1/72 Junkers Ju 288 C-1, Bomber B – Huma

Diskutiere 1/72 Junkers Ju 288 C-1, Bomber B – Huma im Props bis 1/72 Forum im Bereich Bausätze vorgestellt; Die aktuelle 5-teilige Beitragsserie über die Ju 288 in der Flugzeug Classics, jetzt in 06/2006 mit der Ju 288 C, war Anlass, den nicht mehr...

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  1. Rapier

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    Die aktuelle 5-teilige Beitragsserie über die Ju 288 in der Flugzeug Classics, jetzt in 06/2006 mit der Ju 288 C, war Anlass, den nicht mehr taufrischen aber ansprechenden Huma-Bausatz aus dem Jahr 1999 vorzustellen.:TOP:

    Zum Original:

    Nachdem die Entwicklung des Bomber A in der He 177 gipfelte und diese doch mit einigen einsatztaktischen und –technischen Mängeln behaftet war, suchte das RLM nach Lösungen, die Bomberlücke zu schließen.

    Das Programm Bomber B (Ausschreibung aus 07/1939) sollte ein Kampfflugzeug ergeben, das als (echter) mittelschwerer Zweimot (je 2x2.500 PS Jumo 222 oder DB 604) 4.000 kg Bomben in eine Zielbereich 1.500 bis 2.000 km vom Abflugplatz zum Einsatz bringen konnten, wobei eine Reiseflughöhe von 6.000 m in druckfester 4-Mann-Kabine dauerhaft erfüllt werden sollte. Mit dem Jumo 222 hätte die Ju 288 dieses Leistungsheft mit ca. 580 km/h erfüllt, 3 fernbediente Waffenstände (je 2x2 MG 131 und ein MG 151/20) hätten die Selbstverteidigung übernommen.

    Aus Gründen des Mangels am Jumo 222, der allgemeinen Wirtschaftslage und der RLM-Verfügung „Jägernotprogramm“ wurden Anfang 1944 alle Arbeiten am Ju 288 Programm gestrichen. Ca. 15 Muster-/Versuchsmaschinen flogen, teilweise in Untermotorisierung mit BMW 801. Zum Kriegsende waren noch 5 übrig, teilweise geplündert. Interessante Episode am Rande, für die Kinder der Junkers Mitarbeiter in Dessau wurden die Cockpits der am Platzrand abgestellten Maschinen zu Spielplätzen umfunktioniert, so auch die Bilder in der aktuellen Flugzeug Classics.

    Junkers hatte – neben dem Flugzeug – das gesamte Waffensystem selbst entwickelt. Druckkabine, selbstdichtende Sacktanks, Bordladeeinrichtung, eine Art APU (Selbststartanlage), Segmentfertigung usw. Es ist jedoch ein Wissenszuwachs, den Junkers nicht mehr nutzen konnte, denn neben der Ju 288 wurden auch die Ju 188 und 388 nicht weiter entwickelt und gebaut.

    Zur fortführenden Literatur:

    (1) Flugzeug Classics, Hefte 02/2006 bis 06/2006
    (2) Klassiker der Luftfahrt 5/2005
    (3) Dressel/Griehl, Taktische Militärflugzeuge in Deutschland 1925 bis heute
    (4) Herwig/Rode, Geheimprojekte der Luftwaffe, Bd. II, Strategische Bomber
    (5) Karl-Heinz Regnat, Vom Original zum Model Junkers Ju 288/388/488 (deutlich besser als die Ju 188 aus gleicher Reihe:mad: )

    Zum Bausatz:

    Es erwarten bei Öffnen des stabilen Papp-Kasten 3 Gußäste in dem typischen weichen Huma-Plastig (sandgrau) und ein Klarsichtgießast. Die Hi-Tech-Gußteile (Ta 283, Ju 287) fehlen hier, was aber nicht ganz so auffällt, da die Details ausreichend diffizil ausgeführt sind. Und etwas soll für den Modellbauer ja auch noch übrig bleiben (:FFTeufel: )! Trotzdem alle Gussäste in einem Beutel waren, ist das Klarsichtteil (siehe unten) nicht übermäßig zerkratzt.
     

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    Das Deckelbild ist unspektakulär, eine unspezifische Flugdarstellung der V103, die auf dem Deckelbild die m. E. zutreffende „low-viz“-Bemalung hinsichtlich der Nationalitätenkenner wiedergibt. Es gibt in den Quellen (2) und (5) unterschiedliche Segmenttarnungen – ebenso wie Deckelbild und Bauanleitung voneinander abweichen. Die Fotos sind leider nicht so klar kontrastiert, dass sich die Widersprüche aufklären ließen (:( ). Mal sehen, wie sich’s beim Bau anlässt.
     

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  4. Rapier

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    Neben der Huma-üblichen Explosivzeichnung zum Zusammenbau des Bausatzes und Fotos aus dem Original-Cockpit ist hier wieder eine farbige Darstellung der Bemalung vorhanden. Sie verweist auf RLM-Farben, ohne auf die großen Farbhersteller Bezug zu nehmen, weshalb hier jegliche Farbdiskussion unterbleiben kann (;) ).
     

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  5. Rapier

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    Als einzige Bemalungsvariante ist die 70/71/65-gefärbte V 103, Stammkennzeichen DE+ZZ, vorgesehen. Die leider sehr übersichtlichen Abziehbilder sind sauber gedruckt und neben den Kennern sind nur die Instrumentenbretter vorhanden. Da V 103 sowohl am Bug als auch an den Seitenleitwerken angebracht war, fehlt ein Paar (:mad: ). Wartungsbeschriftungen sucht man vergeblich. (:FFCry: ) Auf den mir vorliegenden Fotos (Quellen 1, 2, 5) meine ich die Nationalitätenkenner auf Tragflächenoberseite und Seitenleitwerk nur als weißen Rahmen zu erkennen (low viz). Huma sieht hier eine (verfremdete) Ausführung in schwarz/weiß, Seitenleitwerk als overlay möglich, also nicht der bloße „low viz-Rahmen“ vor.
     

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    Der Rumpf besteht aus zwei Halbschalen, kaum Grat oder Fischhaut. Die Verdickung des Kampfkopfes ist gut getroffen, wenngleich die 288 C-1 (V103) gerade keine Druckkabine hatte.:!:
     

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    Leider ist keine Innen(seiten)struktur (Panelle, Stringer, Spanten) vorhanden. Für die Waffentropfen (da ferngelenkt) ist dies zwar unerheblich, für den Kampfkopf heißt das deutliche Eigeninitiative. Gleiches gilt für den Bombenschacht, den muss man sich selbst „schnitzen“ – in Quelle 5 sind hierfür gute Fotos.:engel:
     

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    Die Stirnflächen der Kühler sind gut getroffen. Der geometrischen Ausmaße stimmen – Quelle des Riss ist 1. Die Ausbuchtung im Klappenbereich ist erkennbar, sie setzen sich in dem Flächenbereich der Motorgondel charakteristisch fort. Die Sturzflugbremsen („Lattenroste“) fehlen aber (:mad: ). Zwar hat Huma nicht die Filigranität von Hasegawa, aber es ist eine ordentliche Wiedergabe, die als Ausgangspunkt für ein solides Modell dienen kann.
     

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    Für den Bereich der Fahrwerksschächte vermisst man jedoch wieder ein „Innenleben“, so dass hier auch wieder viel Eigeninitiative gebraucht wird. Zwar ist hier die Fahrwerksaufhängung in Spanten ausgeführt (die Teile rechts neben den Auspuffstutzen). Aber die Innenseiten der Flügel sind - wie die Fahrwerksklappen - leer (:FFCry: ). Die Abgasanlage ist angedeutet.
     

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    Die Propellerblätter sind einzeln, so dass eine Segel- oder Testlaufstellung dargestellt werden kann. Die WT 131 sind ansprechend getroffen, wenngleich die charakteristischen Riffelblechläufe nicht erkennbar sind.
     

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    Als Zuladung sind zwei SC 1.800 vorgesehen. Wenn jetzt jemand fragt, wofür die „Rippen“ sind – das ist der o. g. selbst zu bauende Fahrwerksschacht (zumindest von seiner äußeren Begrenzung her) (:!: ).
     

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    Die Filigranität der Fahrwerksteile ist ausreichend. Bremsleitungen und Durchbrüche der Gelenkscheren sind wie gewöhnlich selbst zur erstellen (:rolleyes: ).
     

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    Dadurch, dass alles in einem Beutel durcheinander gekullert ist, hatten die Klarsichtteile Kratzer. Sicher, nichts irreparables, aber das ist Arbeit, die nicht sein muss (:mad: ).
     

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    Die Seitentropfen sind relativ verzerrungsfrei und gut brauchbar. Das Periskop der FHL ist aber alles andere als zutreffend. Weder Größe noch Position stimmen – eben selbst bauen (:( ).
     

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    Die Größe der Segmente ist zwar nicht ganz wie der Riss – die charakteristische Abplattung am Ende zum Rumpf stimmt aber, so dass ich sicher diesen „Mangel“ belassen werde (:rolleyes: ).
     

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    Die Räder sind etwas zu groß, aber ansprechend ausgeführt.
     

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    Seitenleitwerk – von der Fläche her i. O. die Gravuren (Trimmruder) etwas widersprüchlich, aber sauber ausgeführt.
     

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    Höhenleitwerk etwas zu klein, aber da kommen wir wieder zur Philosophie ob und inwieweit stimmig die Risse/Referenzen sind.
     

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    Der Rumpf stimmt in seinen äußeren Dimensionen. Die Wartungsklappen, Fusssteige etc. sitzen nicht ganz hundertprozentig.
     

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    Die Fläche stimmt von der Geometrie her auch. Der Junkers’sche Kastenholm ist mit einer Linie zu wenig angetreten. Aber die „Ausbeulung“ des Innenflügels sieht super aus – verglichen mit den Originalfotos.:HOT
     

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    Deutlicher noch mal versetzt auf unterem Foto.

    Fazit:

    Die Ju 288 C ist ein typischer Huma-Bausatz. Weiches, sehr gut zu bearbeitendes Plaste. Und dabei meine ich bearbeiten. Nicht nur Kleben, sondern Anpassen. Ausreichende Detaillierung. Ein Modell, das in seiner frühen Variante V-3 als Vacu bei airmodel, aber sonst konkurrenzlos ist. Ein relativ unbekannter aber technologisch um so wichtiger Meilenstein deutschen Flugzeugbaus – ein Muss für Spartensammler. Wären die Gravuren/Decals etwas „originaler“ wäre’s ’ne 1 geworden, so Note 2. Bezogen auf Hasegawa (B-25) und Italeri (B-26) durchaus wettbewerbsfähig.:TOP:
     

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