1/72 Dornier Do 212 - Alliance

Diskutiere 1/72 Dornier Do 212 - Alliance im Props bis 1/72 Forum im Bereich Bauberichte online; Ich wurde schon gefragt, ob es kein urig-Modell mehr gäbe. Da mein letztes Modell schon aus einem Alliance-Bausatz entstanden ist, mache ich mit...

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  1. urig

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    Ich wurde schon gefragt, ob es kein urig-Modell mehr gäbe. Da mein letztes Modell schon aus einem Alliance-Bausatz entstanden ist, mache ich mit einem Exoten aus dem gleichen Hause weiter.

    Außerdem, was soll man bei dem vielen Regen sinnvolleres bauen als ein Flugboot? :angel:

    Dieser Bau beginnt mit einem Missverständnis. :blush2: Ich war bisher der Ansicht, dass die Do 212 dazu gedacht war, den hinteren Schwenkpropeller-Antrieb der Do 26 in der Praxis zu erproben (ähnlich der Göppingen Gö 9 für die Do 335). Daher wollte ich dieses Modell zur Ergänzung meiner Dornier-Flugboote haben.

    Aber leider ist es nun so, dass alle aktuellen Quellen von einem Amphibium für vier Personen ausgehen, das nichts mit der Do 26 zu tun hat. Schlimmer noch: Es war eine richtige „Gurke“, die nicht mal in der Lage war, aus eigener Kraft aus dem Wasser abzuheben. Erst im Schlepp einer Do 24 gelang dies. Die Kiste flog aber so instabil, dass der Testpilot die Versuche jedes Mal schnellstens beenden musste. Im Jahr 1943 wurde sie verschrottet [1], [2], [3].

    Der Bausatz selbst wurde bereits von Eusebio [4] vorgestellt, samt ein paar zusätzlichen Dornier-Fotos.

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    Literatur:
    [1] Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/Dornier_Do_212
    [2] Dornier Do 212 http://www.histaviation.com/Dornier_Do_212.html
    [3] http://1000aircraftphotos.com/Contributions/Braas/4219.htm
    [4] Bausatzvorstellung http://www.eusebio.ch/do212.htm
     
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    Modell:
    Der Bausatz erscheint mit reichlichen Einzelteilen ausreichend detailliert zu sein. Die mir bekannten Bilder zeigen die Maschine immer mit hoch geklapptem Propellerarm. Reizvoll wäre es, diese Besonderheit des Flugzeugs auch im Modell zu zeigen (zumal meine Do 26 ja auch hochgeklappte hintere Triebwerke aufweist).

    Obwohl dem Bausatz eine Zeichnung beiliegt, die die Maschine sowohl im Wasser mit ausgefahrenem Druckpropeller als auch an Land auf einem Fahrwerk zeigt, ist es nicht vorgesehen, beide Varianten zu bauen. Die Teile für den Propellerarm sind fest mit dem Rumpf vergossen, so dass eigentlich nur die Option mit abgesenktem Propeller vorliegt.

    Das passt dann aber nicht so recht zum ausgefahrenen Fahrwerk. Interessanterweise zeigt ein Foto in [2] die Maschine auch einmal an Land mit ausgefahrenem Propeller, aufgebockt auf einer Holzplattform. Ich glaube, das wird auch mein Ziel. Dann spare ich mir die filigranen und evtl. auch etwas fiktiven Fahrwerke und mache die Fahrwerkschächte einfach zu. Fotobelege für das Fahrwerk kenne ich keine.

    Was die in der Zeichnung vorgeschlagenen helleren und dunkleren Alu-Bleche angeht, so lassen sich diese anhand der Fotos [2] nur bedingt bestätigen. Man sollte später vor der Farbgebung selber recherchieren.
     

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  4. urig

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    Kontrolle der Abmessungen:
    Die Spannweite von 10,30 m sollte 143,0 mm im Bausatz ergeben. Tatsächlich messe ich 144 mm. Das ist geradezu perfekt. Bei der Länge sieht es ein wenig anders aus: 10,15 m ergeben 141,0 mm. Nachmessen 150 mm, also 6% zu viel.

    Erfahrungsgemäß sollte man Bausatzteile, Fotos und Zeichnungen vergleichen, damit man weiß, wo die mögliche Wahrheit liegt. Man sieht hier im direkten Vergleich, Unterschiede und Gemeinsamkeiten der von Alliance vorgeschlagenen Schattierung mit dem Foto.
     

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  5. urig

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    Guss-Qualität:
    Ein paar Luftblasen an besonders schwer zugänglichen Stellen der Gussform (z.B. den Flügelspitzen) hat mein Bausatz. Die Blechgravuren sind im Vergleich zu den Ruderspalten zu stark, und letztere zu schwach.

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    Tolle Einzelteile :TD:

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    Baubericht:
    Da meine Cockpitkanzel inzwischen einen Gelbstich hat, wurde diese als erstes ausgegossen, um später eine neue ziehen zu können.
     

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  7. urig

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    Die beiden Steuerhörner habe ich nicht ohne Grund aus Silberdraht nachgebaut.
     

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  8. urig

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    Um den Propellerarm ausgefahren darstellen zu können, muss man diesen erst mal vom Rumpf trennen.

    Das geht aber nicht so einfach, dass man dann am Ende einfach weiterbauen könnte. Man muss im Rumpf einen entsprechenden Spalt mit Boden und Seitenwänden herstellen. Und das, was man vom Rumpf abgesägt hat, ist zu wenig, um als Propellerarm durchzugehen. Daher fiel die Entscheidung, den Arm gleich komplett selber zu machen.

    Als Basis verwende ich eine 5 mm starke PS-Platte, die ich für gröbere Umbauarbeiten mal erworben habe.
     

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  9. #8 JohnSilver, 20.06.2016
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    Interessante Wahl, Uli! :TOP:

    Thema ist jedenfalls abonniert.

    Für komplett fiktiv halte ich das Fahrwerk nicht, die hinteren Fahrwerksklappen sind ja auf einigen Fotos zu erkennen.

    Im Buch "Dornier von den Anfängen bis 1945" von Frost, Kössler und Koos ist noch ein weiteres Foto von der Do 212 am Haken. Schicke ich dir morgen per Mail :wink:
     
  10. #9 bolleken96, 20.06.2016
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    Den BB verfolge ich gerne. Klasse wie du begonnen hast, viele Hintergrundinfos und sauber verlinkt.
    Drücke die Daumen und lese gespannt mit!:TOP:
     
  11. #10 JohnSilver, 21.06.2016
  12. #11 juergen.klueser, 21.06.2016
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    Eine interessante Wahl ganz nach meinem Geschmack. Hab sie auch da liegen, umso mehr freue ich mich Dir bei der Entstehung eines echten URig zuschauen zu dürfen.
     
  13. popeye

    popeye leider verstorben

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    .
    Da kann ich schon jetzt nur applaudieren :D:

    Wenn jemand den hier nötigen Masochismus und die nötige Hartnäckigkeit aufbringt, dann sicher Du !
    Ich hab jedenfalls schon vor Jahren diese an ein Modell erinnernden rudimentären Resin-Teile via Flohmarkt abgetreten :FFTeufel:

    Rolf
     
  14. #13 MiGhty29, 22.06.2016
    MiGhty29

    MiGhty29 Testpilot

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    ach du liebes bisschen...
    ich halte Dir die Daumen! :TOP:

    Gruss Uwe
     
  15. urig

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    Die „Stöpsel“ zum Verschließen der Hauptfahrwerksschächte entstanden der Einfachheit halber aus Polystyrol.
     

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  16. urig

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    Für die Lufteinlaufhutze fand ich einen passenden Abschnitt einer Kugelschreiber-Kappe (oben im Bild). Im vorderen, unteren Abschnitt wurde die Höhe des Motorträgers durch ein weiteres PS-Stück gegenüber dem ersten Bild verdoppelt.
     

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  17. urig

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    Hier mal ein erster Test der „Mechanik“ auf Plausibilität. Die Kontur auf der Oberseite muss noch auf die Höhe der Hutze abgetragen werden und in der Mitte fehlt noch eine zweite Hutze für den Austritt von Abluft und Abgas. Letztere ist in den Bildern des Vorbilds meist nur anhand einer großen Rußfahne zu erahnen.
     

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  18. urig

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    Dank der von John Silver ausgegrabenen Fotos, kann ich den Schwenkarm auch noch ein wenig mehr detaillieren als ich es ursprünglich vorhatte.

    Leider passt der im Testrigg (http://scope.staatsarchiv.sg.ch/bild.aspx?VEID=375391&DEID=10&SQNZNR=1 http://scope.staatsarchiv.sg.ch/bild.aspx?VEID=375358&DEID=10&SQNZNR=1) verwendete Ringdiffusor weder in Position noch in seiner Form zum fertigen Flugzeug. Also ignoriere ich diese zusätzliche Information.

    Meiner Meinung nach befindet sich am fertigen Flugzeug da höchstens eine breite Hutze und die habe ich inzwischen versucht, darzustellen:
     

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  19. urig

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    Man könnte meinen, Ihr hättet es alle geahnt? :blush2::FFTeufel::angel:

    Zwei „Kardinalfehler“ des Bausatzes, die einem zusätzliche Arbeit bereiten, habe ich inzwischen entdeckt:

    1. Das Cockpit-Innere inkl. aller Details, wie Armaturenbrett, Schott und seitlichen Konsolen, ist ein reines Fantasieprodukt
    2. beim Propeller konnte jemand nicht auf vier zählen (obwohl Deckelbild und beiliegende Zeichnungen den richtigen Vierblatt-Propeller zeigen)
     

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  21. urig

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    Das reale Cockpit habe ich durch eine Mittelkonsole und ein schwenkbares „Horn“ den Bildern in [4] angepasst. Das zugehörige Instrumentenbrett habe ich auf Decalfolie kopiert und einfach eingeklebt.
     

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  22. urig

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    Im Bugraum habe ich ein wenig Blei verbaut (man weiß ja nie) und die hintere Abschlusswand der Kabine (in Richtung Maschinenraum) gehört ganz nach hinten, hinter die Scheiben.
     

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