15.06.2024 - Lockheed L-12A bei Chino beim Start abgestürzt

Diskutiere 15.06.2024 - Lockheed L-12A bei Chino beim Start abgestürzt im Flugunfälle und Flugunfallforschung Forum im Bereich Luftfahrzeuge allgemein; Es gab leider zwei Tote bei dem Absturz. https://abc7.com/post/2-killed-small-plane-crash-chino-valley-fire/14955887/ War vermutlich diese...
lutz_manne

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Es gab leider zwei Tote bei dem Absturz.


War vermutlich diese Maschine (N93R):
 
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Onkel Ju

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Video von Blancolirio dazu. Er kennt die konkrete Maschine genauer (aus der Zeit des vorherigen Eigentümers) und spricht über einige Eigenheiten des alten Cockpit-Designs (unübersichtliche elektrische Schiebeschalter für Fahrwerk und Klappen).

Er berichtet von einem Foto des Unfallflugs, dass die Maschine unmittelbar nach dem Abheben im Steigflug zeigt - mit eingefahrenem Fahrwerk, aber mit voll ausgefahrenen Landeklappen. Im Kommentar fügt er hinzu, dass es inzwischen auch Fotos des Startlaufs gibt, die voll ausgefahrene Klappen zeigen.

Laut Blancolirio bremsen voll ausgefahrene Landeklappen diese Maschine selbst bei voller Motorleistung weiter ab, so dass sich die Maschine nicht auf Dauer in der Luft halten könne - geschweige denn steigen möglich wäre. Vollständig ausgefahren würden die Klappen bei der Electra daher normalerweise nur selten, bei der Landung auf sehr kurzen Pisten - nachdem die Landung gesichert und ein Durchstarten ausgeschlossen ist.

Eines der Fotos zeigt Blancolirio bei 4:42 (und im Thumbnail des Videos):

 
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Intrepid

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Nachdem Landeklappen in Mode gekommen waren, hat man es mit dem maximal möglichen Ausschlag teilweise übertrieben. Die C150 mit 40° Klappen ist auch so ein Beispiel, die will mit voll ausgefahrenen Klappen ebenfalls nicht mehr steigen. Die spätere C152 hatte nur noch 30° Klappen und die konnte man auch mal vergessen einzufahren und dennoch bequem durchstarten.
 
lutz_manne

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Nachdem Landeklappen in Mode gekommen waren, hat man es mit dem maximal möglichen Ausschlag teilweise übertrieben. Die C150 mit 40° Klappen ist auch so ein Beispiel, die will mit voll ausgefahrenen Klappen ebenfalls nicht mehr steigen. Die spätere C152 hatte nur noch 30° Klappen und die konnte man auch mal vergessen einzufahren und dennoch bequem durchstarten.
Das es ja vorrangig Landeklappen sind und damit die Landung besser klappt, wo ist das Problem? Beim Durchstarten muss man sie eben einfahren. Wieso hier beim Start die Klappen in dem Modus waren, ist doch eh verwunderlich. Menschlicher Fehler oder technischer?
 
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das klappt dann halt nicht immer mit dem Einfahren, und dann ist es wie ein Start mit vollen Klappen
 
dhc-4

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Nachdem Landeklappen in Mode gekommen waren, hat man es mit dem maximal möglichen Ausschlag teilweise übertrieben. Die C150 mit 40° Klappen ist auch so ein Beispiel, die will mit voll ausgefahrenen Klappen ebenfalls nicht mehr steigen. Die spätere C152 hatte nur noch 30° Klappen und die konnte man auch mal vergessen einzufahren und dennoch bequem durchstarten.
Und trotzdem gibt es Hirnis welche auch eine Cessna mit nur 30° Klappen beim Durchstarten kaputt bekommen
 
efi2000

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Der vorläufige Bericht vom NTSB ist da.

Am 15. Juni 2024, um 12:36 Uhr Pazific Daylight Time (PDT), wurde eine Lockheed 12A, N93R, bei einem Unfall in der Nähe von Chino, Kalifornien, erheblich beschädigt. Der Pilot und der Co-Pilot wurden tödlich verletzt. Das Flugzeug wurde als Privatflugzeug gemäß Title 14 Code of Federal Regulations Part 91 betrieben.

Nach Angaben des Betreibers war das Museum Gastgeber einer Vatertagsveranstaltung. Der Unfallflug diente dazu, das Flugzeug für einen Formationsflug mit drei Flugzeugen vorzubereiten, der später am Tag stattfinden sollte.
Am frühen Morgen fand ein Briefing mit den Piloten des Formationsfluges statt, bei dem der Pilot und der Kopilot dem Unfallflugzeug zugewiesen wurden.

Nach Angaben des Vertreters des Betreibers ging er davon aus, dass der Kopilot die Klappen im Rahmen des Funktionstests während der Vorflugkontrolle ausgefahren hatte. Während des Triebwerkstarts warnte das Bodenpersonal die Flugbesatzung mit Hand- und Armsignalen, dass die Klappen ausgefahren waren. Nach den Erfahrungen des Bodenpersonals mit dem Unfallflugzeug und deren Beobachtungen waren die Klappen während des Rollens und des Starts auf der Piste 26R vollständig ausgefahren.

Zeugen am Flughafen berichteten, sie hätten beobachtet, wie das verunglückte Flugzeug zur Startbahn rollte und mit ausgefahrenen Klappen abhob. Auf dem Video des Unglücksfluges ist auch zu sehen, dass die Klappen während des anfänglichen Steigfluges ausgefahren waren. Laut Zeugenaussagen und Videoaufnahmen erreichte das Flugzeug das Ende der Startbahn in einer Höhe von etwa 200 bis 300 Fuß über dem Boden, kippte nach oben, drehte nach links und sank mit der Nase nach unten in das Gelände, wo es zu einem Brand nach dem Absturz kam.


Bildschirmausschnitt eines, von einem Zeugen zur Verfügung gestellten, Videos des verunglückten Flugzeugs mit ausgefahrenen Klappen während des Starts im Steigflug.

Die Untersuchung der Unfallstelle ergab, dass das Flugzeug etwa 170 Fuß südwestlich des Abflugendes der Piste 26R auf das Gelände aufschlug. Der erste identifizierte Berührungspunkt (First identified Point of Contact FIPC) mit dem Gelände war eine Bodennarbe/ein Abdruck, der etwa 29 Fuß lang, 18 Zoll breit und 8 Zoll tief war. Der Trümmerpfad war in einer Richtung von etwa 203° ausgerichtet und befand sich in einer Entfernung von etwa 220 Fuß vom FIPC. Eine zusätzliche Bodenspur wurde etwa 45 Fuß vom FIPC entfernt innerhalb der Trümmerbahn ausgemacht und enthielt zwei zerbrochene Glasscheiben, die von der Größe her den mittleren Windschutzscheiben entsprachen. Verschiedene Teile der Aluminium-Flügelhaut, des linken Flügels und des Querruders wurden im gesamten Trümmerpfad aufgefunden. Der Rumpf kam aufrecht in einer Richtung von etwa 318° in einer Höhe von 619 Fuß über dem Meeresspiegel zum Stillstand. Die rechte Tragfläche blieb am Rumpf an der Flügelwurzel befestigt. Die rechte Tragfläche wurde mit der Landeklappe in ausgefahrener Position vorgefunden. Die linke Tragfläche war zersplittert und größtenteils durch das Feuer verbrannt.

Die Wrackteile wurden für weitere Untersuchungen an einen sicheren Ort gebracht.
 
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Während des Triebwerkstarts warnte das Bodenpersonal die Flugbesatzung mit Hand- und Armsignalen, dass die Klappen ausgefahren waren. Nach den Erfahrungen des Bodenpersonals mit dem Unfallflugzeug und deren Beobachtungen waren die Klappen während des Rollens und des Starts auf der Piste 26R vollständig ausgefahren.
Sehenden Auges in den Tod. Nun, vielleicht wusste das Bodenpersonal vielleicht nichts von dem Verhalten beim Start mit vollen Klappen. Falls doch, hätte hier ein viel konsequenteres Vorgehen Leben gerettet. Und wenn man sich mit einem Auto vor den Flieger in den Weg stellt um auf den Fehler aufmerksam zu machen. Funk scheint ja nicht unmittelbar greifbar gewesen zu sein.
 
Stovebolt

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Während des Triebwerkstarts warnte das Bodenpersonal die Flugbesatzung mit Hand- und Armsignalen, dass die Klappen ausgefahren waren.
Gibt es standardisierte Hand-/Armhaltungen für solche Fälle, um das vom freundlichen Winken/Zujubeln zu unterscheiden?

Ein Daumenrunter???
 
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Danke!
Gekreuzte Arme überm Kopf...ganz vergessen, sowas habe ich natürlich schonmal gesehen.
 
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