1. Weltkrieg: Synchronisierte Maschinengewehre bzw. Propeller

Diskutiere 1. Weltkrieg: Synchronisierte Maschinengewehre bzw. Propeller im WK I & WK II Forum im Bereich Geschichte der Fliegerei; im 1. Weltkrieg gab es bei einigen Flugzeugen die Möglichkeit durch den Propellerkreis zu schießen. Das PRoblem wurde durch die Syncronisation...

Moderatoren: mcnoch
  1. STOP

    STOP Flieger-Ass

    Dabei seit:
    05.05.2004
    Beiträge:
    481
    Zustimmungen:
    17
    Beruf:
    Rentner = Kranker Unruhegeist
    Ort:
    56299 Ochtendung
    im 1. Weltkrieg gab es bei einigen Flugzeugen die Möglichkeit durch den Propellerkreis zu schießen.

    Das PRoblem wurde durch die Syncronisation mit dem Propeller gelöst. Sprich wenn der Propeller ins Schussfeldkommt wird das MG gestoppt

    Je näher du an der Maschienenachse ( Propellerkreis ist meist in der Nähe ) die MGs hast desto genauer kannst du mit der Maschiene zielen.

    Mgs auf der oberen Tragfläche hatten zwar die höhere Schussfolge ..waren aber sehr schwer nachzuladen oder Ladehemmung zu beseitigen. Abgesehn von dem großen Luftwiederstand. Also :NEIN.
     
  2. Anzeige

    Schau dir mal die beiden Links an:
    diesen Ratgeber und die Flugzeug-Kategorie

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. #2 bregenzer, 29.12.2005
    bregenzer

    bregenzer Space Cadet

    Dabei seit:
    30.07.2005
    Beiträge:
    1.047
    Zustimmungen:
    36
    Beruf:
    Konstrukteur
    Ort:
    Bregenz / Vorarlberg / Österreich
    Das wurde, soweit ich weiß, mit einem Getriebe zwischen Antriebwelle bzw. Kurbelwelle und dem MG gelöst.

    Ganz zu Beginn waren an den Propellern noch Bleche, die Projektile abweisen sollten, da anscheinend nur wenige der Projektile auch wirklich den Popeller trafen. :rolleyes:

    Naja, das wird sich nicht so bewährt haben.
     
  4. #3 Hans Trauner, 29.12.2005
    Hans Trauner

    Hans Trauner Space Cadet

    Dabei seit:
    25.12.2001
    Beiträge:
    1.932
    Zustimmungen:
    378
    Ort:
    Nuernberg
    Zur Synchronisierung: Als erstes System kam ein System zum Einsatz, dass bei Fokker entwickelt wurde. Vorher waren bei Doppeldeckern tatsächlich mehrere Versuche gemacht worden, das MG so anzuordnen, dass es neben dem Propellerkreis vorbei schiesst, auch bei Zweisitzern. Roland Garros ( Frankreich) montierte schliesslich ein MG auf seinem Einsitzer ( Morane Hochdecker L) und schoss ungesteuert durch den Propellerkreis. Am Propeller waren Ableitungsbleche befestigt. Garros musste auf deutschem Gebiet notlanden, seine Bewaffnung wurde geprüft und als untauglich befunden, bei deutsche MG-Munition bestand die Gefahr des Durchschlagens der Ableitbleche.

    Bereits vor dem Krieg gab es aber Ideen zur Synchronisation von MG und Propeller. Ob die Truppe bei Fokker nun auf diese Ideen zurückgriff oder nicht, jedenfalls entwickelten sie binnen weniger Tage eine MG-Steuerung, die ein Schiessen durch den Propellerkreis gestattete.

    Synchronisation ist eigentlich falsche Begriff. Steuerung ist besser.

    Durch Zug am 'grünen' Hebel wurde die Steuerung eingekoppelt und aktiviert. Die Steuerung koppelt sich auf die Geberscheibe, die an der Propellerwelle befestigt ist. Wird nun der Abzug (lila) betätigt, schließt sich das Gestänge (blau. 'Breech block'. ) . Das MG feuert. Kommt nun die Nock auf der Scheibe an die Steuerung, zieht sich das Gestänge zurück, das Feuern wird unterbrochen. Die Scheibe muss so eingestellt sein, das das Feuern logischerweise dann unterbrochen wird, wenn ein Propellerblatt 'stört'.

    Anfangs gab es mechanische Probleme, die jedoch schnell gelöst waren. Bis Kriegsende kam es jedoch immer wieder zu Schüssen in den Propeller, da zB 'Spätzünder' bei der Munition zu Verzögerungen führten.

    Gleichwohl wurden MGs auf den Tragflächen bis zum Kriegsende beibehalten, so flog die SE5 der Briten oben mit einem Lewis-MG (Wechseltrommel), unten am Rumpf jedoch einem synchronisiertem Vickers. Der anfängliche Grund waren Synchronisationsprobleme mit dem V-Motor, das MG dann aber beibehalten.

    H.
     

    Anhänge:

    fliegers gefällt das.
  5. #4 Mr.Rossi, 27.10.2006
    Zuletzt bearbeitet: 27.10.2006
    Mr.Rossi

    Mr.Rossi Testpilot

    Dabei seit:
    02.03.2006
    Beiträge:
    766
    Zustimmungen:
    399
    Ort:
    Schwaben (BY)
    Zuerst haben ein Franzosen (im 1. Weltkrieg) die Rotorblätter so mit Metall verstärkt, dass Propeller und Pilot einigermaßen sicher waren, wenn der Propeller getroffen wurde und der Rest der Kugeln normal zwischen den Blättern durchflog. Später hat dann jemand (ein Deutscher) Motor/Propeller und Maschinengewehr gekoppelt, sodass immer dann geschossen wurde, wenn die Kugel den Rotor nicht treffen konnte.

    Gruß
    Mr.Rossi
     
  6. #5 Taylor Durbon, 28.10.2006
    Taylor Durbon

    Taylor Durbon Astronaut

    Dabei seit:
    10.06.2006
    Beiträge:
    2.642
    Zustimmungen:
    1.913
    Ort:
    Ettlingen,früher Rostock
    Die Problematik des Feuernds durch den Propellerkreis hatten alle kriegführenden Nationen erkannt. Die französische Lösung des Metallbeschlags an den Propellerblättern hatte die Nachteile des starken Leistungsverlustes beim Feuern und der Gefahr von Querschlägern für Mann und Maschine. Möglich wurde dies auch nur durch die Verwendung von weichen Kupermantelgeschossen der Franzosen. Die deutsche Kopie führte zum Versagen da hier Stahlmantelgeschosse verwendet wurden und die Propellerblätter glatt weggeschossen wurden. Neben Fokker und Lübbe in Deutschland arbeiteten in Großbritannien Colley und Constantinesco an einem Synchronisationssystem. Fokker und Lübbe verwendeten ein Nockensystem auf der Propellerwelle das direkt mit dem MG-Abzug verbunden warund diesen blockierte.

    Die Gesichter als die Propellerblätter wegflogen hätte ich gern gesehen:)

    Bis denne...
     
  7. #6 Talon4Henk, 28.10.2006
    Talon4Henk

    Talon4Henk Astronaut

    Dabei seit:
    20.12.2002
    Beiträge:
    3.176
    Zustimmungen:
    1.830
    Ort:
    Europa/Amerika
    Tja und Max Immelmann hat sich genau durch eine Fehlfunktion der Synchronisation selber den Propeller weggeschossen. Durch die entstandene Unwucht ist das Flugzeug noch in der Luft desintegriert.

    Und denn ist es vom Himmel gefallen, Max (der Adler von Lille) war tot und die Flugunfalluntersuchung in D hatte ihre Geburtsstunde.
     
  8. #7 Deichwart, 28.10.2006
    Deichwart

    Deichwart Testpilot

    Dabei seit:
    23.02.2006
    Beiträge:
    565
    Zustimmungen:
    96
    Beruf:
    Elektronenschubser
    Ort:
    Deutschland
    Nicht zu vergessen: Bei der Maschine von Adolf Galland war mal die Synchronisation defekt. Er wunderte sich nur, warum ein so großes Mundüngsfeuer zu sehen ist. Am Boden gelandet sah er, das er sich einen Teil der Propeller weggeschossen hat...
     
  9. #8 Del Sönkos, 28.10.2006
    Del Sönkos

    Del Sönkos Testpilot

    Dabei seit:
    17.05.2006
    Beiträge:
    879
    Zustimmungen:
    349
    Beruf:
    Betriebswirt
    Ort:
    Hamburg
    Wieso funktionierte die Synchronisation nur bei MGs und nicht Mks?
     
  10. #9 Manuc, 28.10.2006
    Zuletzt bearbeitet: 28.10.2006
    Manuc

    Manuc Flieger-Ass

    Dabei seit:
    06.11.2002
    Beiträge:
    445
    Zustimmungen:
    19
    Ort:
    Frankfurt a. M.
    Soweit ich weiss, gab es nur wenige Flugzeuge, die Bordwaffen ab Kaliber 20 mm hatten, die durch den Propellerkreis schossen. Mir fällt nur die sowjetische La5 / La 7 / La 9 ein (2 bzw 3 x 20mm) MK brauchen i. d. R., auch mehr Platz für den Einbau (allgemeine Baugröße, Raum für Munitionsführung, Hülsenauswurf usw), so dass eine Montage über oder neben dem Motor im Bereich des Propellers schwierig ist.

    Im Zweifelsfall ist es sicher besser, auf einen aufwändigen und wartungsintensiven Mechanismus zu verzichten und die Bordwaffen außerhalb des Propellerkreises einzubauen.
     
  11. #10 Del Sönkos, 28.10.2006
    Del Sönkos

    Del Sönkos Testpilot

    Dabei seit:
    17.05.2006
    Beiträge:
    879
    Zustimmungen:
    349
    Beruf:
    Betriebswirt
    Ort:
    Hamburg
    Stimmt, die Flieger hatte ich nicht im Hinterkopf:mad:
    Ich habe mir dann da wohl was falsches angelesen. Bei den deutschen Maschienen sollten die Hülsen ja wieder aufgefangen werden (z.B. He 219) ich weiß allerdings nicht wie das bei der Bf und der Fw war.
    Ich habe mal vor langer Zeit einen Artikel über die Bf gelesen aus dem hervorging das die Hülsen aufgefangen wurden.
    Weiß da jemand mehr?
    Ich denke aber in der Bf schlicht und ergreifend nicht genug Platz für die Kanonen im Cowling war.
    Ein schönes Wochenende noch!
     
  12. 78587?

    78587? Space Cadet

    Dabei seit:
    02.08.2005
    Beiträge:
    1.492
    Zustimmungen:
    506
    Ort:
    BRDeutschland
    ..bei der FW190 sind die Waffen in den Flächenwurzeln auch Synchronisiert.

    Hülsenauswurf bei Bf 109, nur für die beiden Motorwaffen. Für die Kanone ist ein Sammelbehälter im Rumpfboden vorgesehen.
     
  13. Anzeige

    Hallo

    Schau dir doch mal die Luftfahrt-Kategorie an

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  14. Manuc

    Manuc Flieger-Ass

    Dabei seit:
    06.11.2002
    Beiträge:
    445
    Zustimmungen:
    19
    Ort:
    Frankfurt a. M.
    wobei die Bf 109 max. MG vom Kaliber 13 mm (MG 131) über dem Motor eingebaut hatte
     
  15. Max01

    Max01 Fluglehrer

    Dabei seit:
    30.10.2004
    Beiträge:
    180
    Zustimmungen:
    14
    Beruf:
    Technischer Angestellter
    Ort:
    Österreich
    Ab G6 Kampfwertsteigerung MG131 (Beule)

    Gruß
    Max
     
Moderatoren: mcnoch
Thema: 1. Weltkrieg: Synchronisierte Maschinengewehre bzw. Propeller
Besucher kamen mit folgenden Suchen
  1. mg kurbelwelle flugzeug

    ,
  2. synchronisation maschinengewehr propeller

    ,
  3. synchronisiertes mg

    ,
  4. mg durch propeller,
  5. synchronisiertes Maschinengewehr,
  6. wie haben mgs durch rotor geschossen,
  7. propeller synchronisation mg messerschkidt,
  8. propellerflugzeug maschinengewehr,
  9. focke wulf Bord mg warum keine Treffer am propeller,
  10. maschinengewehr propeller,
  11. Maschinengewehr-Synchronisation,
  12. doppeldecker propeller weg geschossen,
  13. maschinengewehrsteuerung doppeldecker,
  14. wie schießt ein mg durch propeller,
  15. theorie eines flugzeug propellers 1wk,
  16. durch propeller schießen,
  17. propeller gewehr,
  18. mg schießt durch propeller,
  19. warum kann man durch einen prpeller schiessen,
  20. flugzeug mg propeller,
  21. synchronisiert maschinengewehr,
  22. schießen durch die propellernabe,
  23. schießen propeller,
  24. doppeldecker schießen durch propeller,
  25. content
Die Seite wird geladen...

1. Weltkrieg: Synchronisierte Maschinengewehre bzw. Propeller - Ähnliche Themen

  1. 2 Weltkrieg Flieger info.

    2 Weltkrieg Flieger info.: Ich suche information von Deutsche Flieger aus WW2 was sie afgeschoßen haben. Ich suche der Gegner von einem afgeschoßen B-24 41-28593 hat 11...
  2. Flugzeugabstürze in Sachsen im 2.Weltkrieg.

    Flugzeugabstürze in Sachsen im 2.Weltkrieg.: Hallo. Gibt es Erkenntnisse darüber wieviele Flugzeugabstürze mit tödlichem Ausgang es in Sachsen im 2.Weltkrieg gegeben hat. Nationalität...
  3. Bücher & Magazine zum 1. Weltkrieg - Sammelthema

    Bücher & Magazine zum 1. Weltkrieg - Sammelthema: Bekannter Weise jährt sich der 1. Weltkrieg zum 100sten Male. Aus diesem Grunde und damit dieser Umstand im Forum nicht zu kurz kommt, starte ich...
  4. Fliegerstiefel II. Weltkrieg

    Fliegerstiefel II. Weltkrieg: Ich habe ein Paar Fliegerstiefel der Luftwaffe aus dem II. Weltkrieg geschenkt bekommen. Kann mir jemand den Typ bzw. die Bezeichnung nennen? Weiß...
  5. Neues Sammelwerk "Jagdflugzeuge des zweiten Weltkriegs"

    Neues Sammelwerk "Jagdflugzeuge des zweiten Weltkriegs": Hallo! Der aktuellen Ausgabe der "Flug Revue" liegt ein Faltblatt (neudeutsch: Flyer) bei, welches für ein neues Sammelwerk namens...