1772 RS Models Reggiane 2005 'Sagitarrio'

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Roman Schilhart

Roman Schilhart

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Hallo und vielen Dank fürs anklicken,
hier ein weiterer aktueller Baubericht von meiner Werkbank, den ich gerne mit euch teilen möchte.

Für einen Mainstream-Modellbauer wie mich handelt es sich diesmal um ein recht esoterisches Thema- das italienische Jagdflugzeug Reggiane 2005 ‚Saggitario‘ vom tschechischen Hersteller Robert Schneider (RS Models).

Die Re 2005 war eines der letzten Flugzeuge, die vor dem italienischen Seitenwechsel 1943 gebaut wurden - allerdings in kaum nennenswerter Stückzahl (laut Wikipedia 48 Exemplare).

Die Box enthält 54 Teile, eine Cockpitkanzel, einen Decalbogen für 4 Versionen (3x Italien, 1x Luftwaffe) und ist ein typisches Short-Run Produkt ohne Positionierungshilfen. Eine 1000kg Bombe als Aussenlast liegt bei, die mir bei diesem Typ allerdings eher fragwürdig scheint.

Die sauber gegossenen Teile haben sehr feine Oberflächendetails, die Nacharbeiten halten sich in Grenzen.

Sprueshots gibt es hier: http://www.internetmodeler.com/scalemodels/flaviation/RS-Models-1-72-Reggiane-Re-2005_printer.php
(Interessanterweise liegen unterschiedliche Propellernaben und Blätter bei, von denen eine aussieht, als gehöre sie zu einer Bf-109G. Die Bauanleitung geht auf diese Alternativteile nicht ein, ich vermute, dass sie für eine noch folgende Variante gedacht sind. Die Reggiane 2005 hatte tatsächlich einen Daimler-Benz DB605 Motor (bzw. ein italienisches Lizenzprodukt), daher ist diese Konfiguration nicht ganz abwegig.)
 
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Roman Schilhart

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Ich habe diesen RS Bausatz vor einiger Zeit als Rezensionsexemplar via IPMS Austria erhalten. Das Flugzeug hat mir aufgrund seiner ästhetisch ansprechenden Linienführung gut gefallen. Da ich kaum über brauchbares Referenzmaterial für italienische Flugzeuge verfüge, habe ich mich bei Bau und Bemalung hauptsächlich an den Angaben des Herstellers sowie im Internet orientiert.

Der Innenbereich des Cockpits wurde mit Ätzteilen von Brengun ausgestattet.
 
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Die Montage des Spornrades ist eine komplexe Angelegenheit aus insgesamt 5 Teilen, die laut Bauplan vor dem Schliessen der Rumpfhälften erfolgen soll.

Die fragile Konstruktion hätte bei mir weder den Zusammenbau noch die Lackierphase überlebt! Ich werde versuchen diesen Bauteil nach Abschluss aller Arbeiten zu montieren.
 
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Der Ölkühler unter dem Rumpf wurde mit Ätzteilklappen aus dem Brengun-Set aufgepimpt.
 
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Nach dem Zusammenkleben der Rumpfhälften wird die Tragflächenunterseite montiert, sie passt recht gut.
(Spachtelmasse braucht man allerdings bei den Rumpfhälften.)

Die Verstrebungen der Fahrwerksschächte müssen von innen eingeklebt werden, ebenso die Bordwaffen.
Alle Innenteile wurden in einem hellen Reseda-Grün lackiert, das habe ich mir von diversen Bauberichten aus dem Internet abgeschaut. Keine Ahnung ob das 100% korrekt ist, aber es schaut gut aus.
 
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Üppig Spachtelmasse braucht man auch an den Tragflächenvorderkanten, diese leiden offenbar unter einem Formverzug.
Die bereits eingebauten Kanonen erleichtern das Abschleifen nicht gerade.
 
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Die Rumpfunterseite benötigt entlang der Klebenähte ebenfalls eine Nachbehandlung.
 
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Mit (mehr-oder-weniger) sanftem Druck wird der Ölkühler an seine Position geklebt.
 
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Einer der Reifen leidet unter einem Gußfehler (Sinkstelle).
Ich hoffe dass das am Modell nicht groß auffallen wird.
Korrekturarbeiten an so kleinen Stellen finde ich recht schwierig.
 
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Das Klarsichtteil ist einteilig ausgeführt (keine offene Position ohne Sägearbeiten!) und von der Materialstärke recht dick.
Allzuviel vom Innenleben wird man nachher nicht mehr sehen.
 
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Nach dem Grundieren (aus der Tamiya Spraydose) wird die Vorschattierung aufgetragen.

Der Ansauger für den Turbolader (links vorne) wurde mit einem Bohrer geöffnet.
 
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Floppar

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Bin ich dabei! :)
Finde solche exotischen Modelle immer sehr spannend und umso mehr diesen Bausatz, weil der auch in meinem Stash schlummert! :)

Gruß
Sören
 
Roman Schilhart

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Die finale Lackierung beginnt. Bedauerlicherweise bleibt der Hersteller bei seinen Farbangaben sehr vage.
Ich habe keine Ahnung, welchen Farbton „Italian Dark Green“ darstellen soll und habe mich auf Bilder im Internet bezogen, die ein sehr dunkles Grün nahe legen.
Für die Oberseiten habe ich Gunze H65 („RLM 71 Schwarzgrün“) mit einem Tropfen Gunze H6 („Grün“) gemischt.
Die Unterseiten erhalten eine Lackierung in Gunze H324 „Light Grey“.
 
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Freier Franke

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Erstmal danke für den Baubericht,jetzt weiß man was auf einen zukommt.
Bei dem mir vorliegenden Bausatz haben die Räder keinen gußfehler scheint nicht bei allen Bausätzen aufzutreten und die beiliegende Bombe hat höchstens 250 Kg.
Was den beiliegenden zweiten Propeller angeht,gehört der zur weiterentwicklung Reggiane 2006,die aber nicht mehr geflogen ist.
Gibt es bei RS Models unter der Katalognr.:92086.
 
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Erstmal danke für den Baubericht,jetzt weiß man was auf einen zukommt.
Bei dem mir vorliegenden Bausatz haben die Räder keinen gußfehler scheint nicht bei allen Bausätzen aufzutreten und die beiliegende Bombe hat höchstens 250 Kg.
Was den beiliegenden zweiten Propeller angeht,gehört der zur weiterentwicklung Reggiane 2006,die aber nicht mehr geflogen ist.
Gibt es bei RS Models unter der Katalognr.:92086.
Vielen Dank für die Info/Korrektur bezüglich Bombenlast & alternativem Propeller!

Die erste Bemalungsphase ist abgeschlossen, nachdem wir es diesmal nur mit 2 Farben zu tun haben, ging es recht flott.
Auf der Oberseite habe ich versucht Farbmodulationen darzustellen, um die Oberfläche lebendiger zu gestalten.
Nach einer Schicht Glanzlack (Alclad Gloss Cote) werden die Decals aufgebracht:
 
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... und das bringt uns zum nächsten Problempunkt.

Die Decals sind von der Qualität einwandfrei und lassen sich sehr gut verarbeiten.
Allerdings: für die von mir gewählte ANR-Maschine liegt nur eine (!) "Rote 4" bei!
Das ist mir erst aufgefallen als ich den Decalbogen zerschnippelt habe.
Die zweite "Rote 4" ist auf dem mir vorliegenden Exemplar unvollständig gedruckt, siehe Foto.
(Jetzt wissen wir, warum RS Models diesen Kit als Rezensionsexemplar verschenkt hat.)

Der am ehesten passende Ersatz aus meiner Restekiste stammt von einem 1/72 Tiger Panzer (Turmnummer), auch am Bild zu sehen.
Vielleicht hat irgendjemand im FF denselben Bausatz, möchte aber eine andere Version darstellen?
Dann würde ich mir sehr über das fehlende Decal freuen!
 
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Derweil habe ich mich um das Fahrwerk gekümmert.
Das Spornrad lässt sich ohne Probleme einbauen;
das Hauptfahrwerk hingegen passt nicht in die Ausnehmung des Fahrwerksschachts.
Es ist unten zu breit.
Wenn man die beiden Führungszapfen vorne und hinten entfernt, lässt sich das Teil mit einer Drehbewegung leicht in den Schacht schieben und hat immer noch genug Stabilität.
 
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Das gleiche Problem begegnet uns bei den Fahrwerksverstrebungen.
Es ist unmöglich, sie nach dem Zusammenbau der Tragflächenhälften in die Fahrwerksbuchten zu platzieren.
Die untere Verstrebung ist nämlich viel zu lang.
Als Lösung bietet sich nur das radikale Kürzen der Strebe an - dann lässt sie sich mit einer Drehbewegung einfädeln.
 
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Die Montage des Fahrwerks entpuppt sich als bisher schwierigste Baustufe dieses Projekts.
Die Fahrwerksstreben lassen sich einfädeln, wenn man die Führungszapfen vorne und hinten entfernt;
die Fahrwerksklappen hingegen passen von der Länge nicht.
Ich habe sie an beiden Enden abgeschliffen - tut man das nicht, spiessen sie sich mit den Radabdeckungen bzw. stehen schräg vom Fahrwerksbein ab.
Das rechte Rad ist zur Passprobe gesteckt.

Wie ich beim Fotografieren bemerkt habe, ist mir die linke Scherengabel abhanden gekommen ...
*damn*
 
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