1/32 Fw 190C V-18/U-1 Känguru – Planet Models /CMK

Diskutiere 1/32 Fw 190C V-18/U-1 Känguru – Planet Models /CMK im Props ab 1/32 Forum im Bereich Bausätze vorgestellt; Und noch eine Fw 190?! mögen Manche jetzt stöhnen... Nein ich hör nicht auf, denn ich habe einen kleinen Leckerbissen ergattert und diesen möchte...

  1. #1 fockewings, 10.06.2010
    Zuletzt bearbeitet: 10.06.2010
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    Und noch eine Fw 190?! mögen Manche jetzt stöhnen...
    Nein ich hör nicht auf, denn ich habe einen kleinen Leckerbissen ergattert und diesen möchte ich hier kurz vorstellen.

    Es handelt sich um einen neuen Umbausatz (für Hasgawa Fw190/A-5/8) von Planet Models/CMK der einer Prototypenmaschine mit Abgasturbolader welche, wenn erfolgreich gewesen wäre, sicherlich einige Verläufe des Krieges beeinflusst hätte.

    Also kurz eine kleine Zeitreise zurück nach 1942... Ich werde mal wieder schnell übersetzen, denn da wird englisch gesprochen....:FFTeufel:

    1942 wurde, da von der Luftwaffe gefordert, die Entwicklung des FW 190 Höhenjägers eingeleitet. Als die Fw190 B-Prototypen sich als wenig erfolgreich heraustellten, lenkten die Entwickler ihre Aufmerksamkeit Maschinen zu, die mit dem neuen DB 603 und Jumo 213 motorisiert waren. Flugzeuge welche mit dem DB 603 ausgestattet waren, bekamen die Bezeichnung C-Serie und diese mit dem Jumo 213, D-Serie.

    Es wurden verschiedene Prototypen produziert um das Konzept der C-Serie zu untersuchen, wie folgende V-Maschinen: (FW190 V-13,V-15,V-16,V18 U-1, V-19, V-29 bis zur VV-33. Diese Versuchsmaschinen unterschieden sich in Motorenausführung und anderer Ausrüstung.
    Der Erste Versuchsträger mit Turbolader war Flugzeug W.Nr.0040 welcher aus der A-O Serie abgeleitet wurde. Dieser wurde mit einem DB 603A und einer Vierblatt-VDM-Luftschraube versehen. Auch war er mit einer Druckkabine und Turbolader ausgerüstet.
    Die Referenzen benennen entweder den DVL TK-11 oder den Hirt 9-2281 welcher unter dem Rumpf angeordnet war. Er wurde durch die Abgase, welche durch lange Abgasröhren am Rumpf und über die Tragflächen entlanggeleitet wurden, angetrieben. Und aufgrund dieser Anordnung erhielt die Maschine das etwas bauchige Aussehen und fast gleichzeitig den Spitznamen Känguru. Um bessere Stabilität um die Hochachse zu erhalten, wurde das Seitenleitwerk vergrössert. Die offizielle Bezeichnung dieses Flugzeuges war Fw190 V-18/U-1. Im Januar 19440 erreichte dieses Flugzeug eine Höchstgeschwindigkeit von 608 km/h in 11000 Höhenmetern! Die Entwicklung wurde an zusätzlichen Versuchsträgern vorangetrieben, scheiterte aber letztendlich an Problemen mit der Druckkabine und Temperaturproblemen der Turbolader sowie der Abgasröhren.

    Halbwissensmodus an:
    Ich glaube zu wissen, daß das Material der Abgasröhren einer dauerhaften Beanspruchung unter Einsatzbedingungen nicht gewachsen war. Andere Quellen belegen, daß die Fertigungstoleranzen für die Serienreife nicht eingehalten werden konnten. Wobei ich das bezweifle...:?! Ich denke eher die Materialprobleme erscheinen eher plausibel.
    Halbwissensmodus aus:

    Zurück zur Gegenwart:

    Mein etwas dümmlich grinsender Gesichtsausdruck :p beim Abholen in der Postfiliale muss bei dem Postboten schon einige Zweifel hervorgerufen haben. :confused:Sollte dieser glücklich wirkende Mensch etwa Drogen im Päckchen erhalten haben?!
    Fast so scheint es, welcher aber beim Öffnen des Kartons schlagartig zurückwich und erst einmal das Fenster öffnete...:D
    Wahrlich und wahrhaftig schlägt einem beim Öffnen der Schachtel erst einmal eine Wolke des Gießharzgeruchs entgegen. Aber schauen wir erst einmal das Deckelbild an.

    Begeistern kann es durch eine liebevolle und detailreiche Darstellung und kommt im überaus stabilen PAppkarton daher. Ich behaupte, daß schon einige Mühe aufgebracht werden muss, um da Schäden zu verursachen. Auch war der Inhalt zusätzlich mit Styropor-Flocken ausgepolstert. Well done!!
     

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  3. #2 fockewings, 10.06.2010
    Zuletzt bearbeitet: 10.06.2010
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    Nun ein Blick zum Inhalt.

    Der Umbausatz basiert, wie schon ausgeführt, auf der neuen Hasegawa-Form für die Fw190 A5/8. Er enthält alles für den Umbau Notwendige und zusätzlich sogar zwei! tiefgezogene Kanzeln. Diese sind in Punkto Klarheit und Schlierenfreiheit nicht unbedingt das Tüpfelchen auf dem i. Es ist keine durchgehend glatte Oberfläche im Klarsichtbereich zu finden. Die Originalkanzel punktet hier besser. Auch ist der Qualitätsstand der Kanzel sicherlich für den MAßstab 1/48 ausreichend nicht aber für 1/32.

    Für Freunde der original Klarsichtkanzel sicherlich überzeugend.
    Hier wäre ein Ätzteil angebrachter gewesen welches, einmal ordentlich gebogen, auch die zusätzlichen Verstärkungsstreben besser imitieren hätte können. Ich verweise auf den sehr guten Satz von Extratech für die D-9 mit der vollkommen durchgehenden Abdeckung der Kanzel durch Messingteile. Auch lackiertechnisch sicherlich nicht Jedermanns Sache, diese tiefgezogenen Kanzeln. Meine ist es nicht. Punktabzug für CMK und gleich eine Bitte: Bei der nächsten Produktion Ätzteile statt Kanzel...

    Es ist allerdings nur der hintere schiebbare Teil, welcher ausgetauscht wird.
     

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  4. #3 fockewings, 10.06.2010
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    Die Anleitung besteht aus zwei doppelseitig bedruckten Seiten normalen Kopierpapiers, mag aber durchaus als ausreichend bezeicnet werden. Große Unklarheiten sollten nicht aufkommen und auch die Bemalungsvorschläge beziehen sich, dem Original geschuldet, ja nur auf eine etwas unspektakuläre, zweifarbige Lackierung in Aluminium und RLM 02...

    Dafür entsteht sicherlich ein aussergewöhnlicher Flieger welcher in keiner Flugzeugsammlung der ehemaligen Deutsche Luftwaffe fehlen sollte. Zumindest nicht bei Fw190 Fans.:rolleyes:
     

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  5. #4 fockewings, 10.06.2010
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    Zwölf Schritte zeigt die bebilderte Anleitung um zum fertigen Prototypen zu gelangen. Meiner Meinung nach ausreichend aber sicherlich nicht perfekt. Genaues Arbeiten und mehrmaliges Trockenpassen sind hier unabdingbar. Anfänger sollten sicher erst einmal mit kleineren Gießharzteilen Übung zelebrieren um hier nicht Schiffbruch zu erleiden.

    Sekundenkleber ist hier wieder einmal der Kleber der Wahl und vielleicht sollten einige kleine Hilfslaschen und Verstärkungselemente im den Rumpfbereich eingeklebt werden, um Versatz (leider ein wenig bei den Rumpfhälften vorhanden) zu vermeiden und Spalte zu minimieren.
     

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  6. #5 fockewings, 10.06.2010
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  7. #6 fockewings, 10.06.2010
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    Bemalungsanleitung

    Siehe Bild. Die Legende ist einfach zu verstehen und anzuwenden...
     

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  8. #7 fockewings, 10.06.2010
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    Die Schiebebilder

    ... sind klar und auf dünnem Film, beziehen sich aber nur auf die Markierungen der Maschine. Wartungshinweise oder Hersteller-Plaketten sucht man hier vergebens.:cool:

    achja: die "bösen Zeichen" sind zweigeteilt und es mag jeder selber entscheiden, ob er sich wieder einer Diskussion aussetzt oder diese aber weglässt bzw. verdeckt.
     

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  9. #8 fockewings, 10.06.2010
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    Die Gießharzteile

    22 sauber abgegossene Teile erhält man, in zwei Bereiche unterteilt und in Tüten verpackt. Die beiden Rumpfhälften mit sauberer, blasen- und lochfreier Oberfläche sowie ein Klarsichtbeutel mit allen anderen benötigten Teilen welche zwar, der Herstellung geschuldet, ein wenig "Fischhaut aufweisen, nichtsdestotrotz aber sauber und klar sind. Es sollte eigentlich ein Leichtes sein diesen Flieger auf die Beine zu stellen...:?!

    Wobei ich mir aber eine kleine Anmerkung nicht verkneifen möchte:

    Ich würde beim Verputzen der beiden Rumpfhälften auf die in Drogeriemärkten erhältlichen Nagelschleif-Pads zurückgreifen und damit und etwas Wasser, die beiden Teile an den Klebestellen zu begradigen. Es wird eine geradere Klebenaht und ein etwas staubfreies Arbeiten erreicht...:)
     

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  10. #9 fockewings, 10.06.2010
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    Die Rumpfhälften

    Hier das Herz des ganzen Umbausatzes...
     

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  11. #10 fockewings, 10.06.2010
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    Hier die erwähnte Klebenaht. Ich habe schon etwas sauberere gesehn, sollte aber keinen, ein wenig versierten Modellbauer, vom Bau abhalten.
     

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  12. #11 fockewings, 10.06.2010
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    Die Gravuren sind sauber ausgefürht und nur an wenigen kleinen Stellen offenbart sich die Herkunft des "Fliegers". Die größte Verputzarbeit sollte am Blendschutz der Instrumententafel erfolgen. Hier ist mit dem nachfolgenden Bild die größte Schwachstelle des Bausatzes...
     

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    Hallo

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  14. #12 fockewings, 10.06.2010
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    Die etwas ausser Form geratenen Hälften beim Probepassen. Ich denke, ich werde hier nach dem Verkleben Streben einbauen um eine stabile Basis zu erhalten. Vom Erwärmen der Teile lass ich hier lieber die Finger bevor mir hier etwas zerbricht.

    Mit 50 Euro ungefähren Preis nicht der billigste Umbausatz, treibt er doch nur den Materialwert mit dem Spenderbausatz ganz schnell auf circa 100 Euro.

    Fazit:

    Wenn mein Bericht durch meine Begeisterung für den "Würger" auch etwas vorbelastet sein mag, so vermag er doch trotzdem hoffentlich ein ungefähr neutrales Bild des Resin-Kits zu vermitteln.

    Nicht unbedingt für Anfänger zu empfehlen welche sich aber, mit etwas Beistand und Informationen versehen, sicherlich auch an diesen Kit heranwagen könnten.
    Gerade die Bemalung macht es "Pinselfans" etwas einfacher um ein interessantes Stück "auf die Beine zu stellen".

    Für Fortgeschrittene unbedingt zu empfehlen, weil auch hier wieder viele Verfeinerungen und Ausbaumöglichkeiten gegeben sind...

    Empfehlenswert! :TOP::TOP:
     

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  15. HJE32

    HJE32 Guest

    Hallo,

    ich hab den Umbausatz Anfang März auf der GoModeling in Wien direkt am CMK-Stand für €40,- gekauft. Der Händler wollte zuerst €29,-, sah dann aber in seine Preisliste, wo das Set mit €57,50 gelistet war und wir einigten uns auf €40,-. Verglichen mit HPHmodels sind die Planet-Preise schon sehr hoch und in puncto Qualität können sie mit HPH überhaupt nicht mithalten.
    Für mich als Freund von RLM02/Naturmetall sind die Bausätze von Planet in 1/32 aber mehr als willkommen.
    Nun aber zum Wesentlichen: ich hab als Basis für den Umbau eine D-9 von Revell genommen, da sie billiger ist als die Hasegawa und die Fahrwerksschächte nicht durchgehend ausgekleidet sind, da das nur bei Sternmotoren der Fall war.
    Das Leitwerk von Planet ist zu dick, vor allem an der Wurzel, habe es am Rumpf abgetrennt, und durch das D-9 Leitwerk ersetzt, dadurch erleichtert sich auch die Montage des Spornrades.
    Die Haube habe ich vom Revell-Bausatz genommen, abgeschliffen und die Streben aus Baremetal-Folie gefertigt, dies schien mir einfacher als das Vacuteil zu verwenden, das keine klaren Strukturen aufweist.
    Die Decals neigen stark zum silvering, muß man wirklich aufpassen.
    Ansonsten ging der Bau recht zügig voran und das Endergebnis fand bei Modellbaufreunden großen Anklang.
    Ich wünsche Dir viel Spaß beim Bauen.
    Liebe Grüße aus Wien,
    Heinz
     
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