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Weltraum-Schrott und sein Wiedereintritt

Diskutiere Weltraum-Schrott und sein Wiedereintritt im Forum Raumfahrt auf Flugzeugforum.de


  1. #11
    Jemiba

    Avatar von Jemiba
    Stichwort zum googeln : "Sprengbolzen" oder "explosive bolt".
    Klein, leicht und zuverlässig, benötigt keinerlei mechanische Be-
    tätigung, nur eine elektrische (neuerdings eventuell auch optische)
    Verbindung zur jeweiligen Steuerung und ist eine seit Jahrzehnten
    erprobte Technik, nicht nur in der Raumfahrt.


    - Sorry, Stop war schneller !

    - Marcus auch !! Muß aber irgendwie daran liegen, dass man genauer
    hinguckt, wenn's um Knall und Peng geht !!:D

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  3. #12
    Markus_P

    Avatar von Markus_P
    Zitat Zitat von Kaktus1984
    und wieso kann man nicht einfach die stufe irgentwie ausklinken und abstoßen?
    Weil derartige Mechanismen einfach zu schwer, komplex und teuer wären

  4. #13
    Hunter75

    Avatar von Hunter75
    Ein Kollege,der öftr mit den Raketen zu tun hat, erzählte mir mal folgendes.
    Die Amis haben zum entkoppeln der Fracht ein mechanisches System entwickelt.Feinste Technik und da alles absolut synchron laufen muss,hoch kompliziert.
    Die Russen sprengen einfach ab :D

  5. #14
    Praetorian


    Zitat Zitat von Hunter75
    Ein Kollege,der öftr mit den Raketen zu tun hat, erzählte mir mal folgendes.
    Die Amis haben zum entkoppeln der Fracht ein mechanisches System entwickelt.Feinste Technik und da alles absolut synchron laufen muss,hoch kompliziert.
    Die Russen sprengen einfach ab :D
    Bei der Paradestory mit dem weltraumtauglichen Kuli, der von der NASA für eine Million Dollar entwickelt wurde, und den Russen, die stattdessen einfach Bleistifte benutzen, gibt's genauso einen Haken (nämlich Graphitabrieb, der sich nicht so toll mit der ganzen Elektronik verträgt) wie vermutlich auch hier ;)

  6. #15
    BauAir


    Zitat Zitat von Hunter75
    Ein Kollege,der öftr mit den Raketen zu tun hat, erzählte mir mal folgendes.
    Die Amis haben zum entkoppeln der Fracht ein mechanisches System entwickelt.Feinste Technik und da alles absolut synchron laufen muss,hoch kompliziert.
    Die Russen sprengen einfach ab :D
    Beim Absprengen im Orbit git's nämlich mittelfristig ein weiteres Problem: Es treiben Kleinstteile unkontrolliert und natürlich auch unregistriert durch's All. Alleine dieser "Weltraumschrott" wurde schon vor gut 10 Jahren als gefährlich eingestuft und auf mehrere Tonnen Gesamtgewicht geschätzt. Wie lange diese "Geschosse" dort oben herumschwirren und welche Geschwindigkeiten sie haben, geschweige denn welche Umlaufbahnen "verschmutzt" sind kann niemand auch nur annähernd sagen. Daß es bisher zu keinen groben Zwischenfällen gekommen ist bedeutet nicht, daß es das Problem nicht gibt. Allerdings muß dem entgegengehalten werden, daß sich die Aufprallgeschwindigkeit eines Teiles immer in Relation zur Eigengeschwindigkeit verhält. Schlimm wird's nur dann, wenn ein echter Kollisionskurs vorliegt. Ein "Auffahrunfall" hingegen sollte eigentlich immer glimpflich ausgehen. Gibt es eigentlich "Richtungsregeln" dort oben ???

    Grüße

  7. #16
    Hunter75

    Avatar von Hunter75
    Zitat Zitat von BauAir
    Beim Absprengen im Orbit git's nämlich mittelfristig ein weiteres Problem: Es treiben Kleinstteile unkontrolliert und natürlich auch unregistriert durch's All. Alleine dieser "Weltraumschrott" wurde schon vor gut 10 Jahren als gefährlich eingestuft und auf mehrere Tonnen Gesamtgewicht geschätzt. Wie lange diese "Geschosse" dort oben herumschwirren und welche Geschwindigkeiten sie haben, geschweige denn welche Umlaufbahnen "verschmutzt" sind kann niemand auch nur annähernd sagen. Daß es bisher zu keinen groben Zwischenfällen gekommen ist bedeutet nicht, daß es das Problem nicht gibt. Allerdings muß dem entgegengehalten werden, daß sich die Aufprallgeschwindigkeit eines Teiles immer in Relation zur Eigengeschwindigkeit verhält. Schlimm wird's nur dann, wenn ein echter Kollisionskurs vorliegt. Ein "Auffahrunfall" hingegen sollte eigentlich immer glimpflich ausgehen. Gibt es eigentlich "Richtungsregeln" dort oben ???

    Grüße
    Das US-amerikanische und russische Oberstufen nicht wiederverwendet werden und nicht als Schrott im Orbit rumkreisen sollen,wird die Fracht in einer Höhe getrennt,in welcher eine Rückkehr (Verglühen) der Oberstufe gewährleistet ist.
    Ergo erfolgt auch diese Explosion noch in einer Höhe,in der auch die Partikel wieder den Weg Richtung Erde finden.
    Oder sollten etwa nach dem Absprengen nur die Partikel oben bleiben und die Oberstufe alleine runterfallen :?!

    Der Graphitstaub ist ein Argument in der heutigen Zeit mir ihren engen Leiterbahnen und fisseligen Kontakten.Obwohl so fisselig ist auch ein Modul für die Raumfahrt nicht und da kenne ich zumindest zwei an denen ich shcon mitgearbeitet habe.Außerdem kommt dann noch die dreifache Redundanz zum tragen :D

    Schließlich hat uns auch schon Mythbusters gelehrt,daß man(n) bedenkenlos an eine Stromschiene pinkeln kann,weil man(n) keinen geschlossenen Strahl hinbekommt.
    Und jetzt ein Kommentar aus meiner Erfahrung zur Konstruktion von Staub-Ex geräten.
    Bevor Spannungsüberschläge bei normalen Bordspannungen durch Graphitstaub erfolgen,ist die Bude derart vernebelt von dem Staub oder der Abstand elektrischer offener Leiter und Kontakte sehr sehr klein.Beides und besonders letzteres war damals wohl eher unwahrscheinlich.

  8. #17
    STOP

    Avatar von STOP
    Zitat Zitat von Hunter75
    Das US-amerikanische und russische Ob...............

    Schließlich hat uns auch schon Mythbusters gelehrt,daß man(n) bedenkenlos an eine Stromschiene pinkeln kann,weil man(n) keinen geschlossenen Strahl hinbekommt.
    .
    Also da weis ich aus Sicherer Quelle das es einige Tote gibt die da wiedersprechen würden!!...wenn sie den noch könnten

    Der wagerechte "Pinkelzaun" an fast jeder Eisenbahnüberführung ist nicht nur zur Deko da. :p

  9. #18
    Schorsch

    Avatar von Schorsch
    Zitat Zitat von Hunter75
    Das US-amerikanische und russische Oberstufen nicht wiederverwendet werden und nicht als Schrott im Orbit rumkreisen sollen,wird die Fracht in einer Höhe getrennt,in welcher eine Rückkehr (Verglühen) der Oberstufe gewährleistet ist.
    Ergo erfolgt auch diese Explosion noch in einer Höhe,in der auch die Partikel wieder den Weg Richtung Erde finden.
    Oder sollten etwa nach dem Absprengen nur die Partikel oben bleiben und die Oberstufe alleine runterfallen :?!
    Nun, Stufen werden ja meist abgesprengt, wenn sie ausgeglüht sind. Das ist weit vor Orbitalgeschwindigkeit, sonst bräuchte man sie nicht mehr absprengen. Daher werden Reste mit Sicherheit verglühen.

    Schlechter sieht es mit den Sachen aus, die sich quasi erst im Orbit des Satelliten oder der Raumfähre von ihm trennen. Diese besitzen dann Orbitalgeschwindigkeit.

    Möglicher Nachteil einer Sprengung: Sollte doch eine versagen, dessen Kollege aber dienlich die Selbstreaktion einleiten, dann könnte das Raumschiff etwas aus der Bahn werfen. Insgesamt sind ja fehlgeschlagene Trennungen von niederen Stufen noch heute beliebte Ursachen für Loser-Orbits, die einen Satelliten zu einem recht kostspieligen Meteoriten werden lassen.

  10. Hallo

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  11. #19
    Hunter75

    Avatar von Hunter75
    Zitat Zitat von STOP
    Also da weis ich aus Sicherer Quelle das es einige Tote gibt die da wiedersprechen würden!!...wenn sie den noch könnten

    Der wagerechte "Pinkelzaun" an fast jeder Eisenbahnüberführung ist nicht nur zur Deko da. :p
    Bahnoberleitungen werden mit sogenannten Bahnstrom mit 110kV betrieben,was für die Erzeugung eines ordentlichen Überschlagfunken ausreicht.Da reicht der unterbrochene Strahl als Überleitung.
    Stromschienen werden dagegen mit "nur" 750-1500V betrieben.
    Ähnliche Spannungen werden sehr,sehr,sehr selten durch Leiterbahnzüge oder Kabel von Raumfahrtmodulen gejagt.

  12. #20
    Nummi

    Avatar von Nummi
    Was passiert eigendlich mit dem Müll, dem gebrauchten Wasser etc. der auf der ISS anfaellt :?!
    Wird der wieder mit zur Erde genommen oder im All "entsorgt"?

    p.s. Es sollte Astronautenmüll in der Überschrift heissen

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