Das ist keine etablierte Erkenntnis, unabhängig davon wie stark du daran glaubst und wie oft du wiederholst, es sei "etabliert". Machst du aber in anderen Threads auch, wo du Meinung und Fakten verwechselst.
Naja, der ganze Thread besteht aus Meinungen die hier und da auf Fakten basieren.
Die Fakten:
- Die Crew hat beim Start-Up die Schalter herunter gedrückt. Beim dritten Mal hat es dann gepasst.
- Die 787 wird nicht mit Bleed Air angelassen sondern mit nem elektrischen Starter.
- Man ist geflogen, wissentlich des man nen TW- Ausfall beim T/O haben könnte. .........wie war das mit safety is our top priority?
- Es wurde keine Technik gerufen. ( denn dazu hätte man auf die Position zurück müssen und dann hätte es erstmal gedauert...auch ist die rechte Seite im Techlog leer)
- Dann wurde das Techlog nach der Landung in Bangalore veröffentlicht jedoch vor der Begutachtung der Technik, weil ja die rechte Seite vom Techlog leer ist aka kein Prüfer oder Techniker etwas eingetragen hat.
- Dann kam hinterher raus, dass es keinerlei Auffälligkeiten gab.
- Dann gab es die Empfehlung die Schalter nach dem Boeing Procedere zu bedienen ( wird das sonst nicht gemacht????????????)
Also gut, reisen wir abermals in der Zeit zurück und reichen allen geduldig und wohlwollend die Hand, die nicht im Thread nachlesen wollen, wie dieser Schalter aufgebaut ist........
Man sieht in der Mitte die sogenannten Detent. Man muss den Schalter zwingend ziehen um den Schalter von der einen Position in die andere zu bewegen. Ohne den Schalter zu ziehen kann man diesen nicht bewegen. Kann man es doch, ist das nur möglich, wenn die Detents abgenutzt sind.
Sind sie aber nicht. Das wissen wir anhand der Post Flight Inspection in Bangalore.....
Oder hat die Cockpit Crew ne Werkbank dabei und hat es im Flug repariert? Ich denke eher nicht.
Somit wird eine Fehlbedienung ( ob unabsichtlich oder absichtlich ) in die Top- Kategorie der Wahrscheinlichkeiten hochkatapultiert.
Ist es unabsichtlich, dann wage ich die Qualifikation der Cockpit Crew in Frage zu stellen.
Ist es absichtlich, um die öffentliche Diskussion zu beeinflussen und somit die öffentliche Position der indischen Pilotenvereinigung zu stützen und auch jener vom Arbeitgeber, dann wäre meiner Meinung nach langsam die Zeit, entweder AI das AOC zu entziehen oder die Crew zu beurlauben.
Wer erinnert sich an den Egypt Air Flug 990?
Auch hier gab es einen Absturz nach dem ersten manuell herbeigeführten Sturzflug und des manuellen Ausschaltens des AP und dem Bewegen der gleichen Schalter auf CUTOFF...
Danach stritten sich das NTSB und die ägyptische ECAA bis aufs Blut.
Nach dem das NTSB die Suizidtheorie faktisch bewiesen hatte, wurde es unschön in der öffentlichen Diskussion.....alles wurde versucht um den Suizid des FOs unglaubwürdig erscheinen zu lassen.
Und somit kann man auch hier die gleiche Art von Schablone anwenden.....
Jeder der in der kommerziellen Luftfahrt tätig ist, hat die für seinen Bereich anwendbaren so gleichen standardisierten, internationalen Vorschriften zu befolgen. Das bedeutet wiederum nicht, dass Mentalitäten, kulturelle sowie religiös induzierte Verhaltensmuster sich in Luft auflösen.
Und da hat es immenses Potential für Reibungsverluste.
Und jeder der mit internationalen Besatzungen/ Airline/ Firma tun hat oder hatte wird dir bestätigen können, dass dies auch der Fall ist. In der Mehrheit der Fälle merkt man die Unterschiede nicht. Aber dann gibt es immer mal wieder ein paar Einzelfälle, die in die genau entgegengesetzte Richtung auswandern.
Weiter zu dem Fall in London....
Bezugnehmend auf den obigen Punkt 2:
Wenn man bei nem Startup am Boden dreimal den Hebel auf CUTOFF legt, stellt man dreimal den Treibstoffzufuhr ab und unterbricht in der EEC den Autostartvorgang und somit stirbt dass Triebwerk ab. Da hat man ein Limit von 3 Startvorgängen, weil der elektrische Starter immense Hitze entwickelt. Denn dazu ist ein Haufen Strom nötig.
Die 787 braucht im Falle einer defekten APU 3 separate Ground Power Verbindungen um die Triebwerke anzulassen.
Und wie durch ein Wunder kurz vor dem Limit, bei dem man auf die Position zurück muss, geht wieder alles und der Schalter ist in Bangalore voll funktionsfähig und zeigt keinerlei Auffälligkeiten.
Wenn das alles möglich ist, inklusive des durch den Defekt beider Schalter in der Unglücksmaschine, nur bei Air India und nur bei der 787 Flotte, bei Schaltern die keinerlei Auffälligkeiten zeigten, mit dem Verhalten der Pilotenvereinigung, der indischen Behörden und dem Verhalten von Air India.....dann ist das so, als ob ein einziger, normaler Lottospieler 10 Jahre lang jeden Jackpot, jede Woche mit den gleichen Zahlen abräumt.
Und wenn selbst die britische CAA reagiert:
Laut indischer Presse
UK Seeks Explanation from Air India Over Dreamliner Fuel Switch Issue hat die britische Luftfahrtbehörde bei Air India nachgefragt.
Edge Übersetzung:
Die britische Luftfahrtbehörde hat Air India gebeten zu erklären, wie ein Boeing Dreamliner-Passagierflugzeug, das bei der Ankunft in Indien zur Sicherheitsüberprüfung gegroundet wurde, am Sonntag (1. Februar 2026) mit einem möglicherweise defekten Kraftstoffschalter von London gestartet ist, wie ein Brief zeigt.
Die britische Luftfahrtbehörde (CAA) warnte in einem Schreiben an die Fluggesellschaft vom Dienstag (3. Februar 2026) vor der Möglichkeit regulatorischer Maßnahmen gegen Air India und deren Boeing 787-Flotte, falls die Fluggesellschaft nicht innerhalb einer Woche eine vollständige Antwort einreicht.
Heißt das, dass die nicht zwingend an den einzelnen Lottospieler glauben.
Deswegen würde ich es ungemein gerne sehen, dass man auf sachlicher Ebene innerhalb dieser Diskussion bleibt und nicht versucht, seinen Diskussionspartner zu diskreditieren.
Die meisten Leute, die mit der kommerziellen Luftfahrt zu tun haben, die in meinem Bekannten- sowie Kollegenkreis sind, haben zwei Meinungen zum Absturz:
- Der hat die Hebel selber auf Cutoff gestellt
- Keine Ahnung, ist praktisch nicht zu erklären
Zu London:
- Da will man den Kollegen reinwaschen
- Und Boeing eine reinwürgen...
Das sind die Meinungen und Standpunkte von Leute aus einem internationalen Spektrum, alle in der Luftfahrt tätig. Und somit kann man von einer gewissen Etablierung durchaus sprechen.
Und deswegen würde ich es begrüßen, dass du die Antwort von
@pok nicht derart lapidar auf einer quasi- persönlichen Ebene abkanzeln würdest, nur weil dir seine Position im Allgemeinen nicht gefallen.