1/72 Junkers Ju 288 A-2 / R1 – my3dbase

Diskutiere 1/72 Junkers Ju 288 A-2 / R1 – my3dbase im Props bis 1/72 Forum im Bereich Bausätze vorgestellt; Offensichtlich nimmt my3dbase Fahrt auf und bringt nun auch größere Modelle auf den Markt. Neben der folgenden Ju288 A-2 unter anderem auch die...
syrphus

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Offensichtlich nimmt my3dbase Fahrt auf und bringt nun auch größere Modelle auf den Markt. Neben der folgenden Ju288 A-2 unter anderem auch die Focke Wulf Ta 400. Und gerade sehe ich, dass auch die Ju288 V5 ins Programm aufgenommen wurde. Mit letzterem Modell geht man wohl auch den Schritt weg von ausschließlich What If- / Luft46-Modellen. Wenn ich aber die Bilder derzeit auf der Homepage richtig deute, ist der Inhalt der beiden Ju288-Modelle weitgehend übereinstimmend
Also kommen wir zum Modell Ju288 A-2 / R1. Schon an der Bezeichnung ist ersichtlich, dass es sich um ein What If handelt, denn es gab keine A-2-Serie. Und damit natürlich keinen Rüstsatz R1 für die Ju288.
Der Bausatz kommt in wiederverschließbaren Tüten ohne Karton (natürlich erfolgt der Versand in einem Karton, aber der ist urspünglich nicht für den Bausatz gedacht). Auf der Homepage wirbt mn mit einem KI Bild, aber es wird nicht für die Verpackung der Teile oder in der Anleitung verwendet. Es gibt auch keinen Bemalungsplan und auch keine Decals.
Die Bauteile sind wiederum im 3D-Filamentdruck entstanden und die Drucklinien sind auch bei dieser Junkers erkennbar. Allerdings habe ich den Eindruck, sie sind flacher als bei den anderen beiden Bausätzen, die ich hier vorgestellt habe. Man wird aber um das Schleifen nicht herumkommen.
Der Bausatz besteht aus sehr vielen zum Teil auch recht kleinen Teilen. Die Erfahrung aus den anderen Bausätzen zeigte, dass die Passgenauigkeit recht gut ist. Allerdings gibt es keine Hilfen für die korrekte Positionierung der Bauteile.
Was ich nicht ganz verstehe, sind die Spalten in der Unterseite der Tragflächen sowie im Rumpf. In einem normalen FLugzeug gibt es die nicht. Da muss sicher Spachtelmasse rein.




 
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syrphus

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Die Tragflächen haben meiner Meinung nach nicht ganz die korrekte Form der V-Typen. Abe es ist ja ohnehn ein What If.
viele Kleinteile an den Druckrahmen bestehen aus linker und rechter Seite und müssen entsprechend zusammengeklebt werden. Mit 3D-Druck geht das aber auch besser.

 
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syrphus

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Für die Kanzel gibt es tiefgezogene Klarsichtteile. Leider liegen die nur in einfacher Ausführung bei. Viele ander Anbieter packen immer zwei Kanzeln in den Bausatz, falls eine bei der Bearbeitung kaputt geht.
Was my3dbase nicht berücksichtig hat, die seitlichen Fenster waren auch zum Rausschauen. Hier muss man die durchgängige Kabinenwand aufbohren. Leider gibt es aber keinen Hinweis darauf.

 
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syrphus

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Also die Grundidee für den Bausatz ist gut. Die Verteilung der Bauteile sicher auch sinnvoll. Allerdings ist die Umsetzung noch nicht so das Wahre, da bieten andere Hersteller für den Preis weitaus besser geformte Bauteile und dazu noch Boxen, Bemalungspläne und Decals.
Man muss schon großer Fan sein oder quasi nach Arbeit suchen, um diesen Bausatz zu kaufen.
Preis laut Homepage: 75 € für 1:72 und 95€ für 1:48.
Bestellung direkt beim Hersteller ist preiswerter als Bestellung über ebay.
 
JKR

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Schöne Vorstellung eines hässlichen Bausatzes. Wenn ich großer Fan wäre würde ich einen Stapel Plastikplatten und eine prall gefüllte Ersatzteilkiste
vorziehen, die Arbeit wäre angenehmer.
 
napobona

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Vielen Dank für die ausführliche und sachliche Vorstellung, das weiß ich sehr zu schätzen!
Ein paar Ergänzungen zu deinen Punkten:
Wenn ich kurz korrigieren darf: Das Bild auf der Webseite ist kein KI-Bild, sondern ein Rendering, das mein Sohn anhand der CAD-Daten separat erstellt hat.
Die Spalten an Tragfläche und Rumpf sind konstruktiv bedingt und bewusst so vorgesehen – sie dienen dazu, An- und Abfahrbewegungen des Druckkopfs (Retraction) zu vermeiden, die sonst die Oberflächenqualität beeinträchtigen würden. Hier ist etwas Spachtelmasse also tatsächlich eingeplant, kein Versehen.
Die seitlichen Kanzelfenster zum Aufbohren nehme ich gerne in die Dokumentation mit auf, danke für den Hinweis – das war bisher tatsächlich nicht ausreichend beschrieben.
Bemalungsplan und Decals sind für mich als Kleinstanbieter leider kaum wirtschaftlich darstellbar – der zusätzliche regulatorische und wirtschaftliche Aufwand für Verpackung und Kennzeichnung würde die Kalkulation sprengen. Das ist einer der Kompromisse, die sich aus der Nische ergeben, in der ich arbeite.
Zur Tragflächenform: Ich bin selbst langjähriger Luftfahrtingenieur und lasse meine CAD-Modelle grundsätzlich auf Originalunterlagen basieren, auch bei What-if-Varianten versuche ich, so nah wie möglich an der dokumentierten Geometrie zu bleiben. Falls du konkrete Quellen oder Zeichnungen zur V-Form hast, die von meinem Modell abweichen, würde mich das sehr interessieren – gerne per PN.
Nochmals danke für den konstruktiven Beitrag, das hilft mir wirklich weiter.
VG
Kristian
 
Junkers-Peter

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Ich habe vor vielen Jahren für eine Artikelserie und ein Buch relativ genaue Zeichnungen der Ju 288 angefertigt. Anbei eine Zeichnung von mir mit Maßen, die wiederum aus Junkers-Originalzeichnungen übernommen worden sind. Es handelt sich hier um die kurze Fläche, wie sie die V1 bis V5 hatten. Dein Modell soll ja anscheinend diese erste Baureihe A darstellen.

Die Höhenflosse ist übrigens einteilig, geht also über die gesamte Breite und durch den Rumpf. Dort ist ein entsprechender Ausschnitt vorhanden.




Seitenansicht der Ju 288 V5 mit verlängertem Rumpf, aber noch mit Jumo 222 mit Doppelhaube:




Und noch die Draufsicht:




Vorderansicht:


Die V-Stellung der Außentragflächen müsste um die 5° sein. Da experimentierte man zwischen 6° und 2°, um die Stabilitäten um die Achsen in Einklang zu bringen (Schieberollmomente usw).
 
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napobona

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Hallo Peter,

Herzlichen Dank für die Infos. Du meinst das FW 191 Buch? Hab ich natürlich :applause1:. Auch Deine Artikel stehen bei mir...mittlerweile völlig zerfleddert.

Ich habe meine Design auf der 'A' Serie basieren lassen. Da ich mich bei den 'Luft 46' Modellen tummele (habe dazu eine Facebook Gruppe), habe ich diese dann mit Jumo 222 E/F extrapoliert. Den 222 konnte ich einscannen und habe ihn anschließend in CAD rekonstruiert.
Die Tunnelhaube habe ich aufgrund zahlreicher Anfragen auch umgesetzt, aber weniger um die V5 abzubilden, vielmehr geht es den Leuten wahrscheinlich um das Aussehen. Da habe ich nachgegeben, obwohl ich aus rein technischer Sicht kein Fan bin.

Mich verwundert bei der Ju 288 wie wenige Zeichnungen noch aufzufinden sind. Hätte ich bei dem Muster nicht erwartet.

Viele Grüße,
Kristian
 
Junkers-Peter

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Alles klar. Mein Beitrag sollte ja keine Kritik sein, sondern nur ein netter Hinweis.

Im Junkers-Archiv im Deutschen Museum sind zur Ju 288 noch viele Dokumente und Fotos vorhanden. Leider weniger Konstruktionsbüro, sondern mehr von der Fertigungsseite. Fotos sind auch noch viele da, leider meist nur die Detailfotos. Die guten Fotos sind größtenteils schon in den USA "weggekommen". Dann gibt es natürlich noch die in den USA kurz nach dem Krieg mikroverfilmten deutschen Beuteunterlagen mit vielen Dokumenten.

Zeichnungen gibt es auch noch. Man kann sich aus dem Vorhandenen jedenfalls alle nötigen Maße zusammenstellen, bis auf wenige Ausnahmen. In irgendwelchen Spielen und Simulationen sind auch Rendermodelle auf Basis meiner Zeichnungen drin. Es gab da in den letzten Jahren immer wieder mal Anfragen.

Die Doppelhaube wurde bei Junkers eingehend erprobt, sowohl im Windkanal als auch im Flugbetrieb. Sie brachte zwar aerodynamische Vorteile, aber die Kühlwirkung war zu gering.

Es war übrigens eine Ju 288 A-2 geplant. Allerdings hätte die den Jumo 223-Flugdiesel gehabt.

Das Titelbild in #1 ist wirklich gelungen.
 
napobona

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Hi Peter,

alles gut, hatte ich auch gar nicht als Kritik verstanden. Ganz im Gegenteil, ich finde den Austausch super – daher vielen Dank dafür!

Im Archiv des DM (und bei vielen anderen ;)) bin ich tatsächlich Stammgast, da ich gleich um die Ecke wohne. Was ein bisschen schade ist: Von den Sachen darf nichts veröffentlicht werden, es sei denn, man zahlt horrende Lizenzgebühren.

Ja, das mit der Doppelhaube habe ich auch so verstanden. Es gibt ja auch Analogien zu anderen Mustern, wo Ähnliches versucht wurde. Habe auch soeben festgestellt, dass sich die C-2 viel weitreichender unterscheidet, als ich ursprünglich angenommen hatte. Total spannend!

Alles Gute!

P.S. Jumo 2223 mega spanned. Such noch immer nach Zeichnungen. Habe vor Kurzem den 212 als 2x213 gefunden!

 
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flogger

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@napobona

Bei den Kleinteilen würde ich mir wünschen, das du sie mit einen Resin 3D Drucker erstellst.
Das wird die Qualität der Bauteile deutlich verbessern und dadurch auch deine Arbeit in der 3D Konstruktion mehr würdigen.
 
napobona

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@napobona

Bei den Kleinteilen würde ich mir wünschen, das du sie mit einen Resin 3D Drucker erstellst.
Das wird die Qualität der Bauteile deutlich verbessern und dadurch auch deine Arbeit in der 3D Konstruktion mehr würdigen.
Im Grunde gebe ich dir recht und ich würde mir nichts lieber wünschen. Allerdings ist dabei einiges zu berücksichtigen: Wenn ich Harzdrucker im gewerblichen Umfeld betreibe, gelten grundsätzlich andere Anforderungen. Gerade in puncto Gefahrstoffe sind Harze eine ganz andere Hausnummer – Lagerung, Handhabung, Entsorgung, Absaugung etc. Schon so habe ich mit der Berufsgenossenschaft mehr zu tun, als mir lieb ist.

Auch sind Resinteile im Arbeitsablauf aufwendiger; es sind mehr Arbeitsschritte notwendig als bei FDM. Das muss ich einkalkulieren, denn Zeit ist der entscheidende Faktor. Ganz schnell wird ein solches Unterfangen unrentabel. An Skalierung ist leider auch nicht zu denken, denn aktuell ersticke ich tatsächlich unter ständig neuen oder sich ändernden EU-Vorgaben (PPWR, EPR...), die entweder direkt oder indirekt Auswirkungen haben (ganze Märkte brechen weg).

Nur als kleines Feedback aus meiner Erfahrung :thumbsup:
 
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