1/72 Dornier Do 26 – Mach2

Diskutiere 1/72 Dornier Do 26 – Mach2 im Props bis 1/72 Forum im Bereich Bausätze vorgestellt; Moin ihr Lieben, nachdem ich in einem anderen thread unvorsichtigerweise angekündigt hatte, ich würde den Bausatz der Do 26 von Mach2 auf dem...

Moderatoren: AE
  1. #1 Der Lingener, 20.08.2010
    Zuletzt bearbeitet: 20.08.2010
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    Moin ihr Lieben,

    nachdem ich in einem anderen thread unvorsichtigerweise angekündigt hatte, ich würde den Bausatz der Do 26 von Mach2 auf dem Dachboden suchen und mal Photos davon machen, erschien es mir mehr als recht und billig, daraus eine Bausatzvorstellung zu machen.
    Ein Wort der Warnung: Zarte Gemüter, von Eduard- und Tamigawa-Schüttelbausätzen verwöhnt, sollten jetzt aufhören zu lesen:
    Mach2 ist nicht unbedingt als Hersteller passgenauer Einfachbausätze bekannt und die Do 26 macht da leider keine Ausnahme - "short run" vom Schlimmsten. Aber es ist halt die einzige Spritzguß-Do 26 auf dem Markt und unter den Blinden ist der Einäugige König.
    Zudem die Möglichkeit besteht, auch eine zivile Lufthansa-Maschine daraus zu bauen...
    Die etwas krude Qualität wird nur noch vom Preis getoppt: Um die 40 Euro muss man für diesen Bausatz schon berappen, allerdings bekommt man eine Menge Bastel"spaß" für sein Geld!:FFTeufel:

    So, los geht´s!
    Die Kartonage ist sehr stabil ausgeführt und glänzt mit einem netten Deckelbild:
     

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  3. #2 Der Lingener, 20.08.2010
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    Nach dem Öffnen der Kartonage allerdings erwartet einem der blanke Horror!
    Zunächst der Spritzling für den Rumpf:
    -Massive Angüsse, die förmlich nach einer guten Modellbausäge schreien;
    -schlecht ausgegossene "Details" (die MG 15 z.B. kann man getrost wegwerfen! Ich empfehle die schönen Bausätze von Steelwork-models.de;
    -auf der Außenhaut glänzt der Bausatz mit einer Unmenge von Unreinheiten, rauher Oberfläche und noch dazu dicken Auswerfermarken
     

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  4. #3 Der Lingener, 20.08.2010
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    ...und innen sieht es nicht wirklich besser aus:
    -einfache Innenraumdetails und Auswerfermarken, Auswerfermarken, Auswerfermarken...:D
     

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  5. #4 Der Lingener, 20.08.2010
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    Der Spritzling für die Tragflächen und den Rest:
    -rauhe Oberflächen, die einen ganzen Abend voller Spaß beim Glätten versprechen;
    -dicke Angüsse;
    -Gußgrat wohin das Auge blicket...
     

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  6. #5 Der Lingener, 20.08.2010
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    Die Glasteile:
    Was hier milchig und nach rauher Oberfläche aussieht, ist genau das: Milchige "Klarsicht"-teile, die zudem noch mit einer rauhen Oberfläche gekrönt sind. Auch hier freut sich die Gattin: der Gemahl ist "aus den Füßen" und sie kann Rosamunde Pilcher schauen, denn der "Herr des Hauses" ;) verbringt einen ganzen Abend mit Schleifen, Polieren, Schleifen, Futurebad...
     

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  7. #6 Der Lingener, 20.08.2010
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    Damit ihr einmal seht, was "Detaillierung" bei Mach2-Bausätzen bedeutet, habe ich die 4 Besatzungsmitglieder herangezoomt:
    Entfernt erinnern die Herren an Airfix- oder Matchbox-Figuren, nur dass die Mach2-Klone als bipedale, carbonbasierte, bodenlebende Lebewesen nicht zu erkennen sind und zudem noch bauchseitige Einschusslöcher britischer 2 cm Geschosse erkennen lassen.
     

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  8. #7 Der Lingener, 20.08.2010
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    Der Knüller der ganzen Schachtel:
    Die ungemein "in´s Detail gehende" Bauanleitung!
    Wer trotz dieser Anleitung seinen Flieger zusammenbekommt, darf sich schon einen "Modellbau-Experten" nennen!
     

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  9. #8 Der Lingener, 20.08.2010
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    Die Bemalungsanleitung ist auch nicht gerade der Knüller, aber immer noch aussagekräftiger als die Bauanleitung!
     

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  10. #9 Der Lingener, 20.08.2010
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    Die Abziehbilder:
    Auf dem Papier sehen diese wirklich gut aus - wie sie sich allerdings nach dem Kontakt mit Wasser verhalten, vermag ich nicht zu sagen...:rolleyes:
    (Die "Sondermarkierungen für das Seitenleitwerk" habe ich retouchiert)
     

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  11. #10 Der Lingener, 20.08.2010
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    So, ihr Lieben, das war die Bausatzvorstellung der Dornier Do 26 von Mach2. Mein Fazit: Nix für schwache Nerven, aber eine Grundlage für alle Modellbau-Masochisten, um mit viel Eigeninitiative ein schönes (und auf Ausstellungen selten gesehenes) Modell dieses eleganten Flugbootes zu erstellen.

    Wie steht doch so schön auf der Packung?
    "Not suitable for children under 36 month"
    Ich stelle mir vor, wie ein Dreijähriger das Modell zusammenbaut und muss schmunzeln ...

    Michael
     
  12. Bernd2

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    Nein, Michael, wenn du über Bilder von Beute-Maschinen stolpern willst, geht nur eine norwegische. Die Maschine war aber nur kurz während der Unternehmung "Weserübung" in norwegischer Hand. Alles in allem gab es auch nur höchstens acht Do 26, die später nur noch als Verbindungsflugzeuge verwendet wurden, bis keine Ersatzteile mehr vorhanden waren und sie ausser Dienst gestellt wurden. Leider nix mit "Beute" oder "Exoten".

    Die Infos habe ich dem Buch "Deutsche Luftwaffe 1939 - 1945 von David Donald, Edition Zeitgeschichte, entnomen. So viel mehr gibt das nicht her.
     
  13. Pewi

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    In meiner Literatur habe ich zu einer norwegischen "Beute-Do" nichts gefunden (Memoiren von Graf Schack, ein Heft über Dorneir-Flugboote von Manfred Griehl sowie ein Beitrag von Karl Kössler im ModellMagazin 3/75).

    Danach vermute ich, bei der Mmaschine hat es sich um die von Graf Schack geflogene V-2 gehandelt. Er berichtet nämlich, daß er seine Maschine in einem Fjord landen konnte. Danach hat er versucht, sich mit der Besatzung und den transportierten Gebirgsjägern durchzuschlagen, geriet aber in Gefangenschaft. Die Landung scheint glatt verlaufen zu sein, leider schreibt er nichts dazu, was dann mit der Maschine geschah. Laut einer von Kössler zitierten Verlustliste der KGr z. b. V. bei Weserübung wird sie als "Totalverlust" bezeichnet.
    Die beiden anderen Maschinen wurde nach dieser Liste in Brand geschossen und versenkt("nach Landung durch Jabo zerstört"), da gibt es auf youtube auch ein Video vom Tauchgang zu einem Wrack.
    Vielleicht erscheint ja mal in der Reihe "Flugzeugprofile aus Norwegen" ein Heft zur Do 26. Da da auch Norweger mitarbeiten, können die vielleicht aus norwegischen Quellen Angaben (Fotos) beisteuern, was mit der V-2 passiert ist.
     
  14. #13 albatros32, 28.08.2010
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    Ich hab´ für alle Interessierten mal eine Vorstellung des Vacu-Kits eingestellt... :cool:
    Auf der "Bauanleitung" findet sich der Hinweis, daß zum Beginn des 2.WK´s fünf Do-26 die 1./KüFl.Gr.506 gebildet hätten.
    Diese Maschinen sollen während des "Norwegen-Feldzuges" als Aufklärer und Transporter gedient haben.
    Als Referenzen werden angegeben :
    Green:Warplanes of the third Reich
    Green:Flying Boats
    Smith/Kay:German Aircraft of the second Word War
    Kens/Nowarra:Die deutschen Flugzeuge 1933-45

    Letzteres besitze ich auch. Darin finden sich Abbildungen der V3 D-ASRA "Seemöwe" und der V6, welche in Tarnlackierung auf dem Katapult der MS Friesland zu sehen ist.
    Im Text wird erwähnt das die V3 für die Luftwaffe als Do-26C mit Abwehrständen umgebaut wurde und alle sechs(!?) gebauten Flugzeuge für Versorgungsflüge nach Narvik eingesetzt wurden.
     
  15. Pewi

    Pewi Flieger-Ass

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    @ Albatros: Danke fürs Einstellen des Vacus. Aber ich fürchte, die Informationen zur Geschichte der D0 26 aus der bauanleitung stimmen nicht.

    Laut Manfred Griehl, Dornier-Flugboote im Zweiten Weltkrieg (Waffen-Arsenal 171) sind die V-5 und V-6 erst nach Ende des Norwegen-Feldzugs fertiggestellt worden.
    V- bis V-3 wurden nach Kriegsausbruch militarisiert und im Dezember 1939 wurde die "Sonderstaffel Transozean" aufgestellt, der die Do 26 zugeteilt wurden.
    Im Norwegen-Feldzug kamen die Maschinen zur KGr.z.b.V 108 als Transporter. Für die Narvikflüge wurden der Staffel wohl noch zwei V-Muster der Do 24 und eine(?) Bv 138 zugeteilt.

    Im Sommer 1940 wurden die verbliebenen 3 Maschinen immer wieder zur Fernaufklärung von Norwegen und dann von Frankreich eingesetzt. Dabei ist die V-5 im November beim Start abgestürzt. Unterstellt waren die Maschinen in der Zeit der KGr 606.
    Der Einsatz der Maschinen ist durch Probleme mit den Jumo 205-Motoren und die bei solchen "handgefertigten" Prototypen immer schwierige Ersatzteillage immer wieder behindert worden.
    Sie (V-4 und V-6) wurden ab Frühsommer 1941 nach Norwegen verlegt und dann zu Langstreckentransportern umgebaut, mit denen mehrmals Wetterstationen im Nordmeer und Grönland versorgt worden sind. Im Sommer 1943 hat eine Maschine in zwei "Touren" 22 Leute von der Station "Holzauge" abgeholt.
    Danach sind die Maschinen kaum noch genutzt worden, vermutlich sind sie im Laufe des Jahres 1944 verschrottet worden.

    Wie gesagt, das steht bei Griehl, ob alles stimmt, kann ich nicht prüfen.

    Was den Mach2-Bausatz angeht, finde ich ihn nicht soo furchtbar. Hauptschwachpunkte sind meiner Ansicht nach die Panzerglasteile, dazu kommen die zu dicken und nicht ganz korrekten Propellerblätter. Bordwaffen und Piloten sind auch nicht der Bringer, aber die lassen sich sicher ersetzen.
    Natürlich dürfte die Paßgenauigkeit zu wünschen übrig lassen und die Genauigkeit der Blechstöße und sonstiger Gravuren habe ich nicht geprüft. Ich bin bei letzterem allerdings nicht so dogmatisch.

    Grüße,
    PeWi
     
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  17. Pewi

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    Ich hab' das Wichtigste vergessen: Bernd2, PN ist angekommen, vielen Dank. Nur nicht hetzen, es eilt nicht.

    Ich habe noch weiter in meinen Büchern gestöbert. Es ist erstaunlich, wie die Schilderungen sich in Details unterscheiden.

    Kössler erwähnt in seinem Beitrag noch, Graf Schack habe nach der Landung die Maschine aufs Ufer aufgesetzt. Vermutlich um den solche Situationen nicht gewöhnten Gebirgsjägern und den zwei Verwundeten (nach dem Luftkampf mit den Skuas der 803ten Squadron) den Ausstieg zu erleichtern. Laut Schack kam es nach der Landung zu einem Feuergefecht zwischen den Gebirgsjägern und der Besatzung von zwei Kuttern, die von englischen Zerstörern ausgeschickt worden waren. Bei der Suche nach einer Landestelle hatte die Do 26 die Engländer überflogen.
    Schack schreibt nichts über das Schicksal seines Flugzeugs, aber Peter C. Smith schreibt in seinem Buch "Skua", das Flugzeug sei von einem Stoßtrupp der Royal Marines zerstört worden, die losgeschickt worden waren, um die Kutter-Besatzungen zu retten, die vor dem Feuer der Gebirgsjäger geflüchtet waren.
    Dagegen schreibt Christopher Shores in "Fledging Eagles", die Besatzung Schack habe die Maschine zerstört, bevor sie versuchte, zu den deutschen Linien durchzubrechen. Shores schreibt auch, daß die V-1 und V-3 bei Narvik von Hurricanes in Brand geschossen wurden, allerdings konnte ein Teil der Ladung noch geborgen werden.
    Grüße,
    PeWi
     
  18. Bernd2

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    Ich habe auch noch mal bei mir gestöbert. Ist das von euch erwähnte Buch von Manfred Griehl zufällig das Sonderheft 171 aus der Reihe "Waffen-Arsenal" vom Podzun-Palls Verlag?

    @Pewi: Wenn ich hier im FF für heute fertig bin, gehe ich noch mal in mein E-Mail-Postfach und sende dir den Artikel.
     
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