäger, Bomber und Seeflugzeuge...glaube kaum das die in den Nahkampf mit feindlichen Fliegern vorgesehen waren oder bei Nacht das ausschalggebend war.

    Die Kullerschnautze wird vorwiegend bis ~mitte des Krieges beobachtet, wohingegen die Spirale dann später bevorzug wurde. Es ist wie heute auch (siehe einige TKW´s der Airliner) die Aufmerksamkeitsmachug des Gefahrenbereiches eines drehenden Props. Die Allieriten haben den Propellerkreis gekenzeichnet, in dem sie die Prop.-enden gelb (weiß) gestrichen haben.

  8. #8
    TomTom1969

    Avatar von TomTom1969
    Zitat Zitat von Jumo 004 Beitrag anzeigen
    (...) Die Spinner wurden nicht ab Werk, sondern meistens von den Warten mit den Spiralen versehen. Deshalb sahen sie auch alle etwas unterschiedlich aus. Der Hintergrund soll der sein, dass sich herumgesprochen hatte, dass die Bordschützen der Bomber die anfliegenden Maschinen angeblich nicht so genau anvisieren könnten, wenn sie auf eine, sich drehende, Spirale schauen. Teilweise hat man das Problem, wenn man mit dem Malen einer Spirale etwas "überfordert" war, aber auch mit einer weißen Fläche (1/4 bis 1/3) auf dem dunklen Spinner gelöst - oder auch ganz darauf verzichtet.
    Die Erklärung möchte ich (wie Friedarr) bezweifeln.

    Denn der Grund ist derselbe, wegen dem auch heutige Triebwerke von Verkehrsflugzeugen gelegentlich Spiralen aufgemalt haben. Du siehst dann nämlich immer, ob die Luftschraube oder der Fan drehen. Unser Auge hat eine begrenzte Aufnahmefrequenz, genau wie eine Filmkamera, also xx Bilder/sek. Wenn nun der Propeller oder der Fan mit einer passenden Drehzahl drehen, kommt es zu einer sensorischen 'Unterabtastung' der Drehbewegung, einem sogenannten 'Aliasing'-Effekt. Der Propeller dreht ziemlich schnell, scheint aber auf dem Bild zu stehen. Und das ist gerade für Bodenmechaniker unschön. Das Problem entsteht, weil Du mehrere Propeller- respektive Fan-Blätter hast, die sich bei passender Drehzahl im Bild 'übereinander' legen. Eine Spirale ist nicht rotationssymmetrisch, die verschmiert einfach. Siehst Du keine Spirale, dreht die Mühle - aufpassen!

    Thomas

  9. #9
    one-o-nine

    Avatar von one-o-nine
    ... wie von den Vorrednern schon geschrieben, die Spirale hat nichts mit einer Hypnose vom
    bösen Feind zu tun, grober Unfug und reines Märchen, das leider nie ausstirbt

    ... rein zur Erkennung eines drehenden Propellers als Gefahrenbereich, wie z.B. heute noch an Airliner-Turbinen!

  10. #10
    lutz_manne


    Wir driften zwar ins Off-Topic ab, aber ich frage mich nur, wieso bei der DLW nicht auch die Blattspitzen hell lackiert wurden um den Gefahrenbereich klar zu kennzeichnen. Die Spirale oder Kullerschnauze bringt da nix. Mir sind einige Unfälle durch Propellerschlag beim Bodenpersonal bekannt. Und mal echt, ob sich bei einer 109 der Propeller dreht oder nicht, das hört man gewiss an der Musik des 60x. ;-)

    Die ersten Markierungen der Propellerhaube bei der 109 waren übrigens i.d.R. Staffelmarkierungen.

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Im akktuellen "Klassiker der Luftfahrt" BF 109 K4 fliegt mit offener Wartungsklappe!

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