1945, Kriegsbeute Personal und Technik.

Diskutiere 1945, Kriegsbeute Personal und Technik. im WK I & WK II Forum im Bereich Geschichte der Fliegerei; Hallo, es gibt ja etliche Berichte daß nach dem Krieg die Allierten umfassend Beute machten, Demontagen und z.B. Baade und Brandtner in die UdSSR...
innwolf

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Hallo,
es gibt ja etliche Berichte daß nach dem Krieg die Allierten umfassend Beute machten, Demontagen und z.B. Baade und Brandtner in die UdSSR.
Nicht nur Werher von Braun in die USA. Die Briten mit "backfire"! Auch Ziviltechnik wurde von Ost und West konfiziert , AgFa-Farbfilme und Tonbänder, selbst eine Dampflokomotive mit Einzelachsantrieb.

Was holten denn sich die UdSSR und USA nach September 1945 aus Japan, darüber las ich nichts, wurden z.B. Zeros und Bettys in den USA nacherprobt und deren Konstrukteure "eingefangen"?
 
modelldoc

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Ausführliches findet man bei Phil Butler - War Prizes.


Es gibt mit dem "Album" auch ein kleines deutschsprachiges Büchlein, aber dort fehlt die gesamte geschichtliche Beschreibung.

Hier das englische Original:


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Jeroen

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Ein Ouka Kamikaze Segelflugzeug wurde aufbewahrt auf der USAF Johnson Air Base in Japan.
Ein Zero Motor schaffte es auch in das Museum heutzutage im ehemalige Divisions Stabsgebaude (Iruma).
 
Jeroen

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Eine A6M Zero bekamen die Amerikanen schon in Juli 1942 auf dem Akutan Insel.
Das war die erste Zero die sie testgeflogen haben.

Der wurde im Auftrag der Navy beim NACA Langley im Windtunnel getestet und instrumentiert.
Ein zweiter Zero wurde auf Guam gefunden und auch von die US Navy geflogen.
Nach Pearl Harbor hatte man 6 Zero Wracks technisch untersucht.
Der erste Zero ging verloren in 1945 als bei der Landung zwei Flugzeugen zusammenstoosten.
Unterteilen dieser Zero sind in verschiedene Mueums.
 
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Ein Düsenflugzeug Nakajima Kikka (Auslegung ähnlich der Me 262) wird heute im National Air and Space Museum gezeigt.
 
Jeroen

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Betty's wurden wohl nicht bewahrt, in 1968 fand man welche of Balalae Insel.
In 2018 gab es ein Initiativ diese nach Australien zu transportieren.
Ein andere Betty wurde 1991 aus Indonesien nach USA transportiert (Chino, heute in Paine Field)
 
Jeroen

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Ein Düsenflugzeug Nakajima Kikka (Auslegung ähnlich der Me 262) wird heute im National Air and Space Museum gezeigt.
Laut Wiki sind insgesamt drei Kikka nach USA transportiert, das Museum hat zwei Kikka's, einer soll in Silver Hill stehen die andere in das Udvar-Hazy Center.
Zwei Ne-20 Dusen Triebwerke wurden 1946/1947 beim Chrysler Corp getestet.
 
Diamond Cutter

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...wurden z.B. Zeros und Bettys in den USA nacherprobt und deren Konstrukteure "eingefangen"?
Also dass erbeutete japanische Flugzeuge getestet wurden, steht fest.
Aber was hätten denn Deiner Meinung nach die Alliierten von japanischen Konstrukteuren lernen können? Verfügte das Land der aufgehenden Sonne gegen Ende des zweiten Weltkrieges über Technologien, welche seinen Kriegsgegnern unbekannt waren?

Gruß
André
 

alois

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Nun, dass man feindliche Flugzeuge untersucht ist normal. Das ist auch keine wirkliche Kriegsbeute. Japan hatte damals nichts was sich zu erbeuten lohnte, im Gegensatz zu Deutschland, das technisch zur Spitze gehörte. Obwohl Deutschland in vilen Technischen gebieten abgehängt wurde, gab es trotzdem noch genug wo sie führend waren, oder nützlichere Alternativen boten. Das alles hatte Japan nicht.
 
Jeroen

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Ich weiss nicht genau was die Amerikaner wussten, aber die Japaner haben schon einiges auf die Welt gebracht und dann schreibe ich nicht uber eine elektrische Reiskocher in 40iger Jahren.
In Jahre 30iger entwickelte Akira Nikaschima sowohl das Digital System Entwurf und die Schaltkreistheorie, Boolesche Algebra, Grundlagen der Digitale Computing Theorie, die heute etwa alle Computer benutzen.
Hantaro Nagaoka hatte 1904 ein besseres Atommodel vorgestellt, das Niels Bohr in 1913 weiter entwickelte.
1934 hatte Hideki Yukawa das Meson als existierend und notwendig fur stabile Atomkernen und der Massa Mesonen berechnet.
Auf Luftfahrtgebiet hatte Japaner die Jetstream entdeckt und diese fur Ballonfahrt benutzt.
Die Japanische Kriegsmarine hatte versucht die USA met Ballonbomben zu bombardieren.
Die USA benutzte diese Technologie und Wissen dann um während des kalten Krieges hohe Aufkläerungsballone über die UdSSR zu schicken.
Was Flugzeugmotortechnik oder Konstruktionen, Raketentechnologie betrifft waren die deutschen wohl viel interessanter gewesen.
Im Krieg benutzte Japan 20cm Raketen.
Das Okha Model 43A mit ausklappbare Flugel war ein von U-Boot zu starten raketgetrieben cruise missile (mit Pilot), die Okha Model 43B sollt aus Grotten/Unter-die-Erde gestartet werden.
Beide waren irgendwie auch Vorläufer spätere cruise missiles.
 
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jackrabbit

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Hallo,

Ich weiss nicht genau was die Amerikaner wussten, aber die Japaner haben schon einiges auf die Welt gebracht und ....
ja, aber die folgenden Beispiele waren alle „als Kriegsbeute“ zum Stand 1945 nicht interessant, dazu kommt dann die Kultur- und Sprachbarriere und die Wissenschaftler müssen noch eine gewisse Bereitschaft zur Zusammenarbeit haben.

Grüsse
 
Hotte

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Mir fallen das die U-Boote (I-400 usw. ein. die Flugzeuge (2-3 ?) an Bord hatten. Diese U-Boote wurden von der US Marine wohl gründlich angeschaut. Dann wurden sie versenkt damit die Russen nicht auf die Idee kommen sie auch mal anschauen zu können.

Hotte
 
Jeroen

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Genau diese wurde von den Amerikaner erbeutet untersucht und versunken.

Die USA hatte sich verpflichtet diese Technologie zu teilen mit den Société aber die U-Boote “sanken” dann an “nicht genau bekannte Positionen”
Drei waren zuvor nach Hawai gesegelt.
 

alois

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An den U-Booten war aber keinerlei neue Technologie was die anderen nicht auch hatten. Zum anschauen ganz nett, aber nichts wirklich neues verwertbares. Die Flugzeuge darauf waren auch keine Hochtechnologie. Sie waren kompakt, das wars aber auch schon.
 
Hotte

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Zum einen waren diese Boote um einiges größer als "normale" Boote und halt die Fähigkeit Flugzeuge aufzunehmen waren schon einzigartig.
Aber rein technisch hätten die USA so was auch bauen können. Die Russen hätten da schon mehr raus holen können :biggrin:
Die Russen wollten ja auch große Teile der ital. Regia Marina. Aber bis auf einen alten Schlachtschiff gab es da nix. Eine Vittorio Veneto hätte ihnen schon gefallen.

Hotte
 

alois

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Sie waren größer, aber das hätte jeder machen können. Kreuzer-U-Boote waren schon erfunden, waren aber nicht im Sinne eines jeden. Ich glaub nur die Franzosen haben einen solchen gebaut und die Japaner mit eben der I-400. Technisch gab es nix neues. Ganz im Gegensatz zu den Deutschen XXI U-Booten, auf denen alle modernen U-Boote der Nachkriegszeit basierten. Sie waren vom Konzept, von der Formgebung usw innovativ.
 
Lockheed

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Soweit ich weiß waren die Japaner vor allem auch bei biologischen Kampfstoffen führend.
Ich meine da wurde auch einiges in die USA transportiert. In wie weit das auch Leute betraf
entzieht sich meiner Kenntnis.
 
Jeroen

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Japanische Arzten nach USA fur weitere Waffenentwicklung nur schwer vorstellbar, aber man hatte den in Japan etwa gegen Bestrafung geschutzt unter der Bedingung sie wurden die Forschungsergebnisse und Daten ekslusiv die Amerikaner aber nicht den Sowjets ubergeben.

Die Japaner entwickelten etwa auch ein Entlaubungswaffe.
Die Britten benutzten ahnliche Waffen in Maleisien in Jahre 50iger
Die Amerikaner fingen 1961 damit an in Vietnam
 
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Jubernd

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Die Deutschen waren auch auf dem Gebiet der infraroten Bilddarstellung weltweit Spitze. Die Engländer hatten gerade mal Detektoren, um die Infrarotscheinwerfer im Gelände auszumachen. Vermutlich hat man aber den Japanern davon nichts vermittelt. Die ersten, von den Amis in D. erbeuteten Sichtgeräte kamen sofort im Pazifikkrieg zum Einsatz, wo die völlig überraschten Japaner wie die Spatzen abgeschossen wurden.
 
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