1/100 Tupolew Tu-20 „Bear“ – Plasticart

Diskutiere 1/100 Tupolew Tu-20 „Bear“ – Plasticart im Props bis 1/72 Forum im Bereich Bausätze vorgestellt; Da an anderer Stelle gefragt wurde, ob jemand zu dem Modell was sagen kann http://www.flugzeugforum.de/forum/showthread.php?p=485252#post485252...

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  1. #1 Rapier, 26.01.2006
    Zuletzt bearbeitet: 26.01.2006
    Rapier

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    Da an anderer Stelle gefragt wurde, ob jemand zu dem Modell was sagen kann

    http://www.flugzeugforum.de/forum/showthread.php?p=485252#post485252

    ja, kann er, aber die Schlüsse aus der Bausatzvorstellung bitte selbst ziehen.:FFTeufel:

    Original:

    Die Tu-20, oder besser Tu-95K, in der vorliegenden Form, hatte im Jahr 1954 ihren Erstflug. Novum war, erstes und einziges Serienbombenflugzeug mit PTL und Pfeilflügeln.

    Das Triebwerk NK-12 leistete am Ende seiner Entwicklung ca. 11.000 KW, war etwa 6 m lang und trieb zwei gegenläufige Vierblattpropeller mit ca 5,6 m Durchmesser auf einem Aggregateträger an.

    Die Reichweite der bis zu 950 km/h schnellen Tu-20 beträgt mehr als 15.000 km bei einer Gipfelhöhe von etwas 14.000 m.

    Die seit Mitte der 60er Jahre zum Raketenträger und Seeraumüberwacher weiterentwickelte Baureihe Tu-95 wurde nach einer Produktionspause Mitte der 80er neu aufgelegt und als weiterentwickelte Tu-142 als UAW-Flugzeug in dienst genommen.

    Heute noch dient die Tu-20 in der Dalnaja Aviatsia in Engels, Russland.

    Modell:

    Nicht wundern, keine Referenznummer oder Katalognummer - gab's bei Plasticart in der Form nie.:engel:

    Wie der seinerzeit grundlegende Maßstab bei Plasticart in 1:100 gehalten, sicher ein Modell, aber mit grundlegendem Spielzeugcharakter. Die Funktionsteile (Ruder, Fahrwerk) sind sicher – im Vergleich was Revell 15 Jahre später immer noch gemacht hat (Lancaster) zu verkraften. Es sind keine großartigen Spalte etc. aufgetreten.

    Stabiler Pappkarton, 8,50 M, komplett mit Kleber, Silberfarbe und Ständer (der hat beim Umstieg auf 1/72 Mitte der 80er das Schicksal des Materialspenders erleiden müssen. :red: :engel:
     

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    Die Bauanleitung – wie alle von Plasticart – zweiseitig. Außen ein Dreiseitenriß und Daten zum Original …
     

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    … innen Profil des Flugzeugs – wo alle Bauteile im „verbauten“ zustand annummeriert sind. Alle Bausatzteile (da keine Nummern auf den Gußästen) – dort auch der Ständer. Eine Teileübersicht in Tabellenform (Nummer-Verwendung) und die Bauabfolge in Textform – deutsch, tschechisch, ungarisch und russisch.
     

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    Die Abziehbilder aus’m grafischen Spezialbetrieb Saalfeld. Nicht immer deckend – aber schöööön biegsam…;) :FFTeufel: .
     

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    So und dann unsere altbekannten und an anderer Stelle auch immer gerne wieder erwähnten Protagonisten – die Alu-Tübchen. 1 (große links) ist der Kleber – 2 (kleine rechts) ist die Alufarbe. Letztere war sogar beschränkt polierfähig.:engel:
     

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    Die beiden Rumpfschalen sind aus sehr hartem, spröden Plastikmaterial. Die Angussstellen waren vor der Trockenanpassung mittels Laubsäge abzuschneiden und mit einer Nagelfeile/Sandpapier auf Brettchen geklebt zu glätten.
     

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    Wenn auf dem Rumpf schon nur die nötigsten Panellinien erhaben ausgeführt waren – die Flächen sind glatt wie ein Kinder-Popo. deshalb sin hier auch keine Detailfotos notwendig.:!:

    Die Landeklappen sind vertieft dargestellt und ein erhabener Grenzschichtzaun ist die einzige Auflockerung der Oberfläche. :(
     

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    Die andere Seite ist natürlich symmetrisch ebenso.

    Die Fahrwerks“schächte“ sind nur angedeutet und im Zusammenhang mit den Turbinenauslässen der NK-12 sind Vertiefungen in den Strömungskörpern, in die einfach kleine Halbkugeln dann geklebt werden.
     

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    Ein silberner Spritzling beinhaltet alle Fahrwerksteile, inkl. -klappen und Querruder. Außerdem die Abwehrbewaffnung. Alles sehr puristisch ausgeführt.:(
     

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    Einer (von zwei) schwarzen Spritzlingen hat alle Luftschrauben (2 gegenläufige pro NK-12-Turbine). Völlig ohne Gravuren oder Details.:(
     

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  12. Rapier

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    Ein weiterer weißer Spritzling beinhaltet alle Turbinengehäuseteile. Die kleinen Halbkugeln sind die erwähnten „Auspuffrohre“, die größeren sind die Kühllufteinläufe, die an den beiden kleinen Löchern der Gehäuseschalen angeklebt werden.:!:
     

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  13. Rapier

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    Der letzte weiße Spritzling beherbergt das Höhenleitwerk. Funktionsbauteil, keine nennenswerten Details außer versenkt dargestellten Trimmklappen – sonst glatt.:(
     

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  14. Rapier

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    Die Räder für das Hauptfahrwerk sind – wie übrigens der gesamte Bausatz – kaum mit Grat oder Fischhaut versehen. Es stammt vom Bausatz der zivilen Tu-114, die Stützräder wurden entfernt.
     

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  15. Rapier

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    Die Klarsichtteile sind durchschnittlich. Ebenso spröde wie das übrige Plastmaterial.
     

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  16. Rapier

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    In der Scale Aircraft Modeller 1/1978 wurde die Plasticart Tu-20 amerikanisch verwertet. es geht zwar um den 1/72 Sutcliff Vacu, aber einige Statements zur Plasticarts Tu-20 lassen diese nicht so schlecht dastehen.
     

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  17. Rapier

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    Der Seitenriss in der Annonce ist mehr Werbung als der Bausatz in der Lage ist, zu erfüllen. ;) :D
     

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  18. #17 Rapier, 26.01.2006
    Zuletzt bearbeitet: 26.01.2006
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    Was verwundert: Die beschriebene und abgebildete Maschine ist ein 1/72-Vacu von Sutcliff, für dessen Fahrwerk der amerikanische Modellbaukollege das der Plasticart Tu-20 als Vorbild nahm. Man kann es nirgendwo so richtig erkennen, aber wenn die Detaillierung von Plasticart ihm gereicht hat…:confused: :?!

    Fazit:

    Für jemanden, der mit dem Bausatz und den anderen seiner Art groß geworden ist, verbindet sich ein gewisses „unsichtbares Band“. Das lässt keine objektive Bewertung zu. Die Form, der Aufbau und das fertige Modell sind alles in allem sicher puristisch und archaisch anmutend. Aber sie sind ein gutes Stück ostdeutscher Modellbaugeschichte.:engel:

    Es sollte sich jeder nach diesem Thread sein eigenes Urteil bilden, ob er meint, bei ebay Unsummen für dieses Modell ausgeben zu müssen. Andererseits ist die Frage, ob die die es haben, es zu ebay bringen würden …:red:

    Edit:

    Die Bilder unten sind aus dem SAM-Heft aus #15
     

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    Hallo

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  20. #18 schneidi, 26.01.2006
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    Das, was der Bausatz zeigt, lässt das, was Du daraus gemacht hast, in umso hellerem Licht erscheinen.

    Ein sehr schönes Modell hast Du da gebaut, vom nostalgischen Wert mal abgesehen! Respekt!

    Wenn man überdies den Preis der 1/72er Trumpeter-Tu-95 bedenkt, die ja höchstens zu Weihnachten zu beschaffen ist, ...

    Gruß Jan
     
  21. Rapier

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    :red: :red: :red:

    Schneidi, hier muss ich mal was klarstellen.:engel:

    1. Da Du angefragt hattest, habe ich den Bausatz vorgestellt. Du solltest Dir deine eigenen Vorstellungen machen können, wofür Du bei ebay mitbieten würdest.
    2. Die Bilder oben sind Fotos aus der SAM von dem Sutcliff-Vacu (Bild vom Bild). Habe zur Orientierung die Quelle editiert.
    3. Die Plasticart Tu-20 ist 1/100. Warum in der Headline 1/72 auftaucht, weiß ich nicht. Können das die Mods mal bitte kurz ändern.
    4. Flugi hat die Trumpeter vorgestellt - wenn Du eine sinnvolle Bear in 1/72 bauen willst, wirst Du an der nicht vorbeikommen. Unten bei verwandten Themen ist der Link zu Flugis Kit-Review.
     
Moderatoren: AE
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