19. März 1945 - Abgestürzter US-Pilot nach 61 Jahren bei Eilenburg geborgen

Diskutiere 19. März 1945 - Abgestürzter US-Pilot nach 61 Jahren bei Eilenburg geborgen im WK I & WK II Forum im Bereich Geschichte der Fliegerei; Die SZ berichtet wie folgt über die Bergungsaktion. Vor 61 Jahren tobte über dem kleinen Dorf Doberschütz (bei Eilenburg) eine erbitterte...

Moderatoren: mcnoch
  1. #1 Bleiente, 18.08.2006
    Bleiente

    Bleiente Alien

    Dabei seit:
    27.12.2004
    Beiträge:
    5.771
    Zustimmungen:
    178
    Beruf:
    Dipl.-Ing.
    Ort:
    Nordschwarzwald
    Die SZ berichtet wie folgt über die Bergungsaktion.

    Vor 61 Jahren tobte über dem kleinen Dorf Doberschütz (bei Eilenburg) eine erbitterte Luftschlacht. Zwei amerikanische Mustangs jagten eine deutsche Me 262. Der Kampf zwischen den einmotorigen Propellerjägern und dem ersten einsatztauglichen Düsenflieger der Militärgeschichte endete für zwei Piloten tödlich. Der amerikanische wurde jetzt von einem Spezialistenteam der US Army geborgen.
    Wir schreiben den 19. März 1945. Im Luftraum über Eilenburg begegnen sich zwei P 51 und eine Me 262. Der deutsche Oberfeldwebel Heinz Berthold Mattuschka vom Jagdgeschwader 7 ist mit seinem Düsenjet auf dem Rückflug von einem Einsatz bei Chemnitz zum Fliegerhorst Oranienburg. Die Amerikaner Major Niven Cranfill und Leutnant Clifton Enoch von der „359th Fighter Group“ haben gerade eine Bomberformation eskortiert. Jetzt lautet ihr Befehl: Freie Jagd auf deutsche Maschinen! Über Doberschütz tobt der Luftkampf. Die Mustangs feuern aus ihren Maschinengewehren, die Me 262 erwidert mit Salven aus ihren Bordkanonen. Am Ende behält der erfahrene Cranfill die Oberhand, schießt den deutschen Strahlenjäger vom Himmel. Doch fast zeitgleich rammt auch sein „Wingman“ in den Boden - aus bis heute ungeklärten Gründen. Mattuschka und Enoch finden nur wenige hundert Meter voneinander entfernt den Tod.
    Mehr als 61 Jahre später graben Soldaten der US-Bergungseinheit JPAC und deutsche Hobby-Militärhistoriker am Doberschützer Bahnhof nach den Überresten der Mustang. Während die Amerikaner die Gebeine des toten Piloten in die USA überführen wollen, erhoffen sich die Deutschen anhand der Wrackteile Hinweise auf die Absturzursache. „Im Bericht der Air Force heißt es, dass Enoch seine Maschine nicht rechtzeitig abgefangen hat und deshalb abstürzte. Doch Zeitzeugen vor Ort wollen gesehen haben, dass die Mustang von der Me 262 abgeschossen wurde“, erklärt Hans-Günther Ploes (43) von der Arbeitsgemeinschaft Luftfahrtskriegsgeschichte Rheinland.
    Gestern kehrte zumindest bei Ploes Ernüchterung ein. „Bis auf die Reste der beiden MGs, ein Staurohr und ein paar Getriebeteile ist von der Mustang nichts mehr gefunden worden“, erzählt er. Immerhin konnte das JPAC-Team eine Hand voll Knochen bergen. In einem Labor auf Hawaii wird jetzt deren DNA- Code bestimmt - nur so ist eine Identifizierung des Piloten möglich. Die sterblichen Überreste sollen anschließend auf einem US-Soldatenfriedhof bestattet werden. Der Leichnam Mattuschkas wurde bereits nach dem Absturz geborgen und beerdigt.

    http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=1242772

    dort ist auch Bild von der Bergungstelle zu finden.
     
  2. Anzeige

    Schau dir mal die beiden Links an:
    diesen Ratgeber und die Flugzeug-Kategorie

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. DDA

    DDA Alien

    Dabei seit:
    07.04.2003
    Beiträge:
    5.132
    Zustimmungen:
    8.752
    Ort:
    Berlin

    HMM, ich liebe Reporter und ihre ach so blumige Sprache. Welche Strahlen hat die Me262 denn so gejagt? Oder hatte sie gar einen lasergestützten Antrieb ?:?! :?!


    Axel
     
  4. #3 christoph2, 18.08.2006
    christoph2

    christoph2 Space Cadet

    Dabei seit:
    25.07.2002
    Beiträge:
    1.946
    Zustimmungen:
    65
    Ort:
    Deutschland
    Lt. Clifton Enoch (MACR 13162) flog an diesem schicksalshaften Tag P-51D 44-15371 'Happy' (368th FS).

    Hier befindet sich eine Aufnahme dieser Mustang.

    Quelle: http://www.littlefriends.co.uk
     
Moderatoren: mcnoch
Thema: 19. März 1945 - Abgestürzter US-Pilot nach 61 Jahren bei Eilenburg geborgen
Besucher kamen mit folgenden Suchen
  1. eilenburg 2. weltkrieg

    ,
  2. us jagdgeschwader mit gebeinen

    ,
  3. eilenburg 1945

Die Seite wird geladen...

19. März 1945 - Abgestürzter US-Pilot nach 61 Jahren bei Eilenburg geborgen - Ähnliche Themen

  1. 19. März 1945 - Absturz P-47 - Bergung bei Werl

    19. März 1945 - Absturz P-47 - Bergung bei Werl: Mehr als 60 Jahren nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs ist am Samstag in Werl das Wrack eines USJagdbombers geborgen worden. Die "Thunderbolt P...
  2. Absturz Boeing B-17 "TNT Katie" am 15. März 1945

    Absturz Boeing B-17 "TNT Katie" am 15. März 1945: Ehemaliger US-Bomberpilot kam nach 60 Jahren an die Stelle, wo seine Maschine abgestürzt war Mehr als 610 Bomber nahmen am frühen Morgen des...
  3. Modellbauausstellung 20 Jahre Modellbauclub Hoyerswerda e.V. vom 17. bis 18. März 2018

    Modellbauausstellung 20 Jahre Modellbauclub Hoyerswerda e.V. vom 17. bis 18. März 2018: Ja, nun sind schon 20 Jahre vergangen, seit dem der Modellbauclub Hoyerswerda e.V. gegründet wurde. Deswegen findet vom 17. bis 18. März 2018 die...
  4. Air Canada verklagt Airbus wegen eines Unfalls aus März 2015 in Halifax

    Air Canada verklagt Airbus wegen eines Unfalls aus März 2015 in Halifax: Air Canada hat vor dem zuständigen Gericht Klage gegen Airbus erhoben. Grundlage ist ein Flugunfall/Zwischenfall mit einem Airbus A320 am 29.März...
  5. Euromodelexpo 2017 in Lingen am 25. und 26. März 2017 - die Bilder

    Euromodelexpo 2017 in Lingen am 25. und 26. März 2017 - die Bilder: Euromodelexpo in Lingen - es sind Quantensprünge und Unterschiede zu den Expos der vergangenen Jahre am Durchführungsort Heiden festzustellen....