1. Weltkrieg: Synchronisierte Maschinengewehre bzw. Propeller

Diskutiere 1. Weltkrieg: Synchronisierte Maschinengewehre bzw. Propeller im WK I & WK II Forum im Bereich Geschichte der Fliegerei; im 1. Weltkrieg gab es bei einigen Flugzeugen die Möglichkeit durch den Propellerkreis zu schießen. Das PRoblem wurde durch die Syncronisation...

Moderatoren: mcnoch
  1. STOP

    STOP Flieger-Ass

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    im 1. Weltkrieg gab es bei einigen Flugzeugen die Möglichkeit durch den Propellerkreis zu schießen.

    Das PRoblem wurde durch die Syncronisation mit dem Propeller gelöst. Sprich wenn der Propeller ins Schussfeldkommt wird das MG gestoppt

    Je näher du an der Maschienenachse ( Propellerkreis ist meist in der Nähe ) die MGs hast desto genauer kannst du mit der Maschiene zielen.

    Mgs auf der oberen Tragfläche hatten zwar die höhere Schussfolge ..waren aber sehr schwer nachzuladen oder Ladehemmung zu beseitigen. Abgesehn von dem großen Luftwiederstand. Also :NEIN.
     
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  3. #2 bregenzer, 29.12.2005
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    Das wurde, soweit ich weiß, mit einem Getriebe zwischen Antriebwelle bzw. Kurbelwelle und dem MG gelöst.

    Ganz zu Beginn waren an den Propellern noch Bleche, die Projektile abweisen sollten, da anscheinend nur wenige der Projektile auch wirklich den Popeller trafen. :rolleyes:

    Naja, das wird sich nicht so bewährt haben.
     
  4. #3 Hans Trauner, 29.12.2005
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    Hans Trauner Space Cadet

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    Zur Synchronisierung: Als erstes System kam ein System zum Einsatz, dass bei Fokker entwickelt wurde. Vorher waren bei Doppeldeckern tatsächlich mehrere Versuche gemacht worden, das MG so anzuordnen, dass es neben dem Propellerkreis vorbei schiesst, auch bei Zweisitzern. Roland Garros ( Frankreich) montierte schliesslich ein MG auf seinem Einsitzer ( Morane Hochdecker L) und schoss ungesteuert durch den Propellerkreis. Am Propeller waren Ableitungsbleche befestigt. Garros musste auf deutschem Gebiet notlanden, seine Bewaffnung wurde geprüft und als untauglich befunden, bei deutsche MG-Munition bestand die Gefahr des Durchschlagens der Ableitbleche.

    Bereits vor dem Krieg gab es aber Ideen zur Synchronisation von MG und Propeller. Ob die Truppe bei Fokker nun auf diese Ideen zurückgriff oder nicht, jedenfalls entwickelten sie binnen weniger Tage eine MG-Steuerung, die ein Schiessen durch den Propellerkreis gestattete.

    Synchronisation ist eigentlich falsche Begriff. Steuerung ist besser.

    Durch Zug am 'grünen' Hebel wurde die Steuerung eingekoppelt und aktiviert. Die Steuerung koppelt sich auf die Geberscheibe, die an der Propellerwelle befestigt ist. Wird nun der Abzug (lila) betätigt, schließt sich das Gestänge (blau. 'Breech block'. ) . Das MG feuert. Kommt nun die Nock auf der Scheibe an die Steuerung, zieht sich das Gestänge zurück, das Feuern wird unterbrochen. Die Scheibe muss so eingestellt sein, das das Feuern logischerweise dann unterbrochen wird, wenn ein Propellerblatt 'stört'.

    Anfangs gab es mechanische Probleme, die jedoch schnell gelöst waren. Bis Kriegsende kam es jedoch immer wieder zu Schüssen in den Propeller, da zB 'Spätzünder' bei der Munition zu Verzögerungen führten.

    Gleichwohl wurden MGs auf den Tragflächen bis zum Kriegsende beibehalten, so flog die SE5 der Briten oben mit einem Lewis-MG (Wechseltrommel), unten am Rumpf jedoch einem synchronisiertem Vickers. Der anfängliche Grund waren Synchronisationsprobleme mit dem V-Motor, das MG dann aber beibehalten.

    H.
     

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  5. #4 Mr.Rossi, 27.10.2006
    Zuletzt bearbeitet: 27.10.2006
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    Zuerst haben ein Franzosen (im 1. Weltkrieg) die Rotorblätter so mit Metall verstärkt, dass Propeller und Pilot einigermaßen sicher waren, wenn der Propeller getroffen wurde und der Rest der Kugeln normal zwischen den Blättern durchflog. Später hat dann jemand (ein Deutscher) Motor/Propeller und Maschinengewehr gekoppelt, sodass immer dann geschossen wurde, wenn die Kugel den Rotor nicht treffen konnte.

    Gruß
    Mr.Rossi
     
  6. #5 Taylor Durbon, 28.10.2006
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    Die Problematik des Feuernds durch den Propellerkreis hatten alle kriegführenden Nationen erkannt. Die französische Lösung des Metallbeschlags an den Propellerblättern hatte die Nachteile des starken Leistungsverlustes beim Feuern und der Gefahr von Querschlägern für Mann und Maschine. Möglich wurde dies auch nur durch die Verwendung von weichen Kupermantelgeschossen der Franzosen. Die deutsche Kopie führte zum Versagen da hier Stahlmantelgeschosse verwendet wurden und die Propellerblätter glatt weggeschossen wurden. Neben Fokker und Lübbe in Deutschland arbeiteten in Großbritannien Colley und Constantinesco an einem Synchronisationssystem. Fokker und Lübbe verwendeten ein Nockensystem auf der Propellerwelle das direkt mit dem MG-Abzug verbunden warund diesen blockierte.

    Die Gesichter als die Propellerblätter wegflogen hätte ich gern gesehen:)

    Bis denne...
     
  7. #6 Talon4Henk, 28.10.2006
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    Tja und Max Immelmann hat sich genau durch eine Fehlfunktion der Synchronisation selber den Propeller weggeschossen. Durch die entstandene Unwucht ist das Flugzeug noch in der Luft desintegriert.

    Und denn ist es vom Himmel gefallen, Max (der Adler von Lille) war tot und die Flugunfalluntersuchung in D hatte ihre Geburtsstunde.
     
  8. #7 Deichwart, 28.10.2006
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    Nicht zu vergessen: Bei der Maschine von Adolf Galland war mal die Synchronisation defekt. Er wunderte sich nur, warum ein so großes Mundüngsfeuer zu sehen ist. Am Boden gelandet sah er, das er sich einen Teil der Propeller weggeschossen hat...
     
  9. #8 Del Sönkos, 28.10.2006
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    Wieso funktionierte die Synchronisation nur bei MGs und nicht Mks?
     
  10. #9 Manuc, 28.10.2006
    Zuletzt bearbeitet: 28.10.2006
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    Soweit ich weiss, gab es nur wenige Flugzeuge, die Bordwaffen ab Kaliber 20 mm hatten, die durch den Propellerkreis schossen. Mir fällt nur die sowjetische La5 / La 7 / La 9 ein (2 bzw 3 x 20mm) MK brauchen i. d. R., auch mehr Platz für den Einbau (allgemeine Baugröße, Raum für Munitionsführung, Hülsenauswurf usw), so dass eine Montage über oder neben dem Motor im Bereich des Propellers schwierig ist.

    Im Zweifelsfall ist es sicher besser, auf einen aufwändigen und wartungsintensiven Mechanismus zu verzichten und die Bordwaffen außerhalb des Propellerkreises einzubauen.
     
  11. #10 Del Sönkos, 28.10.2006
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    Stimmt, die Flieger hatte ich nicht im Hinterkopf:mad:
    Ich habe mir dann da wohl was falsches angelesen. Bei den deutschen Maschienen sollten die Hülsen ja wieder aufgefangen werden (z.B. He 219) ich weiß allerdings nicht wie das bei der Bf und der Fw war.
    Ich habe mal vor langer Zeit einen Artikel über die Bf gelesen aus dem hervorging das die Hülsen aufgefangen wurden.
    Weiß da jemand mehr?
    Ich denke aber in der Bf schlicht und ergreifend nicht genug Platz für die Kanonen im Cowling war.
    Ein schönes Wochenende noch!
     
  12. 78587?

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    ..bei der FW190 sind die Waffen in den Flächenwurzeln auch Synchronisiert.

    Hülsenauswurf bei Bf 109, nur für die beiden Motorwaffen. Für die Kanone ist ein Sammelbehälter im Rumpfboden vorgesehen.
     
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  14. Manuc

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    wobei die Bf 109 max. MG vom Kaliber 13 mm (MG 131) über dem Motor eingebaut hatte
     
  15. Max01

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    Gruß
    Max
     
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