1/72 Fokker E. IV – ICM

Diskutiere 1/72 Fokker E. IV – ICM im Props bis 1/72 Forum im Bereich Bausätze vorgestellt; Die Fokkergeißel Am 19.04.1915 wurde eine französische Morane-Saulnier Type L hinter den deutschen Linien durch einen Karabinerschuß zur Landung...
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Die Fokkergeißel
Am 19.04.1915 wurde eine französische Morane-Saulnier Type L hinter den deutschen Linien durch einen Karabinerschuß zur Landung gezwungen (der Schütze Schlenstedt trifft vom Boden aus die Benzinleitung). Dieses Ereignis war in der Entwicklung von Kampfflugzeugen und ihren Waffen von Bedeutung, denn der Pilot der Maschine, der Franzose Roland Garros, hatte ein System entwickelt, wonach sein Hotchkiss MG nach vorne durch die Propellerscheibe schießen konnte; dabei wurde die Rückseite der Propellerblätter durch Stahlplatten geschützt, die aufprallende Kugeln ablenken konnten. Er erzielte damit 5 Abschüsse. Die deutschen Offiziere untersuchten den beschädigten Typ L und erkannten die Bedeutung eines starren, vorwärtsfeuernden MG´s, mit dem der Pilot leicht zielen konnte. Ein Test mit einem deutschen Flugzeug führte zu einer Überraschung: die deutsch Cr-Stahlgeschosse durchschlugen den Propeller während die französischen Cu-Geschosse abgelenkt wurden. Das bedeutete die deutschen Ingenieure mussten andere Wege gehen.
Das Ergebnis war, dass der holländische Konstrukteur Anthony Fokker aus Schwerin mit der Entwicklung einer komplexeren Anlage beauftragt wurde. Es entstand das Unterbrechergtriebe. Die Schußfolge wurde auf die Drehung des Propellers abgestimmt und die Kugeln fanden ihren Weg durch die Blätter ohne diese zu treffen. Die ersten Serienexemplare erhielten ein Maxim LM 08/15 "Spandau" (genau daher rührt der Begriff 08/15 für etwas Gewöhnliches). Es kam mit der Fokker E.I (E für Einsitzer) die Fokkergeißel.
 
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Die Fokker E.IV (Firmenbezeichnung M.15) ist eine Weiterentwicklung der E.III mit einem 119 kW Oberursel U.III Motor. Damit war diese Maschine die erste mit einem Doppelsternmotor (also zwei Sternmotoren hintereinander).
Normal war es mit zwei MG ausgerüstet. Herr Immelmann ließ in seine Maschine 3!!! MG einbauen.
Von der E.I - IV wurden ca. 300 Maschinen gebaut. Von der E.IV 49. Erstflug November 1915. Baubeginn Februar 1916. Boelcke und Immelmann waren die bekanntesten Piloten auf dieser Maschine. Mitte 1916 wurden die Maschinen auf Grund größerer Konkurrenz der Alliierten zur Ostfront abgezogen.
 
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Der Bausatz von ICM besteht aus 43 sauber gespritzten grünen und 2 Klarsichtteilen. Gratfrei und, bei WK I Maschinen nicht unbedingt Standart, eine Inneneinrichtung der Kabine. Es sind die Rohre des Rahmens angedeutet. Es gibt Armaturenbrett, Steuerknüppel, Pedalen und einen Tank! Und das alles für 10,- €.
 
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Mit dieser Maschine kann man in den Bereich der fliegenden Drahtverhaue einsteigen. Die Ausführung der Verspannung ist auch für den Anfänger ausführbar.
 
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Die Abziehbilder (oder auf Deutsch Decals) machen einen guten Eindruck. Die Kreuze sind separat gedruckt. Die weiße Unterlage ist auf dem Modell mit Farbe auf zu bringen.
 
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Die Bauanleitung ist übersichtlich, mehrsprachig auch in deutsch, klar nummeriert. Der Zusammenbau stellt keine Probleme dar. Wie die Verspannungen liegen geht ausden Zeichnungen hervor.
 
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Es ist der Bau von zwei Varianten möglich.
Oberleutnant Immelmann Juni 1916 mit 3 MG (interessant, kopflastig, wenig erfolgreich)
Oberleutnant Boelcke Februar 1916 mit 2 MG

Fazit: sehr empfehlenswert:TD:
 
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