Erstellt von Majak  |  Antworten: 41  |  Aufrufe: 9519
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  1. #1
    Majak

    Avatar von Majak
    Habe soeben dieses Buch über die "152" erworben,
    sehr viele, meist noch nicht veröffentlichte Fotos, guter Druck.
    Über den Inhalt kann ich noch nichts sagen.
    Preis 29,95 €, ein Muss für alle "Osttalgiker", für den Modellbauer eine wahre Fundgrube!

    Gruß JuG

  2. Schau dir mal die beiden Links an:
    diesen Bestseller und die Flugzeug-Kategorie

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  3. #2
    Waffen's

    Avatar von Waffen's
    Hier: http://www.buecher-aus-dem-erzgebirg...ages/p_31.html gibts auf jeden Fall die Möglichkeit, das Buch zu kaufen.

    Gruß
    Uwe

  4. #3
    Flugi

    Avatar von Flugi
    Holger Lorenz
    Der Passegier- Jet „152“
    Druck- und Verlagsgesellschaft Marienberg mbH, Hardcover, 23x 23 cm, 288 Seiten, 443 s/w, 157 Farbfotos, 88 Abbildungen und Zeichnungen
    ISBN 3- 931770-45-1
    Preis 29,95 €

    Mit dem Flugzeug 152 forderte die kleine DDR die großen Luftfahrtnationen heraus. 1954 war die Idee einer eigenständigen Luftfahrtindustrie geboren. Eine Schnapsidee? Ich denke nicht.
    Nach dem Lesen dieses Buches kann man schon erkennen, das da viel politisches Kalkül seitens der UdSSR und der DDR bei der Rückkehr der deutschen Luftfahrspezialisten aus der Sowjetunion, dahintergestanden ist.
    Durch die Konzentration auf zivile Verkehrsflugzeuge sollte innerhalb kürzester Zeit das Niveau des Weltmarktes erreicht und ab 1960 mitbestimmt werden. Das dies einen erheblichen finanziellen Einfluss auf den Staatshaushalt der DDR hatte, muss wohl nicht erwähnt werden. Dieser Kraftaufwand wird in den ersten Kapiteln dieses Buches sehr gut dargestellt, einschließlich der Schaffung der baulichen Voraussetzungen am Standort in Dresden. Auch die anderen Standorte wie Karl-Marx-Stadt, Pirna und Ludwigsfelde kommen nicht zu kurz. Das dies alles zu der damaligen Zeit nicht ohne größere und kleinere Probleme abging, wird vom Autor genau herausgearbeitet.
    Wer ist der Autor, wer ist Holger Lorenz, woher bezieht er sein Wissen? Diese Auskunft verschweigt er uns. Eine kurze biografische Darstellung und die Beweggründe zu diesem Buch fehlen leider.
    Die damalige „Konkurrenz“ der „152“ Mitte der 50er Jahre wird kurz beleuchtet und eigentlich standen die Chancen für so ein Flugzeug gar nicht schlecht. Aber es liest sich schnell heraus, es war nicht das richtige Flugzeug und der Faktor Zeit spielte beim scheitern dieses Vorhabens eine entscheidende Rolle.
    Mit dem Start von Sputnik 1 am 4. Oktober 1957 zeichnete sich, noch vor dem Erstflug der „152“, das Ende aller DDR- Luftfahrtträume ab. Eine Feststellung, die ich so noch nicht gelesen habe, aber durchaus nachvollziehbar und nicht von der Hand zuweisen ist. Der Fortschritt der Raketentechnik brachte die sowjetische Flugzeugindustrie erheblich durcheinander.
    Der Euphorie des Erstfluges folgte die Katastrophe beim 2. Testflug am 4.März 1959. Fehlerhafte Organisationsstrukturen, sozialistisches Planungswirrwarr und schwerfällige Leitungsstrukturen, ein Wunder das es überhaupt zum Flug der 152 kam. Alles das, wird vom Autor genaustens aufgezeigt und mit einem „erschreckenden“ Detailwissen dargestellt. Spätestens mit dem verhängten Flugverbot der 152/II steckte der DDR- Flugzeugbau technisch und ökonomisch vollends in einer Sackgasse. So war die Auflösung dieses Industriezweiges 1961 zwangsläufig.
    Der Autor versteht es, diese ganzen Zusammenhänge spannend zu erzählen und immer wieder mit Fachwissen zu bereichern. Allein die Vielzahl der bis jetzt unveröffentlichten Fotomaterials, ist eine Fundgrube für jeden, der sich für dieses Thema deutscher Luftfahrtgeschichte interessiert. Für alle die, die damals dabei waren und ein Ziele vor Augen gehabt haben, das erste deutsche Turbinenverkehrsflugzeug zu bauen, für die war es ein spannender Lebensabschnitt, für die wird es ein Geschichtsbuch sein, in dem sie ein Stück ihres Lebens wiederfinden. Holger Lorenz erzählt von den Zielen und Hoffnungen der Beteiligten.
    Für mich ist es DAS Luftfahrtbuch des Jahres schlechthin, in dem erstmalig mit einer Fülle von Material, das gesamte Thema „Baade152“ komplex abgehandelt wurde.
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  5. #4
    Flugi

    Avatar von Flugi
    Einbandrückseite
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  6. #5
    AM72


    Wenn ich wieder Geld habe wird das mein nächstes Buch !!!

  7. #6
    Waffen's

    Avatar von Waffen's
    Ich habe das Buch beim Flugtag in Dessau kaufen können und bin noch nicht so weit mit dem Lesen gekommen. Ich stimme Flugschreiber aber in seiner Vorstellung des Buches uneingeschränkt zu.

    Die Fülle der Fotos absolut überraschend.

    Gruß
    Uwe

  8. #7
    Flugi

    Avatar von Flugi
    Danke!

  9. #8
    Siegfried Wache


    Ein Buch der Spitzeklasse was Inhalt, lay-out und Druck angeht.
    Da kann sich so mancher Verlag ein beispiel drann nehmen.

    Holger Lorenz: Bravo! Gut gemacht!

  10. Hallo

    Schau dir doch mal die Luftfahrt-Kategorie an

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  11. #9
    Deino

    Avatar von Deino
    Das ist ja interessant ... habe gerade im Key-Forum einiges darüber gelesen (ich hatte zwar eigentlich nach der Syb-A gefragt !!) ... vor allem über die Entwicklung der Ju-287 usw. !

    Hier daher einfach mal die links:

    http://forum.airforces.info/showthre...threadid=22605 (das war meine Frage über ein angebliches FSW-Testflügzeug von Sukhoi)

    http://www.geocities.com/hjunkers/ju_ju287_a1.htm
    (der link über FSW-Typen von Junkers ... bis zur EF-152 durch Baade)

    und hier eine recht gute Übersicht:


    Gruß, Deino
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  12. #10
    AM72


    Die Bezeichnungen auf der Skizze passen wohl nicht :

    Die EF-150 nannte sich nicht "EF" sondern "samoljot 150"
    Die "EF-152" auch nicht - das war nur die 152 - eibentlich ganz genau "VEB Flugzeugwerke Dresden Flugzeug 152"

    Die 152 wurde von Baade bereits in der SU aus der 150 entworfen. Weitere Prokjekte waren die 153 und 155.

    Mit der Entwicklung der 152 wagte die DDR damals einen gewaltigen Schritt - man wollte nicht weniger als zur technischen Spitze gehören was zivile Verkehrsflugzeuge angeht. Das Projekt aber erwies sich für die damaligen wirtschaftlichen Möglichkeiten im Zusammenhang mit den Absatzchanchen ( B707 und Tu-104 gab es ja auch) als zu "gross".
    Die Projekte 153 und 155 dagegen ( Kurz-Mittelstreckenpassagierflugzeuge mit Strahl und PTL-Antrieb) waren sehr modern und hätten durchaus Zukunft gehabt.
    Doch genauso schnell und gewaltig wie der Flugzeugbau der DDR erst aus den Trümmern gehoben wurde stampfte man ihn wieder ein - selbst die Il-14P Produktion für die noch 100 (!!) Festbestellungen vorhanden waren und weitere kurz vor Vertragsabschluss standen.

    Brunolf Baade war ein begabter Konstrukteur mit Weitsicht - nur tragischer Weise zur falschen Zeit am falschen Ort

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Der Passagier- Jet 152

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