Erstellt von Büttner  |  Antworten: 9  |  Aufrufe: 4842
  1. #1
    Büttner


    Immer wieder liest man etwas über den Einsatz des S-300 Fla.-Raketenkomplex in der DDR.
    Hat dieses Waffensystem innerhalb der DDR tatsächlich in Betrieb gestanden und war es wirklich in einer Stellung stationiert?

    Wenige Leute müssen doch dabei gewesen sein, die heutzutage Informationen gegeben haben. Gibt es Quellen aus den letzten Jahren, ich kenne nur zwei Bücher und eine Zeitschrift.

    Vielleicht gibt es den einen oder anderen der sich mit der Thematik beschäftigt hat.

    Grüße aus Berlin

  2. Schau dir mal die beiden Links an:
    diesen Bestseller und die Flugzeug-Kategorie

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  3. #2
    Tschaika

    Avatar von Tschaika
    wenn ich mich recht entsinne, habe ich irgendwo gelesen (bei Kopenhagen?!), daß dieses Waffenssyste (SA-300) auch zu der "sensiblen" Technik gehörte, die 1990 wieder in die damals noch existierende Sowjetunion zurückgebracht wurden. Basis war ein Vertrag zwischen DDR und Sowjetunion im Kontext von 2+4 ...

    Zugegeben recht wage, aber es gibt bestimmt jemand, der auch den § zitieren kann, mit dem das geregelt wurde ... :p

  4. #3
    A.Stephan

    Avatar von A.Stephan
    Hallo,

    Angaben gibt es auf der Homepage von Veith ( @ Veith: ich mach mal tausendteletips :D ).
    Zur S-300 etwas aus der Sicht des Militärtransportwesens. Für den Eisenbahntransport von Militärtechnik gab es die "heilige Bibel" des MTW - den Lü-Katalog (Lademaßüberschreitung, die hatte fast jede Technik), d.h. Militärtechnik wurde nach den Angaben in diesen Katalog transportiert oder als Sondertransporte laut maßstabsgenauen Skizzen. Das Verfahren nach Lü-Katalog war wesentlich einfacher in der Handhabung. Wurde neue Technik eingeführt gab es, wie schon gesagt die Skizze, oder es wurde ein Antrag über die Aufnahme in den Lü-Katalog gestellt. Dann wurde die gesamt Technik vermessen, auf die Waage gestellt, Verladeübungen durchgeführt ..., und das unter Beteiligung einer zivilen Einrichtung - der DR- (gut waren auch Uniformträger).
    Um die ganze Sache abzukürzen, ich war zu dieser Zeit in der Eisenbahntransportkommandantur Schwerin und eines Tages standen die Kameraden von der grauen Waffenfarbe auf der Matte mit Zeichnungen eines "Fahrzeuges" das per Eisenbahn transportiert werden sollte.
    Eine Übergabe an die russ. Seite muß 1990 erfolgt sein, denn dann standen Transporte der WGT nach Rußland mit analogen Parametern der Technik an.

    Axel

  5. #4
    Büttner


    Original geschrieben von A.Stephan
    ... Eine Übergabe an die russ. Seite muß 1990 erfolgt sein, denn dann standen Transporte der WGT nach Rußland mit analogen Parametern der Technik an ... Axel
    Ja Danke für den Hinweis, aus der Richtung hab ich noch nichts gehört. Um es zusammen zu fassen sind demnach diese Waffensysteme mit der Eisenbahn in die DDR geliefert worden.
    Weiß man in welchem Jahr?

    Besteht die Möglichkeit die "Transporte der WGT nach Rußland mit analogen Parametern" genauer auszudrücken? Oder anders hat die WGT ebenfalls S-300 P in der DDR stationiert!?

    Davon höre ich zum ersten mal.

    Seist Du ein Eisenbahner mit UTM Koordinaten, soso

    Wenn ich so recht überlege weiß ich nicht wie das Ding auf die Bahn gepasst hat ...
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  6. #5
    A.Stephan

    Avatar von A.Stephan
    Na ja, Militäreisenbahner und in der Ausbildung etwas Lufttransport.
    Zur S-300:
    Über Jahr der Lieferung und ob die WGT S-300 im Bestand hatte, kann ich leider nichts sagen. Was die Transporte nach Rußland betrifft, es waren die NVA-Systeme. Die russ. Kollegen waren sehr erfreut, denn jetzt mußten sie sich damit herumschlagen. In diesem Zusammenhang ist auch mal die Bemerkung gefallen, daß es doch nicht die allerneuste Version war.
    Was den Transport bei Lieferung betrifft, da gab es viiieeellle Möglichkeiten. Die Abteilung war ja in der Nähe der Küste disloziert, das wäre auch noch eine Möglichkeit. Und die russische Seite hat sich niemals in die Karten schauen lassen, die Technik war dann am Tag y am Ort z. Wenn man sich in diesen Zusammenhang mal den Aufwand bei Lieferung der ersten Su-22 betrachtet und ganz verrückt war es bei den SS-23!
    Ob die Technik nun auf DR-Flachwagen gepaßt hat, da müßte ich mir mal die techn. Daten näher zu Gemüte führen.
    Regelungen betr. Lademaßüberschreitung wie bei DR (also Katalog) gab es bei der sowj. Bahn nicht. Der Unterschied in der Spurweite beträgt zwar "nur" 8,5 cm, aber beim Lademaß und Lichtraumprofil lagen schon Welten und da konnte Kolja sich austoben. Im Studium wurde uns mal gesagt, daß bei der Konstruktion von Militärtechnik der Fakt zu berücksichtigen ist, daß die Technik nach Möglichkeit ins Lademaß und Lichtraum paßt.
    So, erst mal genug zu Land und See, zurück zur Luft.


    Axel

  7. #6
    Matze Fishbed


    Hast Du schon mal nachgeschlagen bei Kopenhagen "Die andere deutsche Luftwaffe"?

    Auf Seite 162 wird in Wort und Bild vom NVA-Einsatz kurz berichtet.
    Ich meine auch, so ein Teil letztens im Armeemuseum Dresden,sorry Militärhist...museum -blödes Wort, gesehen zu haben.
    Werde morgen mal daran vorbeifahren und kundschaften...

    Matze

  8. #7
    Büttner


    Original geschrieben von Matze Fishbed
    ... Hast Du schon mal nachgeschlagen bei Kopenhagen "Die andere deutsche Luftwaffe"? ... Werde morgen mal daran vorbeifahren und kundschaften ... Matze
    @Matze, Ich habe nur die Auflage in der die S-300 Beschreibung noch nicht enthalten war, man kauft sich ein und dasselbe Buch ja nicht zweimal ...
    Dem Weg in die Sammlung kannst Dir sparen, S-300 gibt es dort nicht - bei den Slovaken kann man es manchmal auf Ausstellungen sehen.
    Original geschrieben von A.Stephan
    ... Ob die Technik nun auf DR-Flachwagen gepaßt hat, da müßte ich mir mal die techn. Daten näher zu Gemüte führen ...
    @Axel, Du hast demnach Angaben über Abmessungen, Danke das Du es nochmal aus diesem Blickwinkel betrachtest. "Eisenbahnerdeutsch" verstehe ich schon, bin Gleisbauer und mache mit Gleisvermessung rum ...
    Vielen Dank für die Hilfe

  9. #8
    Matze Fishbed


    Original geschrieben von A.Stephan @Matze In Dresden steht eine Startrampe des Systems "Rubesch" - Antischiffsraketenkomplex. Axel
    ...genau, habe ich mir gestern auch nochmal angesehen.
    Für unsere Bahnfreunde: Breite laut Schautafel 3050 mm.

    ups...da war dann auch noch die Tür zur Fahrerkabine offen!!!
    Ich also rein und sehe ein Visier PKI (vergleiche MiG,L-39 etc.) genau vor der Nase !
    Fotos folgen nächste Woche, aber jetzt schon mal die Frage:
    Wofür brauchten die das Ding?

    Matze

    so, nun vom Küstenraketenkomplex "RUBESCH"eine Foto

    Matze
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  10. Hallo

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  11. #9
    Matze Fishbed


    aus der Fahrerkabine das Visier PKI, wöfür wird es denn nun gebraucht?

    Matze
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  12. #10
    Matze Fishbed


    ohne es genau zu wissen:

    hier eine Rakete, die im Mil-hist.-Museum Dresden ihne Erklärung steht, ggf. ist es die Antischiffsrakete, die von besagtem Komplex verschossen wird...

    Matze
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