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  1. #1
    Wolzow

    Avatar von Wolzow
    Seit wann gibt es die 29 mit Haken
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    • Dateityp: jpg 142.jpg (4.4 KB, 419x aufgerufen)

  2. Schau dir mal die beiden Links an:
    diesen Bestseller und die Flugzeug-Kategorie

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  3. #2
    Flugi

    Avatar von Flugi
    Das ist eine MiG-29K (Erzeugnis 9-31)
    Der Erstflug war am 23 Juni 1988

  4. #3
    Scorpion

    Avatar von Scorpion
    @Flugschreiber,
    nicht ganz korrekt, das auf dem Bild ist die neue MiG-29K (9.41) für Indien;)

    @Wolzow,
    wenn Du näheres wissen willst sag bescheid.

  5. #4
    Wolzow

    Avatar von Wolzow
    Mir ist nur der Fanghaken aufgefallen ich dachte immer auf ihren Trägern wären nur Suchojs .

    @ Scorpion Infos sind immer gut. Aber für Indien MIG29 mit Landehaken?
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  6. #5
    Dominik


    Korigiert mich wenn ich falsch liege aber ich glaub mal wo gelesen zu haben das die MiG das einzige Flugzeug der Welt ist das ohne Katapult von einem Träger starten könnte!!!

  7. #6
    Büttner


    Original geschrieben von Dominik
    Korigiert mich wenn ich falsch liege aber ich glaub mal wo gelesen zu haben das die MiG das einzige Flugzeug der Welt ist das ohne Katapult von einem Träger starten könnte!!!
    Muß man richtigstellen, die Su-27 K kann das auch.
    Senkrechtstarter natürlich unberücksichtigt.
    Haben es die Sowjets es doch tatsächlich geschafft zwei Flugzeuge für den Trägereinsatz zu modifizieren.
    Kein Katapult auf dem "Flugzeugträger", dafür Klötzer vor dem Hauptfahrwerk die dann im Deck verschwinden und los gehts ...

    Irgendwann werden die Inder vielleicht MiG-29 K bekommen die dann von einem ehemaligen Flugdeckreuzer operieren auf dem mal Jak-38 M stationiert waren. Sparen sich somit den Katapulteinbau.

  8. #7
    Scorpion

    Avatar von Scorpion
    Kleine Ergänzung, alle konventionell startenden Jets der Russen können ohne Katapult starten. Das schließt die MiG-29K/KUB, Su-33 (Su-27K), Su-33UB (Su-27KUB) und die Su-28 (Version der Su-25) ein, auch eine MiG-27 wurde wenn mich nicht alles täuscht für Trägereinsätze modifiziert.

    Zur MiG-29M und K:

    MiG-29 „Fulcrum“ 2. Generation

    Technische Daten

    Herkunftsland : Rußland
    Hersteller : MAPO MiG
    Erstflug : 25.04. 1986 (MiG-29M), 23.06 1988 (MiG-29K), 22.04. 1998 (MiG-29SMT-1)
    Typ : Mehrzweckkampfflugzeug (MiG-29M/SMT), Trägergestützter Mehrzweckjäger
    (MiG-29K)
    Besatzung : 1

    Antrieb :
    2 Klimow/Leningrad RD-33K Mantelstrom-Nachbrennertriebwerke mit einem Trockenschub von jeweils 53,95 kN (5503 kg), einem Nachbrennerschub von je 86,33 kN (8805 kg) und einem kurzfristig verfügbaren Nachbrennerschub von 92,22 kN (9406 kg) (MiG-29M/K) bzw. 2 Klimow/Leningrad RD-43 mit einem Nachbrennerschub von je 98,1 kN (10006 kg) (MiG-29SMT-2).

    Maße :
    Länge : 17,37 m (MiG-29M/K), 17,32 m (Mig-29SMT)
    Höhe : 4,73 m
    Spannweite : 11,36 m (M/SMT), 11,99/7,80 (K)
    Tragflächengröße : 38 m² (M/SMT), 43 m² (K)
    Flügelstreckung : 3,4 m
    Leitwerksspannweite : 7,78m
    Spurweite : 3,10 m
    Radstand : 3,67 m

    Massen :
    Leergewicht : 11500 kg (MiG-29M), 12700 kg (MiG-29K)
    normales Startgew. : 15800 kg (M), 15570 kg (K), 16850 kg (SMT)
    Max. Startgewicht : 21000kg (MiG-29M), 20500 kg (MiG-29SMT), 22400 kg (K)

    Treibstoffzuladung :
    Intern : 4460 kg (MiG-29M/K), 4775 kg (MiG-29SMT)
    Extern : 2709 kg

    Leistungen :
    Höchstgeschwindigkeit : 2445 km/h (Mach 2,3) (M), 2400 km/h (Mach 2,27) (SMT), 2300 km/h (Mach 2,17) (K) in 10000 m Höhe
    In Meereshöhe : 1500 km/h (Mach 1,25)
    Dienstgipfelhöhe : 17000 m (MiG-29M), 17400 m (K), 18000 m (MiG-29SMT)
    Steigleistung : 320 m/sek (M), 260 m/sek (K), 300 m/sek (SMT) in Meereshöhe
    Max. Lastvielfaches : 10,5 G (MiG-29M), 9 G (MiG-29SMT)
    AOA : 35º (Maximaler Grenzwert) (MiG-29M/K), 30º (MiG-29SMT)
    Startstrecke : 250 m
    Landestrecke : 600 m
    Einsatzradius : 850 km mit und 1300 km mit Zusatztanks (K)
    Reichweite : 2000 km (MiG-29M), 2200 km (MiG-29SMT), 1850 km (K)
    Überführungsreichweite : 3200 km (MiG-29M), 3000 km (K), 3300 km (MiG-29SMT-1)

    Bewaffnung :
    Ein 1-Rohriges Gsh-30-1 30 mm Bordkanone mit 100/150 Schuß (MiG-29M/MiG-29SMT), sowie 9 Außenlastträger für Luftkampfraketen vom Typ R-60M (AA-8 Aphid), R-73E (AA-11 Archer), R-27R/T/Re/Te (AA-10 Alamo A/B/C/D) und R-77 (AA-12 Adder), Sprengbomben FAB-250 und –500, OFAB-250 Spreng-/Splitter-Bomben, Pb-250 verzögerte Spreng-/Splitterbomben, RBK-500 Streu- und ZAB-500 Brandbomben, KMGU-2 Bombenausstoßgeräte, Ungelenkte Raketen S-8, S-13 und S-24, TV-/Lasergelenkte Luftbodenraketen Ch-25MT/ML (AS-10 Karen), Ch-29T/L/TE (AS-14 Kedge) und Bomben KAB-500KR/L, Antiseezielraketen Ch-31A (AS-12 Kegler) und Ch-35 (AS-17 Krypton), Antiradarraketen Ch-25MP (AS-10 Karen) und Ch-31P (AS-12 Kegler), sowie 1150 l, 1500 l und 1520 l Tanks. Außerdem kann die MiG-29SMT Laserzielbeleuchtungsbehälter PDCLT und Luft-Luftraketen K-30, K-77M und K-37M mitführen. Die Maximale externe Waffenzuladung beträgt 4500 kg bei der MiG-29M/K und 5000 kg bei der MiG-29SMT.


    MiG-29M „Fulcrum“

    Geschichte

    Das der vermeintliche sowjetische Superjäger die MiG-29 „Fulcrum“ alles andere als Perfekt ist, weiß der Westen erst seit 1990 nachdem die Bundeswehr ca. 2 Dutzend Maschinen dieses Typs von der ehemaligen NVA übernommen hat. Während der 80ziger Jahre als der kalte Krieg seinen Höhepunkt erreicht hatte, war die MiG-29 das im Westen am meisten gefürchtete Kampfflugzeug hinter dem Eisernen Vorhang und wurde mit größtem Respekt beurteilt. Die Sowjetischen Luftstreitkräfte mußten aber schon kurz nach der Indienststellung der „Fulcrum“ bemerken, dass das Flugzeug eine Vielzahl von Mängeln besaß. Auch die Konstrukteure des Flugzeuges wussten von diesen Schwächen. Bemängelt wurden die geringe Lebensdauer der Zelle und der Triebwerke, das die Triebwerke unter bestimmten Umständen stark rußten und das die Maschine in sehr kurzen Abständen gewartet werden mußte. Weitere Schwachpunkte waren das Cockpit, dass mit seinen Analogen Instrumenten deutlich veraltet war. Die Avionik war zum Teil ebenfalls veraltet, das Navigationgerät soll ungenau sein und die Systeme sind zudem schlecht integriert, wodurch die Bedienung insgesamt sehr schwer ist, was sich negativ auf die situative Gegenwärtigkeit des Piloten auswirkt. Der Pilot ist im Gefecht zu sehr mit der Bedienung der Systeme beschäftigt und kann sich so nicht so sehr auf seine Mission bzw. das Kämpfen konzentrieren. Die MiG-29 besitzt außerdem keine elektronische Flugsteuerung, so dass auch das Fliegen der Maschine schwierig ist. Auch das Radar besitzt mehrere Mängel. Die Signal-, Abtast- und Verarbeitungskapazität sind sehr gering. Der Pilot ist zur Gefahren- und Zieleinschätzung unverhältnismäßig viel auf externe Quellen wie z.B. GCI-Radarleitstationen und/oder AWACS-Flugzeuge angewiesen. Das Radar ist nicht in der Lage mehrere Ziele gleichzeitig anzugreifen. Ein autonomes Operieren ist somit fast unmöglich. Die BVR-Bewaffnung der MiG-29, bestehend aus 2 R-27R (AA-10 Alamo A) Lenkflugkörpern, ist zudem bescheiden im Vergleich zu der westlicher Kampfjets. Auch die Reichweite der „Fulcrum“ stellt ein Problem dar, da sie aufgrund der geringen Treibstoffzuladung, ebenso wie die Flugdauer, sehr niedrig ist. Bemängelt wird auch das geringe Angriffspotential. Die ursprüngliche „Fulcrum A“ besaß nur eine geringe Waffenzuladung besaß nur sehr bescheidene Angriffsfähigkeiten. Die MiG-29S besaß bereits eine doppelt so hohe Waffenzuladung wie die Basisversion und war somit schon etwas besser für Angriffszwecke geeignet. All diese Schwächen galt es nun auszumerzen. 1984 brachte Mikoyan-Gurevich eine Version der MiG-29 hervor, die die Firmeninterne Bezeichnung Isdelije 9.14 trug. Es handelte sich dabei um eine direkte Weiterentwickelung der 9.13. Bei dieser Variante der „Fulcrum“ sollte einfach ein Avionikbehälter unter dem Rumpf angebracht werden, der den Einsatz präzisionsgelenkter Erdkampfwaffen ermöglichen sollte. Außerdem sollten die Waffenzuladung gesteigert und eventuell schubstärkere Triebwerke eingebaut werden. Durch die neuen Triebwerke wollte man ein Höheres Startgewicht erzielen und somit eine höhere Waffenzuladung ermöglichen. Letztendlich wurde dieser Entwurf jedoch aufgegeben, da selbst mit stärkeren Triebwerken die Leistungsverluste, die durch den Avionikbehälter verursacht wurden, nicht akzeptabel gewesen wären. Außerdem konnten mit dieser Version nicht alle Schwachpunkte beseitigt werden. So begannen die Konstrukteure nach anderen Lösungen zu suchen. Schließlich entschloss man sich dazu eine neue verbesserte Version der MiG-29 zu entwickeln. Die Arbeiten begannen noch 1984. Das Ergebnis der Bemühungen war die MiG-29M „Fulcrum“ (Produkt 9.15), ein Mehrzweckjäger der 4. Generation. Die M basierte auf der 9.12, war aber ein völlig neues Flugzeug. Sechs Prototypen wurden gebaut von denen der Erste seinen Jungfernflug am 25. April 1986 durchführte. Die Flugerprobung wurde bis Mitte der 90ziger Jahre fortgeführt und fasst beendet, bevor das Ende der Finanzierung das Programm stoppte. Rußland hatte kein Geld mehr für die Beschaffung neuer Kampfflugzeuge, bzw. es konnte sich nicht mehr viele sondern nur noch einige Typen leisten. Die russischen Luftstreitkräfte mußten viele Kompromisse schließen und Entscheidungen treffen. So hatten die Streitkräfte die Wahl zwischen der MiG-29M von MAPO MiG und der Sukhoi Su-35/37. Die Entscheidung viel zugunsten Sukhois Muster, was das aus für die MiG-29M bedeutete. Ursprünglich sollte die MiG-29M Anfang der 90ziger Jahre eingeführt werden. Insgesamt sollten 300-400 Maschinen beschafft werden. Nachdem sich Mitte der 90ziger Jahre immer mehr zeigte, dass die einseitige Ausrichtung auf die Su-27 nicht die richtige Wahl war, plante die russische Luftwaffe 1996 doch noch die Anschaffung von zunächst 30 MiG-29M. Allerdings scheiterte dieses Vorhaben am Geldmangel der Jelzin-Regierung. 1992 wurde die MiG-29M erstmals im Westen, auf der Flugausstellung Farnborough, präsentiert. Die einzige Möglichkeit die MiG-29M noch zu vermarkten ist der Export. Die Exportvariante der MiG-29M wurde bis 1994 als MiG-29ME bezeichnet und dann in MiG-33 umbenannt. Sie entspricht der MiG-29M. Aufträge wurden bisher noch nicht erteilt. Es gibt jedoch durchaus reale Chancen das Flugzeug zu Vermarkten, denn die MiG-29M/33 ist ein sehr attraktives Kampfflugzeug und vor allem für Länder wie dem, Irak oder Nordkorea, die dem Westen gegenüber feindlich eingestellt sind und nur wenig Geld haben, die einzige Möglichkeit sich moderne Jagdflugzeuge zu beschaffen. Bisher hat wohl nur Indien Interesse an der MiG-33 bekundet. Die Zukunft für das Kampfflugzeug ist also ungewiss aber ein gewisses Potential ist durchaus vorhanden.

  9. #8
    Scorpion

    Avatar von Scorpion
    Aerodynamik/Struktur/Flugsteuerung

    Die MiG-29M weist die gleichen Abmessungen auf wie die „Fulcrum A“, bis auf das sie 5 cm länger ist. Das Leergewicht ist um 600 kg angestiegen, aber auch das maximale Startgewicht konnte um immerhin knapp 2500 kg gesteigert werden. Bei der Zelle der MiG-29M wurden in größerem Maße geschweißte Aluminium-Lithium-Legierungen und Verbundwerkstoffe verwendet. So konnte die Verwendung von konventionellen Halterungen, Dichtungsmitteln und Nietverbindungen minimiert werden. Damit konnte gleichzeitig das Gewicht reduziert und Platz gespart werden, so dass jetzt mehr freier Raum für Treibstoff und Avionik zur Verfügung steht. Aufgrund der gestiegenen Massen wurde die Flugzelle zudem verstärkt. Gegenüber der MiG-29 (Produkt 9.12/9.13) wurde die Aerodynamik verbessert. Der Rumpfgrat wurde etwas vergrößert wodurch zusätzlicher Platz geschaffen wurde. Die LERXes wurden ebenfalls optimiert und erzeugen nun stärkere Wirbel, wodurch die Handhabung bei Hohen Anstellwinkeln verbessert werden konnte. Die Querruder wurden zu den Flügelspitzen hin erweitert, wodurch die Rollbewegungen besser kontrolliert werden können. Die Höhenflossen wurden vergrößert um die Längsneigungs- und Rollsteuerung zu erleichtern. Sie sind zudem mit einem Sägezahn an der Vorderkante ausgestattet wodurch ein Strömungsabriss bei hohen Anstellwinkeln verhindert wird. Die kleinen Luftbremsen im Heck wurden durch eine größere auf dem Rücken, die sich zwischen den beiden Seitenleitwerken befindet, ersetzt. Sie ist ca. 1 m² groß und ermöglicht eine schnellere Abbremsung und kann zudem bei höheren Geschwindigkeiten verwendet werden. Da sie weiter vorne angebracht ist sind die Längsneigungsveränderungen bei Betätigung nicht mehr so stark. Durch das neue Radargerät, das eine kleinere Antenne besitzt, konnte das Profil des Radoms verfeinert werden. Das Verlängerungsstück der Seitenleitwerke wurde zudem weggelassen- Außerdem wurde der Schwerpunkt etwas nach hinten verlagert um die Handhabung zu verbessern. Während die Basisversion der MiG-29 mit einem konventionellen mechanischen Flugsteuerungssystem versehen war, ist die MiG-29M aerodynamisch instabil ausgelegt und mit einem neuen quadroplexen analogen Fly-by-Wire Flugsteuerungssystem ausgerüstet. Es benutzt 4 Kanäle für die Neigungssteuerung und 3 fürs Rollen und Gieren. Ein mechanisches dreifach reduantes Notsteuerungssystem wurde jedoch beibehalten. Mikoyan-Gurevich entschied sich für ein analoges FBW anstelle eines digitalen Systems, da es zuverlässiger und weniger störanfällig gegenüber elektromagnetischen Impulsen ist. Das es etwas mehr wiegt nahmen die Konstrukteure dabei bewußt in Kauf. Im Vergleich zur „Fulcrum A“ konnte die Lebensdauer der Zelle erhöht werden.


    Antrieb/Treibstoff

    Um ein höheres Startgewicht und somit eine größere Zuladung zu ermöglichen und die Leistungen dennoch beizubehalten oder sogar zu verbessern waren für die MiG-29M neue Triebwerke erforderlich. Die Maschine ist mit zwei verbesserten RD-33 Turbofans ausgestattet, die als RD-33K bezeichnet werden. Angeblich wurden diese ursprünglich für die Marineversion der „Fulcrum“ der MiG-29K entwickelt. Der Erstflug einer MiG-29M mit diesen Triebwerken erfolgte am 26. September 1987. Das RD-33K hat einen neu entwickelten Fächer und wurde zudem in fortschrittlicher Einkristall-Turbinenschaufel-Bauweise gefertigt. Dadurch wurden höhere Betriebstemperaturen ermöglicht. Nur so konnte der Triebweksschub gesteigert werden. Gegenüber dem RD-33 wurde der Mengenstrom von 77 kg/sek auf 82 kg/sek gesteigert. Der Triebwerksschub konnte so um 400 kg ohne und 500 kg mit Nachbrenner pro Triebwerk gesteigert werden. Zusammen erzeugen die beiden Treibwerke einen Trockenschub von insgesamt 11000 kg und einen Nachbrennerschub von 17600 kg. Kurzzeitig können die RD-33K Turbofans einen Schub von jeweils 9400 kg erzeugen. Sie verfügen außerdem über eine digitale Triebwerkssteuerung und lassen sich dadurch besser handhaben. Auch der Rußausstoß konnte deutlich reduziert werden. Die Lebensdauer des Triebwerks konnte ebenfalls erhöht werden und beträgt nun ca. 2000 Std.. Das RD-33K ist mit dem Standartmodell des RD-33 montagemäßig kompatibel. Es könnte also problemlos in ältere „Fulcrums“ zur Leistungssteigerung eingebaut werden. Die interne Treibstoffzuladung der MiG-29M konnte gegenüber älteren MiG-29 Versionen deutlich gesteigert werden, sie beträgt jetzt 5720 l. Die MiG-29M besitzt einen neuen, umgestalteten Tank im Rumpf aus einer Aluminium-Lithium-Legierung, der nun bis in die Flügelwurzeln hineinreicht. Die MiG-29M ist zudem mit einem GTDE-117 Hilfsstromaggregat ausgestattet.


    Leistungen

    Die Leistungen blieben im Vergleich zur „Fulcrum A“ in den meisten Bereichen unverändert. In einigen Bereichen konnten sie aber noch gesteigert werden. Die Maschine lässt sich nun besser handhaben und die Roll- und Nickeigenschaften wurden verbessert. Es ist nun noch schwieriger die Maschine zu überziehen, um nicht zu sagen das es so gut wie unmöglich ist. Die MiG-29M erreicht nun höhere Anstellwinkel von bis zu 35º und lässt sich dabei besser kontrollieren. Das Lastvielfache konnte auf 10,5 G gesteigert werden. Auch die Wendigkeit konnte so noch verbessert werden. Die Reichweite mit internen Treibstoffreserven liegt bei 2000 km, eine Verbesserung von 500 km. Die Überführungsreichweite konnte auf 3200 km gesteigert werden. In Höhe des Meeresspiegels erreicht das Flugzeug nun eine Spitzengeschwindigkeit von 1500 km/h, eine Steigerung von immerhin 200 km/h. Ansonsten blieben die Leistungen unverändert.

  10. Hallo

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  11. #9
    Scorpion

    Avatar von Scorpion
    Einsatzfähigkeit

    Gegenüber der Basisversion der MiG-29, konnten bei der MiG-29M die Lebensdauer von Flugzelle und Triebwerken erhöht werden und die Maschine ist nicht mehr so Wartungsaufwendig. Wie die „Fulcrum A“ ist auch die MiG-29M Nacht- und Allwetterflugtauglich und auch sie kann von kurzen unbefestigten Behelfspisten aus operieren. Aufgrund des gestiegenen Gewichts musste das Fahrgestell verstärkt und der 17,5 m² große Bremsschirm durch zwei 15 m² große Schirme ersetzt werden. Das Klappen-/Lukensystem zum Schutz der Lufteinläufe wurde durch ein rippenförmiges Gittersystem ersetzt. Dieses erfüllt die gleiche Funktion macht aber die Hilfslufteinläufe über den LERXes überflüssig, da eine ausreichende Versorgung der Triebwerke mit dem nötigen Luftstrom garantiert ist. Die Hilfslufteinläufe konnten so durch Tanks ersetzt werden. Das Gittersystem bietet auch noch zusätzlich weitere Vorteile, es ist z.B. leichter und billiger. Auch die Einsatzbereitschaft konnte verbessert werden. Die MiG-29M ist sehr zuverlässig und Ausfalltolerant wie schon die ursprüngliche MiG-29.


    Cockpit

    Gegenüber der „Fulcrum A“ wurde das Cockpit der MiG-29M „Fulcrum“ deutlich verbessert. Die Cockpithaube wurde leicht verlängert und angehoben, wodurch die Sicht verbessert wurde. Im hinteren Bereich des Kabinendachs befindet sich nun eine ARK-Radiokompaßantenne. Der Pilot sitzt auf dem üblichen K-36DM Null-Null Schleudersitz. Die Steuerung basiert nun auf dem HOTAS-Prinzip (Hands on Throttle and Stick). Die Cockpitinstrumentierung umfaßt nach wie vor viele analoge Anzeigen, aber auch 2 monochrome, ausschließlich per HOTAS bedienbare Multifunktionsdisplays und ein neues, modernes Head-up-Display.


    Avionik

    Auch die Avionik der MiG-29M wurde gegenüber der des Basismodells deutlich verbessert. Die MiG-29M besitzt eine zum Großteil neuentwickelte Digitalavionik. Wahrscheinlich sind die Systeme auch besser integriert und somit besser bedienbar. Zur Avionik gehört unter anderem ein neues Laser-Trägheitsnavigationssystem, möglicherweise in Kombination mit einem GPS-Empfänger. Das Flugzeug verfügt nun auch über eine Telemetrieausrüstung und die sonst üblichen Systeme wie Funkgeräte, ILS, Autopilot, Datenlink usw., einige, vielleicht sogar alle Systeme wurden dabei neuentwickelt oder zumindest verbessert. Die MiG-29M ist auch mit einem neuen IFF-Gerät und einer Komplett neuen Verteidigungsausrüstung bestückt. Diese umfaßt ein modernes Radarwarnsystem vom Typ L-150 Pastel, das automatisch Täuschkörper ausstoßen und Antiradarraketen aktivieren kann, einen Gardenija-Aktivstörsender sowie 120 Düppel- und Leuchtköperdispenser. Das N-019 Radargerät mir Cassegrainantenne wurde durch das digitale Impulsdopplermultimodusradargerät N-010 Shuk ersetzt. Es bietet eine Reichweite von 100 km eine Steigerung von 25 %. Es kann bis zu 10 Ziele gleichzeitig verfolgen und 4 davon angreifen. Es ist zudem Störungsresistenter und zuverlässiger. Der Suchkegel beträgt nun +/- 90º. Die Abtastung erfolgt in der Horizontalen mechanisch und in der Vertikalen elektronisch. Der Pilot ist nun zur Gefahren- und Zieleinschätzung nicht mehr so sehr auf externe Quellen angewiesen. Das N-010 bietet zudem auch diversere Luft-Bodenmodi, wie z.B. Geländeverfolgung, maßstabsgerechte Radarkartenerstellung (Real Beam und Synthetische Aperatur) und Standbildvergrößerung. Durch den geringeren Durchmesser der Planarantenne des N-010 gegenüber dem des N-019 konnte zudem das Radomprofil günstiger gestaltet werden, wodurch sich die Aerodynamik verbessert. Angeblich soll das N-010 eine Kopie des westlichen AN/APG-65 sein oder darauf basieren. Details darüber hatten die Sowjets ausspioniert. Für die MiG-29M wurde eigens auch ein neues EOS entwickelt. Das OEPrNK-29M umfaßt einen leistungsstärkeren IRST-Sensor (Reichweite: 35-40 km) sowie ,das ist neu, eine TV-Kamera und einen Laserzielmarkierer. Durch das neue EOS wird der Einsatz präzisionsgelenkter Erdkampfwaffen ermöglicht. Auch ein Helmvisir steht der MiG-29M wieder zur Verfügung.


    Bewaffnung

    Die MiG-29M verfügt über ein stark überholtes Feuerleitsystem und kann daher eine Vielzahl neuer und modernerer Waffen einsetzen. Die 1-Rohrige 30 mm Bordkanone Gsh-30-1 im linken Tragflächenansatz wurde beibehalten, ist allerdings mit nur noch 100 Schuß aufmunitioniert. Die MiG-29M erhielt zudem zwei neue Aufhängungspunkte unter den Tragflächen und die übrigen wurden zudem verstärkt. Dadurch stieg die Gesamtzahl der Außenlastträger auf 9 an. Die Waffenzuladung konnte so auf 4500 kg gesteigert werden. Zur Reichweitenerhöhung kann das Flugzeug 2 1150 l Unterflügeltanks und einen Außentank unterm Rumpf, der 1520 l fasst, mitführen. Ansonsten stehen der Maschine bis zu 4 Kurzstreckenluftkampfraketen der Typen R-60M und R-73E sowie 4 Mittelstreckenraketen R-27R/T/Re und Te, sowie bis zu 8 R-77 mitführen. Auch diversere Erdkampfwaffen stehen der Maschine zur Verfügung. Dazu gehören zahlreiche freifallende Bomben und ungelenkte Raketen. Aber auch gelenkte Luft-Bodenwaffen kann die MiG-29M zum Einsatz bringen. Dazu gehören KABKR/L TV- bzw. Lasergelenkte Bomben und Ch-25MT/L sowie Ch-29TE/T/L Luft-Bodenraketen, Radarabwehrraketen der Typen Ch-25MP und Ch-31P und Antischiffslenkflugkörper Ch-31A und Ch-35 mit aktiver Radarsteuerung.


    Einsatzrollen/Einsatzkonzeption

    Die MiG-29M ist eine von der MiG-29 abgeleitete, verbesserte Variante. Die ursprüngliche „Fulcrum“ wurde als Jagdflugzeug konzipiert und konnte so gut wie keine Angriffsaufgaben übernehmen, obwohl dies eigentlich von ihr gefordert wurde, da sie Su-17 „Fitter“ ersetzen sollte. Spätere Versionen der MiG-29 wie die „Fulcrum C“ waren in der Lage einfache Angriffseinsätze zu fliegen, waren jedoch nicht zu Präzisionsangriffen befähigt. Die MiG-29M wurde von Anfang an als Mehrzweckjäger konzipiert. Sie sollte noch bessere Luftkampfeigenschaften aufweisen als die MiG-29 der ersten Generation und sollte in der Lage sein eine Vielzahl von Erdkampfaufgaben übernehmen zu können. Sie ist in der Lage auch bei Nacht und schlechtem Wetter zu operieren. Die MiG-29M kann nahezu alle Luftkampfaufgaben erfüllen vom Objekt- und Begleitschutz bis hin zur Abfangjagd. Ansonsten lässt sie sich zur Luftnahunterstützung, für einfache Angriffe auf diversere Erdziele, zur Unterdrückung der gegnerischen Flugabwehr, zur Seezielbekämpfung und für Präzisionsangriffe einsetzen. Die MiG-29M ist ein Frontjäger und wurde in erster Linie als Jagdflugzeug zur Abwehr westlicher Kampfjets wie der F-16 oder ähnliche Flugzeugen konzipiert. Die Einsatzverfahrensweise sieht den Einsatz im Verbund mit Bodengestützten oder fliegenden Radarleitstationen vor, obwohl die MiG-29M im Vergleich zu früheren Versionen auch zum autonomen Operieren befähigt ist. Ursprünglich sollte die MiG-29M die älteren „Fulcrums“ als Standartjagdflieger sowie Angriffsflugzeuge wie die Su-17 ersetzen.

  12. #10
    Scorpion

    Avatar von Scorpion
    MiG-29M1

    Die MiG-29M1 war ein geplantes Upgrade für die „Fulcrum E“. Der Rumpf sollte verlängert und die Kapazität der internen Tanks auf 5590 kg gesteigert werden. Nun wird die Bezeichnung für eine modifizierte Version der MiG-29M verwendet. Zu den Verbesserungen gehören eine digitale Fly-by-Wire-Steuerung, ein modernes Glascockpit mit 2 Farbdisplays wie bei der MiG-29SMT und ebenfalls ein MIL STD 1553B Datenbus sowie ein Z90 Zentralrechner und das Shuk-M Radar. Auch der Tragflächenmechanismus der MiG-29K soll übernommen werden und eine Betanksonde ist nun links im Bug installiert. Vermutlich ist auch ein LINS/GPS-Navigationsgerät eingebaut. Dank der neuen Avionik soll die Integration modernster Luft- und Erdkampfwaffen ermöglicht werden.


    MiG-29M2

    Die MiG-29M2 war eine weitere geplante Variante der MiG-29M. Sie sollte größere Flügel und Canards erhalten. Die Bezeichnung MiG-29M2 wird nun für die neue doppelsitzige Version der MiG-29M verwendet. Die Maschine wird gegenwärtig vorrangig für den Export nach Malaysia entwickelt. Sie entspricht der MiG-29M1 und ist voll Kampftauglich. Gegenüber bisherigen MiG-29 Doppeklsitzern sind die Cockpits direkt hintereinander und nicht versetzt angebracht. Dementsprechend wurde auch das Kabinendach verändert.



    MiG-29K „Fulcrum D“

    Bereits 1973 führte Mikoyan-Gurevich erste Studien über die Verwendbarkeit der MiG-29 als Trägerflugzeug durch. Zur damaligen Zeit war das Interesse der Marine allerdings noch gering, da es damals nur kleine Flugzeugträger gab. In den frühen 80ziger Jahren gab die sowjetische Marine dann Ihre Absicht bekannt 4 große Flugzeugträger zu beschaffen. Dementsprechend wurden natürlich Flugzeugträgertaugliche Flugzeuge benötigt. Die sowjetische Marine forderte einen Abfangjäger zur Flottenverteidigung, einen Mehrzweckjäger und ein AWACS-Flugzeug. Yakolev und Antonow bemühten sich um die Entwickelung eines AWACS-Flugzeuges und konstruierten die Yak-44 und die AN-71. Sukhoi übernahm die Entwickelung des Abfangjägers und schuf die Su-27K, die später als Su-33 bezeichnet wurde. Mikoyan hingegen widmete sich dem Mehrzweckkampfflugzeug und konstruierte die MiG-29K „Fulcrum D“. 1982 modifizierte man den achten MiG-29 Prototypen soweit, dass man mit ihm Erfahrungen zum Start- und Landeverhalten gesammelt werden konnten. Die als MiG-29KWP (Korotki wsljot i posadka – Kurzstart-/Landung)wurde strukturell verstärkt und mit einem Fanghaken ausgestattet. Überflüssige elemente wurden entfern um die Startmasse auf 12000 kg zu begrenzen. Ab dem 21. August wurde die in der englischen Fachliteratur auch als KVP bezeichnete Maschine auf der Trainigsbasis Nikita getestet. Dabei wurden 200 Sprungschanzenstarts und 65 Fangseillandungen simuliert durchgeführt. Ab 1984 begann man dann die eigentliche MiG-29K parallel zur MiG-29M zu entwickeln. Die MiG-29K ist ein flugzeugträgergestützter Mehrzweckjäger der 4. Generation. Die MiG-29K war einerseits als Abfangjäger zum Schutz der Trägerflotte und andererseits als Angriffsflugzeug für Angriffe auf Erd- und Seeziele vorgesehen. Das Flugzeug trägt die Industrieindexnummer 9.31. Der erste von 2 Prototypen erhob sich am 23. Juni 1988 erstmalig in die Lüfte. Ab dem 1. November 1989 begann die Erprobung auf dem Flugzeugträger Admiral Kuznetsov (Tbilissi). Die Erprobung der Maschine wurde 1991 erfolgreich beendet. Es blieb jedoch bei diesem einem Träger, der Kuznetsov und da die Mittel ohnehin schon sehr knapp bemessen waren, beschloss die russische Marine nur noch ein Kampfflugzeug zu beschaffen. Die AWACS-Maschinen wurden bereits vorher im Wirrwar sowjetischer Militärreformen aufgegeben. Nun mußte sich die russische Marine mal wieder zwischen der MiG-29 und der Su-27 entscheiden. Aus politischen Gründen fiel die Wahl auf Sukhois Su-33 (Su-27K). MAPO MiG erhofft sich nun die MiG-29K an Länder wie Indien oder China, die ja Flugzeugträger betreiben, verkaufen zu können. Das Schicksal der MiG-29K ist also wie das der MiG-29M noch unbestimmt. Die Unterschiede zwischen der MiG-29K und der MiG-29M sind sehr gering. Die MiG-29K übernahm Cockpit, Avionik, Triebwerke, Bewaffnung, die Fly-by-Wire Flugsteuerung und Aerodynamische/Strukturelle Verbesserungen der MiG-29M. Allerdings wurde die Spannweite auf 11,99 m und die Flächengröße auf 43 m² erhöht um die Langsamflugeigenschaften und den Auftrieb zu verbessern. Außerdem wurden die Klappen modifiziert und die Flügel lassen sich nun hochklappen, so dass das Flugzeug weniger Platz auf dem Flugzeugträgerdeck beansprucht. Desweiteren wurden Struktur und das Fahrgestell verstärkt, insbesondere das Bugfahrwerk, es ist nun zudem um 90º schwenkbar. Zudem wurde der Reifendruck erhöht. Um auf dem Flugzeugträger wieder landen zu können erhielt die MiG-29K zudem einen Fanghaken. Die 9.31 erhielt auch einen neuen Korrosionsschutz. Eine weitere Modifizierung gegenüber der MiG-29M stellt die einziehbare Betanksonde auf der linken Seite des Bugs dar. Durch sie lassen sich Reichweite und Flugdauer beliebig erhöhen. Neben diesem taktischen Vorteil, wurde die Betanksonde aber auch aus einem anderem Grund gefordert, mal ganz davon abgesehen das alle westliche Jets wie z.B. die F-14 oder die F/A-18, sowie die russische Su-33 von Sukhoi ebenfalls in der Luft betankbar sind. Aus Zeit- und möglicherweise auch aus finanziellen Gründen konnten für den Flugzeugträger Kuznetsov keine Dampfkatapulte realisiert werden. Aus diesem Grund entschied man sich für eine Kombination aus Deckrückhaltegeschirr und Skirampe. Das Flugzeug wird vom Rückhaltegeschirr so lange „festgehalten“ bis die Triebwerke voll hochgefahren sind. Dann wird das Flugzeug „losgelassen“ und beschleunigt aus eigener Kraft bevor es mit einem Anstellwinkel von 14º vom Deck „springt“. Die Startstrecke beträgt im Normalfall 100 m und Maximal 180 m. Aufgrund dieser zu kurzen Startstrecke kann die MiG-29K nicht mit ihrem Höchstzulässigem Startgewicht, das auf dem Land möglich wäre, starten. Das bedeutet wiederum, dass es nicht möglich ist mit voller Waffen und Treibstoffzuladung vom Träger aus zu starten. Entweder muß die Waffen- oder die Treibstoffzuladung eingeschränkt werden. Damit die Maschine dennoch mit voller Waffenzuladung starten und ihre maximale Reichweite ausnutzen kann, ist sie mit einer Luftbetankungssonde ausgestattet worden. Sie kann so mit voller Waffenzuladung starten. Die Treibstoffbeladung ist allerdings begrenzt. Nach dem Start kann sie sich jedoch dann in der Luft betanken, so dass sie trotz voller Waffenzuladung ihre volle Reichweite und Flugdauer Ausnutzen kann. Das maximale Trägerstartgewicht beträgt 18210 kg. Ansonsten ist die MiG-29K mit, für den Überseeflug nötigen, Bordsystemen ausgestattet. Außer diesen Modifikationen die für ein effektives Operieren vom Flugzeugträger aus nötig waren, wurden keine Veränderungen vorgenommen. Die MiG-29K kann für die gleichen Aufgaben wie die MiG-29M verwendet werden. Für den ersten Flugzeugträger waren ursprünglich 28 Maschinen vorgesehen. Doch die MiG-29K konnte sich nicht durchsetzen. Nach der Auswertung von Einsatzerfahrungen die man mit der Su-33 1996 gemacht hatte, zeigte sich dass die MiG-29K wohl die bessere Wahl gewesen wäre, es fehlte jedoch das Geld für die Beschaffung der K, doch es ist denkbar, dass wenn Ressourcen zur Verfügung stehen, die MiG-29K „FulcrumD“ von der russischen Marine beschafft wird. Mittlerweile hat MAPO MiG die MiG-29K so modifiziert, dass sie dem Standard der MiG-29SMT entspricht (9.17K). Diese Version wird wohl auch als MiG-29SMTK bezeichnet. Es bleibt abzuwarten ob die russische Marine dieses Flugzeug noch einführt.


    MiG-29K (Indien)

    Vor einiger Zeit hat sich Indien dafür entschieden den russischen Flugzeugträger Gorshkov zu kaufen. Von diesem aus operierten früher Senkrechtstarter vom Typ Yak-38 „Forger“. Der Träger soll nun für Indien modernisiert werden und zugleich ist die Beschaffung eines trägergestützten Mehrzweckjägers der 4. Generation vorgesehen. Die indische Marine plant nämlich ihre veralteten Sea Harrier bald auszumustern. Außerdem soll bis 2010 ein weiterer leichter Flugzeugträger gebaut werden. Als neuer Jäger standen sowohl die Su-33UB und auch eine speziell modifizierte Version der Su-33 von Sukhoi, sowie eine neue Version der MiG-29K/KUB zur Auswahl. Sukhois Muster haben sich aber als zu groß erwiesen und so hat man sich für die MiG-29K/KUB entschieden. Ein Vertrag über ca. 50 Maschinen steht kurz vor dem Abschluß. Die Lieferungen sollen Ende 2002 oder Anfang 2003 beginnen. Der Stückpreis einschließlich Bewaffnung liegt bei 30 Mio. US-Dollar. Die für Indien vorgesehene Version der MiG-29K trägt die Firmeninterne Bezeichnung Typ 9.41 und weist eine Reihe von Verbesserungen auf. Sie entspricht im Prinzip der MiG-29M1. Gegenüber der ursprünglichen MiG-29K werden die Klappen überarbeitet und ein digitales FBW eingebaut werden. Außerdem verzichtet man auf die Verwendung von Aluminium-Lithium-Legierungen im Rumpf, was eine Gewichtseinsparung von 80 kg bringt. Durch die moderne Elektronik die weniger Platz wegnimmt soll auch die Kapazität der internen Tanks auf 5100 kg gesteigert werden. Als Antrieb dienen zunächst die deutlich modifizierten RD-33 Serie 3M Triebwerke. Sie erhalten einen umfassenden Korrosionsschutz und eine rauchlose Brennkammer, die Lebensdauer wird auf 2000 Std. erhöht und es steht ein kurzfristiger Zusatzschub für den Start zur verfügung wodurch der Triebwerksschub auf 86,33 kN (8800 kg) gesteigert werden kann. Die Lufteinläufe werden zudem vergrößert um künftig stärkere Triebwerke einrüsten zu können. Mit dem RD-33-10M soll ein Schub von mehr als 100 kN (10200 kg) erreicht werden. Außerdem soll der Tragflächenfaltmechanismus um je 1 m nach innen versetzt werden, was die Spannweite auf 5,80 m verringern würde und der Bug soll abklappbar sein wodurch die Länge auf 14,13 m reduziert werden würde. Nun sind auch die Höhenflossen faltbar.

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MiG29 mit Fanghaken

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