12.06.2021 Absturz/mögliche Kollision eines Segelflugzeugs und einer DR400 bei Bivio (Schweiz)

Diskutiere 12.06.2021 Absturz/mögliche Kollision eines Segelflugzeugs und einer DR400 bei Bivio (Schweiz) im Flugunfälle und Flugunfallforschung Forum im Bereich Luftfahrzeuge allgemein; Bei Bivio (Graubünden/Schweiz) haben Rettungskräfte bei der Suche nach einem abgestürztem Segelflugzeug am Samstag eine verunglückte DR400...
macfly

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Bei Bivio (Graubünden/Schweiz) haben Rettungskräfte bei der Suche nach einem abgestürztem Segelflugzeug am Samstag eine verunglückte DR400 gefunden - die zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht vermisst wurde. Die DR400 lag in 2700m Höhe (am Berg). Nur einen Kilometer entfernt fand man schließlich auch das gesuchte Segelflugzeug. An Bord der DR400 starben vier Personen, an Bord des Segelflugzeugs starb eine Person.

Es wird nun untersucht, ob die beiden Unfälle zusammenhängen - und die Flugzeuge möglicherweise in der Luft kollidiert sind.

 
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Bei dem verlinkten Artikel hat sich jemand richtig Mühe gegeben. Völlig ungewohnte Berichterstattung.
 

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Der Tagesanzeiger hat auch einen Artikel, mit einem Bild, das vermutlich Trümmer im Berg zeigt. Und Details zu den Flugzeugen und Menschen an Bord.
Basiert vermutlich auf dieser Medienmitteilung der Kantonspolizei Graubünden.

/Nachtrag: Das Foto in hoher Auflösung auf seiten der Kantonspolizei Graubünden: Klick (Ich hoffe der Link geht bei anderen).

/Nachtrag2: ASN, stand jetz aber auch nicht mehr Informationen, den Link zur Kantonspolizei habe ich mal eingereicht.

mfg
 
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macfly

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Das im Bild könnte auch einfach ein Felsen sein. Grundsätzlich wird das aber eine der beiden Absturzstellen sein. Das Segelflugzeug soll auch im Bereich der Schneegrenze liegen - was die Suche nach dem weißen Segelflugzeug im Bereich der Schneefelder nicht erleichtert hat.

Der Absturzort soll anhand von Flarm-Daten ermittelt worden sein, nachdem der Pilot von den Kameraden am Heimatplatz als vermisst gemeldet wurde. In einem "anderen Forum" berichtet einer der schweizer Gründer von Flarm, dass sie am Samstag die Behörden bei der Suche unterstützt haben. Das vermisste Flugzeug konnte durch Bodenstationen und Flarm-Daten getracked werden, die von anderen Flugzeugen aufgezeichnet wurden. Das ist eines der Feature von Flarm: wenn die Segelflieger nach der Heimkehr ihre Flarm-Daten in den Wettbewerbsportalen hochladen, enthalten die Daten nicht nur den eigenen GPS Track, als Nachweis für die Wertung des eigenen Flugs, sondern auch verschlüsselte Daten zu anderen Flarm-Zielen, die das Gerät tagsüber empfangen hat. Diese Daten können durch Flarm bei Notfällen dekodiert werden. Der Track soll zeigen, dass das Segelflugzeug aus der Höhe schnell zu Boden gestürzt ist.

Das Segelflugzeug war schon am Samstag gefunden worden. Das Motorflugzeug wurde doch erst später, erst am Sonntag, gefunden.

Die DR400 soll kein Flarm gehabt haben - allerdings einen Mode S Transponder (kein ADS-B). Die DR400 wäre somit für das Flarm des Segelflugzeugs nicht sichtbar gewesen (und umgekehrt). Das ist aber natürlich trotzdem kein Beweis, dass es zu einer Kollision gekommen ist. Die örtliche und zeitliche Nähe der beiden Abstürze lässt es aber befürchten.
 
schwarzmaier777

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stellt sich mir die Frage nach ELT in der DR400.....


Ingo
 
bodo

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stellt sich mir die Frage nach ELT in der DR400.....


Ingo
Wenn bei dem Unfall die Verbindung zuwischen ELT und Antenne abreißt, macht das ELT nicht mehr viel. Das zeigt sich wohl immer wieder mal als Problem. Quelle für diese Info weiß ich nicht mehr, kann gut sein, dass es Aussage eines BFU-Mitarbeiters bei einer Fluglehrerfortbildung war, kann ich aber auch woanders gehört haben.
 
schwarzmaier777

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@bodo - Danke wieder was gelernt.... wiedermal doch keine 100% Sicherheit


Voraussetzung is natürlich, das er überhaupt eins an Bord hatte.

VG
Ingo
 
macfly

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Die DR400 hatte ganz sicher ein ELT. In der Schweiz war das m.W. sogar bereits Pflicht, lange bevor die EASA das vorgeschrieben hatte - aus offensichtlichen (topografischen) Gründen.

Genaugenommen war die HB-KLB auch eine DR401 - eines der aktuellen Modelle (Baujahr 2015) mit neuer Typ-Zulassung und Diesel-Motor. Die muss schon ab Werk ein ELT gehabt haben.

Die ELTs sind aber tatsächlich nicht perfekt - und die Anforderungen bzgl. Crash-Sicherheit wohl auch recht begrenzt. Die Geräte sollten halt auch leicht und billig sein. Und, sie sollten in erster Linie bei überlebbaren Unfällen die Rettungskette zügig einleiten. Bei ohnehin nicht überlebbaren Unfällen mit "katastrophaler Zerstörung", ist die Reaktionszeit der Bergungskräfte nicht annähend so wichtig.
 

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Die Kantonspolizei Graubünden hat am gestrigen 16.06.2021 eine neue Pressemitteilung herausgegeben. Link.
Enthalten zwei Bilder, einmal der "Motorflieger", einmal der Segelflieger.

mfg
 
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