1/72 Blohm & Voss / Hamburger Flugzeugbau Ha 139 – Mach 2

Diskutiere 1/72 Blohm & Voss / Hamburger Flugzeugbau Ha 139 – Mach 2 im Props bis 1/72 Forum im Bereich Bausätze vorgestellt; Die Ha 139 wurde für den geplanten regelmäßigen Postverkehr der Lufthansa über den Nordatlantik gebaut. Pionierflüge mit kleineren Flugzeugen und...

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    Die Ha 139 wurde für den geplanten regelmäßigen Postverkehr der Lufthansa über den Nordatlantik gebaut. Pionierflüge mit kleineren Flugzeugen und Katapultstarts von den Dampfern der Hapag Lloyd waren vorausgegangen. Im Vergleich zum Südatlantik, wo man mit Dornier-Flugbooten auch schon länger unterwegs war, herrschen auf dem Nordatlantik wesentlich rauere Wetter- und Seeverhältnisse vor. Dieser Herausforderung war das Schwimmerflugzeug Ha 139 gewachsen.

    Trotzdem kam es nicht zu dem geplanten Einsatz. Die Amerikaner verweigerten den Deutschen das Nutzungsrecht der Strecke mit dem Argument, dass ein regelmäßiger und pünktlicher Flugbetrieb nicht möglich wäre. Obwohl dies in 26 bis Mitte Oktober 1938 durchgeführten Überquerungen des Nordatlantiks widerlegt wurde, blieben die Amerikaner aus politischen Gründen bei ihrem Nein.

    Die Maschinen wurden daraufhin auf der Südatlantikstrecke nach Brasilien eingesetzt, wo sie bis Kriegsausbruch 60 Überquerungen durchführten. Im zivilen Betrieb gab es keine größeren Unfälle mit Verlusten und alle drei gebauten Maschinen gingen nach Kriegsausbruch an die Luftwaffe, wo sie am Ende mangels Ersatzteilen verschrottet wurden.

    Die ersten beiden Maschinen der A-Version waren noch etwas kleiner als die B-Version. Sie unterscheiden sich auch in der Anordnung der Kühler und der Seitenleitwerke von der späteren B-Version. Um im Tiefflug Minen zur Explosion zu bringen, wurde die V3 mit einer Magnetspule ausgestattet, wie man sie z.B. auch von der Ju 52 oder der BV 138 kennt.

    Die folgende Tabelle soll bei der Identifikation der Muster auf historischen Fotos helfen.

    Modell | 1:72 Länge | 1:72 Spannweite | Kennzeichen
    V1 (Ha 139 A) | 270,8 mm | 375 mm | D-AMIE „Nordmeer“
    V2 | " | " | D-AJEY „Nordwind“
    V3 (Ha 139 B) | 272,2 mm | 409,7 mm | D-ASTA „Nordstern“
    V3 (Ha 139B/MS) | ?? | " | P5+GH

    Literatur:
    [1] Ulrich Kappner: Luftpost zwischen den Kontinenten, Flugzeug Extra 02, 1989, Seite 18-39.
    [2] Luftfahrt International 19 + 20
    [3] exzellente, hochaufgelöste, zeitgenössische Bilder des Starfotografen Alfred Eisenstaedt im WWW! LIFE - Hosted by Google

    Bausatz Mach 2 hat die Militärversion der Ha139 V3 zum Vorbild gewählt, wie man dem Deckelbild der Schachtel unschwer ansieht.

    Herr Schorsch vom Modellbaustudio Rhein-Ruhr bietet einen Umbausatz inkl. Mach 2 Kit an: Classic Plane CPR 27 Blohm & Voss Ha.139 Nordmeer Lufthansa (totally different than milit. V.3 !)
    Man kann den Mach 2 Bausatz aktuell aber auch im Handel in etwa für denselben Preis (allerdings ohne „Zurüstteile“ für den zivilen Rückbau) bekommen.
     

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    In vorliegenden Fall erhält man für sein Geld eine große, gut gefüllte Kiste.:)
     

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    Wie bei Mach 2 üblich, besteht die Bauanleitung aus ein paar einfachen Skizzen und ein bisschen Text auf Vorder- und Rückseite eines DIN-A4-Blatts.:rolleyes:
     

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    die Rückseite
     

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    Die Abziehbilder sind rudimentär und die Klarsichtteile milchig (wegen ihrer rauen Oberfläche). Bei den beigefügten Buchstaben frage ich mich, welche Kennungen die Maschine sonst noch hatte? (außer der in meiner Tabelle)
     

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    Hier gleich noch ein näherer Blick auf Beobachterkanzel- und Cockpitverglasung.
     

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    Die einzelnen Gussrahmen der Reihe nach und jeweils von vorne und hinten.
     

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    Die Anzahl der Auswerferstifte ist schon beachtlich. Aber die Teile sind ja auch recht groß (jedes Bild zeigt ungefähr die Fläche einer DIN A4 Seite).
     

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    der nächste Rahmen
     

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    v. hinten
     

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    Weiter geht’s. Wie gesagt, der Karton ist randvoll.:wink:
     

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    Schwimmer und die Teile für den Minensuchring sind auf einem gemeinsamen Gussast.

    Was auf den ersten Blick wie unheimlich verzogen aussieht, ist aber korrekt! Es handelt sich um die Kabelbündel der Magnetspule, die der Schwerkraft folgend, durchhängen müssen.
     

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    Weitere Teile, die am Schluss noch lose in der Tüte lagen:
     

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    Hier ein näherer Blick auf die (grausliche) Innenseite einer Flügelschale. Nach Abtrennen der überstehenden Stifte, sollte Platz für einen Holz- oder Metallholm zur Langzeitstabilisierung des Ganzen sein.
     

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    Viel wichtiger ist jedoch die Außenseite. Die Orangenhaut lässt sich unter kaltem Wasser leicht glattschleifen. Die Ruder können abgetrennt und die Schützengräben der Blechstöße verspachtelt werden.
     

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    Hier liegt die Oberseite des rechten Flügels auf dem 1:72 Bauplan aus Flugzeug Extra 02. Da muss man nicht klagen, das passt.
     

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    Ähnliches beim Rumpf. Die Nase mit Beobachterkanzel muss natürlich für die Zivilversion "rückgerüstet" werden. Das ist in meinen Augen jedoch ein Klacks und auch ohne Resinteil machbar.
     

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    Auch das Höhenleitwerk ist maßhaltig.:TOP:
     

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    Hallo

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    Gleiches gilt, von ein paar Millimetern abgesehen, auch für die Schwimmer. Herr Kappner schreibt ja in seinem Artikel, dass die Vacu-Formen von Airmodel so große Fehler aufweisen, dass er z.B. die Schwimmer lieber selber gebaut hat. Bei Mach2 hat man hier also gleich schon mal etwas in der Hand, das man lediglich glatt schleifen muss. Auf den Modellbauer wartet also eine Menge Handarbeit bis aus den Bausatzteilen ein halbwegs ansehnliches Flugzeugmodell wird. Aber wie heißt es so schön beim Autobauer aus Japan: „Nichts ist unmöglich“
     

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